Mittwoch, 23. September 2009

Klar, unklar, aufklar

Beim Überfliegen der Nachrichten fällt mir gelegentlich eine Schlagzeile nicht wegen des Inhaltes sondern wegen des Umganges mit der Sprache auf. So wie diese Meldung:


Klar scheint mir: Geklärt ist etwas, was nicht mehr unklar ist. Aufgeklärt wird etwas, was unklar war, aber klar werden soll. Ungeklärt ist alles, was nicht klar geworden ist.

Unaufgeklärt, meint der Autor der Schlagzeile, bliebe der Tod jenes Politikers. Will er uns damit sagen, dass die Aufkläung misslungen ist oder dass sie noch im Gange wäre oder dass ihm das Wort »ungeklärt« viel zu simpel schien?

Ganz abgesehen davon: Der Tod Möllemanns scheint mir keiner Klärung zu bedürfen, denn der steht fest. Unklar sind die Umstände des Todes.

Ein anderes, wohl noch nicht begonnenes Unterfangen:

Ich bin gespannt. Bleiben die Störfälle ungeklärt, unaufgeklärt oder gelingt dieses Mal eine Klärung - womöglich gar eine Aufklärung?

Kommentare:

Barbara hat gesagt…

Da hört sich doch alles auf,
dass Herr Möllemann als Ablenkungsmanöver dient, um ein heutiges wichtiges sich jährendes Datum zu bennen... ;-)

Günter J. Matthia hat gesagt…

Äh - wichtiges Datum - äh - grübel - ach ja: Heute ist HERBSTANFANG!

Barbara hat gesagt…

genau-herzlichen Glückwunsch zum Herbstanfang!
Forever Young...für den in Charlottenburg geborenen Bub...

Optimizer hat gesagt…

"mehr über DEN IN TEILEN mysteriösen Tod...."

Makaber nach Fallschirmabsturz.

juppi hat gesagt…

Möllemann!
Beim Möllenamm denk ich immer an meinen alten Deutschlehrer.
Mit dem hab ich mich mal so richtig in die Wolle gekriegt um nen Artikel über den Mölli und seine arabischen Geschäftsfreunde.
Und das auch nur, weil Herr Herr C. glaubte, besagter Artikel sei wohlwollend geschrieben, schließlich sei ja das Wort "Chuzpe" darin, das sei arabisch, wie er uns glauben machen wollte.
Ich war entschieden dagegen.
Die Sache ist schließlich 0:0 ausgegangen, weil ich keine Beweise dafür hatte, dass das Wort jiddisch ist und der Artikel nicht wohlwollend zu verstehen sein könne.
Lehrer haben vormittags nun mal Recht. (Nachmittags haben sie frei.)

Günter J. Matthia hat gesagt…

@barbara: Ich begehe jedes Jahr den Herbstanfang mit einer gewissen Feierlichkeit...

;-)

@Optimizer: Wer weiß, ob Möllemann wirklich - ich meine, vielleicht haben ihn die Amerikaner entführt, dann an die Russen verkauft und deshalb ist nun Frieden?

@Juppi: Also blieb der Disput mit dem Lehrer ungeklärt oder unaufgeklärt?