Freitag, 21. März 2014

Zwei Jahre geschenktes Leben

… die dreieinhalbstündige Operation wurde am vergangenen Mittwoch, dem 21. März 2012, durchgeführt.

Sind es schon zwei Jahre oder sind es erst zwei Jahre? Manchmal kommt mir die Zeit kurz vor, manchmal lang. Wie ich und was ich damals berichtet habe, kann man hier nachlesen: [Aufzeichnungen aus dem Krankenhaus – Teil 1]. In gewisser Weise habe ich heute Geburtstag und werde zwei Jahre alt.

Inzwischen ist viel passiert – Chemotherapie – viele Untersuchungen ohne bedrohliche Befunde – dann Lebermetastasen im September 2013 – fünfeinhalbstündige Operation am 4. Oktober 2013 – erstaunlich schnelle Genesung …

Ich bin, so viel ist sicher und das hat sich in der Zeit seit der Operation nicht geändert, dankbar für jeden neuen Tag, den ich mit Eva leben und erleben darf. Wenn es nach mir geht, folgen noch viele viele Jahre. Hoffnung auf dauerhafte Gesundheit ist vorhanden, aber auch das Wissen, dass bei der nächsten Untersuchung (Anfang April) oder der übernächsten oder der darauf folgenden … wieder Metastasen gefunden werden könnten. Der Krebs ist tückisch und man fühlt ihn nicht, während er sich irgendwo festsetzt. Manchmal überlagert die Furcht meine Hoffnung, meistens siegt die Zuversicht über die Angst.

Allen, die in den zwei Jahren mit Trost, Ermutigung, Gebet, Daumendrücken und sehr viel Liebe und Anteilnahme an unserer Seite standen und weiter stehen, ob nun persönlich bekannt oder noch nicht, möchte ich an dieser Stelle wieder einmal ein ganz herzliches und tief empfundenes Danke sagen!

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Kommentare:

Kerstin hat gesagt…

Ich fühl mich jeden Tag so, glaub ich. Nicht schon immer, aber seit einiger Zeit. Nicht nur, weil ich auch im KH dem Tod von der Schüppe gehopst bin. Das kam eigentlich erst später.
Ich fühl mich so beschenkt, weil ich dieses Leben überhaupt endlich mit jemandem teilen darf und nach drei Jahren ist noch keinerlei Teilungsmüdigkeit festzustellen. Jeder Tag zu zweit ist so ein unglaubliches Geschenk. Ob krank oder nicht. Sterben könnt man ja immer, ob krank oder nicht. Also dankbar sein für alles, solange man es hat. Und hinterher, dass man's hatte...
Wir beten für euch. Alles Liebe.

Günter J. Matthia hat gesagt…

Lieben Dank und Grüße zurück!