Freitag, 23. Mai 2008

vrône lîcham

Ich habe als Kind, frisch von Berlin nach Bayern importiert, mal meinen Opa gefragt, warum die Katholiken froh über einen Leichnam seien und warum das auch noch als Feiertag gelte.
Mein Großvater, ein freikirchlich-protestantischer Pastor, hat mich aufgeklärt, dass Fronleichnam mit »froh« und »Leichnam« nichts zu tun habe und hinzugefügt, dass es doch wunderbar sei, wenn Menschen betend und lobend durch die Straßen ihrer Städte und Dörfer gingen. »Auch wenn wir andere Formen haben, die Gegenwart des Herrn Jesus zu feiern, ist es doch der gleiche Herr Jesus«, meinte mein Opa.

Daran muste ich gestern denken, als ich in der Tagesschau die Bilder von den Prozessionen sah. Mein Opa war tatsächlich ein weiser Mann Gottes. Mir sind bis heute solche Aufmärsche für Jesus lieber als Demonstrationen, die gegen etwas sind. Ob nun Fronleichnam oder Gebetsspaziergänge, ob nun Jesus-Tag oder »Undercover Gebet« mitten in den 1. Mai Demos. Ob nun evangelisch oder freikirchlich oder katholisch.

Apropos katholisch: Solche Gebetsnächte wie die in der katholischen St. Adalbert-Kirche in Berlin finde ich einfach nur klasse! Hier mein kurzer Artikel: Nightfever - macht die Nacht zum Tag

1 Kommentar:

Barbara hat gesagt…

Fronleichnam=Leib des Herrn,
nach Römer 12,4/5 gehören wir alle
zu dem EINEN Leib Christi!