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Montag, 23. Januar 2017

So alt schon?

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… nun ja – gemeint ist mit der netten Süßigkeit meine Bilderausstellung nebenan bei Tumblr – die feiert heute ihr dreijähriges Jubiläum. Wer die Lichtbilder beschauen will, möge auf den folgenden Schriftzug klicken:

[G. J. Matthia bei Tumblr]

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Donnerstag, 14. August 2014

Vierzig mal Zehn

Inzwischen sind es 40 Fotoalben mit je 10 Bildern – Kreativität mit der Kamera und anschließend beim Bearbeiten macht Spaß und tut gut.

Vielleicht kommt ja jemand auf den Geschmack? Bittesehr:

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Textlink: Startseite / Archiv

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Samstag, 26. Juli 2014

Dreißig mal Zehn

300 Bilder sind inzwischen in meiner Tumblr-Sammlung zu finden. Getreu dem Tipp 39 aus dem gestern hier veröffentlichten Beitrag probiere ich schon länger kreative Variationen der Photographie aus. Wer mal reinschauen will:

[gjm berlin – archiv]

300 Fotos

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Sonntag, 2. Februar 2014

10 … 10 … 10 …

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Zehn Fotos pro Album. Wer mag, darf schauen: http://gjm-berlin.tumblr.com/

(Die Sammlung wird weiter wachsen.)

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Montag, 14. Januar 2013

Böhmischer Jahreswechsel 2012/13

Hier noch ein paar Bilder von unserem wunderschön erlebten Jahreswechsel - ohne weitere Worte.

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Klicken auf das Bild führt zum Album – oder hier klicken: https://plus.google.com/photos/116773259209877790056/albums/5833303345634627905

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Montag, 16. April 2012

Seine Majestät, der Kaiser …

… von Japan, hat uns in Berlin Lichterfelde, als die Mauer zwischen uns und der DDR entfernt war, mit einer mehrere Kilometer langen und von Jahr zu Jahr ansehnlicher werdenden Allee von Kirschbäumen beschenkt. Auf dem Streifen Land zwischen Teltow (links im Foto) und Berlin Lichterfelde (rechts auf dem Bild) stand sie, die Mauer.

Gestern wollte ich doch mal sehen, ob nicht bald mit der Baumblüte gerechnet werden kann. Die Allee sah so aus:

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Mit den Kirschblüten wird es also noch ein Weilchen dauern.

Aber es war auch nicht so, dass noch gar nichts blühen würde. Unser nachmittäglicher Spaziergang brachte meine Kamera und mich zu weißen Blüten …

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… und rosarot geschmückten Pflanzen …

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… ein frisches kräftiges Gelb hier und dort fehlte auch nicht …

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und kurz bevor wir wieder zu Hause waren fand die beste aller Ehefrauen dann noch dieses nette Farbenspiel:

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Es wird also langsam aber sicher doch Frühling in Berlin.

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Freitag, 22. April 2011

Geht das gut?

Unterwegs in den Osterurlaub stellte sich mir die Frage, ob das Aufladen eines Automobile über lose Bretter auf einen LKW wohl gut gehen kann...


Samstag, 4. September 2010

Friedliche Islamisierung

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Das nimmt keiner in Europa sonderlich ernst, kommt es doch von jemandem, der vielen als nicht ganz richtig im Oberstübchen gilt. Allerdings übersieht man beim schulterzuckenden Abwenden, dass der hier Zitierte erstens Staatschef ist, mit welchen Mitteln auch immer er die Position eingenommen und bisher verteidigt hat, und dass er zweitens nur das ausspricht, was der Koran als Endlösung von den Gläubigen fordert. Der Islam ist eine friedliche Religion – sobald alle anders- oder nicht gläubigen Menschen ausgerottet sind. Wer das noch nicht wusste, möge diesen acht Minuten langen Beitrag anschauen oder selbst im Koran nachlesen (gibt es als Taschenbuch preiswert).

Manch einer meint, das alles wäre egal, weil er davon ausgeht, dass der Islam nach und nach so weitgehend irrelevant und wirklichkeitsfremd werden wird wie es das Christentum in der westlichen Welt so gut wie überall geworden ist. Schmückendes Beiwerk für ein gelungenes Weihnachtsfest, ein festlicher Rahmen für Eheschließungen und salbungsvolle Zutat bei der Bestattung eines Menschen. Aber ansonsten lebt die westliche Welt unberührt von christlichen Werten, Ansprüchen und Konsequenzen.

Der Islam zeigt jedoch keinerlei Tendenzen, die darauf hindeuten würden, dass er wie das Christentum zu einer Randerscheinung der modernen Gesellschaft würde. Im Gegenteil. Aber das, wir wissen es, darf man ja nicht laut sagen. Oder in ein Buch schreiben. Dann ist die ach so verpönte Steinigung nicht weit:

Buchvorstellung Sarrazin

Falls jemand meint, hier sei von verschiedenen Dingen (Islamisierung Europas / Korantext / Thilo Sarrazins warnendes Buch) die Rede… – nun ja. Jeder darf meinen und denken, was er will. Steht zumindest in unserem Grundgesetz.

Dienstag, 13. Januar 2009

Suizid - eine problematische Diskussion

Ein Problem wird nicht dadurch geringer, dass man es tabuisiert oder ignoriert, das ist eine Binsenweisheit. Dennoch sind Wortmeldungen zum Thema Selbstmord eher selten, und seitens der »christlichen« Medien war recht wenig über einen spektakulären Fall in jüngster Zeit zu lesen. Lediglich bei Jesus.de fiel mir ein Beitrag auf: Das schwierige Verhältnis von Christen zum Freitod

Selten sehe ich die Talkshow der ARD nach dem »Tatort« bis zum Ende an, doch die letzte Sendung hielt mich bis zu letzten Minute fest. Anne Will hatte, anlässlich des Todes von Adolf Merckle, Gesprächspartner eingeladen, die sehr gegensätzliche Sichtweisen zum Thema mitbrachten: Katrin Göring-Eckardt, evangelische Theologin und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Roger Kusch, Jurist und Sterbehelfer für 8.000 Euro pro Suizid, Walter Mixa, Bischof von Augsburg, und zwei Betroffene: Oswald Kolle, der seine unheilbar kranke Frau bei der vorher geplanten Selbsttötung begleitet hat sowie Marion Weidner, deren Sohn ohne ersichtlichen Grund und ohne Ankündigung freiwillig aus dem Leben schied.

Nun war der Unternehmer Adolf Merckle bekennender Christ, und insofern konnte keiner der kirchlichen Teilnehmer so einfach behaupten, dass der Selbstmord nicht stattgefunden hätte, wenn der Verzweifelte die Hoffnung des Glaubens gekannt hätte. Das hat - Gott sei Dank - auch niemand unternommen.
Es war eine Sendung, bei der trotz der konträren Auffassungen zum Thema die Betroffenheit im Vordergrund stand. Lediglich der Sterbehelfer Kusch wirkte auf mich eher unbeteiligt und »abgebrüht«, womöglich hatte er aber auch nur die Maske des Unberührten aufgesetzt?

»Man muss feststellen, dass es in unserer Gesellschaft nicht dazugehört, dass man auch mal scheitern kann. Egal, ob man Unternehmer ist, ob man Politikerin ist, es ist einfach nicht vorgesehen, dass man scheitert. Es geht immer nur darum, Karriere zu machen, es besser zu machen, schöner zu sein und so weiter«, sagte Frau Göring-Eckhardt und sprach damit ein grundsätzliches Problem unserer Gesellschaft an. In Amerika ist das tatsächlich anders. Da kann jemand scheitern, den Scherbenhaufen zusammenkehren und von vorne anfangen - um wichtige Erfahrungen reicher. Natürlich hat das nun gar nichts mit unheilbaren und qualvollen Erkrankungen zu tun.
Herr Mixa erzählte von Erfahrungen mit Sterbenskranken: »Ich bin mit vielen solchen Menschen ganz positiv und dankbarst umgegangen, und kann sagen, nicht durch mich, sondern wirklich durch die Hilfe und Liebe Gottes, sind die dann in ein menschenwürdiges Sterben, in ein Abschiednehmen von dieser Erde hineingegangen.« Obwohl Herr Mixa Selbstmord für Sünde hält, war kein verurteilendes Wort von ihm zu hören. Warum auch. Wer von uns allen ohne Sünde ist, der darf getrost den ersten Stein werfen.
Herr Kusch dagegen hielt nicht viel von den Gedanken an Gott: »Auch die Gnade des Herrn führt nicht dazu, dass ein Multiple-Sklerose-Kranker plötzlich wieder beide Hände benützen kann.« Damit hat er zwar grundsätzlich Unrecht, denn die Gnade des Herrn führt auch zur Heilung unheilbar Kranker, aber zumindest sei ihm zugestanden, dass dies (leider) nicht der Normalfall ist. Dass von den fünf im letzten Jahr mit seiner Hilfe durchgeführten Selbstmorden lediglich ein einziger aufgrund unheilbarer Krankheit stattfand, darüber wollte Herr Kusch nicht reden.

Die beiden familiär Betroffenen, Herr Kolle und Frau Weidner, berichteten von ihrem Erleben und es wurde sehr deutlich, wie tief die Erschütterung der überlebenden Familienangehörigen geht, wenn jemand sich das Leben nimmt - ganz gleich ob aus heiterem Himmel wie der Sohn oder geplant und vorbereitet wie die Ehefrau. Ich wurde beim Zuhören an meine eigene Verfassung erinnert, als ein Mitschüler Selbstmord begangen hatte, und das war »nur« ein Mitschüler, kein Verwandter...

Am Ende der Sendung gab es keine endgültigen Antworten, aber das war und ist auch nicht zu erwarten bei diesem schwierigen Thema. Es gab eine Menge Gedankenanstöße, auch die »gegnerische« Sichtweise anzuhören und zuzugestehen, dass es für und wider Suizid Argumente gibt, die nicht vom Tisch zu wischen sind.

Die Sendung kann man hier im Internet sehen: Anne Will - Wer hat das Recht, Leben zu beenden?

Foto von AnneWill.de

Samstag, 27. Dezember 2008

Der Zwiespalt

Es gilt, Tomaten mit Äpfeln zu vergleichen. Ein ganz und gar törichtes Unterfangen, ich weiß. Man findet sich unversehens in einem Zwiespalt wieder. Doch wenn der Apfel vorgibt, anhand einer Tomate geschaffen worden zu sein, ist der Vergleich fast unumgänglich.

Wir waren gestern im Lichtspielhaus und haben uns die aktuelle Verfilmung des Romans Buddenbrooks angesehen. Wenn man das Buch von Thomas Mann wie ich mehrmals und mit Begeisterung gelesen hat, dann ist die Enttäuschung auch bei der bestmöglichen Verfilmung so gut wie unumgänglich, es sei denn, man ist sich vorher schon darüber im klaren, dass ein Apfel keine Tomate sein kann. Und umgekehrt.

Ich war vorgewarnt, unter anderem durch das Feuilleton der F.A.Z., dass das Unumgängliche auch bei dieser Literaturverfilmung wirklich eintritt: Es fehlen Szenen, es fehlen Protagonisten, es wurde weggelassen und hinzuerfunden. Ein Film ist eben ein Film und ein Buch ist eben ein Buch. Das geht gar nicht anders. Es herrschen ganz unterschiedliche Gesetze in den beiden Medien, und davon einmal abgesehen - wer könnte jemals einen 650 Seiten starken Roman verlustfrei in drei Kinostunden quetschen? Niemand.

Ich habe also keine tatsächliche Wiedergabe eines Romans erwartet beim Betreten des Filmtheaters - und wurde angenehm überrascht. Der Film vermag es durchaus, die Stimmung zu erzeugen, die Thomas Mann heraufbeschworen hat. Von den Kulissen bis zu den Darstellern fügt sich alles zu einem schlüssigen Portrait einer Epoche zusammen. Ohne Makel, ohne Abstriche. Eine Glanzleistung, ein heutzutage leider selten gewordenes Vergnügen.

Aber.

Leider leider gibt es ein Aber. Der Film wurde vor allem nach der Pause denn doch etwas eilig, um nicht zu sagen hektisch. Es gab noch einige Todesfälle darzustellen, und die Zeit schien dem Regisseur davonzulaufen. So wurde quasi Schlag auf Schlag gestorben, wobei die in der ersten Hälfte betörende Stimmung zumindest für mich ein wenig litt. Hannos Sterben nimmt im Roman immerhin ein ganzes Kapitel in Anspruch, in dem Thomas Mann sehr anschaulich darstellt, wie das Kind zu Tode kommt:

Mit dem Typhus ist es folgendermaßen bestellt: Der Mensch fühlt eine seelische Mißstimmung, die sich rasch vertieft und zu einer hinfälligen Verzweiflung wird. Zu gleicher Zeit bemächtigt sich seiner eine physische Mattigkeit, die sich nicht allein auf Muskeln und Sehnen, sondern auch auf die Funktionen aller inneren Organe erstrecke, und nicht zuletzt auf die des Magens, der die Aufnahme von Speise mit Widerwillen verweigert...

beginnt die Schilderung im Buch. Im Film stellt der Arzt am Sterbebett fest, dass gegen Typhus kein Kraut gewachsen sei.Es bleibt dem Film einfach keine Zeit, trotz der weggelassenen Personen und Begebenheiten, den Tod des letzten Buddenbrook in Ruhe zu betrachten.

Und da sind wir wieder bei den Äpfeln und den Tomaten. Die Sprache, die den Roman Buddenbrooks so unvergleichlich und unerreicht macht, findet sich im Film Buddenbrooks so gut wie gar nicht wieder. Leider auch kaum je in den Dialogen, vielleicht hielt der Drehbuchautor die Zuschauer heutzutage für nicht mehr in der Lage, einem Satz mit mehr als zwei Satzteilen zu folgen?

Dafür hat der Film eine Magie der Bilder und der Kameraführung, die auf ganz eigene Weise das Dargestellte lebendig werden lässt. Das eine ist so einzigartig und gut wie das andere, so wie Tomaten nie die Äpfel ersetzen können und umgekehrt. Es mag lediglich eine Frage der persönlichen Vorlieben sein, wo man die Präferenzen setzt.

Mein Fazit nach dem Besuch im Kino: Unbedingt sehenswert, ein ganz und gar überzeugender Film, dem man höchstens gegen Ende etwas mehr Ruhe gönnen würde. Ein wunderbares Stimmungsbild mit tragischen, komischen und allen anderen Elementen, die einen Film sehenswert machen. Stimmige Charaktere, eine interessanter Geschichte, wunderbare Darsteller. Man spürt an jedem Detail, dass die Beteiligten ihre Aufgabe ernst genommen und alle Sorgfalt darauf verwendet haben, einen herausragdenden Film zu schaffen. Das ist gelungen. Dieser Film wird einer von den wenigen sein, die auch in 10 oder 20 Jahren noch sehenswert sind.

Aber natürlich ist dieser Film nicht der Roman von Thomas Mann. Das kann er nicht sein und das wird auch nie irgend eine Verfilmung erreichen. Eine Tomate ist eben kein Apfel. Und es wäre doch ausgesprochen töricht, die beiden miteinander zu vergleichen. Aus dem Zwiespalt wäre ein Entrinnen undenkbar...

Sonntag, 16. November 2008

Fernsehtipp: Der glückliche Tod

Heute wird zu später Stunde die Tatort-Folge wiederholt, die mich neulich - erstmalig in der Geschichte der Menschheit - dazu veranlasst hatte, über einen Fernseh-Krimi zu schreiben.

Auf 3sat um 22:25 läuft noch einmal »Der glückliche Tod«. Mein Tipp: Aufnehmen (wegen später Sendezeit und falls technisches Gerät zu diesem Zweck verfügbar) oder live anschauen. Taschentücher bereitlegen. Auf Erschütterung einstellen.

Mein Beitrag vom 6. Oktober zu diesem Film: Ein Krimi, der kein Krimi war

Dienstag, 4. November 2008

Fernsehlob

Gescholten wird genug über das Fernsehprogramm, meist mit Fug und Recht. Da darf man die rühmlichen Ausnahmen ruhig loben.

Gestern um 20:15 Uhr brachte das ZDF einen Film auf die Bildschirme, der nicht nur außerordentlich gut gespielt war, sondern auch eine erschütternd realistische Version der Geschichte darstellte, die im 1. Buch der Könige, Kapitel 3, 16-28 zu lesen ist. Das Geheimnis der falschen Mutter

Der Bibeltext wurde auszugsweise (durch Kindermund) zitiert, was aber nicht unbedingt notwendig gewesen wäre. Ich hätte die Begebenheit auch so wiedererkannt, wenngleich die Handlung in das Hamburg unserer Tage verlegt und natürlich einem Thriller angemessen wurde.

Dieser Film zeigte, dass Qualität im deutschen Fernsehen nach wie vor möglich ist und wie sie gelingen kann. Danke, ZDF, für 90 Minuten erstklassiges Programm.

Foto: ZDF-Screenshot

Montag, 6. Oktober 2008

Ein Krimi, der kein Krimi war

Der gestrige »Tatort« hat bei mir mehr Betroffenheit ausgelöst als irgend einer zuvor, soweit ich mich überhaupt an die Folgen erinnere. Die meisten vergesse ich nach ein paar Wochen sowieso. Diesen sicher nicht so schnell. Dazu mag beitragen, dass ich vor etlichen Jahren das Sterben eines 12jährigen Kindes an der Mukoviszidose aus familiärer Nähe miterlebt habe - doch dieser Film hätte mich wohl auch ohne diese eigene Erfahrung tief angerührt.

War das überhaupt ein Krimi? Rein sachlich betrachtet schon, aber die Krimihandlung (Mörder suchen und finden) stand irgendwie ungewohnt im Hintergrund. Auch Kopper und Odenthal, die beiden ermittelnden Kommissare, waren nicht wirklich die prägenden Figuren.

Da waren für mich vielmehr zwei Schauspielerinnen diejenigen, die diesen Film zu mehr als einem Krimi machten: Susanne Lothar, die vor rund einem Jahr ihren Mann Ulrich Mühe beim Sterben begleitet hat als Mutter und das Mädchen (Stella Kunkat), das die Sterbenskranke so unverfälscht und ohne Pathos gespielt hat, wie man es von einem Kind kaum erwarten würde.

Sterbehilfe - ja oder nein? Eine Frage, auf die es viele Antworten gibt, eine Frage, die ich nicht mit Ja oder Nein zu beantworten in der Lage bin. Der Focus:
„Sterben ist keine Idylle“, sagt der Vorsitzende von „Charontas“, „und manchmal ist es ein Verbrechen, nicht zu helfen.“ Wahrscheinlich hat er Recht. Der Anwalt dieses Vereins sagt: „Die Leute finden einen Weg, sich umzubringen.“ Wahrscheinlich hat er Recht. Der Vater des sterbenskranken Mädchens Julia sagt zu seiner Frau: „Ich entscheide nicht, wann sie zu sterben hat. Und du auch nicht. Wir haben kein Recht dazu.“ Wahrscheinlich hat er Recht. Alle haben Recht, irgendwie. Aber wer hat mehr Recht in diesem Fall? (Quelle: Focus Online)
Was würde ich tun, wenn ich mit einem solchen Schicksal als Elternteil konfrontiert wäre? Ginge es mir wie der Mutter im Film? „Wie halten Sie das aus?“, fragte die Kommissarin. Susanne Lothar mit dem (schmerzhaften) Versuch eines Lächelns: „Gar nicht.“

Foto: ARD

Samstag, 4. Oktober 2008

Advent ist im Dezember, Gebäck ist jetzt!

Gestern habe ich vom Balkon aus das erste mit »Weihnachtsbeleuchtung« versehene Haus in der Nachbarschaft ausgemacht. Geht man Einkaufen, hat man sowieso den Eindruck, Weihnachten stehe unmittelbar bevor.
Andererseits gibt es ja mittlerweile das ganze Jahr über gefärbte Hühnereier zu kaufen. Warum also nicht Christbaumkugeln am Frühlingsstrauß und Lebkuchenherzen zur Grillparty im Sommer? Was es mit Weihnachten oder Ostern auf sich hat, weiß ja sowieso kaum noch jemand...

Mittwoch, 27. August 2008

Ein Buch ist ein Buch... manchmal auch nicht.

Er hatte schon immer verrückte und ungewöhnliche Ideen, wenn es darum ging, seine Werke zu vermarkten. Im November erscheint ein neues Buch mit Kurzgeschichten, und dieses Mal hat er sich eine Videoserie einfallen lassen, die in 25 Folgen zu je etwa 2 Minuten eine der Geschichten aus dem Buch bereits vorab erzählt: »N.« - eine wunderbar kurze Überschrift übrigens.

Die Rede ist von Stephen King, und die Animations-Video-Version der Geschichte gibt es hier:


Die Reihenfolge ist absteigend, daher muss man unten in der Liste beginnen. Viel Spaß!

Mittwoch, 20. August 2008

...gerade die müssten doch für einen da sein.

Ein hochinteressantes und spannendes Interview möchte ich heute empfehlen. Die 21 Minuten sind samt und sonders sehens- und hörenswert.

Da erzählt ein Mann Gottes unter anderem, wie er nach aufopferndem Dienst, der begleitet von übernatürlichen Heilungen und Befreiungen unheimlich viele Menschen erreicht, abstürzt. Seine Frau verlässt ihn, er gerät ins Trudeln und greift wieder zu den Drogen, aus denen Jesus ihn einst befreit hatte. Die Mitchristen? Die wenden sich überwiegend ab...
Die Moderatorin fragt ihn: »Aber gerade die Freunde aus der Glaubensbewegung müssten in so einem Fall doch für einen da sein?«

Wie gesagt, ein spannendes, hochaktuelles und Augen öffnendes Gespräch. Man erfährt auch, was Paulus Scheiße fand und wie genial Jesus ist: Martin Dreyer bei N24

P.S.: Kommentare zum Interview sinnvollerweise bei Martin direkt hinterlassen: Martin Dreyer Blogspot: Die Sendung auf N24

Donnerstag, 29. Mai 2008

Emma ist es nicht. Vielleicht Micha?

Kürzlich habe ich im heimischen Berlin Lichterfelde diesen unbekleideten Herrn fotografiert. Er steht da so im Park herum. Schon der erste Blick zeigt: Es ist eindeutig nicht Emma, zumindest demjenigen ist das klar, der in der Schule aufgepasst hat, als es um die Biologie im Allgemeinen und gewisse Unterschiede zwischen zwei Sorten Menschen im Beonderen ging.

Der zweite Blick offenbart dann allerdings, dass die Flügel nicht echt sind. Sie sind mittels einer geschickten Vorrichtung an den Armen des bloßgestellten Unbekannten befestigt. Also ist es kein Engel, sondern ein männlicher Mensch.


Ich vermute, dass es sich um Micha handelt, denn der hat ja nachweislich angekündigt:
Darum will ich klagen und heulen, will barfuß und nackt gehen. Ich will Wehklage halten wie die Schakale und Trauer wie die Strauße. (Micha 1, 8)
Oder ist es nicht Micha? Handelt es sich - der andächtige Blick gen Himmel legt die Vermutung nahe - möglicherweise um denjenigen, der auf göttlichen Befehl für drei Jahre zum Nudisten mutierte?
In dieser Zeit redete der HERR durch Jesaja, den Sohn des Amoz: Geh und löse das Sacktuch von deinen Hüften und ziehe deine Sandalen von deinen Füßen! Und er tat es, ging nackt und barfuß. (Jesaja 20, 2)
Wenn man den Nackedei in Lichterfelde umrundet, sieht man sein Gesäß, offenbar mit gut trainierten Muskeln ausgestattet. Das könnte wiederum die Vermutung untermauern, dass es sich um einen der Flüchtlinge aus Kusch handelt:

So wird der König von Assur die Gefangenen Ägyptens und die Weggeführten von Kusch wegtreiben, junge Männer und Greise, nackt und barfuß und mit entblößtem Gesäß, zur Schande Ägyptens. (Jesaja 20, 4)

Was wäre eigentlich, wenn heute an einen Propheten das Wort erginge: »Vergiss die T-Shirts! Geh und löse die Jeans von deinen Hüften, die Unterwäsche kannst du auch gleich ablegen, und die Nike-Sneakers im Schuhregal lassen. Und zwar für die nächsten drei Jahre.«

Es wäre ja zumindest - denn die obigen Zitate stammen aus dem Buch der Bücher - nicht unbiblisch, oder?

Dienstag, 20. Mai 2008