Sonntag, 10. Februar 2013

Aller Anfang ist …

… unterschiedlich. Die erste Woche zurück im Berufsleben war einerseits anstrengend, was nicht anders zu erwarten war, andererseits dank der sehr herzlichen und freundschaftlichen Begrüßung und Begleitung durch Kollegen innerhalb und außerhalb der eigenen Abteilung eine ganz erfreuliche Zeit.

Solch eine lila Krawatte besitze ich übrigens nicht.Einiges hat sich am Arbeitsplatz geändert, zum Beispiel hat unsere Abteilung ein neues, größeres Büro bezogen, es gibt neue Software im Einsatz und Betriebsvereinbarungen, die ich noch nicht kannte, daneben zahlreiche neue Gesichter und Namen … langweilig ist das alles schon mal nicht. Im Gegenteil.

Die ersten beiden Tage waren sehr anstrengend, doch nach fünf Tagen meine ich ziemlich sicher zu sein, dass – vorausgesetzt es geht mir gesundheitlich weiterhin so wie jetzt oder besser – einer dauerhaften Rückkehr ins Arbeitsleben nichts im Wege steht. Das wäre schon gut so.

Die nächsten Untersuchungen stehen bald bevor, am 19. Februar Computertomographie, am 6. März Ultraschall. Natürlich hoffen und beten wir, danach »ohne Befund« zu lesen und zu hören. Aber genauso natürlich ist wohl das mulmige Gefühl der Ungewissheit, das abzuschütteln kaum gelingen dürfte in den nächsten Jahren. Ich versuche, wir versuchen positiv zu denken, das Gute zu erwarten, mit Gottvertrauen in die Zukunft zu blicken, doch das gelingt nicht ständig. Wir sind nun mal nur Menschen, keine Wohlfühlautomaten. Und das ist auch gut so. Was bleibt, ist Dankbarkeit für jeden neuen Tag.

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Sonntag, 3. Februar 2013

Wenn das Zurück ein Voran ist

Morgen früh breche ich zum ersten mal seit dem 13. März 2012 wieder auf, um zur Arbeit zu fahren. Zurück ins Berufsleben – für mich ein weiterer Schritt voran auf dem Weg der Genesung und hoffentlich Heilung vom Krebs.

Foto: (C) puk.comIch bin gespannt, was mich alles an Veränderungen und Neuerungen erwartet, so ein kleines bisschen weiß ich bereits aus einer Besprechung neulich mit meinen Kolleginnen und dem Chef, aber wie das theoretisch Besprochene dann in der Praxis aussieht, da lasse ich mich überraschen. Manche Menschen gehen ja ungerne an ihren Arbeitsplatz, aus ganz verschiedenen Gründen, aber das war bei mir vor dem März 2012 nicht so und ist auch jetzt nicht der Fall. Ich habe es in der Firma mit netten Menschen zu tun, eine interessante und vielseitige Aufgabe und Kaffee gibt es für nur 20 Cent pro Becher – na ja, der Geschmack des Getränkes aus dem Automaten ist in etwa dem Preis angemessen.

In den letzten Wochen kam ich, zu Hause allerdings, recht gut ohne Schlafpausen aus, daher bin ich zuversichtlich, auch den acht- bis neunstündigen Bürotag durchhalten zu können. Vor zwei Monaten wäre das noch undenkbar gewesen, da war ich noch gezwungen, mich etwa alle vier Stunden hinzulegen. So langsam, Schritt für Schritt, kehrt Normalität zurück, und die Wiederaufnahme der Arbeit wird ein weiterer, recht großer Schritt sein.

Na denn! Auf geht’s.
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