Donnerstag, 11. Februar 2010

Buzz




Probieren geht bekanntlich über studieren.
Ich probiere Buzz.
Und finde Interessantes:
Warum auch nicht...

Kommentare:

Second Attempt hat gesagt…

Fast hätte ich mich verschluckt und meinen Morgenkaffee quer über den Schreibtisch gehustet.
Der Facebookabstinenzler und Twitterhasser GJM: "Ich werde der Aufforderung des Haso nicht folgen, sein Follower zu werden. Twittern scheint zwar vielen Menschen Spaß zu machen, das Wort hat es gar in die Liste der Worte des Jahres geschafft (wo es sich in unrühmlicher Gesellschaft befindet), aber ich bleibe renitent und füge mich nicht." ( http://gjmatthia.blogspot.com/2009/12/ein-aufsatz-mit-auslegung-und-vision.html )- genau dieser sich nicht fügende Individualist klinkt sich bei Google Buzz ein. Bei einem weiteren vernetzenden, zeitfressenden Dienst der Webkrake Google.
Nachdem die Google Welle sanft im Sand verlaufen ist, ist dies nun der nächste Versuch von Google, noch mehr kommerziell verwertbare Daten abzuschöpfen.
Sei's drum. Wem es gefällt...

Grüßle, Sec

Günter J. Matthia hat gesagt…

wäre ja schade um den morgenkaffee gewesen...

;-)

ich probiere buzz - das heißt noch gar nichts. ich habe, als es neu war, auch facebook probiert und zwei tage twitter - um festzustellen, dass ich beides nicht will.
mir schwant, dass es mir mit buzz nicht anders gehen wird. bisher wüsste ich nicht, wozu ich das brauche.
aber, wie schon gesagt: probieren geht über studieren.

na denn: möge der morgenkaffee weiterhin mit dir und nicht vor dir sein.

juppi hat gesagt…

...oder um dich herum.


was ich bisher vom Buzz gehört hab, war durchweg nichts gutes.
Nämlich wenn das Dings alle deine Korrespondenzen zusammen fasst, weiß es um alle deine Kontakte.

Was kann daran gut sein?
Wenn ich wöllte, dass Guhgel alle meine Kontakte wüsste, würde ich ihnen das in einem Brief mit ausführlicher List mitteilen.
Herr Datenschutz ist mein Zeuge, dass ich das nicht vorhabe.

Günter J. Matthia hat gesagt…

Hallo Juppi,
ganz so ist es nicht. Man kann dem Buzz-Dingsbums sagen, ob man die Google-Kontakte verbuzzen will oder nicht. Und die Google-Kontakte sind sowieso bei Google in meinem Konto gespeichert, also insofern kalter Kaffee für neugierige Datensammler.
Wenn man sonstige Kontakte verbuzzen möchte, muss man die gesondert importieren.
Jedoch erschließt sich mir nicht so recht der Sinn der ganzen Buzzerei - ist wohl eher für Menschen geeignet, die ständig im Web bekannt geben möchten, was sie gerade tun - analog Twitter.
Ich könnte natürlich ständig buzzen:

8:00 Uhr: Kaffee zu heiß. Shit! muss erst abkühlen.
8:10: Zum Klo gegangen. Erfolgreich.
8:11: Kaffee zu kalt geworden, wohl zu lange auf dem Klo geblieben. Muss neuen holen und mit dem kalten mischen.
8:13: Juppi schreibt einen Kommentar.
8:17: Habe Juppi geantwortet.
8:20: Chef ruft an, will neue Statistik.

Oder so. Aber wozu?

Second Attempt hat gesagt…

Lieber Günther,

die ursprüngliche Version von Buzz hat beinhaltet, dass automatisch alle Googlemail Kontakte in deine öffentliche Kontaktliste übernommen wurden. Eine Ehefrau konnte also festellen, dass ihr Mann Mailkontakt zu seiner Ex hat, und ein Chef konnte theoretisch sehen, dass sein Angestellter mit der Personalabteilung eines Wettberwerbers korrespondiert. Nach zahlreichen Userprotesten, hat Google das über Nacht geändert und diese Abfrage eingebaut. (Das war mal eine löbliche, schnelle Reaktion.)
Die Datensammler von Google haben natürlich zunächst nicht viel davon, wenn dein Mailadressbuch öffentlich wird, sie haben es ja ohnehin schon, da hast vollkommen Recht. Das Risiko lag auch, wie erläutert, hauptsächlich darin, dass jeder öffentlich Einsichten darüber gewinnen konnte, mit wem du so alles Mailkontakt hast.
Für Google wird Buzz - in Bezug auf die Datensammlung - doch erst durch deine Meldungen auf Buzz interessant. Jede Zeile wird gespeichert (wie übrigens ja auch bei Twitter) und lässt, durch geschickte Suchroutinen erkennen, mit wem du worüber wie oft "buzzt". Damit kann man dann deine Google Suchergebnisse und die begleitenden Werbeanzeigen noch gezielter auf dich persönlich zuschneiden.
Die allfällige Frage, wozu das gut sein soll, kann dir jeder Werbetreibende sofort beantworten. Die lassen sich nämlich Ananlysen darüber, womit sich ihre jeweilige Zielgruppe so beschäftigt, was sie interessiert und bewegt, eine Menge kosten.

Grüßle, Sec

Günter J. Matthia hat gesagt…

Ja ja, der/die/das Buzz. Na ja.
Nach zwei Tagen tendiere ich dazu, das Ganze als überflüssig zu erachten und mich wieder zu entbuzzen. Vielleicht nach dem Wochenende. Mich deucht, das Ding ist so überflüssig wie Twitter und Facebook - für mich, wohlgemerkt. Andere finden großen Gefallen daran.