Samstag, 27. Februar 2010

Nur für mich entzifferbar…

image…was ich da so an Notizen auf dem Eee-PC mit nach Hause bringe. Das kommt davon, dass ich erstens nie blindschreiben gelernt habe und zweitens zum Blindschreiben gezwungen bin, wenn ich beim Zuhören und gleichzeitig Notizen anfertigen nicht die Lesebrille aufsetzen und die normale Brille ins Etui packen will. Wenn ich das täte, sähe ich wiederum den Referenten und das, was er gegebenenfalls so hinter sich beamen lässt, nur unscharf. Noch dazu ignoriere ich des Tempos wegen die nette Taste, die aus einem e ein E macht. Oder aus einem i eine I. Und so weiter.
Meine handschriftlichen Notizen wären zwar, was fehlende oder überflüssige Zeichen und Groß- und Kleinschreibung betrifft, tadellos, aber dann müsste ich beim späteren Be- und Überdenken des auf dem Transforum 2010 Gehörten Notizbuch und PC benutzen. Und nicht immer habe ich das Notizbuch zur Hand, wenn ein halbes Stündchen und ein PC zur Verfügung stehen. Also tippe ich eben Wortungetüme und Wortfetzen, die nur ich später noch entziffern kann.
Herausragend war für mich gestern ein Vortrag von Volker Brecht, einem Wissenschaftler und Theologen. Messerscharfe Analysen, aber auch klare Lösungswege hat er aufgezeigt. Doch auch der übrige Tag war mit vollen Gesprächen, Vorträgen, Erlebnissen und Ergebnissen gefüllt. Lustig fand ich, dass bei der Begrüßung am Morgen mein Blogeintrag »Das sei ferne« vorgelesen wurde. Die Versammelten lachten – also hat es nicht nur dem dergestalt kommentierenden Optimizer gefallen. Ach ja, die Absenderin der Mail traf ich am Mittag und konnte mich für die schöne Steilvorlage bedanken. K. H. hatte sogar noch einen Gott in der City bei sich, den letzten wohl.
Genug. Einhalt. Nun heißt es aufbrechen in den zweiten und letzten Tag Transforum 2010. Ich freu mich drauf.

Kommentare:

juppi hat gesagt…

schreibst du dann auch so, von oben nach unten?
das stell ich mir am schwierigsten vor.

Günter J. Matthia hat gesagt…

Stimmt, das ist das Schwierigste an der Sache, von rechts oben nach links unten zu schreiben. Aber: Übung macht den Meister.

Thomas-BDD hat gesagt…

Die Lösung heißt Gleitsichtbrille. So simpel aber wirksam. Ich habe mich auch vor zwei Jahren schweren Herzens dazu entschlossen und bin dadurch einen Haufen Unannehmlichkeiten losgeworden. Ich fahre häufig mit der Bahn und konnte mich zwischen den Alternativen entscheiden, nicht zu lesen oder die Landschaft draußen als verschwommene farbige Watte an mir vorüberziehen zu lassen. Im Supermarkt war Brillenwechsel angesagt, wenn ich vom Sreenen der Regale zum Lesen des Preises oder des Kleingedruckten auf der Packung übergehen wollte und und und ... Alles klappt nun wunderbar mit einer einzigen Brille, an die ich mich so gewöhnt habe, dass ich sie nun schon zu suchen beginne obwohl sie mir auf der Nase sitzt :-)
Gruß Thomas

Günter J. Matthia hat gesagt…

Hallo Thomas,

nach ausführlicher Beratung durch meinen Optiker habe ich mich gegen eine Gleitsichtbrille entschieden. Bei meinen Augenwerten müsste ich ständig bei der Bildschirmarbeit den Kopf hoch- und runterbewegen, außerdem wäre das Blickfeld seitlich sehr eingeschränkt, meinte der Optiker zumindest. Da die Gleitsichtbrillen ja nicht unbedingt preiswert sind, habe ich dann Abstand vom Versuch genommen und nehme im Supermarkt die Brille von der Nase, wenn mich das Kleingedruckte, nämlich der Preis, interessiert...

Thomas-BDD hat gesagt…

Hallo Günter,
wenn der Optiker das schon sagt, der doch gerne Gleitsichtbrillen verkaufen will :-) wird's wohl stimmen.
Allerdings hatte ich die geschilderten Probleme in den ersten Wochen auch. Dann verlor sich das. Ich arbeite viel an großen Screens, oft auch zwei nebeneinander, und an Mikroskopen. Selbst da kann ich nun ohne Brillenabnahme durchgucken.

Die Kopfbewegungen und das "Herabblicken" auf zu lesende Texte (damit man sie im unteren Teil der Gläser hat) sind allerdings ganz typisch und irgendwie lustig. In Räumen, wo öffentlich gelesen wird, sehe ich micht oft erst einmal um, wer denn wohl Gleitsicht liest. Interessant. Willkommen im Club. Man wird eben nicht jünger.