Dienstag, 31. Juli 2012

Deutlich besser, noch nicht gut.

Seit meinem letzten Bericht hier sind schon wieder 11 Tage vergangen … eigentlich wollte ich ja etwas regelmäßiger meine Leser teilnehmen lassen an meinem Ergehen. Nun ja – vielleicht gelingt das ja auch wieder.

Foto von heute, 31. Juli 2012 Die gute Nachricht: Mein Arm schwillt nach und nach ab, die Schmerzen sind so gut wie völlig verschwunden, lediglich das starke Beugen oder vollständige Ausstrecken des Arms ist noch schmerzhaft und wird von mir deshalb gemieden. Aber ich kann fast alle alltäglichen Verrichtungen, zu denen so ein Arm samt Hand am Ende in der Regel tauglich ist, wieder ausüben.

Die Ärztin war bei der Begutachtung in der vergangenen Woche ganz zufrieden damit, wie mein Körper gegen die Vergiftung vom Mittwoch kämpft. Bisher offensichtlich siegreich. Ich brauche aber, sagte sie, noch viel Geduld, erst in etwa zwei Monaten wird man sehen können, ob und welche bleibenden Schäden am Arm vorhanden sein werden.

Einstweilen herrscht weiter Kühlverbot (also ist auch kein Schwimmen nach dem Sport und vor der Sauna erlaubt) und es bleibt dabei, dass Chemo-Tabletten tabu sind. Dieser vierte Zyklus meiner Chemotherapie fällt also ersatzlos aus. Das führt inzwischen dazu, dass meine ansonsten permanent vorhandene Übelkeit deutlich weniger bemerkbar ist und dass die Kälteempfindlichkeit zu schwinden beginnt. Ich kann ohne Handschuhe Gegenstände aus dem Kühlschrank nehmen … ein schon ganz ungewohntes Erlebnis!

Ich darf damit rechnen, dass die Schmerzen und die Schwellung ganz langsam, eben innerhalb von zwei Monaten, verschwinden. Immerhin. Und ich darf hoffen, dass die erhoffte Wirksamkeit der ganzen Chemotherapie durch diesen ausfallenden Zyklus nicht nachhaltig beschädigt ist, sondern dass aus der ärztlicherseits genannten »Option Heilung« eine Realität wird und sich auch langfristig kein Krebs mehr entwickelt.

Dass ich jetzt den Arm schon fast wieder wie vor dem Chemie-Unfall gebrauchen kann, verdanke ich nicht eigenem Bemühen oder unerklärlichen Kräften, die da am Werk sind, sondern den vielen und anhaltenden Gebeten und der anteilnehmenden Begleitung durch Familie und sehr viele gute Freunde, die via Facebook und Blog und (auch das gibt es noch im Jahr 2012!) persönliche Kontakte mit uns durch diese Monate gehen.

Ich danke euch allen und dem Schöpfer, der so offensichtlich auf die vorgetragenen Bitten reagiert.

Kommentare:

Kerstin hat gesagt…

Still geworden hier, kommentarweise. Aber was soll man dazu auch sagen. Ich hoffe einfach, dass viele mitlesen und beten, aber das glaub ich auch, wenn ich Eva so "höre" bzw. lese.

Ich muss immer daran denken, dass das /Warten/ nie wieder vorbeigeht, wenn man nicht aufpasst. Der Bruder von meinem Mann und noch zwei Verwandte meines Mannes haben Krebs gehabt. Jedes halbe Jahr zur Untersuchung, Blutwerte kontrollieren, CT, weißderGeierwasnoch. Man muss aufpassen, dass mann nicht nur noch auf eine endgültige Entwarnung /wartet/, denn die gibt es nicht. Allerdings gibt es die für niemanden, die meisten Menschen sind sich dessen nur nicht bewusst. Man hat keine Wahl als zu leben, und besser im Heute als im Morgen.
Ich hoffe, das gelingt euch und ihr feiert das, was ihr zusammen habt.
Segen euch!

Kerstin hat gesagt…

Entschuldige den bayerischen "Bruder von meinem Mann". Ich war mehr beim Inhalt als bei der Grammatik... und ich hab mich hier halt wieder gut eingelebt, gell.

Günter J. Matthia hat gesagt…

Bayerisch hin, fränkisch her ... herzlichen Dank für die lieben Worte und das Mittragen und -beten. Das ist und beiden eine große Ermutigung.