
Gefunden bei The Ongoing Adventures of ASBO Jesus
Einige Gedanken zum Unterschied habe ich in einem Aufsatz beschrieben, der, da etwas länger geraten, auf meinem textlastigen Blog zu finden ist: Missionarisch oder Missional? Der kleine gewaltige Unterschied
Ein Problem wird nicht dadurch geringer, dass man es tabuisiert oder ignoriert, das ist eine Binsenweisheit. Dennoch sind Wortmeldungen zum Thema Selbstmord eher selten, und seitens der »christlichen« Medien war recht wenig über einen spektakulären Fall in jüngster Zeit zu lesen. Lediglich bei Jesus.de fiel mir ein Beitrag auf: Das schwierige Verhältnis von Christen zum Freitod
I am alone in the dark, turning the world around in my head as I struggle through another bout of insomnia, another white night in the great American wilderness.Paul Auster erzählt in diesem Buch zwei Versionen Amerikas. Das eine ist das uns vertraute, im Krieg mit dem Irak befindliche. Im anderen Amerika steht das World Trade Center noch, aber auch dort wird gekämpft und gestorben: Die Föderalisten unter George W. Bush führen einen blutigen Bürgerkrieg gegen unabhängige Bundesstaaten. Owen Brick, unversehens vom uns geläufigen Amerika in jenes andere geraten, soll nun wiederum im vertrauten Amerika den ihm gänzlich unbekannten Urheber des Bösen umbringen, damit das Grauen des Krieges ein Ende hat.
No, I haven't forgotten. The cough sent me spinning into another zone, but I'm back now, and Brick is still with me. Through thick and thin, in spite of that dismal excursion into the past, but how to stop the mind from charging off wherever it wants to go? The mind has a mind of its own.Der Gedanke, der dem Roman zugrunde liegt, ist nicht neu. Er ist so alt wie die Literatur. Es ist das Spiel mit der parallelen Existenz, den unendlich vielen Ebenen:
There's no single reality, Corporal. There are many realities. There's no single world. There are many worlds, and they all run parallel to one another, worlds and anti-worlds, and each world is dreamed or imagined or written by someone in another world. Each world is the creation of mind.Diese Welten zu vermischen, ineinander fließen zu lassen, das habe ich in meinen Erzählungen auch schon häufig - mehr oder weniger gelungen - unternommen. Paul Auster vermag es makellos und billant. Sein Buch fesselt von den ersten Sätzen bis zum Schluss:
Yes, Dad, she says, studying her daughter with a worried look in her eyes, the weird world rolls on.Mein Fazit: Uneingeschränkt lesenswert. Ein gänzlich gelungener Roman, der keinen Augenblick langweilt. Hervorragend erzählt, originell und beängstigend, weil der Leser womöglich die »worried eyes« der Tochter beim Blick in den Spiegel an sich selbst entdecken wird. Die Welt ist »weird« und Paul Auster macht uns meisterhaft darauf aufmerksam, dass wir mitten in ihr leben.
Denn wahrlich, ich sage euch, wenn jemand zu diesem Berge spräche: Hebe dich und wirf dich ins Meer, und in seinem Herzen nicht zweifelte, sondern glaubte, dass das, was er sagt, geschieht, so wird es ihm zuteil werden.Ich habe dann bei der Vorbereitung einen älteren Artikel von Haso noch einmal gelesen, den ich meinen geschätzten Blobbesuchern gerne ans Herz legen möchte. Darin wird anhand des Fußballs anschaulich (auch für mich als Laien in Sachen Sport) erklärt, warum wir unter anderem nicht für Kranke beten, sondern sie heilen sollen. Weil wir nämlich keine Spieler in der Mannschaft, sondern Schiedsrichter sind.
Wenn du vor einem Berg stehst, so wie Jesus das sagt, und du erklärst: „Lieber Berg, du störst mich schon lange, ich weiß, dass es dir im Meer vielleicht nicht so gut gefällt, aber irgendwie ist die Aussicht für mich besser, wenn du jetzt verschwindest, natürlich weiß ich nicht, ob es irgend einen unerforschlichen Ratschluss gibt, warum du doch gut bist für mich, aber, vielleicht, ich meine, wenn es dir gefällt, geh doch ins Meer.“ - dann ist der Berg am Ende ganz verwirrt. Er bleibt einfach stehen, wo er ist, weil er aus dir nicht schlau geworden ist.Hier geht es zum Text:
Anders ist es so: „Ab ins Meer!“ - da weiß der Berg, was er zu tun hat und hebt sich ins Meer. Klare und verständliche Kommandos. Fürchte dich doch nicht, Autorität zu haben. Fürchte dich doch nicht, im Namen Jesu in einer Situation zu handeln, wenn du den Willen des Herrn erforscht hast.
Nun könnte die Frage auftauchen: Darf ich entscheiden, was ich will in meinem Leben?
Ja.
Einige wittern schon den Haken, aber zunächst ist die Antwort einfach Ja. Und zwar, weil Jesus das gesagt hat: „Ihr werdet bitten, was ihr wollt - und es wird euch widerfahren.“
Man hat so seine Lieblings-CDs und Schallplatten. Mir jedenfalls geht es so. Das sind solche, die auch nach Jahren regelmäßig immer wieder in Ruhe genossen werden.Vielleicht lag es an meiner Mutter, oder auch meinem Vater,
womöglich meiner Schwester, wahrscheinlich meinem Bruder.
Vielleicht war es die Kirche, es können auch die Straßen gewesen sein,
könnte sein, es war die Gitarre, oder die Jerry Wonder Beats.
Lag es am Geld, als ich keinen Pfennig hatte?
War es ein Ausweg, bevor ich kriminell wurde?
Es könnte Lauryn gewesen sein, vielleicht war es Pras -
wahrscheinlich der Blick in den Spiegel, aus dem mich tote Augen anschauten.
Womöglich war es Reggae, oder die Liebe zum Hip-Hop,
vielleicht meine Fans beim Konzert, die riefen »Hör nicht auf!«
Wahrscheinlich war es der Kampf, den alle Flüchtlinge erleben,
vielleicht auch die Werbung mit den Diamanten: bling bling ching ching, ring ring...
Meine Frau ruft an, vielleicht sollte ich nach Hause gehen,
aber die Musik lässt mich nicht los.
Vielleicht ist es alles, was ich weiß, zusammen. Was auch immer die Ursache war,
ich bin dankbar für das, was ich sein darf:
Ein Mann mit Gitarre, ein Typ von der Straße
ein Kerl mit einem Lied, ein Flüchtlings-MC
Wyclef Jean, ein lebenslanger Fugee,
Sohn eines Pastors, der erste, der sich aus dem Staub macht.
Ich bin dankbar, dass ich nicht erschossen wurde,
von der Polizei angehalten, aber sie fanden die Glock nicht,
W-Y-C-L-E-F, ich bin dankbar!
Ein Drogenteufel hätte mich gnadenlos töten können,
aber der Herr, der allmächtige Gott, hatte Erbarmen mit meiner Seele.
Es hätte wie bei Pablo sein können, dem König des Yayo,
oder ein hinkender Zuhälter, der schreit: »Ich mag keine solchen Typen!« und schießt. O nein!
Gott weiß warum, vielleicht wurde ich erwählt,
als Quelle der Inspiration für die nächste Generation?
Vielleicht ist es alles, was ich weiß, zusammen. Was auch immer die Ursache war,
ich bin dankbar für das, was ich sein darf:
Ein Mann mit Gitarre, ein Typ von der StraßeVielleicht sollten wir alle immer wieder mal innehalten und uns Gedanken darüber machen, dass wir doch viel Grund zur Dankbarkeit haben...
ein Kerl mit einem Lied, ein Flüchtlings-MC
Wyclef Jean, ein lebenslanger Fugee,
Sohn eines Pastors, der erste, der sich aus dem Staub macht.
Ich bin dankbar, dass ich nicht erschossen wurde,
von der Polizei angehalten, aber sie fanden die Glock nicht,
W-Y-C-L-E-F, ich bin dankbar!
Du kannst es schaffen, wie ich es geschafft habe!
Lass dir von niemandem etwas anderes einreden.
Wenn eine Tür sich schließt, ist eine andere offen,
viele wurden berufen, aber mein Volk ist auserwählt!
...ist wieder eingekehrt. Im Büro haben etliche Berge von Akten und Unterlagen geduldig auf meine Rückkehr aus dem Urlaub gewartet, wie nicht anders zu erwarten. Etliche Mitarbeiter beschwerten sich bei mir, dass sie nun mehr Geld für die Krankenversicherung bezahlen müssen - dabei geht es mir ja genauso.
Die Musik auf diesem Album ist keine. Gekauft habe ich die Platte damals, weil John Lennon drauf stand und ich meinte, das stünde für gute Musik. Dann habe ich die Platte einmal abgespielt... und damit war das Thema »Unfinished Music« erledigt. Grauenhaft!



