Montag, 1. Juni 2009

Versprochen ist versprochen!

ONE Deutschland sammelt derzeit Unterschriften für eine Petition an Bundesfinanzminister Steinbrück. Worum geht es?
  • Deutschland hat versprochen bis 2010 0,51 Prozent seines Bruttonationaleinkommens für Entwicklungszusammenarbeit auszugeben.
  • Derzeit stellt Deutschland nur 0,31 Prozent seines Bruttonationaleinkommens für die ärmsten Länder der Welt zur Verfügung.
  • Der Bundeshaushalt für 2010 wird in diesen Wochen verhandelt, und Finanzminister Peer Steinbrück spielt hierbei eine entscheidende Rolle.
Wer wie ich möchte, dass Deutschland sein Versprechen gegenüber Afrika einhält, hat hier die Gelegenheit, diese Petition zu unterstützen:

Sonntag, 31. Mai 2009

Von Pfingsten und Ochsen

Wenn man die Menschen fragt, warum Pfingsten gefeiert wird, reichen die Erklärungen vom schnöden »keine Ahnung« über ein unsicheres »ist da nicht Jesus gekreuzigt worden?« bis zum überzeugten »na ein Frühlingsfest, mit Ochsen und so.«
Der Heilige Geist? »Unbekannt.« »Nie gehört.«

Das macht ja im Grunde nichts aus, denn der Heilige Geist will nicht berühmt werden. Es könnte jedoch andererseits auch nichts schaden, wenn zumindest ein Teil der Bevölkerung noch wüsste, dass Pfingsten das Fest der »Ausgießung des Heiligen Geistes« ist.

An den glauben manche nicht, andere sogar sehr begeistert. Neulich hörte ich mal wieder eine Gruppe von Menschen um ein »neues Pfingsten« bitten, damit - ja, warum eigentlich? Das war nicht so recht klar. Vielleicht weil es sich (zweifellos) so schön anfühlt, wenn der Heilige Geist kommt?

Am vorigen Sonntag war Reinhard Bonnke (Foto rechts) zu Gast in Berlin. Er sagte (sinngemäß, aus dem Gedächtnis zitiert) unter anderem:
Ich lese nirgends in meiner Bibel, dass die 120 in den Saal zurückkehren mussten, um eine neue Erfüllung, ein zweites Pfingsten, eine weitere Ausgießung zu erleben. Warum? Weil der Heilige Geist ein Feuer ist, das nicht verbrennt. Er braucht keine Auffrischung. So wie der Busch brannte ohne zu verbrennen, aus dem Gott mit Mose redete.
Es gibt Menschen, die wieder und wieder an den Altar zurückkehren, weil sie das gleiche Erlebnis erneut erleben wollen. Sie werden nach den ursprünglichen Gefühlen süchtig.
Solche Christen tendieren dazu, sich um sich selbst zu drehen und maßlos zu werden. Sie vergessen, dass die Geistestaufe gegeben wurde, um für den Dienst und die Evangelisation auszurüsten. Die Ziele des Missionsbefehls liegen ganz weit außerhalb des Heiligtums, in dem sich viele mit ihren großartigen Gaben verstecken.
Eben. Der Heilige Geist kam nicht, damit sich Christen wohlfühlen und an ihren tollen Weissagungen, Sprachenreden, Heilungen, Visionen und wasnochalles erfreuen. Er kam auch nicht, um Kirchengebäude mit zahlenden Mitgliedern zu füllen. Er kam auch nicht, um berühmt zu werden. Er kam vielmehr, damit die Gläubigen in der Lage sind, anderen Menschen das Reich Gottes zu zeigen, von dem Jesus sagte, es sei »nahe herbeigekommen«.

Pfingsten erinnert daran, dass das Reich Gottes da ist. Oder zumindest da sein könnte, erfahrbar, greifbar, konkret. Wenn wir aufhören würden, uns nach Salbungen und Gefühlen zu sehnen und statt dessen eine Sehnsucht entwickeln könnten, »die Hölle zu plündern«, wie Reinhard Bonnke sich gerne ausdrückt. Salbung und Gefühl kommen dann sowieso. Pfingsten war ganz schön laut und aufsehenerregend, als der Heilige Geist auf die 120 Menschn im Saal in Jerusalem fiel.

Foto: Selbst geschossen am 24.05.09 hier in Berlin, als Reinhard Bonnke seine Predigt begann.

Samstag, 30. Mai 2009

Gastbeitrag Martin Luther: Warten auf Pfingsten

Martin Luther berichtet, was die 120 Nachfolger Jesu anstellten, als sie in Jerusalem warteten und noch nicht wussten, worauf sie eigentlich genau warteten. Sie veranstalteten eine Apostel-Lotterie:
Vnd in den tagen / trat auff petrus vnter die Jünger / vnd sprach (Es war aber die Schare der namen zu hauffe bey hundert vnd zwenzig) / Jr Menner vnd Brüder / Es muste die Schrifft erfüllet werden / welche zuuor gesagt hat der heilige Geist / durch den mund Dauid / von Juda / der ein Furgenger war /dere / die Jhesum fiengen / denn er war mit vns gezelet / vnd hatte dis Ampt mit vns vberkomen.
Dieser hat erworben den Acker vmb den vngerechten Lohn / vnd sich erhenckt / vnd ist mitten entzwey geborsten / vnd alle sein Eingeweide ausgeschüt.
Vnd es ist kund worden allen / die zu Jerusalem wonen / also / das derselbige acker genennet wird auff jre Sprache / Hakeldama / das ist / ein Blutacker. Denn es stehet geschrieben im Psalmbuch / Jre Behausung müsse wüste werden / vnd sey niemand der drinnen wone. Vnd / Sein Bistum empfahe ein ander.
SO mus nu einer vnter diesen Mennern / die bey vns gewesen sind / die gantze zeit vber / welche der HErr Jhesus vnter vns ist aus vnd eingegangen /von der tauffe Johannis an / bis auff den tag / da er von vns genomen ist / ein Zeuge seiner aufferstehung mit vns werden. Vnd sie stelleten Zween / Joseph genant Barsabas / mit dem zunamen Just / vnd Mathian / Betteten vnd sprachen / HERR / aller hertzen Kündiger / zeige an / welchen du erwelet hast vnter diesen Zween / Das einer empfahe diesen Dienst vnd Apostelampt / dauon Judas abgewichen ist / das er hin gienge an seinen ort. Vnd sie worffen das Los vber sie / vnd das Los fiel auff Matthian /Vnd er ward zugeordenet zu den eilff Aposteln.
Quelle: Lutherbibel bei Zeno

Freitag, 29. Mai 2009

T-Shirt-Bekenntnisse

Irgnedwann kamen sie in Mode, die bunt bedruckten Hemden mit mehr oder weniger sinnvollen Bekenntnissen, Aufforderungen und Unsinnigkeiten. Ich weiß noch, dass ich einmal einige mit verschiedenen »Smile ...«-Variationen besaß. Kürzlich sah ich Reklame für einen T-Shirt-Versand, der unter anderem dieses Motiv anbietet.

Das hat mich unvermittelt daran erinnert, dass ich in jungen Jahren zwar nicht solch ein Shirt hatte, dass wir aber im Freundeskreis eine Zeit lang die Marotte pflegten, am Donnerstag keine »Undies« zu tragen. Da die Jeans damals (bei Mädchen und Jungs) samt und sonders hauteng waren, konnte man auch ohne Entblätterung vom Augenschein her erkennen, wer sich daran hielt und wer nicht. Keine »Pantyline« zu sehen? Alles in Ordnung! Braver Junge, braves Mädchen...

Ob das Ganze einen Sinn oder Anlass hatte, weiß ich nicht mehr, aber es war irgendwie prickelnd / peinlich / lustig. Und mit sehr viel »smile« verbunden, wenn wir nach kritischen Blicken feststellten, dass sich alle an die Abmachung gehalten hatten.

Nun hat die Modebranche inzwischen zumindest für die Damenwelt ja allerlei Modelle entwickeln, die sich auch bei eng anliegendem Stoff der Oberbekleidung nicht abzeichnen. Unser pubertärer Spleen würde so harmlos wohl nicht mehr funktionieren.
Doch auch heutzutage scheinen, zumindest in Wolfsburg, Menschen ohne die Produkte von Schiesser, Jockey, Klein und Co. unterwegs zu sein:

Ich weiß zwar nicht, wer oder was »Dzeko« sein soll, aber augenscheinlich hatte der Fußballverein aus Wolfsburg recht angenehmes Wetter, als der Sieg in der Bundesliga gefeiert wurde. Dieser Dame war es wohl dessenthalben mit Hemdchen zu warm geworden. Oder ist dies ein T-Shirt-Bekenntnis der besonderen Art? Vielleicht stand ja »Hertha« drauf und das wollte sie verstecken?

Dass sie (zumindest oben) nichts darunter trug, nun ja, das kenne ich wie oben erzählt noch aus eigenen Jugendtagen.

Den kleinen Harry Potter links im Bild hat es wohl nicht sonderlich gestört...

P.S.: Foto gefunden bei Stern Online via Google-News. Gesucht hatte ich nach »Hertha BSC«, das sei zu meiner Ehrenrettung angefügt.

Donnerstag, 28. Mai 2009

John Grisham: The Associate

Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken. -Hermann Hesse
Wenn Herr Hesse recht hat, dann sind die beste aller Ehefrauen und ich sehr reich. Stinkin' rich, sozusagen. An Büchern mangelt es wahrlich nicht in unserem Zuhause.
Wer allerdings auf materielle Weise reich werden möchte, wird es vielleicht so anstellen, wie es ein neuer Arbeitgeber dem Protagonisten in John Grishams Buch The Associate vorzeichnet: 20 Stunden Arbeitstage, Übernachten im Schlafsack unter dem Schreibtisch, rund um die Uhr mit dem Firmen-Mobiltelefon erreich- und abrufbar. So fängt nämlich jeder Associate an, der einmal Partner in der großen Firma werden will.

Kyle ist zu Beginn der Geschichte noch Jurastudent. Zwei Männer vom FBI beobachten ihn beim Training einer Jugendmannschaft und sprechen ihn an.
»Got a minute to talk?«
»Not really.«
»You might want to. It could be very productive.«
»I doubt that...«
Die Zweifel schwinden bald. Ein dunkler Punkt aus Kyles Vergangenheit, eine Geschichte, die er für begraben und vergessen hält, wird ihm präsentiert. Samt Videoaufnahme. Ein Film, der seine gesamte Karriere zunichte machen kann, bevor sie überhaupt begonnen hat.

Grisham nimmt den Leser - keine große Überraschung - wieder mit in die Welt der Juristen. Doch in diesem Buch täuscht so gut wie jeder so gut wie jeden. Nichts ist so, wie es auf den ersten Blick scheint. Und das machte den besonderen Reiz des vorliegenden Romans aus.
Kyle wird getäuscht und Kyle täuscht andere, samt seinem Vater. Er hat es mit professionellen Verbrechern zu tun, es geht um unvorstellbare Summen, und dass sein Freund zu Tode kommt, ist für diese Leute nur eine Notwendigkeit am Rande. Auch Kyle selbst muss um sein Leben fürchten.

Das Buch ist, obwohl es im Grisham-typischen Millieu spielt, anders als frühere Werke. Kyle ist nicht nur der Gute, der Held, sondern er muss sich mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen, weil sie ihn eingeholt hat. Diese Vergangenheit ist schmutzig:
»So you're willing to risk the spectacle of a trial, and a conviction? You want the jury to see that video? You and your three roomies drunk out of your minds while a young woman is taken advantage of?«
»I didn't touch her.«
»No, but you were there, very close by, ten feet away. Come on.«
»I don't remember.«
»How convenient.«
Es hilft ja nichts, sich nicht zu erinnern, wenn ein Videobeweis vorliegt. Es hilft auch nichts, das wahrscheinlich betäubte Mädchen nicht selbst vergewaltigt zu haben, wenn man der Gastgeber der Party war. Also folgt Kyle dem Weg, den diejenigen, die den Beweis in Händen halten, ihm vorschreiben. Oder doch nicht?

Es ist eine spannende Geschichte, die Grisham in diesem Buch erzählt. Und, was nicht anders zu erwarten war, er erzählt sie gekonnt.
Die beste aller Ehefrauen war angeschichts des Schlusses nicht gerade begeistert. Ich gab zu bedenken: »So ist es eben im Leben. Warum also nicht auch mal im Roman?«

Mein Fazit: Lesenswert, weil unterhaltsam und spannend - was will man mehr? Langeweile kommt nicht auf. Überraschungen schon.
Nicht unbedingt der beste Grisham, aber ein sehr guter.

Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
€ 10,90
Verlag: Doubleday (27. Januar 2009)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0385517831, ISBN-13: 978-0385517836
Zum Beispiel hier bei Amazon: The Associate

Mittwoch, 27. Mai 2009

Die Buskampagne

Am Samstag, 30. Mai, startet in Berlin eine Buskampagne mit einem nach dem englischen Vorbild plakatierten Bus. Weil es mit dem Beschriften von Linienbussen im öffentlichen Nahverkehr bisher nicht klappt, schicken die Initiatoren nun einen Bus auf Rundtour durch Deuschland.
Die Botschaft, die verbreitet werden soll: Man ist sich ziemlich sicher, dass es keinen Gott gibt.
Manch einer regt sich fürchterlich darüber auf, ich sehe das eher ambivalent bis positiv:
  • Die Aktion rückt, falls sie Beachtung findet, die Gottesfrage in die öffentliche Diskussion und bietet auch für Christen die Möglichkeit, ihre Sicht der Dinge deutlich zu machen.
  • Auf der Internetseite der Veranstalter ist sehr deutlich zu lesen, dass Jesus rettet, wie wichtig Gott für gesellschaftliche Werte ist und vieles mehr - weil dort nämlich zahlreiche Beispiele für »weltanschauliche Verkehrswerbung« abgebildet sind. Ich glaube nicht, dass solche Sprüche in U-Bahn und Bus dazu geeignet sind, Menschen mit Gott in Berührung zu bringen, aber vielleicht haben ja diejenigen, die sie dort anbringen, andere Erfahrungen gemacht? Ich finde einige der abgelbildeten Plakate jedenfalls grottenhässlich und oberpeinlich.
  • Mancher Slogan der Veranstalter ist bestens dazu geeignet, uns (soweit wir uns als Christen bezeichnen) einen Spiegel vorzuhalten, in den es sich zu schauen lohnt:
    »Ein erfülltes Leben braucht keinen Glauben« - ist das, was unsere Mitmenschen an uns sehen, ein erfülltes Leben? Wenn nicht, warum eigentlich nicht?
    »Werte sind menschlich - auf uns kommt es an« - reden wir viel von Werten oder leben wir Werte? (Ist unser Kaffee fair gehandelt oder stammt er von Sklaventreibern via Lidl-Markt? Heißen wir Flüchtlinge und Ausgestoßene willkommen oder meiden wir sie?)
    »Aufklärung heißt, Verantwortung zu übernehmen« - übernehmen wir Verantwortung in der Gesellschaft oder verkriechen wir uns in frommen Nischen?
    »Menschenrechte sind real. Auf uns kommt es an.« - überlassen wir den Streit für die Würde des Menschen den Atheisten oder sind auch für uns Menschenrechte wichtig und schützenswert? Wenn ja, woran merkt man das bei uns?
  • Wenn wir für die Freiheit der Meinungsäußerung und Religion eintreten, dann müssen wir gleichzeitig für die Freiheit derer eintreten, die nicht unsere Meinung und Religion teilen. Alles andere wäre keine Freiheit. Ich kann mir jedenfalls kaum etwas Schlimmeres vorstellen, als einen »christlichen Gottesstaat« - das gab es schließlich schon mal. Einschließlich Krieg gegen Heiden, Mord an Andersdenkenden und Installation eines unfehlbaren Klerus mit schier unbeschränkter Machtbefugnis. Nein danke.
Von mir aus darf er gerne durch Deutschland rollen, der beklebte Bus. Nachdenken hat ja noch niemandem geschadet...

P.S.: Foto von Buskampagne.de

Dienstag, 26. Mai 2009

She's 68 but she says she's 54...


...dichtete Robert Dylan, wie er auf dem obigen Dokument unterschrieb, 1965 in den Text von Maggie's Farm. Nun ist er selbst 68. Fühlt er sich eigentlich wie 54? In Berlin meinte er am 3. Mai 2007 (ich war Ohrenzeuge!): I was so much older then, I'm younger than that now.

Wie auch immer: Am vergangenen Wochenende hatte er Geburtstag. Ich finde, er hat sich ganz gut gehalten, wie dieses Foto vom Konzert 2009 zeigt:


Happy Birthday, Robert Bob Zimmermann Dylan. And thank you for the music! May you stay forever young.

Apropos Forever Young. Hier noch was aus dem Jahr 1996. His Bobness besuchte seinerzeit David Letterman wegen einer neuen CD und sang dann kein Lied aus dem neuen Album World Gone Wrong, das Herr Letterman sogar in die Kamera hielt. Tja, so isser und so bleibter, der Bob.

Montag, 25. Mai 2009

Ramdösig


Wenn bei der Arbeit am Bildschirm der Text, den man übersetzt, anfängt, so auszusehen, dann ist man ramdösig geworden und sollte eine Pause in Erwägung ziehen. Daher habe ich nach 11 Stunden am Samstag gestern nur 4 Stunden gearbeitet.

Einerseits: Ich habe jetzt bereits 169 von 709 Seiten geschafft. Andererseits: Es liegen noch 540 Seiten Arbeit vor mir.

Na ja. Ramdösigkeit (oder heißt das Ramdösitismus?) ist ja nicht verboten...

Sonntag, 24. Mai 2009

Reinhard Bonnke: Sauerteig braucht Zeit

In den Evangelien sprach Jesus über die Natur seines Reiches: »Das Reich der Himmel gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und unter drei Maß Mehl mengte, bis es ganz durchsäuert war.«
Dies scheint darauf hinzudeuten, dass Gott sich dessen bewusst ist, dass sein Reich in dieser gefallenen Welt keineswegs perfekt aussehen wird. Sein Reich wird in einer Gemeinde verborgen sein, oder im Leib eines Gläubigen, für eine bestimmte Zeit. »Verborgen« heißt, dass im Anfangsstadium nicht die volle Herrlichkeit seines Reiches zu erkennen ist. Mit der Zeit jedoch wird eine Umwandlung geschehen, bis es ganz durchsäuert ist.
Es ist nie eine gute Idee, die drei Maß Mehl wegzuwerfen, bevor der Sauerteig genug Zeit hatte, seine Aufgabe zu verrichten. Noch wichtiger ist es, dass wir im Glauben verstehen, dass der Sauerteig seines Reiches bereits am Werk ist, obwohl unsere Augen noch nichts davon sehen.
Der Glaube … ist eine Wirklichkeit … von Dingen, die man nicht sieht.

Freitag, 22. Mai 2009

Wo sind eigentlich meine Haare hingekommen?

Heute Abend wird also, wie regelmäßige Blogbesucher wissen, John Matthews (mit der besten aller Ehefrauen als Gesangspartnerin) einen kurzen musikalischen Beitrag zu einer Feier leisten. Er hat folgende Liederblätter in den Gitarrenkoffer gepackt:
  • Anybody Seen My Baby (Mick Jagger/Keith Richards)
  • Hey Hey Hey (John Matthews/Günter J. Matthia)
  • I'm A Believer (Neil Diamond)
  • So long, Marianne (Leonard Cohen)
  • (This Train Is) Bound For Glory (Woody Guthrie)
Eins davon fliegt dann vor Ort aus der Liste. Oder zwei.

Beim Blättern in den alten Noten und Liedblättern und sonstigen Memorablien fiel mir das Foto in die Hand, das John Matthews mit Bass statt Gitarre zeigt, backstage vor dem Auftritt bei einem Sommerfest. Seinerzeit war er wohl so etwa 16 Jahre alt jung. Wo der Bass abgeblieben ist, weiß ich. Den hat ein Freund bekommen, weil John Matthews nach zwei Auftritten am Bass reumütig wieder zur Gitarre zurückgekehrt ist.
Weiße Socken zu Ledersandalen trägt er heute nicht mehr. Die Hemden sind etwas weniger ausgefallen gemustert, bekommt man überhaut noch solche Batik-Dinger? Kaum.

Aber: Wo sind eigentlich all die schönen Haare hingekommen?