Sonntag, 12. Juli 2009

Voll auf Speed

DSL ist ja, so sagen die Experten, nicht gleich DSL. Abhängig von allerlei Einflussgrößen soll es mal schneller und mal langsamer funktionieren.

Nun war ich neugierig und habe einen Speedtest gemacht. Das Ergebnis mit dem Internet-Explorer 8:

speedtest-ie

Und mit dem Firefox 3.5 kam, eine Minute später, dieses Ergebnis zustande:

speedtest-ff

Und nun frage ich mich als Laie, was es wohl mit dem PING-Ergebnis auf sich haben mag.

Samstag, 11. Juli 2009

Denn Babylon verliert.

Aus meinem und aus jedem Leben,
das wir in Deine Hände geben,
hält sich der Tod für immer raus,
denn er hat nichts verloren in Deinem Haus.
Herr, Du bist der Einzige für mich
und jetzt kommt die Wahrheit auf den Tisch,
diese Welt wird vergehen, doch Du wirkst ewiglich.
Du birgst ewig Licht, doch sie seh'n es nicht.
Das gestrige Konzert der Söhne Mannheims haben wir wegen meiner Monsterübersetzungsdeadline nicht besucht, aber am heutigen Abend sind wir in der Waldbühne, um zu sehen und zu hören, was Herr Naidoo für Berlin bereit hält.
Leg den Himmel über Deutschland,
und auf das Glück, das ich erneut fand,
was du verbargst in deiner Hand.
Den Himmel über Deutschland.
Du legst Feuer an den Goldrand,
die ganze Welt steht bald in Brand.
Ich geb mein Herz in deine Hand.
Leg den Himmel über Deutschland.
Amen, Bruder Naidoo! Amen!

Freitag, 10. Juli 2009

Land in Sicht

Es schaut gut aus. Hoffnungsvoll. Heute abend noch einige Stunden und morgen, Samstag, circa fünf oder sechs weitere, dann ist das Übersetzungsprojekt, das ich am 6. Mai 2009 begonnen habe, fertig und beim Verlag abgeliefert.

Es fehlen »nur« noch 5 Kapitel, einige davon sind relativ lang, aber mich deucht, morgen Nachmittag kann ich singen: Lass dir sagen es ist Land an Sicht!

Somit kann ich voraussichtlich (heute ist ja erst Freitag) die Todeslinie (neudeutsch Deadline) von acht Wochen einhalten und mich dann zwei weniger riesigen Projekten widmen, die bis Ende Juli fertig und beim entsprechenden (anderen) Verlag sein müssen.

Am Samstagabend jedoch singe ich dann noch mehr, viel mehr, zum Beispiel:

Was willst du sehen? Feuer vom Himmel?
Noch vor hundert Jahren war der Himmel nicht feuerrot.
Was willst du sehen? Jesus auf einem Schimmel?
Er ist für unser Leben gestorben und am Kreuz hängt der Tod!

Das intoniere ich dann an geeigneter Stelle unter freiem Himmel mit rund 22.000 anderen Menschen zusammen.

Der Papst und die »Weltautorität«

Es ist wieder mal so typisch, dass man sich gar nicht mehr wundern sollte. Das Muster: Jemand sagt oder schreibt etwas in einem bestimmten Zusammenhang, und irgend ein Journalist pflückt sich einen Satz heraus, um eine Sensationsmeldung, wenn irgend möglich einen Skandal, künstlich zu erschaffen. Anschließend plappern viele gedankenlos nach, was dieser Galgenstrick fabriziert hat.
Das haben wir vor etlichen Monaten am Beispiel Eva Herman erlebt, und nun haben sich einige Blätter auf den Papst eingeschossen. Er fordere angeblich einen »Weltherrscher«, der alle Fäden in der Hand hält - und prompt tönt es schon aus allerlei frommen Nischen, dass es ja dem Papst wohl nur um den Antichrist gehen könne.

Nun bin ich nicht katholisch, halte den Papst auch nicht für unfehlbar in seinen Lehrmeinungen. Da ich Benedikt aus Bayern aber für einen aufrichtigen Christen halte, war ich neugierig, was er tatsächlich geschrieben hat. Hier gilt, wie so oft, das Motto: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

In Wirklichkeit hat der Papst lediglich gefordert, dass die bereits bestehende Organisation der »Vereinten Nationen« von einem bedeutungslosen Debattierclub zu einem Vökerbund werden müsste, der seine Beschlüsse auch um- und durchsetzen kann:
67.Gegenüber der unaufhaltsamen Zunahme weltweiter gegenseitiger Abhängigkeit wird gerade auch bei einer ebenso weltweit anzutreffenden Rezession stark die Dringlichkeit einer Reform sowohl der Organisation der Vereinten Nationen als auch der internationalen Wirtschafts- und Finanzgestaltung empfunden, damit dem Konzept einer Familie der Nationen reale und konkrete Form gegeben werden kann. Desgleichen wird als dinglich gesehen, innovative Formen zu finden, um das Prinzip der Schutzverantwortung anzuwenden und um auch den ärmeren Nationen eine wirksame Stimme in den gemeinschaftlichen Entscheidungen zuzuerkennen. ... Um die Weltwirtschaft zu steuern, die von der Krise betroffenen Wirtschaften zu sanieren, einer Verschlimmerung der Krise und sich daraus ergebenden Ungleichgewichten vorzubeugen, um eine geeignete vollstän-dige Abrüstung zu verwirklichen, die Sicherheit und den Frieden zu nähren, den Umweltschutz zu gewährleisten und die Migrationsströme zu regulieren, ist das Vorhandensein einer echten politischen Weltautorität, wie sie schon von meinem Vorgänger, dem seligen Papst Johannes XXIII., angesprochen wurde, dringend nötig. ... Die ganzheitliche Entwicklung der Völker und die internationale Zusammenarbeit erfordern, daß eine übergeordnete Stufe internationaler Ordnung von subsidiärer Art für die Steuerung der Globalisierung errichtet wird und daß eine der moralischen Ordnung entsprechende Sozialordnung sowie jene Verbindung zwischen moralischem und sozialem Bereich, zwischen Politik und wirtschaftlichem und zivilem Bereich, die schon in den Statuten der Vereinten Nationen dargelegt wurde, endlich verwirklicht werden.
Das klingt mir nun gar nicht nach der Forderung, einen Antichristen zu etablieren. Weiter unten in seinem Text schreibt der Papst:
78.Ohne Gott weiß der Mensch nicht, wohin er gehen soll, und vermag nicht einmal zu begreifen, wer er ist. Angesichts der enormen Probleme der Entwicklung der Völker, die uns fast zur Mutlosigkeit und zum Aufgeben drängen, kommt uns das Wort des Herrn Jesus Christus zu Hilfe, der uns wissen läßt: »Getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen« (Joh 15, 5) und uns ermutigt: »Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt« (Mt 28, 20).
Und auch diese Sätze stehen in der Enzyklika:
79.Die Entwicklung braucht Christen, die die Arme zu Gott erheben in der Geste des Gebets, Christen, die von dem Bewußtsein getragen sind, daß die von Wahrheit erfüllte Liebe, caritas in veritate, von der die echte Entwicklung ausgeht, nicht unser Werk ist, sondern uns geschenkt wird. Darum müssen wir auch in den schwierigsten und kompliziertesten Angelegenheiten nicht nur bewußt reagieren, sondern uns vor allem auf seine Liebe beziehen.
Na, wo steckt er nun, der Bumann? Im Vatikan oder in den Pressebüros gewisser Medien?

Den kompletten Text der Enzyklika gibt es hier: Caritas in veritatae
Foto ebenfalls von Welt Online

Donnerstag, 9. Juli 2009

Good good good vibrations!

Ach war das schön. Wir haben gestern Abend mal Arbeit Arbeit sein lassen und sind ins Konzert eines Urgesteins der Musikgeschichte gegangen. Brian Wilson war in Berlin. Die beste aller Ehefrauen hatte die Idee, und sie hat eben oft die besten aller Ideen.

Selten habe ich ein so von guter Laune und Heiterkeit geprägtes Konzert erlebt. Von der ersten Minute an bis zum Schluss nach zweieinhalb Stunden waren sowohl das Publikum als auch die 10köpfige Band auf der Bühne einfach nur gut drauf.

Natürlich gab es allerlei zum Mitsingen, wer kennt sie nicht, die Beach Boys Hits. »Sloop John B.«, »Barbara Ann«, »Heroes and Villains«, »Surfin' USA« ... - man muss schon arg jung sein, um das alles nicht gehört zu haben. Es gab auch Songs von den neueren Alben, selbstverständlich. »Morning Beat« war für mich einer der obersten Höhepunkte in einem Konzert, das eigentlich nur Höhepunkte hatte.

Die Band - was soll man dazu sagen außer grandios? Die zum Teil sechsstimmigen Gesangspassagen brachten die Musiker genauso perfekt zu Gehör wie sie ihre Instrumente beherrschten. Alles wirke dabei leicht und mühelos - als ehemaliger Musiker weiß ich, was das heißt: Diese Musikanten sind nicht nur hervorragend geschult, sondern sie haben eindeutig selbst jede Menge Spaß an dem, was sie aufführen.

Brian Wilson ist alt geworden - das darf man ja auch mit 67 Jahren. Er saß fast die ganze Zeit hinter seinem Keyboard, ohne sich viel zu bewegen (oder gar die zugehörigen Tasten zu bedienen), aber man merkte deutlich, wieviel künstlerische Kraft noch in ihm brodelt. Und auch wenn die Stimme die hohen Töne von früher nicht mehr bewältigt: Es kann immer noch kraft- und ausdrucksvoll singen.

Falls Brian Wilson mit Band in Eure Gegend kommt, liebe Blogbesucher: Unbedingt hingehen. Solche Konzerte sind heutzutage leider selten geworden.

Falls er nicht kommt, hier eine vierfach gefächerte Konserve als Trost: That Lucky Old Sun

Mittwoch, 8. Juli 2009

Neulich…

neulich…vor ziemlich genau 12 Monaten saß ich in Nashville im Hard Rock Café unter dem Bild von Stevie Ray Vaughan.

Schade, dass wir nicht in Nashville oder New York oder meinetwegen Roanoke bleiben und leben konnten.

Schade, dass wir dieses Jahr nicht in Amerika sein werden, soweit unsere bisherigen Kenntnisse reichen.

Schade, dass Stevie Ray Vaughan nicht mehr lebt.

Schade, dass manche Menschen so viel jammern und dauernd alles schade finden, statt sich zu freuen.

Dienstag, 7. Juli 2009

Petition an Berlusconi

Liebe Blogbesucher,

nur noch wenige Stunden ist es möglich, eine Petition an den italienischen Premierminister Berlusconi zu unterzeichnen, da sie morgen übergeben werden soll.

Hier gibt es mehr Informationen und Du kannst die Petition unterzeichnen:

http://www.one.org/de/italieng8/?rc=italieng8taf

2005 haben die G8-Staaten in Gleneagles bedeutende Versprechen an Afrika gemacht. Einige von ihnen sind auf einem guten Weg, andere hinken deutlich hinterher. Silvio Berlusconi gibt die weitaus schlechteste Figur ab. Bisher hat Italien nur drei Prozent seines Versprechens an Afrika eingehalten. Während andere Staaten sich anstrengen, die Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit zu erhöhen, hat Berlusconi die italienischen Entwicklungsgelder sogar gekürzt. Ihm fehlt deshalb die Glaubwürdigkeit, um dieses G8-Treffen zum Erfolg zu führen.

Um zumindest einen Teil seiner Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen, muss Berlusconi schnell und entschlossen handeln. Nur dann wird er vom entwicklungspolitischen Totalversager zum ernst zu nehmenden Gesprächspartner. Er muss seine entwicklungspolitischen Kürzungen zurücknehmen und einen glaubwürdigen Plan dazu vorlegen, wie er seine Versprechen aus dem Jahr 2005 umsetzen will.

So lautet die Petition im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Premierminister,
bitte nehmen Sie Ihre Kürzung der entwicklungspolitischen Mittel um €411 Millionen zurück und stellen Sie weitere €350 Millionen für eine starke Landwirtschafts-Partnerschaft mit Entwicklungsländern zur Verfügung.

http://www.one.org/de/italieng8/?rc=italieng8taf

Danke für jede Unterstützung!

Montag, 6. Juli 2009

Just words and a girl

Hallo Welt,

hier ist ein kleines Lebenszeichen: Mich gibt es noch, irgendwo unter dem Berg von Arbeit und Aufgaben. Ich habe gerade den Gipfel überstiegen und bin jetzt beim Abstieg auf der anderen Seite: Mehr als die Hälfte der Autobiographie ist auch im zweiten Durchgang fertig und beim Verlag abgeliefert. Es sind noch Hunderte Seiten durchzusehen und zu überarbeiten, aber immerhin, der größte Teil ist geschafft.

Abends, wenn die Konzentration für die Arbeit aufgebraucht ist, lese ich, so lange die Augen nicht endgültig zufallen, gerade ein Buch, das für jugendliche Leser geschrieben wurde, von einem Autor, den ich bisher nicht kannte. Ein wunderbares, humorvolles, spannendes, unterhaltsames, gut geschriebenes, abwechslungsreiches, vor Leben und Phantasie sprühendes Buch. Wenn ich durch bin, könnte es sein, dass ich eine Rezension schreibe. Das Buch hat es - ich bin auf Seite 120 von 357, wohl verdient, noch viele Leser zu finden.

Gerade las ich:

"Oh Ed." Audrey looks away. "Oh Ed."

Our feet dangle.

I watch them, and I watch the Jeans on Audrey's legs.

We only sit there now.

Audrey and me.

And discomfort.

Squeezed in, between us.

She soon says, "You're my best friend, Ed."

"I know."

You can kill a man with those words.

No gun.

No bullets.

Just words and a girl.

Ach ist das schön, nach einem harten langen Arbeitstag. Wie sollte man da nicht gut schlafen und vortrefflich träumen.

Gute Nacht, liebe Welt !


P.S.: Ob wohl jemand den literarischen Antagonismus in diesem Blogbeitrag bemerken wird?

Samstag, 4. Juli 2009

Brönnen?


Kunst kommt von Können.
Gunst kommt von Gönnen.
Brunst* kommt von



*Was ist denn eigentlich Brunst?

Freitag, 3. Juli 2009

Sieben

Seit fast einer Woche gibt es bei uns zu Hause auch einen PC, der »Sieben« heißt. Nicht etwa, weil es der siebte Computer wäre, sondern wegen seines Betriebssystems habe ich ihn so getauft.

Windows 7, das im Oktober 2009 erscheinen wird, wurde von den Vorabtestern so hoch gelobt und gebenedeit, dass ich mir nun - nicht zuletzt angesichts der unzähligen Ärgerlichkeiten in Windows Vista - ein Bild machen wollte. Daher wurde ein relativ neues Notebook (4 GB Arbeitsspeicher, schneller Prozessor) mit Windows 7 in der 64-Bit Version beglückt. Das Notebook scheint wirklich glücklich zu sein, denn es arbeitet, so weit man das in den paar Tagen sagen kann, schneller und vor allem stabiler als irgend ein anderer unserer PCs.

Da ich wegen der Übersetzungs-Monster-Aufgabe (regelmäßige Blogleser wissen, was ich meine) wenig Zeit habe, ist manche Software (Buchhaltung, Banking, FTP, Adobe CS4 und so weiter) noch nicht installiert, aber Office 2007 (32-Bit-Version) läuft problemlos und blitzschnell, der Firefox 3.5 hat nun wirklich einen Düsenantrieb im Hintern und auch weitere bisher installierte Software läuft rund und stabil.

Und der Virenschutz? Da habe ich mir erlaubt, nach gewissen Umwegen durch das Internet die amerikanische Version der Microsoft Security Essentials zu nehmen, die es voraussichtlich ebenfalls im Oktober oder November geben soll. Es wurde ja auch Zeit, dass Microsoft ein kostenloses Schutzpaket für seine Kunden anbietet, angekündigt war es schon für Juni 2009. Inwiefern das allerdings Arbeitsplätze bei Avira & Co gefährden wird, bleibt abzuwarten.

Nach 6 Tagen kann man noch nicht viel sagen, aber der erste Eindruck von Windows 7 und Security Essentials ist sehr positiv. Stabil, schnell, bedienfreundlich. Mir scheint, Microsoft hat was dazugelernt.