Dienstag, 18. August 2009

Unanständiges aus Westfalen

Bei einer etwa 40 Kilometer langen Rundfahrt auf im Hotel geliehenen Fahrrädern haben wir neben wunderbaren Radwegen durch bezaubernde Landschaften - immerhin nennt sich die Gegend hier Mühlenkreis - tatsächlich Windmühlen (Plural) und eine Roßmühle (Singular) zu sehen bekommen.

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In einem Heimatmuseum allerdings stießen wir auf Unanständiges. Da war auf einer Tafel mit Erläuterungen zu mittelalterlichen Kopfbedeckungen ein Wort zu lesen, das nicht nur verpönt ist, sondern auch zur in einem Museum zu erwartenden Sprachkultur nicht passen will:

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Und die Moral von der Geschicht: Genauer hinsehen lohnt sich immer. Ein Fuck ist - je nach Zusammenhang - auch eine sehr züchtige und wohlanständige Angelegenheit, nämlich eine Frisur. Womit die westfälische Ehre wieder hergestellt ist.

Montag, 17. August 2009

Das Kreuz mit der Wahl

Für Berliner zum Vormerken auf dem Kalender: Am 7. September wird es gegen 19:30 Uhr in der Gedächtniskirche spannend:

kreuzmitderwahlAuch wer schon weiß, an welche Stelle des Stimmzettels zwanzig Tage später das Kreuz sorgfältig hin gemalt werden wird, kann sicher die eine und die andere interessante Aussage zu hören bekommen – auf Fragen, die sonst kaum öffentlich gestellt werden.

Sonntag, 16. August 2009

Die Bösen

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Gestern: Sonne, Segel, Sandstrand. Und keine Badegäste. Von weitem wundert man sich: Sind die Westfalen und ihre Touristen alle wasserscheu?

Doch aus der Nähe betrachtet wird es klar, dass die Bösen am Werk sind. In diesem Fall wurden sie als Blaualgen identifiziert.

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Wir haben keinen geistlichen Kampf gegen die Bösen veranstaltet, uns nicht weiter verdrießen lassen und sind in ein Boot statt ins Wasser gestiegen.

Samstag, 15. August 2009

Dörflicher Wahlkampf

DSC06385Wenn ich diese Reihe von Plakaten in Rahden (unserem derzeitigen Aufenthaltsort) richtig deute, dann wird der Wahlkampf hierzulande mit Waffen statt mit Stimmzetteln entschieden.

Vielleicht ein Modell für die gesamte Bundesrepublik? Gebt den Kandidaten ein paar Flinten in die Hand, und der Schützenkönig darf Kanzler werden.

Zumindest könnte man damit etliche Millionen Euro sparen, die der Wahlkampf und die Durchführung der Wahl kosten. Das wäre doch sicher im Sinne des Volkes.

Freitag, 14. August 2009

Storch getroffen...

...heute bei einem Ausflug. Ganz zufällig, war nicht verabredet.
Gepredigt hat er nicht, aber irgendwie doch sehr weise ausgesehen.

Und sonst? Sonne, Sauna, Saumseligkeit. Sehr schön. Sehr erholsam.

Donnerstag, 13. August 2009

Angekommen...

DSC06382 ...im Urlaub. Ein Örtchen mit 16.500 Einwohnern, schön ruhig und mal was anderes als die gewohnte Großstadt.

Rahden heißt der Fleck auf der Landkarte, den kennt kein Mensch außer den Einwohnern und, dem Hotelparkplatz zufolge, jede Menge Hamburger. Nicht die, welche in Fast-Food-Restaurants verkauft werden und Leute dick machen, sondern Menschen, die aus Hamburg kommen.

Am Nachmittag haben wir zu Fuß die - na ja - Innenstadt nennt man das hier, erforscht. So etwa 10 Geschäfte, eine Kirche, ein Bahnhof und ein paar Bäckereien mit Kaffeeausschank.

Das hiesige Bier nennt sich Barre und schmeckt recht angenehm. Am Abend gab es Erlesenes der Westfälischen Kochkunst im Hotelrestaurant. Das Foto zeigt aber nicht das Restaurant, sondern meine Wenigkeit nach der Ankunft auf der Terrasse des Hotels beim ersten Freizeitgenuss nach etwa vierstündiger Fahrt.

So. Nun. Erst mal gute Nacht, liebe Welt.

Errettung auf dem kleinen Bildschirm

bolz-weber Würde ich mich freiwillig 24 Stunden lang dem Programm eines Bibel-Fernsehsenders aussetzen? Ich glaube kaum. Die psychisch-gesundheitlichen Schäden wären ja kaum abzusehen. Aber Nadia Bolz-Weber hat es getan – offenbar sind Frauen manchmal sehr tapfer!

Nadia Bolz-Weber ist lutherische Pastorin der ELCA in den Vereinigten Staaten. Sie hat in Denver, Colorado, wo sie mit ihrem Mann und ihren Kindern lebt, die emergente Gemeinde House for all Sinners and Saints (www.houseforall.org) gegründet. Diese versteht sich als urbane liturgische Gemeinschaft, die in all ihrer Progressivität tief lutherisch-theologisch verwurzelt ist.
Im vergangenen Jahr veröffentlichte Nadia Bolz-Weber ihr Buch „Salvation on the Small Screen? 24 Hours of Christian Television“, ein theologischer und soziologischer Kommentar der amerikanischen Medienlandschaft, basierend auf einem Selbstversuch sich 24 Stunden dem TV-Programm des Bibelsenders Trinity Broadcasting auszusetzen. Die Auswertung des Buches geschieht auf hinreißende Art und Weise mit einem kritischen Blick und wachem Verstand aber auch mit einer gehörigen Portion Humor und komödiantischem Können.

Aus ihrem Buch liest Nadia Bolz-Weber am 3. September ab 19:30 Uhr in der EFG Berlin Schöneberg im Rahmen eines Themenabends. Berliner und Umländler: Das sollte man sich nicht entgehen lassen. Also vormerken: 3. September 2009, 19:30 Uhr, Hauptstraße 125, 10827 Berlin.

Eintritt natürlich frei, und es wird auch ins Deutsche übersetzt.

P.S.: Nadia Bolz-Weber sagt über ihr Buch: »This is my book. It will change your life. Ok, not really.« Na, was will man mehr?

Dienstag, 11. August 2009

Seit gestern habe ich endlich…

u(h)r laub

Nur zwei Wochen, und die ersten beiden Tage boten noch reichlich arbeitsame Bestandteile. Auch morgen will noch dieses und jenes getan werden, aber dann geht es raus aus Berlin und rein ins Hotel. Mit Sauna und Wellnessbereich und Fahrradverleih und Wasnochalles.

Der kleine Eee darf mit, damit die digitale Welt nicht völlig verloren geht, und immerhin gibt es im Hotelzimmer ja auch WLAN und so weiter. Also dürfen die geschätzten Blogbesucher nicht damit rechnen, in den nächsten 10 Tagen von meinen Beiträgen verschont zu bleiben…

Sonntag, 9. August 2009

Die dritte Hochzeit...

...in diesem Jahr, bei der wir als Gäste eingeladen waren, fand gestern statt. Schön war's, sonnig war's, und überhaupt! Hochzeiten sind was Tolles.




Das eine Foto zeigt Braut und Bräutigam, das andere die beste aller Ehefrauen und meine Wenigkeit. Welches wen zeigt, sei dem geneigten Blogbesucher selbst zur Entscheidung überlassen.
Eine Hochzeit steht noch an, Ende August. Eine für mich ganz besondere. Anders als alle anderen im Jahre 2009. Dazu mehr, wenn es an der Zeit ist.

Donnerstag, 6. August 2009

Focus definiert Baptisten

Fakten. Fakten. Fakten. - So wirbt das Magazin Focus gerne für sich selbst.
Baptisten leben streng nach der Bibel, ordnen sich Gott völlig unter und betonen Ehe, Schamhaftigkeit, Nächstenliebe und Schöpfungsgeschichte. Quelle
Ah ja. Danke, Focus, für die umfassende und fundierte Aufklärung über die Baptisten.