Freitag, 28. Januar 2011

Piraten-Facebook

Es gibt schon witzige Ideen, auch bei den Facebook Programmierern. Man kann seine Darstellung auf Piraten-Englisch umstellen und kommt dann aus dem Kichern und Lachen kaum noch heraus (Englischkenntnisse vorausgesetzt). Meine Kurzbeschreibung im Profil sieht im Falle der besagten Einstellung so aus:

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Septembarrr! Statt »Comments« gibt es nun »hail-shots« mit abwechslungsreichen Formulierungen:

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Freunde sind mal mateys, mal hearties oder viele andere Bezeichnungen, die Zeit wird in hourglasses gemessen oder in shots o’rum…

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Kurzum: Eine richtig witzige Idee.

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Donnerstag, 27. Januar 2011

Wenn..

mehr Zeit für das Schreiben geblieben wäre, könnte ich bereits eine Fortsetzung präsentieren. Aber das, was ich bisher an Sätzen festgehalten habe, ist denn doch noch zu mager. Immerhin sei der geneigten Besucherschar dieses Blogs ein weiterer Blick durch die Latten des Bretterzaunes gestattet:

In einem Film würde man einfach Kabel unter dem Lenkrad heraus rupfen, die richtigen beiden aneinander halten und losfahren. Im wirklichen Leben würde das nicht funktionieren, denn es gab in so gut wie jedem Fahrzeug ein Lenkradschloss, das zu knacken wäre und außerdem fand sie es sehr zweifelhaft, ob die entscheidenden Kabel überhaupt zugänglich waren, wenn man unter das Lenkrad griff. Ganz abgesehen davon, dass sie keine Ahnung hatte, welche beiden im Zweifelsfall die richtigen wären.

Vielleicht - hoffentlich - komme ich am Wochenende dazu, ein paar Stündchen zu investieren in meine Geschichte. Ich bin recht zuversichtlich...

Mittwoch, 26. Januar 2011

Bald, bald schon, bald

Schweinerei im Männerklo …geht es mit Jessika weiter. Einen Satz verschenke ich schon mal:

Na warte! Mich hier sitzen zu lassen … Jessika bedauerte jetzt, ihre Waffe zurückgelassen zu haben, aber das Risiko einer Taschenkontrolle war ihr zu groß gewesen.

Bald, bald schon, bald darf der ungeduldig mit den Hufen scharrende Leserschaft mehr serviert werden. Sie sitzt ganz schön in der italienischen Tinte, die gute/böse Jessika.

Ach – na gut, noch ein Satz, und bei dem bin ich nicht so sicher, ob er fehlerfrei ist:

»Per favore … alla stazione dei treni?«

Dienstag, 25. Januar 2011

Gastbeitrag Aniboom: Replay

Ich bin normalerweise nicht allzu begeistert von Zeichentrick und Animation, aber diese kleine Kurzgeschichte in Form von bewegten Bildern und Musik fand ich sehenswert.

Wer keine traurigen Geschichten mag: Finger beziehungsweise Augen weg von den 8 Minuten Film.

Sonntag, 23. Januar 2011

Vom Fleiß und seinen Folgen

Ich weiß, dass etliche Blogbesucher ungeduldig auf die Fortsetzung der Jessika-Erzählung warten. Es hat mich auch nicht die Inspiration verlassen, sondern Sachzwänge walten mitunter auf eine Art und Weise, die dem Schaffen eigener Erzählungen hinderlich sind. Um Verständnis (nicht Mitleid!) heischend sei dem verehrten Publikum daher an dieser Stelle kundgetan, dass ich neben der 40 Stunden Woche im Hauptberuf seit dem 1. Januar noch folgenden Fleiß für die selbständige Tätigkeit aufgewendet habe:

fleissig

Die Folgen solchen Fleißes sind finanzieller Natur, denn diese Arbeiten werden von den Kunden nicht nur gewünscht, sondern auch bezahlt. Die Folgen solchen Fleißes sind aber auch, dass mitunter für das Schreiben keine Zeit bleibt, so gerne ich auch fabuliere.

Es wird aber sicher weiter gehen mit der guten oder bösen Jessika. Demnächst. Für die Geduld der Leserschaft bedanke ich mich, für die Ungeduld der Leserschaft auch, denn welcher Autor wäre nicht geschmeichelt, wenn seine Leser beim Ausbleiben von neuem Lesestoff Entzugserscheinungen bekommen…

Sonntag, 16. Januar 2011

Eins nach dem anderen...

Vor mir liegt eine ereignisreiche Woche mit allerlei Dingen, die geplant, bearbeitet  und erledigt werden müssen. Daher wird es wohl mit einer Fortsetzung der Jessika-Erzählung noch eine Weile dauern.
Ob mir zwischendurch der eine oder andere Blogbeitrag einfällt oder zufliegt, wird sich (an dieser Stelle) zeigen. Vielleicht kommt der eine oder andere Gastbeitrag oder ich wiederhole was älteres?
Dies nur, damit niemand auf die Idee kommt, ich wäre in Italien verschollen oder zum Mond geflogen.

Freitag, 14. Januar 2011

John Grisham: The Confession

Keith Schroeder, Pfarrer einer lutherischen Kirche in Topeka, Kansas, ahnt nicht, was auf ihn  zukommt, als eines Morgens ein Fremder sein Büro betritt, um sich etwas von der Seele zu reden. Solche seelsorgerlichen Gespräche sind für einen Pastor normal, jedoch hat dieser Besucher etwas zu beichten, was auch ein Geistlicher selten zu hören bekommt. Er sterbe demnächst an einem Gehirntumor, erklärt der Mann, und wolle vielleicht bekennen, dass er der Mörder eines seit 10 Jahren aus der Kleinstadt Slone in Texas verschwundenen Mädchens sei.
Für den Mord an Nicole Yarber, die bei ihrem Verschwinden 17 Jahre alt war, sitzt allerdings ein anderer Mann in der Todeszelle, seine Hinrichtung steht nur wenige Tage bevor. Die Leiche wurde nie gefunden und der Verurteilte, Donté Drumm, hat sein Geständnis längst widerrufen und beteuert seither seine Unschuld.
Bild von John Grisham via Amazon.comDamit beginnt ein Buch, wie es John Grisham schon länger nicht gelungen ist. Ein Buch, das den Leser fesselt und bis zur letzten Seite nicht mehr loslässt. Ein Roman, dessen Handlung mitunter Wege nimmt, die der Leser nicht zu gehen wünscht. Ein realistisches, ein ehrliches Buch. Eine aufwühlende, eine tief beeindruckende Erzählung.
Es gibt Bücher, auch von John Grisham, in denen findigen Juristen auch das unmöglich scheinende Herumreißen einer Situation gelingt, in denen dann doch noch das Gute siegt. Solche Bücher zeichnen nicht immer ein akkurates Bild des Lebens, aber sie haben zweifellos ihre Vorteile: Man schöpft Hoffnung, dass es eine ausgleichende Gerechtigkeit gibt.
The Confession hat auch seine Vorteile, aber die liegen auf ganz anderen Ebenen.
In erster Linie ist es natürlich ein spannender Roman, der dem Leser keine Atempause gönnt. Man müsste ja eigentlich schlafen gehen, aber man kann das Buch nicht beiseite legen. Nur noch eine Seite … nur noch das Kapitel … nur noch ein paar Seiten …
Das Buch kann aber auch Augen öffnen: Realistisch schildert der Autor, mit welcher tiefen Überzeugung, Gott auf ihrer Seite zu haben, schwarze und weiße Christen ganz unterschiedliche Meinungen und Einstellungen biblisch begründen. Er schildert, warum und wie Donté in neun Jahren, unschuldig im Gefängnis, seinen einst lebendigen und zuversichtlichen Glauben verloren hat.
Keith plunged ahead. “Robbie tells me you were raised in a church, batized at an early age, had a strong faith, raised by parents who were devout Christians.”
“All true. I was close to God, Mr. Schroeder, until God abandoned me.”

“You blame God for the past nine years?”
“Yes, I do. … I was eighteen years old, a longtime Christian, still active in church, but also doing some things that most kids do, nothing bad, but, hell, when you grow up in a house as strict as mine, you’re gonna rebel a little. … I stayed off the streets. I was looking forward to college. Then, for some reason I guess I’ll never understand, a bolt of lightning hits me square in the forehead. I’m wearing handcuffs. I’m in jail. … My fate is determined by twelve white people, half of them good, solid Baptists. The prosecutor was a Methodist, the judge was a Presbyterian …”
John Grisham schildert auch, mit welchen Glaubenskonflikten Pfarrer Schroeder zu kämpfen hat. Und nicht nur das, seitens seiner Kirchenobrigkeit gerät er zusätzlich unter Druck. Überall finden sich Menschen, die ganz genau mit der Bibel in der Hand erklären können, was richtig ist, was Gottes Wort sagt - und die Widersprüche könnten kaum gewaltiger sein. Schließlich gehen Kirchen in Flammen auf, der Hass lodert in Slone. Politiker und Juristen suchen nach Lösungen und finden keine. Die Lage wird immer prekärer …
The Confession hat mich gepackt und bewegt, wie es selten einem Roman gelingt. Ich habe geweint beim Lesen – und das passiert mir kaum einmal.
John Grisham erspart weder sich noch den Lesern grauenhafte Erlebnisse und unbequeme Fragen. Keith Schroeder wird am Ende der Erzählung ein anderer Mensch sein als zuvor. Der Leser - das wäre sehr zu wünschen - auch. Mein Denken und Glauben hat sich durch diese Lektüre jedenfalls verändert.

Mein Fazit: Wie man es auch betrachtet, dies ist ein rundum packendes, durchdachtes, erschütterndes, spannendes Buch; eines der besten, die John Grisham bisher verfasst hat. Unbedingt lesen!

P.S.: Ich habe das Original gelesen, zur Qualität der deutschen Übersetzung vermag ich nichts zu sagen.

Donnerstag, 13. Januar 2011

Jessika – ein Verhängnis. /// Teil 7

Ohne lange Vorrede geht es weiter, die Damen und Herren Leser haben abgestimmt und das folgende Textstück haben sie nun davon.

Zuvor nur noch schnell die bisherigen Teile: [Teil 1] /// [Teil 2] /// [Teil 3] /// [Teil 4] /// [Teil 5] /// [Teil 6]

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Jessika stand auf und erklärte: »Später, vielleicht. Wenn ich verstanden habe, was du eigentlich von mir willst. Warum du mich in Parma nachts angesprochen hast. Woher du von Giuseppe wusstest. Warum du plötzlich an der Tür des Zuges standest, dein Auto fluchtbereit am Straßenrand.«

Johannes lächelte. »War das denn eine Flucht? Du hast ja im Zug nichts verbrochen.«

»Aber ich kann jetzt keinen Rummel um mich herum gebrauchen. Und da war ein Typ im Waggon, der meine Waffe gesehen und der meinen Reisepass sehr ausführlich studiert hat, bevor er ihn mir zurückgab. Ich wollte und will immer noch möglichst bald weg aus Italien. Was hast du denn für Pläne?«

»Dich kennen lernen und begreifen lernen. Das ist mein Plan. Das muss aber nicht hier geschehen.«

Auch Johannes stand auf und sie schlenderten zurück zum Auto. Jessika nahm ihre Beretta in die Hand, richtete die Waffe auf ihren Kopf und drückte ab. Klick. Sie zuckte mit den Schultern und murmelte: »Ich muss mir wohl neue Munition besorgen. Oder bekomme ich die zurück?«

»Und wenn sie jetzt geladen gewesen wäre?«

»War sie ja nicht.«

»Du hast nicht nachgeschaut.«

»Doch, vorhin. Das Magazin war leer. Wie du das gemacht hast, weiß ich allerdings nicht. Taschenspielertrick?«

»Nein.«

»Sondern?«

Johannes griff in seine Hosentasche und holte eine der Patronen hervor. »Kein Trick«, erklärte er, »sondern Vorsicht. Ich halte dich für ziemlich – äh – unberechenbar. Du tust manchmal Dinge…«

Jessika blieb stehen und sah ihn aufmerksam an. Er steckte die Patrone wieder ein, nahm ihre Hände in seine und drückte sie sanft. »Wir werden sehen, wohin uns diese Geschichte führt. Ich weiß es selbst noch nicht. Ich kann mir einiges ausmalen, aber letztendlich kommt es dann doch manchmal anders als geplant. Aber ich werde versuchen, auf dich aufzupassen.«

Jessika fühlte zum ersten mal seit Bernd das Zeitliche gesegnet hatte einen Anflug von Zuneigung zu einem Mann. Dass er auf sie aufpasste, wie auch immer ihm das gelingen mochte, hatte sein plötzliches Auftauchen am Bahngleis bewiesen. Er hatte auch in Parma, als er ohne weiteres die italienischen Behörden hätte alarmieren können, nichts dergleichen getan. Wer bist du, Johannes? Kann ich dich ergründen? Kann ich dich womöglich sogar mögen?

Sie trat dicht an ihn heran, so dass ihr Mund in Reichweite seines Mundes war, falls er einen Kuss in Erwägung ziehen sollte und sagte: »Wenn ich dir verspreche, dass ich dich nicht erschieße – bekomme ich dann meine Munition zurück? Irgendwie mag ich dich, immer mehr.«

»Hast du Hunger? Es ist nicht weit bis zu einem netten Restaurant«, antwortete er.

Sie nickte. Er drückte noch einmal ihre Hände, ließ sie dann los und ging voraus zum Parkplatz.

Eine halbe Stunde parkten sie vor einem Restaurant, dass sich La Taverna dell'Etrusco nannte. Das Navigationsgerät hatte Johannes durch die verwinkelten Altstadtstraßen von Orvieto Terni in die Via Garibaldi geleitet. Die Adresse musste er wohl schon zuvor gespeichert haben, denn er hatte sie aus dem Menü Lieblingsplätze gewählt. Der schwarze Dodge Nitro fand kaum Platz am Rand der engen Straße.

»Warum hast du eigentlich kein normales Auto?«, fragte Jessika.

»Was wäre denn normal?«

»Ein Opel, VW, BMW … irgend so was.«

»Kein Mensch braucht einen Opel, hat Thilo Sarrazin mal gesagt.«

Jessika lachte. »Na der muss es ja wissen…«

Johannes klappte den Seitenspiegel an das Auto und verriegelte den Wagen mit der Fernbedienung. »Seit meinem ersten Besuch in Amerika, das war im Jahr 2000, kommen für mich keine europäischen oder japanischen Fahrzeuge mehr in Frage. Ich habe mich wohl dort mit dem American-Car-Virus infiziert. Dieses Exemplar hier habe ich gewählt, weil der Nitro eben nicht aussieht wie andere, nicht so fürchterlich abgerundet und modekonform. Ein Hummer hätte mir auch gefallen, aber den könnte ich zu Hause kaum irgendwo parken, abgesehen von seinem enormen Durst nach frischem Benzin.«

»Wo ist denn dein zu Hause?«, fragte sie, als sie das Restaurant betraten.

»Das weißt du doch«, gab er zurück.

Bild von http://www.orvietonews.it/upload/foto/santandrea2.jpg»Buonasera! Benvenuti!«, schallte es ihnen entgegen. Ein rundlicher Herr gesetzten Alters strahlte sie an und streckte Jessika die Hand entgegen. Sein Redefluss kam nicht zum Erliegen, als er auch Johannes die Hand schüttelte, von graciosa signorina war die Rede und vom gagliardo eroe. Der Mann führte sie zu einem Fensterplatz, wischte mit seiner strahlend weißen Serviette nicht vorhandene Krümel oder Staub vom makellosen Tischtuch und zog für Jessika den Stuhl zurück, damit sie bequem Platz nehmen konnte.

Sie schenkte dem Wirt ein bezauberndes Lächeln und sagte: »Mille gracie.«

»Prego, prego, prego« rief er und beeilte sich, auch für Johannes den Stuhl zum Platznehmen beiseite zu ziehen.

Als sie beide saßen, brachte der Mann ihnen die Speisekarten und stellte zwei Gläser und einen Krug Wasser auf den Tisch. Johannes schaute nicht in die Mappe, sondern er fragte, was denn besonders zu empfehlen sei. Sofort hatte der Wirt einen Vorschlag parat. Er empfahl Abbacchio brodettato mit einem passenden Wein, die beiden waren einverstanden und er verschwand in Richtung Küche, um die Bestellung auszurichten.

Das Lokal war spärlich besetzt, ein junges Paar saß in einer Nische, an der Bar lehnten zwei Mädchen. Vor ihnen standen vier Gläser mit Wein, augenscheinlich warteten sie auf zwei weitere Personen.

Johannes schenkte Wasser ein und bemerkte beiläufig: »Deine Munition habe ich nicht mehr in meiner Hosentasche.«

»Ich bin gleich zurück«, sagte Jessika und stand auf, um in Richtung Toilette zu verschwinden. Die Tür neben der Bar öffnete sich in einen weiß getünchten Gang, links gab es eine Tür mit der Aufschrift Signora, rechts stand Signore. Am Ende des Ganges gab es eine weitere Tür. Jessika öffnete sie, sah, dass sie auf einen Hof führte und nickte zufrieden. Sie ließ die Tür halb offen stehen und betrat ohne zu zögern die Herrentoilette. Zwei Jugendliche standen nebeneinander an den Pissoires, sie drehten nicht die Köpfe, um zu sehen, wer hereingekommen war. Jessika nahm ihre Beretta aus der Handtasche, entsicherte sie und richtete sie auf den Kopf des Jungen, der rechts stand. Sie wartete nicht, bis er fertig gepinkelt hatte. Der Schuss war in dem kleinen Raum ohrenbetäubend. Ohne zu zögern erschoss sie auch den zweiten Jugendlichen. Beide waren sofort tot und fielen auf die Marmorfliesen. An der Wand lief Blut herunter, im Neonlicht des Raumes wirkte es unnatürlich rot, als hätte sich ein Maskenbildner im Farbton vergriffen.

Jessika verließ die Herrentoilette und eilte über den Gang durch die Tür mit der Aufschrift Signora. Niemand war zu sehen. Sie wischte die Beretta mit einem Handtuch gründlich ab und ließ sie dann im Spülkasten der hintersten Kabine versinken. Vom Gang her hörte sie aufgeregte Stimmen. Sie ging zum Waschbecken und wusch sich die Hände. Es dauerte etwas länger, als sie erwartet hatte, bis die Tür zur Damentoilette aufgerissen wurde. Im Spiegel über dem Waschbecken sah sie den Wirt. Er rief ihr zu, zu bleiben wo sie war und schloss die Tür wieder von außen. Sie lächelte versonnen.

Wenige Minuten später kam er in Begleitung zweier Polizisten zurück. Jessika hatte ihr Lächeln gegen einen möglichst verwirrten und verängstigten Gesichtsausdruck eingetauscht, es gelang ihr sogar, ein leichtes Zittern in ihre Hände zu zaubern, die verkrampft die Handtasche hielten.

Die beiden Uniformierten interessierten sich nicht für Jessika, sondern vergewisserten sich nur, dass niemand sonst anwesend war. Sie wollten wissen, ob Jessika einen Mann mit Pistole gesehen habe. Sie schüttelte den Kopf. Dann gingen sie wieder hinaus.

Jessika fragte den Wirt, was das für ein Lärm gewesen sei und warum sie die Toilette nicht verlassen durfte.

»Mama mia, apocalisse« jammerte der vorhin noch so fröhliche Mann, als er Jessika mit einem Wink aufforderte, mit ihm zu kommen. Vor der Tür zur Herrentoilette stand ein weiterer Polizist mit gezogener Waffe. Er nickte Jessika nur kurz zu, als sie mit dem Wirt in Richtung Restaurant ging. »Mi dispiace, signora«, murmelte dieser, als er ihr die Tür aufhielt, »assassino, omicidio doloso semplice …«

Im Restaurant wimmelte es von Polizisten. Jessika hatte nicht damit gerechnet, dass die Ordnungskräfte so schnell auftauchen würden, vermutlich gab es eine Polizeistation in unmittelbarer Nähe der Taverna dell'Etrusco. Aber beunruhigt war sie nicht, sie hatte nicht vor zu bleiben, bis die Waffe gefunden wurde. Sie schaute zu ihrem Tisch am Fenster hinüber.

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So. Tja. Na ja. Und nun? Das wiederum liegt in der Hand der geschätzten Blogbesucher:

Was sieht Jessika?
Johannes ist vom Tisch verschwunden.
Johannes wartet am Tisch auf sie.
Auswertung

Nun warte ich wieder etwa 5 Tage, was denn die Abstimmung so ergeben mag.

Fortsetzung? Folgt. Dann. Demnächst.

Dienstag, 11. Januar 2011

Knapp

Abstimmung

…aber immerhin ein Ergebnis. Mal sehen, wie es weiter geht mit Jessika und Johannes. So viel ist klar: Sie hat einstweilen genug Gutes getan.