Montag, 9. Februar 2009

Moderne Psalmen 6: Söhne Mannheims

Am vergangenen Samstag unterbrach ich die Arbeit für ein Stündchen, um auszuruhen und aufzutanken. Das gelingt mir in der Regel hervorragend mit Musik per Kopfhörer, auf dem Sofa liegend, auch bei dieser Gelegenheit war es nicht anders.
Ich wählte aus der »Wettsingen in Schwetzingen«-DVD, die zum vergangenen Weihnachtsfest den Weg in meine Sammlung gefunden hat, den Abschnitt der Söhne Mannheims. Der letzte Titel des Konzertes lautet »Was wird mich erwarten«, und ich finde, er passt ganz hervorragend in die Sammlung moderner Psalmen auf diesem Blog. Bitteschön:
Der Mensch:
Ich hab mir vieles angesehen, ich konnte vor Schmerzen nicht mehr gehen.
Ich bin gefallen und ich durfte wieder aufstehen.
Mit Sicherheit kann ich sagen: Ich wurde getragen,
mit Sicherheit wären wir nicht hier, und ein Teil des Grundes liegt bei dir!
Ein Blick auf die Berge, ein Blick übers Meer,
ich muss es dir sagen: Ich liebe dich sehr!
Ein Schöpfer, eine Liebe, das ist alles was wir haben.
Also heilen wir unsere Wunden, heilen wir unsere Narben.

Der König:
Was wird mich erwarten wenn ich wiederkomm?
Wenn ich wiederkomm, bist du hier?
Was wird mich erwarten wenn ich wiederkomm?
Wenn ich wiederkomm, komm ich zu dir.

Der Mensch:
Wir teilen uns ein- und dieselbe Liebe, wir nehmen, was wir kriegen können, wie Diebe.
Jeder Tag wird gefüllt davon, nimm was du brauchst, und dann geht das schon.
Vergiss es nicht, diese Liebe bleibt bestehen.
Wenn du wach bleibst wirst du -
wenn du wach bleibst wirst du -
wenn du wach bleibst wirst du Freudenboten sehen!

Der König:
Was wird mich erwarten wenn ich wiederkomm?
Wenn ich wiederkomm, bist du hier?
Was wird mich erwarten wenn ich wiederkomm?
Wenn ich wiederkomm, komm ich zu dir.

Der Mensch:
Ich pack mein Sachen, yes, ich hauen ab!
Ich hab keinen Bock, ich hab this satt!
Ich hab Kopfschmerzen, ich bin oberplatt.
Egal was passiert, ich hab dich geliebt,
Zu viel Stress, zuviel this greed.
das werden wir jetzt... ich glaub an Mama.
Nix geht klar, nix ist wunderbar.
Nehm ich an, es ist nur ein Test?
Ziemlich narrow road and it is under stress.
Sons of Mannheim, they're right in conquest.
Marlon B will be put up some rest
Anyway we saw it, we agree it's some test...

Der König:
Was wird mich erwarten,
was wird mich erwarten,
was wird mich erwarten wenn ich wiederkomm?
Was wird mich erwarten,
was wird mich erwarten,
was wird mich erwarten wenn ich wiederkomm?

Was wird mich erwarten, wenn ich wiederkomm, wenn ich wiederkomm?
Was wird mich erwarten wenn ich wiederkomm, komm ich zu dir!

Zu dir, zu dir, zu dir, zu dir, zu dir, zu dir, zu dir.
Hier das Video auf YouTube:



P.S.: Der Kollege Marlon B ist etwas schwierig zu verstehen... - bei seinem Teil bin ich mir nicht ganz so sicher mit dem Text.

Sonntag, 8. Februar 2009

Buďte srdečné vítaní


Seit ein paar Tagen lasse ich auf diesem Blog testweise einen Zähler mitlaufen, der die Herkunftsländer meiner Besucher auflistet. Keine große Überraschung: Die meisten kommen aus Deutschland. Auch die Schweiz und Österreich sind erwartungsgemäß vertreten, schließlich haben wir eine weitgehend gemeinsame Sprache. Einen Deutschen, der in Portugal lebt, kann ich durchaus zuordnen. Hallo Bento! :-)

Anderes ist mir eher rätselhaft. Und seit wann ist Europa ein Land? Habe ich da was verschlafen?

Macht ja nichts. Ich freue mich über jeden Besucher und sage heute aus gegebenem Anlass:
  • Herzlich willkommen!
  • Servus Österreich!
  • Welcome United Kingdom!
  • Grüezi Schweiz!
  • Good to have you, USA!
  • Bem vindo, Portugal!
  • Hi Canada, nice to meet you!
  • Dobro dosli, Bosnien-Herzegovina!
  • Kalo`s ilthate, Griechenland!
  • Szia Ungarn!
  • Buďte srdečné vítaní, Slovakia!
Ich hoffe, dass das alles einigermaßen stimmt. Nicht, dass da am Ende was Unanständiges dabei ist...

Samstag, 7. Februar 2009

Erweckung 2009

Anfang Januar 2008 hatte sich Steve Hill über die zahlreichen Prophetien geäußert, die für das nunmehr vergangene Jahr die große Erweckung ankündigten. Dieser Blog berichtete: Kill Jesus.

Auch 2009 gilt, was Steve Hill seinerzeit sagte:
Wir können uns alle warm und behaglich fühlen angesichts der wunderbaren Prophetien und Beifall klatschen, was Gott alles tun wird. Während dessen vergessen wir praktischerweise, dass wo immer Menschen einfach Jesus gehorchen, das Reich Gottes sich bereits jetzt ausbreitet.
Ich habe vom rechts abgebildeten Herrn Chuck P. gehört, dass die große Erweckung im Februar 2009 hereinbricht. Oder spätestens im April. Hier in Berlin. Schaun mer mol...
.

Freitag, 6. Februar 2009

Behütete Herren...

...sind wieder auf dem Vormarsch. Finde ich gut. Als ich im März 2007 (nach etlichen Jahrendes Wollens aber noch nicht Vollbringens) anfing, regelmäßig Hut zu tragen, war ich (hier in Berlin) noch ziemlich exotisch. Zum sonntäglichen Gottesdienstbesuch fand ich mich in der Regel als einziger behütet ein. Lediglich am Kurfürstendamm, rings um die Friedrichstraße und beim Spaziergang am Schlachtensee ließen sich gelegentlich Gleichgesinnte blicken.

But things have changed, würde Bob sagen: Ende Januar 2009 zählte ich im Foyer unseres Gemeindezentrums bereits 6 weitere Herren mit Hut. Beim Einkaufsbummel neulich im KaDeWe waren zahlreiche Hüte auf Männerköpfen auszumachen. So langsam scheint es sich herumzusprechen:
  • Mütze ist doof. Mütze gehört in den Wald.
  • Baseball-Kappe ist doof. Baseball-Kappe gehört aufs Baseball-Feld.
  • Turban ist doof. Turban geht nur bei Männern aus turbanischen Ländern.
  • Barhäuptig ist doof. Geht nur bei längerem Aufenthalt in Cafés, Restaurants, Wohnungen oder beim Betreten sakraler Räume (außer Synagogen).
Kurze und präzise Informationen für Männer zum Thema gibt es hier: Spiegel-Video »Einfach Stil«

P.S.: Auch Damen von Welt scheinen langsam wieder zu entdecken, dass ein Hut gar zierlich putzt. Gesehen habe ich sie noch nicht damit, aber Kerstin berichtet in einem Nebensatz, dass sie »den entzückendsten Hut dieser Woche« trug, als sie ein Wäschegeschäft betrat: Ziemlich cool- Antwerpen in Berlin

Donnerstag, 5. Februar 2009

Der Papst und die Medien

Im Streit über die Rehabilitierung eines Holocaust-Leugners ...
So beginnt eine Schlagzeile vom Vortag. Es ist schon erstaunlich, wie viele Menschen in diesen Tagen den Papst angreifen, die überhaupt nichts mit dem christlichen Glauben - oder irgend einem Glauben - zu tun haben. Da wollen Journalisten und Politiker einem Kirchenoberhaupt vorschreiben, was zu tun und zu lassen ist, obwohl sie weder Mitglieder noch Sympathisanten der Kirche sind.

Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler. Auch Josef Ratzinger, a.k.a. Benedikt, ist ein Mensch. Im vorliegenden Fall ist aber einiges von einschlägigen Medien auch völlig verzerrt dargestellt worden, wohl um der Sensation willen. Es ging überhaupt nicht um die Rehabilitierung eines Holocaust-Leugners.

Tatsächlich sind und bleiben die strittigen Bischöfe suspendiert, es war nie die Absicht des Papstes, ihnen die Amtsausübung wieder zu gestatten. Er hat lediglich den Ausschluss aus der Kirche rückgängig gemacht, und das ist ja nun eindeutig im Sinne Jesu, dass man auch bei gegensätzlichen Lehrauffassungen (und um die geht es ja bei der Wiederaufnahme in die Kirche, nicht um das Leugnen des Holocaust) nicht ausgrenzt, sondern miteinander spricht.

Dass ein Holocaust-Leugner unter den wieder in die Kirche aufgenommenen Bischöfen war, konnte der Papst womöglich nicht wissen. Er hat den Fehler gemacht, seinen Mitarbeitern zu vertrauen. Er kann unmöglich alle Details einer solch riesigen Organisation wie der katholischen Kirche selbst im Auge haben und auch nicht Lebenslauf und Äußerungen tausender Bischöfe kennen. Womöglich hätte er in diesem Fall, der ja nicht an der Tagesordnung ist, mehr Informationen anfordern sollen. Die zuständigen Mitarbeiter wiederum haben den Fehler gemacht, sich nicht ausreichend zu informieren oder die Informationen falsch einzuschätzen.

Jedoch: Fehler kann man beheben, sich dafür entschuldigen. Gegen die aufgestachelte Journaille kommt man vermutlich auch damit nicht weit...

Josef Ratzinger ist alles andere als ein Feind der Juden, das hat er ja schon sein Leben lang deutlich gezeigt, nicht erst als Papst. Aber die Meute der einschlägigen Journalisten lässt sich natürlich ein gefundenes Fressen nicht entgehen, recherchiert kaum und wiederholt unermüdlich die Falschmeldungen, die andere bereits gebracht haben. Für sachliche Argumente sind derartige Medienmitarbeiter nicht zugänglich.

Gott sei Dank gibt es auch seriöse Medien. In der F.A.Z. bringt es Heinz Joachim Fischer auf den Punkt:
Am meisten betroffen ist der deutsche Kurienkardinal Kasper, der von Amts wegen die „religiösen Beziehungen zum Judentum“ fördert. Bei der Sensibilität von Juden, wenn es um den Holocaust geht, muss er zunächst wieder erklären, dass es „nicht so gemeint“ war, dass es keine Beziehung zwischen der „Ex-Exkommunikation“ des Bischofs Williamson und seinen antisemitischen Äußerungen gibt. Kasper kann die Rabbiner, seine Gesprächspartner, darauf hinweisen, dass es einer besonderen Wahrnehmung bedürfe, bei jenem Papst Antisemitismus zu vermuten, der am 28. Mai 2006 im Vernichtungslager Auschwitz erschüttert, fast verzweifelnd an seinem Gott, des millionenfachen Mordes an den Juden gedachte. (Quelle)
Nun ist es ohne Frage so, dass jeder, der etwas öffentlich tut, sich der Kritik der Öffentlichkeit stellen muss. Die Kirche, ob nun in ihrer katholischen, evangelischen oder freikirchlichen Ausprägung, ist davon nicht ausgenommen. Auch kirchen- und glaubensferne Menschen dürfen selbstverständlich ihre Meinung kundtun. Nur sollte das in jedem Fall sachlich richtig und ausreichend informiert geschehen.

Mittwoch, 4. Februar 2009

Gilt auch für Christen

Ein lesenswerter Beitrag über den Kampf des Islam gegen die Zivilisation findet sich auf dem Pro-Blog. Darin heißt es am Schluss:
Die Moslems müssen sich fragen, was sie für die Menschheit tun können, bevor sie verlangen können, dass die Menschen sie respektieren.
Stimmt. Das gilt aber auch für Christen, finde ich. Was können wir für die Menschheit tun, für unsere Mitmenschen, für die Gesellschaft, in der wir leben? Wenn wir das herausgefunden haben und anwenden, wird es den Menschen leichter fallen, uns zu respektieren und sich womöglich gar für unseren Glauben zu interessieren.

Reserviert

Auf die Frage, wann es das nächste Buch geben würde, gab sich der Autor an jenem Abend in der Öffentlichkeit eher reserviert.


Dienstag, 3. Februar 2009

Discounter oder nicht?

Eine »Tatort«-Folge ist kein Dokumentarfilm, logisch. Aber am vergangenen Sonntag zeigte sich, untermauert durch die anschließende Diskussion bei Anne Will in der ARD, dass ein Krimi durchaus die Wirklichkeit abzubilden in der Lage sein kann. Die Handlung der Folge »Kassensturz« gewährte Einblicke in den Alltag von Angestellten eines Discounters, die erschreckend waren.

Es ist einsichtig, dass derjenige, der seine Waren zum niedrigsten Preis erwerben möchte, in Kauf nimmt, dass beim Anbieter gespart wird, wo immer es möglich ist. Dass man es mit Kartons auf Paletten statt mit sauberen Regalen zu tun bekommt, ist ja noch hinzunehmen. Natürlich wird auch auf Kosten der dort Beschäftigten gespart. Dass es allerdings bei Lidl, Aldi, Penny und anderen Billigmarktketten dermaßen menschenverachtend zugeht, schien mir unvorstellbar.

Nun war ich seit vielen Jahren nicht mehr bei Aldi, aber gelegentlich auf dem Heimweg von der Arbeit bei Lidl oder Penny, um ein paar Kleinigkeiten für den Haushalt zu besorgen. Den großen Wocheneinkauf erledigen wir in »anständigen« Supermärkten, einfach wegen der angenehmeren Einkaufsatmosphäre.

Es gibt aber genug Menschen in unserem Land, die auf die Billigmärkte angewiesen sind, da sie von Minilöhnen leben müssen oder erwerbslos sind. So gesehen sind Lidl und Co. ein Segen. Doch wenn man in der Lage ist, ein paar Euro mehr zu bezahlen, für einen Liter H-Milch 59 oder 69 Cent ausgeben kann statt 49, dann sollte man sich überlegen, ob es nicht womöglich im Interesse der Menschenwürde sinnvoller ist, eben nicht bei den Discountern einzukaufen.

Andererseits: Wenn diese Ketten schließen müssen, weil die Kunden wegbleiben, dann sind erstens deren Mitarbeiter ohne Job und zweitens sind Menschen in finanzieller Not einer Möglichkeit beraubt, sich mit den notwendigen Dingen des Alltags zu versorgen.

Was ist nun das geringere Übel? Billig einkaufen um jeden Preis - ist das moralisch vertretbar, weil es Arbeitsplätze sichert? Lidl, Aldi und Co. werden kaum freiwillig ihre Angestellten menschenwürdiger behandeln, sondern nur unter Druck etwas ändern...

Montag, 2. Februar 2009

Au weia: 666

Dieser Beitrag ist der 666ste auf diesem Blog. Die Bedeutung der Zahl wird unterschiedlich interpretiert, wie Wikipedia zu berichten weiß: 666

Das Literaturcafé hat einen (auch zu diesem Blogbeitrag passenden) biblischen Text ausgewählt, um das Jahr 2009 zu beginnen. Bittesehr:

Morgen gibt es hier den Beitrag Nummer 667. Eine ganz und gar unverfängliche und unverdächtige Zahl. Na denn bis denn.

Sonntag, 1. Februar 2009

Gottes Top Ten

2009 steht Alttestamentliches im Mittelpunkt der Fürbitteaktion „40 Tage beten und fasten für unser Land: »Die Zehn Gebote - ja bitte.«

Aber die Vielfalt an Lebensentwürfen und Lebenskonzepten stellt unser gesellschaftliches Miteinander oft genug auf eine Zerreißprobe. Wo sind vertrauenswürdige Persönlichkeiten, die Gottes Lebenslinien im Kopf und im Herzen haben, wenn sie den Ton angeben? 2009 wird es 16 Wahlen in Deutschland geben: Europawahlen, die Wahl des Bundespräsidenten, Landtags- und Kommunalwahlen und die Bundestagswahl. Die Gebetsaktion will aus diesem Anlass an die Grundlagen unserer Gesellschaft erinnern.

Im begleitenden Gebetsheft gibt es leicht überschaubare „Tagesrationen”, handlich aufbereitet für die persönliche Fürbitte oder den Gebetskreis. Wer will, kann das Beten unterstützen durch freiwilligen Verzicht (Fasten). Auch dazu gibt es Hinweise im Begleitheft.

Auf der Homepage »www.40Tagebetenundfasten.de« wird es die Gebetstexte zum Herunterladen geben, auch in englischer Sprache.

Wir (Gemeinsam für Berlin / Forum Gebet) bieten das komplette Heft als PDF-Datei kostenlos an: 40 Tage 2009