Samstag, 3. Juli 2010

Man nehme, so man hat

Wenn zwei Menschen oft am Abend gleichzeitig am PC arbeiten müssen und das Arbeitszimmer zu klein für zwei ist, obwohl dort zwei PCs zur Verfügung stehen, und wenn dann die Tochter groß geworden ist und eine eigene Wohnung bezogen hat, so dass nunmehr ein zusätzliches Zimmer zur Verfügung steht, dann nehme man einen Schreibtisch…

Schiefe Schubladen - sieht ja keiner

…dessen Schubladen beim Zusammenbauen womöglich etwas schief geraten sind, trage diese und jene Gerätschaften aus dem Arbeitszimmer zum Schreibtisch…

Kabel und Kästchen

…verbinde mit allerlei Kabeln allerlei Kästchen, drücke den einen oder den anderen Knopf, vielleicht auch zwei oder drei Knöpfe…

fertich!

…und mache sich fortan weniger beengt als zuvor an die Arbeit. Einstweilen noch in einem Korbsessel sitzend, der Schreibtischstuhl aber ward bereits bestellt und sollte nächste Woche da sein.

Freitag, 2. Juli 2010

Vom air traffic controller und von shit on a marble floor

…der Zustand hält einstweilen an:

I'm busier than a cross-eyed air traffic controller.

Dies nur für die geschätzten Blogbesucher, die kopfschüttelnd feststellen, dass ich hier nach wie vor kaum etwas einstelle, was irgendwie eigene Mühe erfordern würde.

Nun kam zur sowieso schon reichlichen Arbeit noch ein eiliger Auftrag hinzu, der am Wochenende zu erledigen sein wird. Aus unserem geplanten Flohmarktstand wird daher nichts. Und für den Blog gilt auch die nächsten Tage:

I'm busier than a three-legged cat trying to cover shit on a marble floor while having to go five miles for dirt.

Donnerstag, 1. Juli 2010

Wenn man wüsste…

…was Katzen beim Bücherlesen so denken…

Miau oder wuff?

…wäre man dann schlauer?

Mittwoch, 30. Juni 2010

Not amused…

…Frau Merkel & Co blicken etwas bedröppelt vor sich hin.

Da hatte jemand Durchfall im ersten Wahlgang.

Der Wulff-Gauck-Tag

Eigentlich brauchen wir ja gar keinen Bundespräsidenten, das haben die letzten vier Wochen deutlich gezeigt. Es ging doch prima ohne, oder hat ihn irgend jemand vermisst? Abgesehen von der aktuellen Regierung, weil die jetzt gerade keine Gesetze unterzeichnet bekommt – aber damit muss sie halt leben.

Merkeleffekt?

Frau Merkel hofft auf einen Wulffeffekt, oder auch Wulff-Effekt. Ich finde die Zusammenschreibung hübscher, wegen der vier f im Wort. Das Volk hingegen hofft – glaubt man den Umfragewerten und den Meldungen – auf einen Gauckeffekt oder Gauck-Effekt.

Das Volk… – ja ja, das Volk. Die Wahlmänner und –frauen, die sich treffen, sind ja irgendwie auch das Volk, ein Teil davon. Nun wird der heutige Tag zeigen, ob das, was in unserem Grundgesetz geschrieben steht, nämlich dass es bei der Bundespräsidentenwahl keinen Parteien- und Koalitionszwang gibt, sondern dass in freier Entscheidung des Einzelnen abzustimmen sei, nur Worte ohne Bedeutung sind oder gelebte Demokratie ist.

Das Volk wünscht sich Gauck. Und der repräsentative Teil des Volkes, die Bundesversammlung wählt… – wir lassen uns überraschen.

Dienstag, 29. Juni 2010

Spam der Woche: CHIP Online schießt den Vogel ab.

Nur für Sie? Noch blöder geht es ja kaum.

»Günter J., nur für Sie…« – yeah, right!

Dritter Juli, vierzehn Uhr

Voraussichtlich werden die beste aller Ehefrauen und meine Wenigkeit einen Flohmarktstand aufbauen, um dieses und jenes gegen 50 Cent oder einen Euro einzutauschen, was sich so angesammelt hat. Vielleicht sind auch Sachen dabei, für die wir gerne zwei oder drei Euro hätten…

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen verlautet, dass die Besucher des Sommerfestes ab 16 Uhr durchaus die Übertragung eines gewissen Fußballspieles im fernen Südafrika verfolgen können, falls sie daran interessiert sein sollten.

Montag, 28. Juni 2010

Es ward getrötet

Gestern zu nachmittäglicher Stunde begab es sich, dass in unserer Wohnung und um unsere Wohnung herum getrötet ward. Die beiden jüngsten Gäste hatten nämlich ihre unsäglichen Plastikinstrumente mitgebracht…
tröööööööööööt
…und versprochen, nur im Falle eines erfolgreichen Torschusses der schwarz-weiß-gewandeten Fußballspieler im fernen Südafrika von selbigen Gebrauch zu machen. Mancher mag es schon wissen: Es gab vierfache Gelegenheit, zu den Tröten zu greifen.
tröööööööööööööööööööööööt
Auch auf dem Balkon der Nachbarwohnung war akustische Bewaffnung vorhanden, so dass es angesichts der 22 um einen Ball streitenden Männer auf dem Rasen weit weg von Berlin hin und wieder zu einem freundschaftlichen Vuvuzeladuell kommen musste, wie dieses Foto beweist:
trööööööt tröööööööööt
Manche Menschen in unserem Wohnzimmer verlustierten sich derweil, statt auf den Bildschirm des Fernsehgerätes zu starren, lieber mit dem etwas kleineren Bildschirm, auf dem sie ihre Facebook-Meldungen lasen und ihrerseits welche von sich gaben:
tippel di tipp tipp tipp
Ob diese Meldungen immer und unbedingt sinnvoll waren? Das folgende Dokumentarfoto lässt gewisse Zweifel zu:
Bedenkliches Lautäußerung ungewisser Bedeutung?
Kurzum: Ein vergnüglicher Nachmittag ward uns gestern beschieden. Feine Sache. Nun ist schon wieder Montag. Weniger feine Sache. Na ja.

P.S.: Für alle, die immer noch darüber streiten, hier das Beweisfoto, dass das vermeintliche 2:2 für England eben doch kein Tor war:

Eindeutig VOR der Linie!

Der Ball ist eindeutig vor der Linie, sieht man doch!

Sonntag, 27. Juni 2010

You a praying man?

In einem Andenken- und Trödelladen am Meer, ein paar Motorradstunden von New Orleans entfernt, plaudert der Inhaber mit einem Besucher, den er nicht (er)kennt. Im Verlauf des Gespräches fragt er den Kunden: You a prayin' man?

Der Kunde antwortet: Uh-huh.

Der Ladeninhaber: Good, gonna have to be when the Chinese take over.

Die Unterhaltung plätschert weiter, wobei der Besucher kaum ein Wort sagt, sondern recht zufrieden dem Redefluss des alten Mannes lauscht. Er setzt sich sogar auf einen Stuhl, um in Ruhe zuzuhören. Nach einer Weile meint der Inhaber: You're a prayin' man, huh? What do you pray for? You pray for the world?

Der Kunde hatte nie im Leben daran gedacht, für die Welt zu beten. Seine Anliegen sind überschaubarer. Er antwortete: I pray that I can be a kinder person.

Gefällt mir, die Antwort. Wenn sich eine Person im Gebet Fortschritt mit der eigenen Persönlichkeit erbittet, hat das weltverändernde Auswirkungen – vielleicht nicht für die ganze Welt, aber sicher für die Welt um ihn herum.

Wenn eine Person die ganze Welt ins Gebetsvisier nimmt, weiß ich nicht so recht, ob nicht der Nachbar ein wenig aus dem Blick gerät.

P.S.: Der Ladeninhaber heißt Sun Pie. Der Besucher heißt Bob Dylan. Die Episode mit dem Gespräch ist in Chronicles Volume One: v. 1 zu finden.

Freitag, 25. Juni 2010

Von der einäugigen Katze und den neun Rattenlöchern

Gestern habe ich einen Tag Urlaub genommen, um zu arbeiten. Immerhin bin ich mit der Übersetzung des Buches bis zur Seite 70 (von 158) gekommen.

Am Montag ist die Abgabe einer CD fällig, der Auftrag kam gestern… – da muss aber nur der schlampige HTML-Code, den ein anderer Herstelle verbrochen hat, in Ordnung gebracht werden und ein paar Dokumente bekommen ordnungsgemäße Dateinamen ohne Umlaute, dadurch müssen auch die Verlinkungen angepasst werden. Keine Riesenaufgabe, dennoch ca. 3 bis 4 Stunden Arbeit zusätzlich am Wochenende.

Und dann ist da noch eine CD-Produktion, die Ende Juni fertig werden muss, recht anspruchsvoll, weil ich so gut wie alles selbst »erfinden« muss. Die ist erst zu 3/4 fertig.

Kurzum: Der Blog wird weiter eher wenig anspruchsvoll gefüllt werden, denn es gilt auch in den nächsten Tagen und Wochen:

I'm busier than a one-eyed cat watching nine rat holes.