Montag, 18. April 2011

Dieser Blogpost dient nur ...

... dem Unterricht eines Freundes in Sachen Bloggen.

Dies ist zentriert und kursiv.

Und ein Foto soll auch noch sein.

Der Text geht auch anders und bunt.

Videos gehen auch. Quod erat demonstrandum.

Fragmente #2 – Herr K. bekommt eine CD

Es gibt Notizen in meinen Archiven, die dazu gedacht waren oder sind, dass Erzählungen oder Sachtexte daraus werden. Manche dieser Fragmente bleiben ewig was sie sind, manche werden nach Jahren dann tatsächlich verwendet.

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Herr K. bekam eine CD geschenkt, deren Umhüllung er etwas ratlos studierte. Er war kein Verächter zeitgenössischen Liedgutes, aber beim Lesen der Titel beschlich ihn die Vorahnung, dass er dieser Musik womöglich nicht allzu viel abgewinnen würde.
Er legte die CD ein und drückte auf die Starttaste.

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Vielleicht hat ein Leser einen Tipp, was aus diesem Fragment werden könnte?

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Samstag, 16. April 2011

Endlich enthüllt: Was Jesus wirklich zu den Aposteln gesagt hat


Langjähriges Beobachten und aufmerksames Zuhören haben nun endlich zur Enthüllung verholfen, was Jesus wirklich zu den Aposteln gesagt hat, als er sie ausschickte. Reisende Propheten, Fernsehprediger, Erweckungspropagierer und Megachurchpastoren haben durch ihr Vorbild die Wahrheit ans Licht gebracht. Folglich muss die Bibel an der entsprechenden Stelle (Matthäus 10) wie folgt korrigiert werden:

Geht aber und predigt und sprecht: Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen. Redet davon, dass Gott die Kranken gesund macht, erzählt von der Reinigung von Aussätzigen, lest vor, dass Gott die Toten auferwecken kann, vergesst nicht zu erwähnen, dass sogar die Teufel ausgetrieben wurden. Umsonst habt ihr's empfangen, aber sammelt eine Kollekte ein, wenn ihr es weitergebt. Eure Geldbörsen sollen gut gefüllt sein, ihr braucht auch reichlich Gepäck für die Reise, Kleidung zum Wechseln, ansehnliches Schuhwerk und Notebook samt Smartphone. Ein Arbeiter ist seiner Speise wert, und ihr müsst dafür sorgen, dass die Menschen euch auch reichlich mit opulenten Mahlzeiten versorgen.
Wenn ihr in eine Stadt kommt oder in einem Stadion predigt, dann erkundigt euch nach einem angemessenen Hotel am Ort, wo ihr residieren könnt, so lange ihr bleibt. Wenn euch Einheimische aus einer angemessenen sozialen Schicht in der Hotelsuite um eine Audienz ersuchen, dann grüßt sie, und wenn sie es wert sind, wird euer Friede auf sie kommen; so sie es nicht wert sind, wird euer Friede sich wieder zu euch wenden. Und wo euch jemand nicht annehmen noch eure Rede hören wird, so geht aus der Stadt fort und lasst das Zimmermädchen den Staub von euren Schuhen bürsten, nachdem ihr den betreffenden Leuten die ewige Verdammnis angekündigt habt. Wahrlich, ich sage euch: Dem Land der Islamisten und der Buddhisten wird es erträglicher gehen am jüngsten Gericht denn solcher Stadt.
Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe, darum seid klug wie die Schlangen und listig wie die Füchse. Hütet euch vor den Menschen, denn sie würden euch überantworten vor ihre Rathäuser und würden euch geißeln in ihren Schulen, wenn ihr nicht gut Freund mit den jeweiligen Obrigkeiten wäret und durch einen hohen Lebensstandard dafür Zeugnis geben könntet, dass ihr erfolgreiche und gute Bürger seid. Man wird euch auch vor Fürsten und Könige führen um meinetwillen, zum Zeugnis über sie und über die Heiden. Bringt solchen Regierungsvertretern angemessene Gastgeschenke mit, zum Beispiel in Leder gebundene Prachtausgaben der Bibel mit Goldschnitt, die sich dekorativ auf den Regalen der Beschenkten ausmachen.
Wenn sie euch nun trotzdem jemals angreifen, dann seid gut vorbereitet, wie oder was ihr reden sollt; denn wer weiß, ob euch zur Stunde etwas einfallen würde, was ihr reden sollt. Denn ihr seid es schließlich, die viel von des Vaters Geist reden, also sollte eure Rede auch geistreich klingen.
Es wird aber ein Bruder dem anderen das Missionswerk neiden und der Vater dem Sohn die Besucherzahlen im Gottesdienst nicht gönnen, die Kinder werden sich empören über die Irrlehren der Eltern und selbst im Besitz der Wahrheit sein. Und ihr müsst geliebt werden von jedermann um meines Namens willen, weil ja die Liebe durch euch strahlt und euch irgendwo der Sieg über jedes Problem, sogar die Herrschaft über jede Macht des Feindes versprochen wurde. Wer aber bis an das Ende proklamiert und soakt, der wird selig.
Wenn sie euch aber in einer Stadt nicht mit den angemessenen Ehren empfangen und hofieren, so fliegt mit dem privaten Jet, der euch selbstverständlich zusteht, in die nächste. Wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet mit den Konferenzen, Leitertreffen und Festgottesdiensten nicht zu Ende kommen, bis des Menschen Sohn kommt.
Der Jünger ist schließlich über seinem Meister und der Knecht über dem Herrn. Es ist dem Jünger nicht genug, dass er sei wie sein Meister und der Knecht wie sein Herr, also sucht euch alle Bibelstellen zusammen, in denen von Majestät, Überfluss, Herrlichkeit und Glanz die Rede ist, vom Königserbe und Herrschen über diese Welt, von geisterfüllten Impartationen und garantiertem Sieg in jeder Situation. Haben sie den Hausvater Beelzebub geheißen, sollen sie wenigstens euch als auserwählte und gesalbte Persönlichkeiten anerkennen.
So fürchtet euch denn nicht vor ihnen. Es ist nichts verborgen, das es nicht offenbar werde, und ist nichts heimlich, das man nicht wissen werde. Was ich euch sage in der Finsternis, das redet im Scheinwerferlicht und was ihr hört in das Ohr, das predigt über Satellit. Und fürchtet euch nicht vor denen, die andernorts den Leib töten, dagegen könnt ihr ja geistlichen Kampf aus sicherer Ferne organisieren; macht vielmehr den Menschen Angst vor dem, der Leib und Seele verderben kann in der Hölle. Dann geben sie mehr Liebesopfer und pflanzen größere finanzielle Samen in eure Bankkonten.
Kauft man nicht zwei Sperlinge um einen Pfennig? Dennoch fällt keiner auf die Erde ohne euren Vater. Nun aber sind auch eure Haare auf dem Haupte alle gezählt, und wenn sie euch ausgehen, solltet ihr wegen der Fernsehkameras eine Perücke aufsetzen. So fürchtet euch denn nicht, ihr seid besser als viele Sperlinge. Logischerweise steht euch demnach auch mehr zu als ein paar Pfennige.
Wer nun mich bekennt vor den Menschen, den will ich bekennen vor meinem himmlischen Vater. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater. Ihr sollt nicht wähnen, dass ich gekommen sei, Frieden zu senden auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den aufrechten Christen zu erregen gegen die Homosexuellen und die moralische Mehrheit gegen Abtreibungskliniken und die Reingewaschenen gegen die dreckigen Sünder. Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. Das heißt, dass ihr andere Denominationen oder Konfessionen vehement angreifen und klarstellen müsst, wer bibeltreu ist und wer nicht.
Wer Vater und Mutter mehr liebt denn sein prachtvolles Kirchengebäude, der ist mein nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt denn sein Missionswerk, der ist mein nicht wert. Und wer nicht seine Schäfchen um sich versammelt und für die Nachfolge kräftig in die Tasche greifen lässt, der ist mein nicht wert. Wer sein geistliches Leben findet, der wird reich sein und wer sein weltliches Leben aufgibt um meinetwillen, der darf im geistlichen Beruf ein doppeltes Gehalt empfangen.
Wer euch aufnimmt, der hat Glück gehabt, und wer euch nicht aufnimmt, gegen den müsst ihr öffentlich predigen, weil ich euch ja schließlich gesandt habe. Wer einen Propheten aufnimmt in eines Propheten Namen, der wird als Prophetenaufnahmelohn in christlichen Fernsehstationen und einschlägigen Internetplattformen seine DVDs, CDs und Bücher anpreisen dürfen. Wer dagegen einen Gerechten aufnimmt in eines Gerechten Namen, der wird eines Gerechten Lohn empfangen; der ist normalerweise spärlich oder gar nicht vorhanden, aber das ist eben nicht zu ändern.
Und wer dieser Geringsten einen nur mit einem Becher kalten Wassers tränkt in eines Jüngers Namen, wahrlich ich sage euch: man wird ihn als Sozialromantiker, emergent Verführten und missionalen Irrlehrer entlarven.

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Freitag, 15. April 2011

Donnerstag, 14. April 2011

Wenn ich Gott wäre …

  • Codex Vaticanus B… dann hätte ich meinen Geschöpfen keinen verbotenen Baum in den schönen Garten gestellt, sondern dieses Gewächs, falls es schöpfungsbedingt notwendig gewesen wäre, jenseits eines unüberwindbar tiefen Grabens untergebracht.
  • … dann hätte ich der Schlange, als sie auf dem Weg zu meinem weiblichen Krone-der-Schöpfung-Geschöpf war, um eine Konversation über Obstsorten anzustoßen, einen Tritt gegeben, bevor das Gewürm am Ziel angekommen wäre.
  • … dann hätte ich mich klarer ausgedrückt, als ich Mose ankündigte, dass ich die Nase voll von meinem Volk hatte und es mit Mann und Maus vertilgen würde. Das hätte Mose die Verlegenheit erspart, sich mit mir streiten zu müssen.
  • … dann hätte ich nach dem Sündenfall nicht hunderte und tausende Jahre gewartet, bis ich einen Erlöser schicke, sondern spätestens in der zweiten Generation eine Erlösungsmöglichkeit anstelle der immer umfangreicher und komplizierter werdenden Gebote und Opfer angeboten.
  • … dann hätte ich anstelle diverser heiliger Bücher, die jeder anders auszulegen in der Lage ist, eine Datenbank mit Antworten auf alle erdenklichen Fragen und komfortabler Suchfunktion in das Internet gestellt, das ich natürlich spätestens um das Jahr 30 nach Christus bereits hätte erfinden lassen.
  • … dann hätte ich sicherlich andere Überlegungen als diese und ähnliche. Sonst wäre ich ja wohl doch kein Gott.

Dienstag, 12. April 2011

Fragmente #1 - Gerhard und Rebekka

Es gibt Notizen in meinen Archiven, die dazu gedacht waren oder sind, dass Erzählungen oder Sachtexte daraus werden. Manche dieser Fragmente bleiben ewig was sie sind, manche werden nach Jahren dann tatsächlich verwendet.

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»Wann i«, erklärte Gerhard kategorisch, »wann i nimmer megn dat, gangat i hoam.«

Rebekka lauschte den Klängen nach, versuchte, sie bekannten Worten zuzuordnen, jedoch vergeblich. Sie wusste, dass in dieser Gegen das »i« häufig oder sogar immer für »ich« stand, und das »nimmer« müsste eigentlich als Synonym für »niemals« stehen, aber der Rest?

Das Schweigen schien Gerhard zu lange zu dauern, denn er fragte: »Host mi etzat verstanden?«, wobei das letzte Wort so sorgsam ausgesprochen wurde, dass es wie ein Fremdkörper in der Rede wirkte.

Rebekka schüttelte den Kopf. »Verstanden habe ich nichts. Außer verstanden, das habe ich verstanden.«

»Ja do legst di nieder uns schtehst nimmer auf.«

Hinlegen und nicht mehr aufstehen? Rebekka sah ihren Gesprächspartner ratlos an. Sie fand ihn ja recht sympathisch, aber um sich jetzt mit ihm oder für ihn niederzulegen, war bestimmt nicht der geeignete Zeitpunkt gekommen. Der würde auch nicht kommen, denn Rebekka dachte gar nicht daran, mit diesem Kerl ein Verhältnis, noch dazu ein erotisches, einzugehen.

»Spinnts du? Warum sollte ich mich hinlegen? Ich glaube, ich breche jetzt auf.«

Gerhard riss entsetzt die Augen auf. »Naa, net du. I leg mi nieder, host mi? Oiso net in echt, dös sogt ma nur so. Wanns einen sozusagen umhaut, gell?« So-zu-sagen, das kam wieder wie sorgsam abgelesen aus seinem Mund.

Wollte er nun noch weitermachen oder nicht? Das hatte Rebekka immer noch nicht herausbekommen. Vielleicht war es doch keine so gute Idee gewesen, hier in südlichen Gefilden überhaupt damit anzufangen.

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Vielleicht hat ein Leser einen Tipp, was aus diesem Fragment werden könnte?

Freitag, 8. April 2011

Bärbel und der Traum vom Ballkleid

Jan Vermeer van Delft - Milchausgießende MagdBärbel war stolz darauf, dass sie den großen Krug voller Milch auf dem Kopf balancieren konnte, während sie der Molkerei zustrebte. Die erwachsenen Frauen machten es genauso, aber dass sie mit 13 Jahren diese Kunst schon beherrschte, war doch bemerkenswert. Fand zumindest Bärbel.

Die Milch in dem Tonkrug gehörte ihr ganz allein. Sie hatte dem Bauern im Stall geholfen, eine Woche lang, und als Belohnung durfte sie nun die Ausbeute des abendlichen Melkens nach Gutdünken verwenden. Bärbel hatte vor, die Milch zu verkaufen. Sie wusste, wie viel Geld sie bekommen würde, und sie hatte bereits ausgerechnet, dass der Erlös ihr den Kauf von 50 Eiern gestattete. Selbst wenn nicht aus allen auch Kücken schlüpften, war es doch ziemlich sicher, dass sie mit mindestens 40 Hühnern rechnen konnte. Ihr Vater hatte schon zugestimmt, dass Bärbel die Brutanlage auf dem heimischen Hof für ihr privates Projekt benutzen durfte.

Auf dem Markt hatten Hühner, wenn sie groß genug geworden waren, einen Wert, mit dem sie sich endlich das ersehnte Ballkleid für den Herbsttanz kaufen konnte. Sie sah sich schon von jungen Burschen umringt und bewundert auf der Tanzfläche ihre Runden drehen ...

Die Molkerei kam in Sicht, nun war es fast so weit, der Traum schon greifbar nahe. Natürlich würde sie auf dem Ball dann all die jungen Männer abblitzen lassen, das stand jetzt schon fest. So viele Schmeicheleien ihr auch zugeflüstert werden mochten, sie würde energisch, ganz entschieden den Kopf schütteln. Bärbel stellte sich auf den letzten 50 Metern vor der Milchannahmestelle die Szene so lebhaft vor, dass sie unwillkürlich heftig den Kopf schüttelte. Der Krug fiel von ihrem Kopf und zerbarst auf dem steinigen Weg.

Mittwoch, 6. April 2011

Von bösen Moslems und bösen Christen

Es kann sich in den USA jeder dahergelaufene Trottel Pastor nennen, und manch einer tut es auch. 20 bis 30 Anhänger hat »Pastor« Terry Jones, der Mann, der unbedingt einen Koran verbrennen musste. Die amerikanischen Medien hatten sich - im Gegensatz zur abgeblasenen Koranverbrennung im September 2010 - diesmal zurückgehalten und die absurde Veranstaltung ignoriert. Der selbsternannte Pastor stellte sein Video ins Internet - ebenfalls ohne irgend ein Medienecho und ohne nennenswerte Zuschauerzahlen. So weit, so gut.

File:Golden Crescent Moon.jpgAufmerksamkeit für die Veranstaltung entstand erst, als beim angeblichen Protest gegen die Koranverbrennung Moslems in Afghanistan Menschen umbrachten, die mit dem Geschehen in Florida überhaupt nichts zu tun hatten. Selbst wenn sie bei der Verbrennung des Koran mitgemacht hätten, wäre dies kein Grund, ihnen das Leben zu nehmen, aber die Ermordeten waren sicher keine Sympathisanten des Terry Jones.

Die Versuchung liegt nahe, hier Unrecht (öffentliche Bücherverbrennung) und Verbrechen (Ermordung von Menschen) gegeneinander in die Waagschale zu legen. Der Mob in Afghanistan gibt dem Pastor in Florida tatsächlich im Nachhinein Recht, denn einer Religion, die solche Gewaltexzesse fordern und fördern würde, wäre unbedingt entgegen zu treten. Zwar nicht mit dem Verbrennen von Büchern, aber doch sehr entschieden.

Nun ist allerdings Terry Jones so »christlich« wie die Mörder »moslemisch« sind. Es geht weder auf der einen noch auf der anderen Seite um den Glauben an einen Gott. Hassprediger aller Couleur missbrauchen die jeweilige Religion für ganz andere Ziele als sie vorgeben; Macht, Einfluss, Geld, Politik ... alles mögliche spielt eine Rolle, aber auf keinen Fall die Liebe zu Gott oder der Dienst für ihn.

Manch ein Kommentator hat in diesen Tagen darauf aufmerksam gemacht, dass der Islam im Gegensatz zu anderen Religionen vor allem durch Gewalt und Mord auffällt. Das stimmt. Doch woran das liegt, wird kaum beachtet. Es reicht ja meist, festzustellen, dass hier die Guten und dort die Bösen zu finden sind.

Die Geschichte des Christentums ist streckenweise eine sehr blutige, brutale und grauenhafte Geschichte. Von erbarmungslosen Eroberungskriegen bis zur Enthauptung von Christen, die ihren Glauben anders lebten als die kirchliche Führung es wollte, von Sklaverei bis zu geistlichem und körperlichem Missbrauch; zum Teil bis heute.

File:Contre-jour.jpgIst daran der christliche Glaube Schuld? Kein vernünftiger Mensch wird das wohl heute noch so sehen. Man weiß zu unterscheiden zwischen denen, die wie Terry Jones den Glauben missbrauchen und dem Glauben an sich. Es ist Vernunft eingekehrt.
Beobachtet man die Gewaltexzesse in islamischen Ländern, dann ist von Vernunft nicht viel zu bemerken. Vielleicht liegt das auch daran, dass normale Menschen, ob sie nun an Jesus oder Mohammed glauben, für die Medien uninteressant sind. Die Vernünftigen, die Gebildeten, die sprengen sich und andere nicht in die Luft und die ermorden keine UN-Helfer. Sie verbrennen auch keine Bücher. Sie bekommen folglich auch keine Schlagzeilen.

Gleichwohl gibt es deutlich mehr Gewalt und Verbrechen im Namen des Islam als es bei anderen Religionen heute der Fall ist. Vielleicht wird der Islam, wenn die Vernunft aufgrund vermehrter Bildung und Aufklärung zunimmt, immer weniger als Deckmäntelchen für Fanatiker taugen, so wie das Christentum als Deckmäntelchen für Terry Jones und ähnliche Gestalten nicht taugt? Womöglich werden die Fanatiker weniger zahlreich, wenn das Bildungsniveau steigt?

Es wäre zu wünschen.