Dienstag, 29. November 2016

LOVEmber2016 29–die Zahl des Tages.

Die Zahl des Tages lautet die Aufgabe der Vorgärtnerin anlässlich der Ode an den vernachlässigten Monat heute. Um mit dem neutestamentlichen Apostel Paulus zu sprechen, falls der Herr Luther dessen Episteln zutreffend übersetzt haben sollte, lautet meine erste Reaktion: Was wollen wir nun hierzu sagen?

29Ist die 29 die Zahl des Tages? Immerhin bezeichnet sie ja das Datum. Oder verbirgt sich hinter der Aufgabenstellung ein listiger Hintersinn, der sich mir nicht unverzüglich erschließen will?

Es könnte ja sein, dass die Zahl des Tages in Wirklichkeit errechnet werden muss. Zum Beispiel 29 + 11 + 2016. Dann wären wir bei der 2056 angelangt.

Doch wenn die erste Vermutung richtig sein sollte und die Zahl des Tages 29 lautet, was wollen wir dann dazu sagen?

29 anno Domini war laut Wikipedia nicht viel los, im November schon gar nicht. Immerhin erfahren wir:

    • Am 24. November kam es zu einer unter anderem auch in Judäa wahrnehmbaren Sonnenfinsternis.

Aha.

Wäre die Zahl des Tages die 27, könnte man an den fatalen Club 27 denken, dem Brian Jones, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jim Morrison und Kurt Cobain angehören … aber die 27 ist ja keine 29. Es fehlen ihr vier Halbe oder acht Viertel.

Apropos Musik: Ich wüsste nicht, dass irgend ein Künstler ein Lied komponiert hätte, in dem die 29 eine Rolle spielt. Weder war Sweet Little 29 ein Hit von Chuck Berry, noch hat Bob Dylan bisher den Highway 29 besungen. Immerhin hat Robert Plant (genau, der von Led Zeppelin) mal einen Song mit dem Namen 29 Palms ersonnen und veröffentlicht, aber den wollte kaum jemand hören.

Wenn man in die Sammlung der biblischen Psalmen schaut, findet man bei der 29 recht merkwürdig anmutende Sätze:

Die Stimme des HERRN erregt die Hinden Hirschkühe und entblößt die Wälder ... der HERR sitzt, eine Sintflut anzurichten; große Flut …der HERR zerbricht die Zedern im Libanon und macht sie hüpfen wie ein Kalb, den Libanon und Sirjon wie ein junges Einhorn …

Äh, ja. Na ja. So hat Martin Luther das jedenfalls übersetzt. Ob der Reformator noch an Einhörner glaubte? Das wäre doch mal ein Thema für das anstehende Lutherjahr.

Interessiert es vielleicht irgendjemanden, dass die kleinste Primzahl, die die Summe dreier aufeinanderfolgender Quadratzahlen ist, ausgerechnet die 29 ist? Ich habe es ausgerechnet. Wer nachrechnen will: Zwei hoch zwei plus drei hoch zwei plus vier hoch zwei ist nämlich 29.

Nun denn, ich sehe schon, dass mir zur Zahl des Tages nicht viel einfallen will, was sensationell anmuten könnte. Daher belasse ich es dabei und wünsche allerseits einen ansprechenden 29. November 2016.

So.

Montag, 28. November 2016

#LOVEmber2016 28–mein/e Mitbewohner/in/innen

Solche Sprachverhunzungen wie sie den beiden Worten mein und Mitbewohner in der Überschrift angetan wurden, kann ich absolut nicht leiden. Nie und nimmer würde ich so etwas schreiben. Bei mir hieße es, wenn es so umständlich sein muss, damit sich keine und keiner ausgeschlossen fühlt, bestenfalls: Mein Mitbewohner oder meine Mitbewohnerin beziehungsweise meine Mitbewohnerinnen oder meine Mitbewohner.

Das ist zwar deutlich länger als die Grauenhaftigkeit in der Überschrift, aber dafür eben auch richtig. So. Das musste ja mal am Aufgabenzettel für diese Blogaktion bemängelt werden; nun aber ist’s genug geschimpft.

Meinen Mitbewohner kennen viele Blogbesucher. Er heißt Max und sieht an einem Novembermorgen, wenn der Frost noch das abgeerntete Maisfeld mit Raureif schmückt, so aus:

Max 

Fotografiert hat ihn in diesem Fall die beste aller Ehefrauen vor ein paar Tagen beim morgendlichen Spaziergang. Es ist also ein echtes Novemberbild.

So.

Sonntag, 27. November 2016

#LOVEmber2016 27–blau

Blau, einfach nur blau hat die Vorgärtnerin auf den Aufgabenzettel für den heutigen Tag der Aktion Ode an den vernachlässigten Monat geschrieben.

Nein, ich werde nichts über den blauen Novemberhimmel schreiben, auch keinen blauen Pullover hervorholen oder gar blaue Nahrungsmittel vorstellen. Ich nehme das Blau zum Anlass, auf eines meiner liebsten Jazz Alben hinzuweisen.

WP_20161126_08_39_33_Pro

Man könnte »Kind of Blue« auf verschiedene Weise verdeutschen, am besten scheint mir aber »irgendwie melancholisch« zu passen. Wer die Musik kennt (oder endlich kennen lernt, es lohnt sich!), wird das nachvollziehen können.

Da ist dann allerdings kein Blau mehr in der deutschen Übersetzung. Macht ja nichts. Wir nehmen die Langspielplatte einfach aus der Hülle und siehe da:

WP_20161126_08_39_53_Pro

So.

P.S.: Wer das Album kennenlernen möchte, kann nebenan bei Amazon die LP oder die CD finden. Ob die dann auch blau sind wie meine Sonderauflage, sei dahingestellt.

Samstag, 26. November 2016

#LOVEmber2016 26–sauer

lemon

Novemberzitrone. Frisch aufgeschnitten.

So.

Freitag, 25. November 2016

#LOVEmber2016 25–Linien

linien

Linien, so das Thema für den heutigen Beitrag anlässlich der Ode an den vernachlässigten Monat, Linien malte ein Flugzeug gestern an den Himmel, als ich mit der besten aller Ehefrauen einen vorabendlichen entspannten Lauf (knapp 8 Kilometer in etwas über 50 Minuten) absolvierten.

Über Linien könnte man trefflich philosophieren, wenn die Zeit es zuließe. Ich aber habe eine Linie zu beachten, die für den 25. November gezogen wurde: Deadline für die Abgabe eines umfangreichen Projektes. Daher überlasse ich alle weiteren Gedanken und Überlegungen meinen geschätzten Blogbesuchern und arbeite jetzt weiter.

So.

Donnerstag, 24. November 2016

#LOVEmber2016–24–Mein Lieblingswort

Ach, ich kann mich nicht entscheiden,
mag viele Wörter gerne leiden.
Hab keinen Liebling unter ihnen,
kann also nicht mit Antwort dienen.

Caboodle kommt mir lustig vor
genauso aber auch Hochflor.
Ich sage gerne sintemal
und schrieb schon manches Mal aschfahl.

September ist ein schönes Wort,
doch gut klingt auch noch Nord-Nord-Mord.
Der Tatort hat’s mir angetan,
den schau ich jeden Sonntag an.

Nun gut, so sei’s dabei belassen,
was soll ich hier noch weiter quasseln.
Ich hab’ nun mal kein Lieblingswort.
Ich mag sie alle. Long und short.

wortsalat

So.

Mittwoch, 23. November 2016

#LOVEmber2016 23–…hat im November Geburtstag

Nicht nur Hinz, sondern auch Kunz könnte im November Geburtstag haben. Ich kann nicht jede und jeden kennen. Aus dem Freundes- und Bekanntenkreis fallen mir einige ein, aber ob die ihre Namen hier entdecken möchten? Man weiß es nicht.

Also schauen wir mal, wen es da unter den Prominenten gibt. Die können sich nicht so leicht wehren, schon gar nicht, wenn sie nicht mehr unter uns weilen. Wie zum Beispiel leider dieser Herr, der am 27. November 1942 geboren wurde:

jimi

Der trug genauso gerne wie ich einen Hut, konnte aber viel besser Gitarre spielen. Seine Schallplatten höre ich immer noch mit Genuss. Einige Alben besitze ich auch als CDs und höre sie nicht weniger gern. Analog hin, digital her – der leider viel zu früh verstorbene Jimi Hendrix war ein ganz großartiger Künstler.

Kopftuch statt Hut bevorzugt jener Herr, der hier Seite an Seite mit Bruce Springsteen abgelichtet wurde:

 steven

Der Kopftuchträger kam am 22. November 1950 zur Welt und spielt noch heute Gitarre. Mit besagtem Herrn Springsteen, aber nicht nur an dessen Seite. Ich habe ihn im Jahre 1982 zum ersten Mal bewusst gehört, da spielte er unter der Firmierung »Little Steven and the Disciples of Soul« in der elften Rockpalast-Nacht. Von wegen »little«! Steven van Zandt ist ein hervorragender Gitarrist – ob das am Novembergeburtstag liegen mag?

Ansonsten fällt mir noch Tina Turner ein, geboren als Anna Mae Bullock am 26. November 1939. Die kann aber nicht Gitarre spielen. Sie ist inzwischen Schweizerin. Ob sie mittlerweile auch jodeln gelernt hat, weiß ich nicht.

tina

So.

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Ach ja,. P.S.: Die Fotos stammen allesamt von WikiCommons und sind gemeinfrei.

Dienstag, 22. November 2016

#LOVEmber2016 22–wo ich gerade stehe

Wo ich gerade stehe? Ich stehe nicht. Während ich diesen Text schreibe, sitze ich am Schreibtisch. Wenn der Beitrag auf dem Blog erscheint, liege ich – hoffentlich tief und erholsam schlafend – im Bett. Das wird nämlich am 22. November 2016 um 02:02 Uhr geschehen.

Ich kann also bestenfalls, um dem gestellten Thema der Vorgärtnerin zur Blogaktion Ode an den vernachlässigten Monat halbwegs gerecht zu werden, nachschauen, wo ich (dem Datum der Fotografie zufolge) am 22. November eines zurückliegenden Jahres stand.

Gesagt – getan. Hier ist ein Ergebnis:

kleinstadt

Ich stand in einer westfälischen Kleinstadt fotografierend in der Fußgängerzone.

So.

Montag, 21. November 2016

#LOVEmber2016 21–mein schönstes Novemberbild

Na da bin ich ja nun ziemlich ratlos angesichts des Themas, das die Vorgärtnerin im Rahmen der Blogaktion Ode an den vernachlässigten Monat für den heutigen Tag vorgegeben hat. Mein schönstes Novemberbild … gibt es das überhaupt?

Es existieren zahlreiche in diversen Novembern entstandene Fotografien, die mir sehr gut gefallen. Mal habe ich die Aufnahmen gemacht, mal die beste aller Ehefrauen, mal andere Personen. Und natürlich malen Menschen auch Bilder in Novembern. Ich nicht, aber andere, und da sind schöne dabei. Mein schönstes Novemberbild muss ja nicht von mir selbst stammen, oder? So wie mein Lieblingsbuch auch nicht aus der eigenen Feder stammt. Und meine Lieblingsschallplatte habe ich nicht selbst aufgenommen.

Falls aber das mein doch so gemeint sein sollte, dass es um ein selbst angefertigtes Bild, um die Urheberschaft geht, dann bin ich immer noch ratlos, welches mein schönstes sein soll. Dem einen seine Eule ist ja bekanntlich des anderen Nachtigall. Also präsentiere ich kurzerhand ein Foto, das ich deshalb besonders schön finde, weil es die beste aller Ehefrauen zeigt, wie sie im November 2014 die Bilder einer Ausstellung betrachtet.

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Mehr Novemberbilder aus der Serie gibt es hier: [Novembersonntag]. Zehn weitere Bilder aus dem nämlichen November werden hier ausgestellt: [Lichtgrenze]. Und wer Novemberwälder mag, kann auch noch in ein Album vom November 2016 hineinschauen: [Sperrgebiet]

So.

Sonntag, 20. November 2016

#LOVEmber2016 20–Ewigkeit

Ewigkeit … kann ich mir nicht vorstellen. Ich habe es redlich versucht. Immer wieder. Aber es will mir nicht gelingen.

»Ich warte schon eine Ewigkeit«, mag jemand am Nachbartisch im Restaurant sagen, mit vorwurfsvollem Ton natürlich, wenn endlich die Person erscheint, mit der eine Verabredung getroffen war. Die Antwort könnte lauten: »Ich musste ewig auf ein Taxi warten.«

Aber das hat ja mit Ewigkeit, wenn man darunter Zeitlosigkeit oder Grenzenlosigkeit der Zeit versteht, nichts zu tun. Eine Zeit, die einfach kein Ende haben wird – das ist mir unvorstellbar. Womit soll man diese Zeit ausfüllen? Gibt es immer wieder Neues zu entdecken? Oder wird Gewohntes uns auf wundersame Weise immer wieder neu werden?

Das Leben ist Ewiges und Zeitliches zugleich; das Ewige ist sein Wesen, das Zeitliche seine Form oder Bildung, hat der Philosoph Friedrich Ast versucht, eine gedankliche Brücke zu bauen. Das kluge Zitat öffnet mehr Fragen, als dass ich Antworten erkennen könnte.

Wie gesagt, ich vermag es nicht, eine grenzenlose Ausdehnung der Zeit mit meinem Verstand zu erfassen. Ich kann mir Ewigkeit nicht vorstellen.

Ich werde aber niemals sagen, dass es keine Ewigkeit gibt. Dass ich mir etwas nicht vorstellen kann heißt ja nicht, dass es nicht existiert. Ich kann mir so manches nicht vorstellen oder erklären. Dennoch rechne ich damit, hoffe oder baue sogar darauf.

sdHand aufs Herz, liebe Blogbesucher: Können Sie genau erklären und sich vorstellen, wie Zigtausende Seiten von Text, mehr als die meisten von uns im Bücherregal stehen haben, auf eine kleine Chipkarte passen? Das Ding ist ein paar Millimeter dick und nicht größer als eine hundsgemeine Briefmarke. Mir ist die Physik, die dahinter steckt, die Logik der Nullen und Einsen, unbegreiflich. Dennoch glaube ich an die Fähigkeit eines solchen Chips, sonst hätte ich ihn nicht gekauft. Und ich würde meine Texte nicht am PC, sondern auf Papier schreiben.

So geht es mir mit der Ewigkeit. Ich kann sie nicht begreifen, aber das ändert nichts daran, dass ich darauf baue eines Tages dort anzukommen und dann vermutlich auch zu verstehen. Falls das dann noch eine Rolle spielt.

So.