Dienstag, 9. Februar 2016

»Unten durch sein - das kenne ich zur Genüge.« - Ein Gespräch mit Herrn Judas S.


Während ich kürzlich im Fitnesstudio auf dem Laufband, Bruce Springsteen live in Chicago via Kopfhörer in den Ohren, den vierten von zehn Kilometern lief, schweiften meine Gedanken ab und mein Blick umher. Auf einem Ergometer ein paar Schritte links von mir trainierte ein Herr, dessen Name vielen geläufig ist, obwohl sie ihn nie persönlich getroffen haben. Es wurde und wird viel über ihn geredet, aber wer redet mit ihm? Ich beschloss, wenn möglich ins Gespräch zu kommen.

Ob etwas daraus geworden ist, können meine geschätzten Blogbesucher nebenan auf dem Wordpress-Blog erfahren: [https://gjmberlin.wordpress.com/]

P.S.: Das Bild ist ein eigenes Kunstwerk
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Montag, 1. Februar 2016

Ein Gespräch, hauptsächlich über Jessika


Ich bin, das wissen meine regelmäßigen Blogbesucher, ein »Storyteller« - jemand, der gerne und mit großem Vergnügen Geschichten erzählt. Es lag 2015 nahe, dass ich mich am »Storyteller«-Wettbewerb von Amazon und Focus beteiligte. »Jessika« hat den Wettbewerb nicht gewonnen, mir aber immerhin eine Anerkennung in Form eines Jahresabonnements eines führenden deutschen Nachrichtenmagazins (digital und gedruckte Ausgabe) eingebracht.
Aus diesem Anlass und zur Erinnerung an Jessika für alle, die das Buch noch nicht gelesen haben, heute eine eher seltene, gleichwohl faszinierende literarische Form des »Storytelling«: Ein Interview.

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STORYTELLER: Herr Matthia, Ihr Roman »Jessika« ist zwar nicht als Sieger aus dem Storyteller-Wettbewerb 2015 hervorgegangen, aber er wurde immerhin prämiert. Hatten Sie das erwartet?

G. J. MATTHIA: Wenn ich mich bei einem Wettbewerb beteiligt, hoffe ich natürlich, dass dabei etwas herauskommt. Das wird wohl jedem so gehen. Dass »Jessika« unter den fast 900 Teilnehmern den ersten Preis gewinnt, hatte ich allerdings nicht ernsthaft erhofft.

STORYTELLER: Woran lag das? Sie sind doch sicher vom eigenen Werk überzeugt?

G. J. MATTHIA: Eine Freundin, die das Buch letztes Jahr geschenkt bekam, sagte mir kürzlich, dass sie es nach dem ersten Kapitel erst einmal beiseite gelegt hat, um sich von dem Schock zu erholen. »Jessika« ist keine seichte Unterhaltung und sicherlich nicht für jedermann eine geeignete Lektüre. Das sollte die Erzählung auch gar nicht werden.

STORYTELLER: Liegt das an der namensgebenden Protagonistin, die mit Menschenleben nicht gerade zimperlich umgeht?

G. J. MATTHIA: Jessika ist nicht so einfach gestrickt, wie es auf den ersten Blick scheint, das erschließt sich im Lauf des Buches. Ich habe der erwähnten Freundin Mut gemacht, weiter zu lesen, um Jessika besser kennen zu lernen. Und vielleicht sogar ein wenig zu verstehen, warum sie tut, was sie tut.

STORYTELLER: Können Sie die Handlung des Buches eigentlich in einem Satz zusammenfassen?

G. J. MATTHIA: Nein.

STORYTELLER: In zwei Sätzen?

G. J. MATTHIA: Nein. Auch nicht in drei, glaube ich. Es müssten sehr sehr sehr lange Sätze werden.

STORYTELLER: Also ist es ein kompliziertes Buch.

G. J. MATTHIA: Eher komplex als kompliziert. Bruce Springsteen hat am 19. Januar 2016 bei einem Konzert erzählt, was ihn seinerzeit bewegt hat, als das Album »The River« entstand. Er wollte, so sagte er sinngemäß, möglichst viel von dem hineinpacken, was er selbst gerne verarbeiten oder verstehen wollte. Liebe, Freundschaft, Glaube, Sex, Enttäuschung, Hoffnung, Endlichkeit, Unendlichkeit, Freude, Tränen ... so ähnlich war das mit mir beim Schreiben von »Jessika«. Ich habe einige Themenkomplexe erzählerisch behandelt, um zu sehen, ob ich dabei vielleicht Erkenntnisse gewinnen kann. Ist gut immer gut? Ist böse immer böse? Kann aus Bösem Gutes entstehen? Und umgekehrt?

STORYTELLER: Ist es also ein philsosophisches Buch?

G. J. MATTHIA: In erster Linie soll der Roman unterhalten. Ich versuche, den Leser auf den ersten Seiten gefangen zu nehmen und so spannend zu erzählen, dass er bis zum Schluss dran bleibt. Bei der besagten Freundin ist das nicht gelungen - man braucht wohl schon starke Nerven. Aber wer die hat, das habe ich von anderen Lesern erfahren, bleibt tatsächlich bis zur letzten Seite atemlos dabei. Eine spannende Geschichte kann aber sehr wohl Themen aufgreifen, die in unserem wirklichen Leben und für die Philosophen von Bedeutung sind.

STORYTELLER: Hat der Roman eine Botschaft an die Leser?

G. J. MATTHIA: Ich will niemanden belehren oder bekehren. Ich erzähle eine Geschichte. Das Buch stellt anhand von Jessikas Herkunft, Entwicklung und Widersprüchlichkeit unsere menschliche Tendenz zum schnellen Urteil in Frage - wenn das beim Leser hängen bleibt, finde ich das prima. Jessika scheint zunächst nur abgrundtief böse zu sein. Noch böser, als die männermordende Penissammlerin, der sie im ersten Kapitel auf die Schliche kommt. Aber in den nächsten Kapiteln stellt sich immer wieder die Frage, ob Jessika nicht eigentlich etwas Gutes tut ...

STORYTELLER: Wir wollen in diesem Gespräch nicht zu viel vom Inhalt verraten ...

G. J. MATTHIA: Nein, das wollen wir nicht. Und ich bin ja nicht der erste oder einzige, der diese Frage in einem erzählenden Text bewegt. Sie ist beinahe so alt wie die Menschheit. Die Geschichte mit dem Verrat des Judas zum Beispiel - wie hätte Jesus ohne Judas den Weg gehen können, der ihm bestimmt war? Hätte ihn ein anderer Jünger an die Machthaber verkauft? Hatte Judas überhaupt eine Wahl?

STORYTELLER: Ja, die Bibel birgt viele Rätsel und interessante Geschichten. In Ihrem Buch tauchen einige Nephilim auf. Wie kamen Sie darauf?

G. J. MATTHIA: Die Nephilim, die durch Sex zwischen Menschenfrauen und Engeln entstanden sind, wurden in der biblischen Erzählung mit der Sintflut ausgerottet. Allerdings ist die Bibel da nicht ganz konsequent. Das ist bei den vielen Autoren und der Zeitspanne, in der die Texte entstanden, nicht verwunderlich. Die Nephilim werden deutlich später, lange nach der Sintflut, wieder als existierende Lebensform erwähnt. Das hat mich darauf gebracht, mir auszumalen, was wohl wäre, wenn sie heute noch leben würden. Nicht irgendwo in einem unentdeckten Dschungel, sondern mitten unter uns.

STORYTELLER: Was dann wäre, zeigt uns Ihr Roman sehr plastisch und drastisch. Wir gratulieren jedenfalls zur Prämierung und wünschen »Jessika« noch viele möglichst atemlose Leserinnen und Leser. Abschließend noch ein Blick in die Zukunft. Worum geht es in Ihrem nächsten Buch, vorausgesetzt, Sie schreiben weiter?

G. J. MATTHIA: Es gibt ein Projekt, in dem meine Frau und ich von unserem Leben und Empfinden seit der Krebsdiagnose im März 2012 berichten wollen. Wann und ob daraus ein Buch wird, kann ich momentan aber nicht sagen. Solange ich noch zum Broterwerb meiner Arbeit in einem Industriebetrieb nachgehen muss, fällt es mir schwer, die notwendigen Stunden für das Schreiben zu finden, zumal ich seit der Krebserkrankung durch das Fatigue-Syndrom deutlich eingeschränkt bin, was meine Leistungsfähigkeit betrifft. Das Thema lässt sich nicht so nebenbei und zwischendurch bearbeiten.

STORYTELLER: Das ist verständlich - wir wünschen Ihnen weiter anhaltende Gesundheit, hoffen auf künftige spannende Bücher aus Ihrer Feder und danken für das Gespräch.

G. J. MATTHIA: Vielen Dank meinerseits an die Veranstalter des Wettbewerbes und besonders alle Leser meiner Bücher!

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Das Buch, um das es geht, bekommt man hier:



Freitag, 29. Januar 2016

Wo ist eigentlich die Vernunft geblieben?

Es scheint inzwischen vielen Menschen ein großer Teil Vernunft abhanden gekommen zu sein. Ob der Auslöser die gegenwärtige Invasion Europas durch arabische und nordafrikanische Migranten ist, oder ob sich der Mangel an Vernunft nur anhand dieser Völkerwanderung besonders deutlich zeigt, sei dahingestellt.

Dass in den sozialen Netzwerken Unfug in allen Variationen zur vollen Blüte gelangen kann, ist ja nicht neu. Das gab es schon seit deren Erfindung. Vom geteilten Bildchen, mit dem der Benutzer den angeblich gerade geänderten Nutzungsbedingungen von Facebook widersprechen will bis zur Bielefeld-Verschwörung reicht die Palette an dummen bis lustigen Lügen, Legenden und Lausbubenstreichen. Dazu kann man amüsiert den Kopf schütteln, einen launigen Kommentar hinterlassen oder, wenn man den Spaß mitmachen will, fleißig weiterspinnen, was irgendjemand ersonnen hat. Das hat unter anderem dazu geführt, dass es die Bielefeld-Verschwörung (über deren finsteres Treiben auch ich auf diesem Blog berichtet habe) bis in die ZDF-Serie »Wilsberg« und eine Tatort-Folge geschafft hat.
In letzter Zeit allerdings wird aus dem Spaß, dass jeder und jede auch noch so dahergelaufene Person im Internet jeglichen Unfug schreiben und verbreiten kann, zunehmend Ernst. Weil immer mehr Menschen glauben, was da zu lesen und zu sehen ist.
  • Die AfD sei eine Vereinigung von Neonazis, kann man lesen. Man kann aber auch lesen, dass die AfD die letzte Hoffnung sei, zu einer vernünftigen Politik zurückzukehren.
  • Die einen teilen fleißig Beitrag um Beitrag, wenn darin beschrieben wird, dass sogenannte Flüchtlinge für Einbrüche, Vergewaltigungen, Raub und sonstige Verbrechen verantwortlich sind. Die anderen schreiben unablässig und unermüdlich, dass der Islam keine Gefahr darstellt und die sogenannten Flüchtlinge alle ganz liebe Menschen sind.
  • Die einen sehen in der Bundeskanzlerin eine Lichtgestalt von historischer Bedeutung, die anderen halten sie für diejeinige, die dem deutschen Volk und Europa das Grab schaufelt.
Und alle ereifern sich immer weiter, malen den jeweiligen Teufel in grausigen Farben an die Wand und jegliches Augenmaß geht verloren. Als einer der sogenannten Flüchtlingshelfer beim Versuch, die Gegner seiner Anschauung noch weiter zu verteufeln, die Mär vom aufgrund der Zustände am Landesamt für Gesundheit und Soziales in Berlin verstorbenen 24jährigen ersann und via Facebook in die Welt schickte, dauerte es nicht lange, bis die Lüge sogar in den seriösen Nachrichtenmedien erschien. Je nach Grad der Seriosität mit Fragezeichen oder ohne.

Macht sich eigentlich niemand mehr die Mühe, die Herkunft und den Wahrheitsgehalt dessen zu hinterfragen, was bei Facebook, Twitter oder in diversen Foren behauptet und verbreitet wird? Ist denn mehrheitlich der Verstand schon so weit abhanden gekommen, dass für bare Münze genommen wird, was irgendein völlig unbekannter Mensch auf einer durch niemanden auf Authentizität überprüfbaren Plattform von sich gibt?
Die etablierten Medien tun ihren Teil zur Entwicklung hinzu, indem sie - von Ausnahmen abgesehen - zunehmend nur noch gefilterte Nachrichten veröffentlichen oder Nachrichten gar nicht verbreiten, wenn sie der jeweiligen politischen Coloeur unangenehm sind. Die Herkunft von Straftätern wird verschwiegen oder wie jüngst bei den Anschlägen in Frankreich bewusst irreführend formuliert, weil ja »ein französischer Bürger« (der ganz zufällig Mohammed Soundso heißt) politisch eher korrekt ist also von einem vor ein paar Monaten eingebürgerten Syrer zu sprechen.
Es scheint, als könne man inzwischen auch den bisher als seriös geltenden Nachrichtenmedien nicht mehr glauben, was sie verbreiten. Man muss hinterfragen, interpretieren, sieben und abwägen. Das ist schade. Das war früher nur bei Sensationsblättern wie BZ und Bild oder den Beiträgen im Unterschichtenfernsehen notwendig.

Wird sich das wieder ändern? Ist die Vernunft nur untergetaucht? Kommt sie irgendwann wieder zum Vorschein? Das bleibt abzuwarten. Ich befürchte, dass das nicht der Fall sein wird. Es sei denn, Politik und Nachrichtenredaktionen werden wieder glaubwürdig und halten sich an die Wahrheit, und zwar die ganze Wahrheit. Unwahrheiten aller Art sind und bleiben bei Facebook, Twitter und Co bestens aufgehoben.
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Freitag, 1. Januar 2016

Und noch ein Blick zurück - Musik!

Im gerade vergangenen Jahr 2015 gab es für mich neben den hier bereits genannten gelesenen Büchern auch viel neue Musik zu entdecken. Dabei handelte es sich nicht immer um Neuerscheinungen, sondern manche Alben waren nur für mich neu, obwohl sie zu Teil schon sehr lange auf dem Markt sind. Anders als bei den Büchern will ich hier aber nur die Musik aufzählen, die mich ganz besonders beeindruckt hat - es würde sonst ein zu langer Artikel entstehen.

Natürlich sind die Geschmäcker verschieden, das ist bei Büchern und Musik und überhaupt im Bereich der Kunst nun einmal so. Dem einen sein Antonio Salieri ist dem anderen sein Freddy Mercury. Und das ist auch gut so, sonst wäre es ziemlich langweilig.

Hier nun meine Favoriten 2015:
  • Van Morrison - live at Cyprus Avenue 2015. Nicht lange nach seinem Konzert in Berlin, das wir genossen haben, obwohl es von den Tontechnikern viel zu leise ausgesteuert wurde, trat Van Morrison anlässlich seines 70sten Geburtstages in der Cyprus Avenue auf, die einem seiner ersten Alben den Namen gegeben hatte. Die BBC übertrug das Konzert in ganz hervorragender HiFi-Qualität - und ich habe mitgeschnitten. Es ist eins der schönsten Konzerte des Künstlers. Inzwischen habe ich die Aufnahme rund zehn mal gehört - es wird einfach nicht langweilig, sondern ist bei jedem Anhören wieder ein großartiger Genuss.
  • Nina Simone - at Carnegie Hall. Ebenfalls ein Live-Album, die Aufnahmen stammen aus dem Jahr 1963. Ich habe in einem Plattenladen das limitierte und numerierte Doppelalbum entdeckt (ja, richtige Langspielplatten aus Vinyl!) und zu einem für eine solche Rarität unglaublich günstigen Preis (17 Euro!) gekauft. Natürlich hört man den technisch bedingten Unterschied zu heutigen Aufnahmen - aber der Mitschnitt ist für seine Zeit qualitativ hervorragend. Und Nina Simone präsentiert ihre gesamte musikalische Bandbreite, vom Jazz über den Blues bis zum Folksong. Von hauchzart bis energisch. Großartige Musik.
  • The Beatles - 1+ - limited DVD edition.  Es ist natürlich keine (für mich) neue Musik dabei. Die Beatles haben mein Leben seit der Kindheit mit ihrer Musik bereichert. Unentdeckte Lieder wird es nicht mehr geben, es sei denn, die Herren Starkey oder McCartney haben da noch was im Keller zu liegen ... aber das ist unwahrscheinlich. Was in akribischer Hand-Restaurationsarbeit aus den alten Filmen und Videos gemacht wurde, überrascht aber mit dieser Edition selbst mich. Eine solch hervorragendes Bild- und Tonqualität hätte ich nicht erwartet. Man sieht die Beatles tatsächlich so, wie sie noch nie zu sehen waren.
    Franz Xaver (rechts) - Bild von Wikipedia

  • Franz Xaver Wolfgang Mozart - Violinsonaten, Große Sonate. Wir haben im Theater eine Aufführung des Stückes »Amadeus« genossen. Zurück zu Hause habe ich mich auf die Suche nach Musik von den Kindern des Wolfgang Amadeus Mozart begeben ... und dank moderner Technik wird man heute ja schneller fündig als damals, als man noch in den Plattenladen oder die Amerika-Gedenk-Bibliothek ging, wenn man bestimmte Aufnahmen finden wollte. Der Franz Xaver Wolfgang hat einige Stücke geschrieben, die sich hinter den Kompositionen des Vaters nicht verstecken müssen, darunter die Sonaten. Die werde ich mir auch zukünftig öfter mal auflegen.
  • Keith Richards - Crosseyed Heart. Es gibt nur alle paar Jahre mal ein Album, das nur allerbeste Stücke enthält und noch dazu aus einem Guss - in sich komplett und rundum beeindruckend - ist. Keith Richards ist mit Crosseyed Heart solch ein Meilenstein gelungen. Wenn ich mein Lieblingslied nennen sollte, wüsste ich mich nicht zu entscheiden, denn es sind nur Lieblingslieder vorhanden. Höchstens ein Stück fällt ein klein wenig zurück - aber nur unwesentlich. Und Crosseyed Heart gehört zu den Platten, die bei jedem Anhören (ich habe inzwischen sicher mehr als 15 mal das Album genossen) interessanter, faszinierender und mitreißender werden. Mein Lieblingsalbum 2015.
Daneben habe ich wie bereits gesagt viele andere neue Werke kennengelernt, viele davon höre ich öfter und mit großem Genuss. Aber diese fünf sollen genügen für den Rückblick auf das vergangene Jahr.
 
Musikalische Höhepunkte gab es noch zahlreiche andere, nämlich Konzerte, die wir besucht haben. Da waren die Herren Van Morrison und Lang Lang dabei, auch Klaus Doldinger und Andrej Hermlin, vom Gospelchor über die 60ger-Jahre-Rock-n-Roll_Band bis zum Symphonieorchester und Solo-Klavierkonzert reichte die Bandbreite. Auch weniger prominente Künstler haben uns viele schöne Stunden beschert - es müssen nicht immer die Stars sein, wenn man gute Musik genießen will.
 
Nun freue ich mich schon auf das, was das neue Jahr an musikalischen erlebnissen bringen wird - heute geht es los mit einem klassischen Konzert zum Jahresauftakt. Auch meinen geschätzten Blogbesuchern wünsche ich viele wunderbare musikalische Stunden!
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Donnerstag, 31. Dezember 2015

Ein sportlicher Rückblick

Im Jahr 2015 durfte ich mich wie bereits 2014 durchgehender Gesundheit erfreuen. Keine Metastasen, keine sonstigen Krankheiten traten auf. Die mir verliehene Gesundheit stimmt mich Tag für Tag dankbar und ich tue weiterhin alles, was in meiner Macht steht, dazu, damit es auch so bleibt. Die Worte meines Arztes im Frühjahr 2014 werde ich nicht vergessen: »Wenn Sie unbedingt gesund bleiben wollen, dann machen Sie so weiter!«

Zum Erhalt der Gesundheit (grundsätzlich für jedermann und vor allem für Krebspatienten) gehört Ausdauersport. Ich habe das Joggen gewählt. Meine elektronischen Aufzeichnungen liefern mir diese Zahlen für 2015:
  • Aktivitäten: 126 - also bin ich pro Woche 2,42 mal gelaufen
  • Distanz: 1.137.85 km - das sind durchschnittlich pro Lauf 9,03 Kilometer
  • Dauer: 124:18:05 - also knapp unter einer Stunde pro Lauf im Durchschnitt.
  • Kalorien: 93.951 kcal - na da kann man doch beruhigt ein paar Chips zum Tatort knabbern.


Im Vorjahr 2014, als ich mit den regelmäßigen Aufzeichnungen anfing, waren es insgesamt 798,23 Kilometer - also habe ich mich deutlich gesteigert. Und das ist auch gut so. Mit der Ausdauer kommt ohne zusätzliche Anstrengung ganz von selbst eine immer höhere Leistungsfähigkeit. Dass das auch mit 60 Lebensjahren noch so ist, führen mir die Statistiken deutlich vor Augen.

Ich wünsche meinen Bloglesern ein rundum frohes Jahr 2015 und bedanke mich für die zahlreichen Besuche (9145 Besuche im Jahr 2015, das sind monatlich im Durchschnitt 762, also pro Tag rund 25 Gäste) auf diesem Blog. Der andere Blog mit den längeren Texten hat ähnliche Zugriffsstatistiken. Auch für die Zuschriften und Kommentare ein Dankeschön - oft ist es eine Ermutigung für mich, wenn mir Leser berichten, dass ich sie mit meinen Berichten und Beiträgen ermutigen konnte. Ich hoffe, dass ich immer alles beantwortet habe - falls nicht, dann war das keine böse Absicht, sondern es ist mir etwas »durch die Lappen gegangen«.

Na denn: Auf Wiederlesen im Jahr 2016!
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Dienstag, 29. Dezember 2015

Gelesene Bücher 2015


Wie jedes Jahr kurz vor Sylvester werfe ich einen Blick zurück auf die gelesenen Bücher. Es sind deutlich weniger als in den Vorjahren, nämlich nur 20 Bücher. 2014 waren es 34, 2013 waren es ebenfalls 34, 2012 sogar 49 Bücher und 2011 - Potzblitz! - 55 und 2010, als ich mit dem Aufschreiben begann, 54.
Dass es so wenige sind, mag daran liegen, dass ich 2015 drei eigene Bücher veröffentlicht habe. Die Neuausgabe von »Es gibt kein Unmöglich«, das Sachbuch »Entschleunigung und Achtsamkeit im ganz normalen Alltag« und »Jessika«. Da steckt jeweils sehr viel Arbeit und Liebe und Zeitaufwand drin ...

So. Hier nun die Liste aus dem Jahr 2015, wie immer sortiert nach Autoren, dann folgt der Titel, dann eine kurze Anmerkung von mir und die Bewertung (+ für gut, 0 für Duchschnitt, - für schlechtes Buch), dann die Sprache Deutsch oder Englisch und schließlich P für ein Buch aus Papier oder K für ein Kindle-Buch. Grün notiert, damit man auf einen Blick Bescheid weiß, sind die guten, rot das schlechte Buch. Der Rest ist Mittelmaß, was nicht abwertend gemeint ist.

  • Achilles, Achim :: Achilles' Verse :: Amüsante Lektüre über das Laufen mit viel Selbstironie. :: + :: D :: P
  • Amelie, Nora :: Insel der Nachtigallen :: Sprachlich angenehm, unterhaltsame Geschichte, aber nicht außergewöhnlich. :: 0 :: D :: K
  • Babauta, Leo :: The Letting Go Book :: A nice overview with helpful hints - but nothing sensational. :: 0 :: E :: K
  • Babauta, Leo :: The Book of Contentment :: Helpful ideas and practical steps. Good. :: + :: E :: K
  • Bassner, Simon :: Racheschwur. Sylt-Thriller :: Unterhaltsam erzählt, originelle Idee, überwiegend spannend :: + :: D :: K
  • Falkenberg, Hendrik :: Die Zeit heilt keine Wunden :: Gelegentlich etwas ausufernd, langatmig, aber im Ganzen nicht übel. :: 0 :: D :: K
  • Fitzek, Sebastian :: Passagier 23 :: Spannend vom Anfang bis zum Ende.  Gut so. :: + :: D :: P
  • Gessner, Martina :: Menschenkenntnis :: Eine ziemlich öde Aneinanderreihung von Platitüden und alten Hüten. :: - :: D :: K
  • Grass, Günter :: Vonne Endlichkait :: Literarische Miniaturen und passende Zeichnungen … ein Buch für viele Jahre. :: + :: D :: P
  • Grisham, John Sycamore Row :: thrillig … wonderfully written … some surprises included. Very good. :: + :: E :: P
  • Kerkeling, Hape :: Der Junge muss an die frische Luft :: Unterhaltsam, beeindruckend und rundum gelungen. Hervorragendes Buch. :: + :: D :: P
  • King, Stephen :: Finders Keepers :: Great book - thrilling until the end, fascinating story. Maybe this year's best :: + :: E :: P
  • King, Stephen :: The Bazaar of Bad Dreams :: A very fascinating mix of stories, old and new. :: + :: E :: P
  • Klein, Angela :: Die strahlende Ratte: Fangen Sie bloß nich' Yoga an :: Unterhaltsam erzählt von einer Yoga-Jüngerin. Zum Teil informativ. :: 0 :: D :: K
  • Lake, Kery :: Ricochet :: Well written, but often long-winded and tedious. Should have been shortened. :: 0 :: E :: K
  • Mcfadyen, Cody :: Der Menschenmacher :: Zwiespältig … spannende Geschichte, aber oft zu langatmig erzählt. :: 0 :: D :: K
  • Meyer, Deon :: 13 Stunden :: Spannender Krimi im ungewohnten Umfeld Südafrika. Hervorragende Übersetzung. :: + :: D :: K
  • Noll, Ingrid :: Ehrenwort Sehr unterhaltsam - leichte Lektüre für Mußestunden. :: + :: D :: P
  • Various Authors :: Ellery Queen's Mystery Magazine January 1984 :: Suspense reading for the vacations - entertaining and thrilling. :: + :: E :: P
  • Vera, Beate :: Wo der Hund begraben liegt :: Gut geschrieben, interessant und viel Kiez-Charm garniert. Schön. :: +  :: D :: P
Mein Lieblingsbuch dieses Jahr: Finders Keepers von Stephen King, dicht gefolgt von Der Junge muss an die frische Luft von Hape Kerkeling.
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Mittwoch, 23. Dezember 2015

Frohe Weihnachten!


Meinen geschätzten Blogbesuchern wünsche ich von Herzen frohe Weihnachten, gute Erholung und einen angenehmen Start in das Jahr 2016.



An dieser Stelle will ich auch gerne und freudig berichten, dass es bei der letzten Krebsnachsorgeuntersuchung keine bösen Überraschungen sondern nur gute Nachrichten gab: Keine Hinweise auf neue Tumore, die Blutwerte, so mein Arzt, »langweilig wie beim letzten Mal«. So können wir mit frohem Herzen und großer Dankbarkeit das Weihnachtsfest 2015 feiern.

Gleiches wünsche ich auch meinen Blogbesuchern. Bis demnächst an dieser Stelle!
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