Mittwoch, 20. Juni 2018

Machen Sie aus dem Problem eine Erfahrung!

Ganz lebendig, ganz menschlich und ganz wach zu sein, bedeutet, ständig aus dem Nest geworfen zu werden. -Pema Chodron

Zum Leben gehören (zumindest für die meisten Menschen) auch schlechte Zeiten: Der Chef ist unzufrieden, das Geschäft läuft miserabel, es kommt zum Streit mit der liebsten Person, die Finanzen sind knapp, man kann nicht gut schlafen, eine schwere Krankheit oder chronische Schmerzen treten auf …

Meistens reagieren wir auf solche Situationen und Ereignisse so ähnlich:

  • Dem Problem entfliehen: Job kündigen, Trennung vom Partner, Medikamente noch und noch. Was auch immer geeignet scheint, Abstand vom Problem zu gewinnen.
  • Das Problem ignorieren: einfach nicht daran denken (zumindest versucht man das), so tun, als wäre alles in Ordnung.
  • Flucht: Trinken, Rauchen, Essen, Fernsehen, Internet, Pornos, Soziale Medien, Spiele … alles ist willkommen, um von den Schwierigkeiten abzulenken.
  • Sich beschweren: auf jemanden losgehen, schimpfen, jemandem die Ohren volljammern, nachtragend sein, die Schuld an der Situation bei anderen (oder dem Schicksal/einer höheren Macht) suchen.

Das kann alles funktionieren und je nach Lage auch sinnvoll sein. Entwickeln Sie keine Schuldgefühle wegen solcher Reaktionen auf ein Problem. Manchmal kann das beruhigen oder sogar hilfreich sein. Mit jemandem über Probleme zu sprechen, ist zum Beispiel eine gute Idee. Sich ausruhen, damit man besser und konzentrierter an einer Lösung arbeiten kann … auch keine schlechte Idee.

lichtblickAber alle Versuche, dem Problem aus dem Weg zu gehen, es zu vergessen oder sich selbst zu trösten haben eine begrenzte Wirksamkeit. Langfristig geraten wir in eine Krise, werden unglücklich, fühlen uns niedergeschlagen und dadurch geraten wir immer tiefer in den Sumpf.

Wie wäre es, wenn Sie bei der nächsten (vielleicht auch aktuellen) misslichen Lage mal etwas anderes ausprobieren: Sie sind verletzt, traurig, wütend, überlastet … und betrachten das nicht als ein Problem, sondern als eine Erfahrung.

  • Fühlen Sie den Schmerz, die Traurigkeit oder die Wut, die Sie empfinden.
  • Anstatt das Empfinden zu meiden, vor dem Problem zu fliehen, erlauben Sie sich, das Gefühl bewusst wahrzunehmen.
  • Und während Sie es fühlen, betrachten Sie Ihre Empfindungen nicht als ein Problem, das Sie lösen müssen, einen Umstand, den Sie loswerden wollen. Sondern als Erfahrung. Sie müssen jetzt kein Problem bewältigen, Sie machen gerade eine Erfahrung. Das ist alles: ein Erlebnis, ein Gefühl, Empfindungen. Kein Grund zur Panik.
  • Es sei denn, Sie sind in Panik geraten - das ist auch kein Weltuntergang. Es ist ein Zustand, den Sie gerade erleben. Es ist, auch wenn Sie panisch reagieren, traurig sind, Schmerz empfinden, im Grunde nur eine Erfahrung. Das Erlebnis fühlt sich sicherlich nicht gut an. Nicht alle Erfahrungen, die wir im Leben machen, sind erfreulich? Manchmal müssen wir Kälte, Hitze, Stürme und Schmerzen erleben. Es ist Teil der Lebenserfahrung, und wir können nicht alles ausschließen, was uns missfällt.
  • Spüren Sie Ihre Schwierigkeit voll und ganz, mit so offenem Herzen wie möglich. Lassen Sie es zu. Fällen Sie keine Urteile, geraten Sie nicht in hektische Betriebsamkeit. Es ist erst einmal nur Ihre gegenwärtige Erfahrung.

Sie können Frieden finden, was auch immer diese Erfahrung sein mag. Und dann, erst dann, kommt die Zeit zum Handeln. Aus diesem inneren Frieden heraus darüber, wer Sie sind, was Sie erleben, können Sie den nächsten Schritt tun.

Machen Sie einen kleinen Schritt, um Ihre Situation zu verbessern. Suchen Sie Rat und Hilfe dort, wo sie wirklich zu finden sind (anstatt panisch irgend etwas zu tun). Seien Sie still, damit Sie zuhören können. Was zu tun ist, hängt von der Situation ab, aber jeder dauerhafte und wirkliche Weg aus der misslichen Lager heraus beginnt mit einem Gefühl des Friedens, mit dem Wahrnehmen und Anerkennen der eigenen Erfahrung. Und wenn es gar keinen Weg heraus geben sollte – so wie ich es mit den irreversiblen Folgen der Chemotherapie erlebt habe und erlebe – dann ist es erst recht wichtig und sinnvoll, den inneren Frieden (wieder) zu finden.

Ob das immer gelingt? Mir jedenfalls nicht. Aber je länger ich praktiziere, so vorzugehen, desto öfter, leichter und besser klappt es.

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Foto: Eigene Aufnahme.

Mittwoch, 30. Mai 2018

DSGVO, ADV-Vertrag und andere Angstmacher

Für alle, die immer noch ratlos sind, ob sie ihren privaten Blog nun einstampfen, einkochen oder einfrieren sollen und ob sie einen Auftragsdatenverarbeitungsvertrag mit dem Hosting-Provider brauchen oder eine ellenlange Erklärung, die sowieso keiner liest, an alle Blogbesucher verschicken und sich vorher beim Anwalt beraten lassen müssen … kurzum, ob sie viel Geld für die Beutelschneider und virtuellen Wegelagerer ausgeben müssen, die dank DSGVO wie Pilze aus dem Sumpf schießen:

Wenn Dein Blog ein privater Blog ist (keine Werbebanner, keine Newsletter, keine Geldverdienenwollentools etc.), dann krieg dich wieder ein.

Die DSGVO wurde erfunden, um Privatpersonen besser vor der Datengier von Unternehmen zu schützen.

Bist Du mit deinem Blog ein Unternehmer? Wenn Du Geld damit verdienst (oder es zumindest krampfhaft, wenngleich erfolglos, versuchst) – dann vermutlich ja. Dann sammelst Du Besucherdaten, wertest sie aus, verarbeitest sie … und dafür brauchst Du nun einmal das ausdrückliche Einverständnis derjenigen, die auf deine Werbebanner klicken oder ähnliches. Dann hast Du Werbebanner auf dem Blog, die dich pro Klick stinkreich machen sollen … dann versuchst du, an Adressen zu kommen, denen deine Werbung zuflattern soll und so weiter.

Wenn Dein Blog aber keine derartigen Fallen und Verlockungen enthält, höchstens eine Besucherstatistik (wie bei Wordpress, Blogger und Co. in der Regel von vorne herein eingebaut), dann bist Du eine private Person, deren Leidenschaft oder Zeitvertreib das Bloggen ist. Wenn Du magst, kannst Du eine Notiz für die Blogbesucher einbauen (wie ich in der Seitenleiste). Für das Cookie-Banner sorgen Blogger, Wordpress und Co. ganz von selbst.

Dass ich auf dem Blog für meine Bücher werbe, steht dem übrigens nicht im Wege, denn verkauft werden sie über den Buchhandel und die Onlineportale wie Amazon und andere. Ob Lieschen Müller oder Fritz Mustermann meinen Roman Sabrinas Geheimnis gekauft haben, erfahre ich nicht. Der Datenschutz der Onlineshops ist nicht meine Angelegenheit.

Dazu heißt es in der Verordnung so schön:

„(18) Diese Verordnung gilt nicht für die Verarbeitung von personenbezogenen Daten, die von einer natürlichen Person zur Ausübung ausschließlich persönlicher oder familiärer Tätigkeiten und somit ohne Bezug zu einer beruflichen oder wirtschaftlichen Tätigkeit vorgenommen wird. Als persönliche oder familiäre Tätigkeiten könnte auch das Führen eines Schriftverkehrs oder von Anschriftenverzeichnissen oder die Nutzung sozialer Netze und Online-Tätigkeiten im Rahmen solcher Tätigkeiten gelten. Diese Verordnung gilt jedoch für die Verantwortlichen oder Auftragsverarbeiter, die die Instrumente für die Verarbeitung personenbezogener Daten für solche persönlichen oder familiären Tätigkeiten bereitstellen.“

Also sind Blogger, Wordpress und Co. dafür verantwortlich, was mit den Baten der Besucher deines Blogs passiert oder nicht passiert. Du kommst ja normalerweise gar nicht an solche Daten (IP-Adressen, Länderkennungen etc.) heran.

Alles klar? Fein.

Bild: Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2615952.

Sonntag, 27. Mai 2018

Herzlichen Dank!

Den Sponsoren, die mit ihren Zusagen dazu beigetragen haben, dass ich auch beim sechsten Joggathon meines Lebens wieder zum guten Zweck beitragen konnte, herzlichen Dank. Ich habe insgesamt 91,10 Euro erlaufen.

Wie viele Runden ich in der heutigen Affenhitze geschafft habe, kann man hier abzählen:


Eine Stunde Lauf in zwanzig Sekunden


So Gott will und wir leben … nächstes Jahr dann mein siebter Joggathon.

Donnerstag, 24. Mai 2018

Der sechste, nicht der fünfte.

Kürzlich hatte ich hier angekündigt, am 27. Mai 2018 meinen fünften Joggathon absolvieren zu wollen [Beweis hier].

Nun habe ich gerade meine bisherigen Urkunden in der Hand gehabt und festgestellt, dass dies eine Falschmeldung war. Es wird mein sechster Joggathon. Beweis siehe Foto:

Fünf Urkunden ...

So. Das wäre nun richtiggestellt und ich darf mich schon mal herzlich bedanken für die Sponsorenmeldungen, die ich erhalten habe. Danke! So ein Benefizlauf macht ja mehr Spaß, wenn man durch das Laufen für den Guten Zweck spürbar beitragen kann. In den letzten fünf Jahren durfte ich dank meiner Sponsoren immerhin bereits 821,49 Euro erjoggen.

Wer wenig über den Joggathon und/oder das Ziel der Benefizbemühungen weiß, aber gerne mehr darüber erfahren würde, kann hier mal reinschauen: [Die Joggathon-Broschüre 2018].

Na denn. Es soll ja am Sonntag richtig heiß werden … schaun mer mol.

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Mittwoch, 23. Mai 2018

Piano & Buch Nachlese

Dass die Veranstaltung mit dem Titel »Piano & Buch« rundum gelungen ist, hat allen Beteiligten viel Freude bereitet und Mut für mögliche ähnliche Projekte in der Zukunft gemacht.

Rund 50 Gäste, die Mehrzahl nicht aus den eigenen »frommen Reihen« der kleinen Kirchengemeinde, fanden den Weg ins schön geschmückte Gartenhaus und wurden vom Vorbereitungsteam köstlich mit ausgefallenen Cocktails, einer breiten Auswahl an anderen Getränken und bereitgestelltem »Fingerfood« bewirtet. Wir hörten bei der Verabschiedung und noch im Nachhinein viele lobende und dankbare Worte wegen der freundlichen Wohlfühlatmosphäre.

Ob die Mischung von Erzählungen aus der Feder von Günter J. Matthia und Klavierstücken von Christoph Pagel harmonieren und »funktionieren« würde, wusste niemand. Es war die erste Zusammenarbeit der Künstler und für beide auch die erste Kombination von Konzert und Lesung.

Der Applaus und die Kommentare der Besucher machten dann unmissverständlich klar: Jawohl, das Konzept ist aufgegangen, die Mischung geglückt. Es war ein wirklich abwechslungsreicher, anrührender und zum Nach- und Weiterdenken anregender Abend, der die zahlreichen Besucher, die vom christlichen Glauben kaum etwas oder gar nichts wussten, in keiner Weise abschreckte oder irritierte. Im Gegenteil. Die völlig unverkrampfte Begegnung mit spannenden, skurrilen, exotischen und vertrauten Facetten des Christseins – ob nun in den Erzählungen oder in den Musikstücken - war für Atheisten und Christen gleichermaßen angenehm und unterhaltsam.

Allen Beteiligten bei Vorbereitung und Durchführung sowie den vielen Besuchern noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön!

© Fotos: Samuel Matthia.

Freitag, 18. Mai 2018

Pfingstsonntag, 19 Uhr!

Nun ist es fast so weit. Die Texte sind ausgesucht, die Klavierstücke ausgewählt, das Programmheft ist gedruckt, ein liebes Team kümmert sich um Getränke und Leckerbissen, der Pianist und meine Wenigkeit freuen sich auf den Abend.

Was will man mehr?

Ganz einfach. Gutgelaunte Gäste. Also dich, lieber Blogbesucher und liebe Blogbesucherin.

Na dann: Herzlich Willkommen!

Piano und Buch - A5

P.S.: Der Tatort am Pfingstsonntag ist eine Wiederholung (aus dem Jahr 2013). Eine neue Folge gibt es am Pfingstmontag. Also steht auch Tatort-Fans wie mir nichts im Wege …

Montag, 23. April 2018

Noch vier Wochen …

… dann wird die Veranstaltung bereits Geschichte sein.

Das Programmheft ist fertig, Poster und Einladungszettel auch … die Presseinformationen sind schon lange lange an die entsprechenden Stellen gelangt und die Vorfreude steigt.

programmheft

Wer nicht so recht weiß, worum es geht, kann ja mal hier nachsehen: [Piano & Buch]

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