Dienstag, 22. Juli 2014

Aber irgendwas machst du doch!–Nein.

Berta: Herrmann?
Hermann: Ja?
Berta: Was machst du da?
Hermann: Nichts!
Berta: Nichts? Wieso nichts?
Hermann: Ich mache nichts!
Berta: Gar nichts?
Hermann: Nein.
Berta: Überhaupt nichts?
Hermann: Nein, ich sitze hier!
Berta: Du sitzt da?
Hermann: Ja.
Berta: Aber irgendwas machst du doch!
Hermann: Nein.
-Loriot (Szenen einer Ehe)

Die meisten Menschen dürften bereits einem immer häufiger auftretenden Trend begegnet sein, der meist mit englischen Vokabeln benannt wird: mindfulness, awareness, simplicity … also Achtsamkeit, Aufmerksamkeit, Vereinfachung, Entschleunigung. Bei der Begrifflichkeit in unserer Sprache bleibe ich auch in dieser Serie von Artikeln über ein paar Grundlagen zum Thema.

crackEs hat sich herumgesprochen, dass unser Lebensmotto »Zeit ist Geld« krank machen kann und dass puritanische Lehren wie »Müßiggang ist aller Laster Anfang« in die völlig falsche Richtung weisen. Dass es zur Falle werden kann, immer mehr in den 24 Stunden, die ein Tag uns schenkt, unterbringen zu wollen. Dass sogar ein Urlaub zur Anstrengung und alles andere als erholsam wird, wenn wir ständig ein selbst auferlegtes Pflichtprogramm aus möglichst weiten Reisen mit möglichst vielen abgehakten Sehenswürdigkeiten absolvieren. Spätestens dann, wenn eine ernsthafte Erkrankung zum Innehalten zwingt, kommt mancher Zeitgenosse auf den Gedanken, den Lebensstil zu überprüfen.

Dabei täte es uns gut, achtsamer und bewusster zu leben, bevor wir krank werden. Das hat sich herumgesprochen, daher die Schwemme von Artikeln, Büchern, Seminaren – sogar die chronisch knauserigen Krankenkassen bezahlen inzwischen Achtsamkeitskurse und Meditationen. Nicht, weil das gerade als modern gilt, sondern weil es preiswerter ist, die Menschen zum Innehalten, zur Schlichtheit zu bewegen, als Herz-, Kreislauf und Krebserkrankungen zu behandeln.

Bereits kurz nach meiner ersten Krebsoperation, in der Rehabilitation, fing auch bei mir endlich das Umdenken bezüglich der Lebenseinstellung und -gestaltung an, als ich unter anderem die progressive Muskelentspannung und Qui Gong kennen lernte. Ich habe seither viel gelesen und ausprobiert, manches war für mich brauchbar, manches nicht. Eine schier unerschöpfliche Quelle ist der Blogger Leo Babauta, er schreibt seit 2007 zum Thema. Seine Texte hat er mit einem »uncopyright« versehen, sie in den Besitz der Menschheit überschrieben. Vieles von dem, was ich in dieser Serie weitergeben werde, sind Übersetzungen seiner Gedanken aus dem Englischen. Etliche Gedanken habe ich aus Büchern übernommen, andere aus Zeitschriften wie »Flow«. Und kürzlich dachte ich: Warum nicht mit den Blogbesuchern auch diese Gedanken, Erlebnisse und Ergebnisse teilen? Eben. Warum nicht.

Entschleunigung - Substantiv, feminin - gezielte Verlangsamung einer [sich bisher ständig beschleunigenden] Entwicklung, einer Tätigkeit o. Ä.
-der Duden

Zunächst geht es darum, wie wir überhaupt anfangen können mit dem gesunden Vereinfachen des Lebens, dem Abbremsen, dem Ausbrechen aus dem Hamsterrad. Wie entdeckt man den Weg zur Schlichtheit? Wo hat die Tretmühle überhaupt einen Ausgang? Was heißt es ganz konkret, Achtsamkeit zu praktizieren und einzuüben?

Schlichtes Leben bedeutet für jeden Menschen etwas Individuelles. Da muss jeder herausfinden, was für ihn richtig ist, anstatt ungeprüft etwas vom Mitmenschen zu kopieren, was diesem sehr gut tut. Es gibt nämlich kein Patentrezept. Es geht darum, das Wesentliche für sich selbst zu entdecken und alles andere daran zu messen und zu bewerten. Chaos gegen Frieden einzutauschen. Mehr Zeit damit zu verbringen, was einem gut tut. Den Wirrwarr des Alltags entsorgen, das versetzt uns in die Lage, plötzlich Zeit für das zu finden, was wirklich wertvoll ist.

So etwas gelingt nicht von heute auf morgen. Es geht um eine Reise, nicht um ein Ziel. Oft genug wird es so aussehen, dass wir zwei Schritte voran gehen und einen zurück. Aber das macht überhaupt nichts. Wichtig ist, unterwegs zu sein, statt den Status Quo hinzunehmen, sich dem Diktat des hektischen Lebens unserer Gesellschaft zu fügen.

Im geplanten nächsten Beitrag zum Thema möchte ich 75 konkrete Vorschläge auflisten. Das wird einiges an Lesestoff bedeuten und mancher wird sich sagen, dass die Zeit zur aufmerksamen Lektüre nicht reicht. Und genau das ist der Punkt: Nehmen wir uns die Zeit für etwas, was uns helfen könnte, was wichtig sein könnte, oder liegen die Prioritäten fest gemauert auf anderen Dingen?

Denjenigen, denen die angekündigten 75 Punkte zu lang und zu viel erscheinen, schenke ich hier zum Schluss dieses Beitrages die Kurzform, die nur aus zwei Punkten besteht:

  1. Identifiziere, was dir am allerwichtigsten ist.
  2. Eliminiere alles andere.

Das ist nun wirklich kurz, und daher vielleicht doch nicht allzu hilfreich, wenn jemand nicht so recht weiß, wie er das auf die vielen Aspekte des eigenen Lebens anwenden kann. Daher folgt demnächst die ausführlichere Form.

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Freitag, 11. Juli 2014

Wieder aufatmen dürfen

Kurz und knapp für all die lieben Leser, die an meinem und unserem ergehen Anteil nehmen: Wir dürfen wieder einmal aufatmen.

Aufatmen nach der UntersuchungDie heutige Untersuchung ergab keine Auffälligkeiten bei den inneren Organen einschließlich Lymphsystem und weiter gebesserte Blutwerte, die alle bis auf das Gamma-GT erstmals seit Oktober 2013 wieder im Normalbereich liegen, der Gamma-GT ist immerhin auch deutlich gesunken.

Die Lunge soll, um sicher zu gehen, in den nächsten Tagen noch einmal per Röntgenuntersuchung kontrolliert werden, bekanntlich ist sie bei Darmkrebs nach der Leber die häufigste Sprungstation für Krebszellen. Es deutet zwar nichts darauf hin, dass irgendwo im Körper ein Tumor wächst, aber mein Arzt und ich gehen da lieber auf Nummer Sicher.

Im Oktober ist dann neben der Sonographie wiederum eine Darmspiegelung vorgesehen, aber bis dahin haben wir jetzt, von der Lungenuntersuchung abgesehen, wieder drei Monate vor uns, in denen der Gedanke an Tumore weiter nach hinten rückt.

Gott sei Dank und allen Freunden, Bekannten und Verwandten ebenso für alle lieben Grüße, Gebete, Gedanken, Wünsche und das Anteilnehmen.

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Mittwoch, 9. Juli 2014

Mal schnell, mal langsam: die Zeit

Es ist schon eine sehr subjektive Empfindung, wie schnell oder langsam die Zeit vergeht. Natürlich vergeht sie jederzeit in der gleichen Geschwindigkeit, nämlich pro Tag 24 Stunden, also 1.440 Minuten oder, wenn man es ganz genau nehmen will, 86.400 Sekunden pro Kalendertag. Daran wird sich nichts ändern. Ob uns diese Sekunden, Minuten und Stunden jedoch kurz oder lang vorkommen, ist vollkommen von unserer Befindlichkeit abhängig. Und das Empfinden ist keineswegs statisch.

Mal scheint es mir »schon wieder« drei Monate her zu sein, dass wir beim Arzt die erlösenden Worte hörten: Alles in Ordnung. Mal fühlt es sich an wie »damals, vor drei Monaten« - lange her. Der Blick nach vorne auf dem Zeitstrahl wird ähnlich variabel empfunden: Am Freitag werde ich wieder untersucht, das kann je nach Augenblick noch sehr weit weg oder schon ganz nah sein. Wenn dieser Beitrag auf dem Blog erscheint, habe ich noch rund 49 Stunden vor mir, bis ich mich auf der Untersuchungsliege ausstrecke. Das sind mal 49 lange, mal 49 kurze Stunden.

http://www.rgbstock.com/photo/mq2xH1k/SundialEs gelingt mitunter in den Zeiten zwischen den Untersuchungen, hoffnungsvoll und zuversichtlich zu sein, und mitunter überwiegt die Angst vor möglichen schlechten Erkenntnissen. Je weiter der nächste Termin entfernt ist, desto sorgloser fühle ich mich, je näher er rückt, desto öfter versuchen die negativen Gedanken, die Oberhand zu gewinnen.

Was tun? Mir fällt nur ein, was wir sowieso tun: Ganz bewusst und ganz normal leben, soweit das möglich ist. Jeden Tag bewusst leben und erleben, jede Stunde wahrnehmen als lebendig sein, ob die Stunde nun mit Arbeit ausgefüllt ist oder der Entspannung dient. Und wo immer es gelingt, jeglichen Ärger und Stress vermeiden.

Und ich will dankbar bleiben für das geschenkte Weiterleben seit dem Frühjahr 2012. Für die Liebe der besten aller Ehefrauen, die mir Kraft und Lebensmut gibt. Und für die vielen Verwandten und Freunde und sogar fremde Menschen, die Anteil nehmen, Mut machen, Gebete sprechen und uns auf vielerlei Weise auch aus der Ferne zur Seite stehen.

Dann fällt es relativ leicht, hoffnungsvoll auf den Freitag Vormittag und in die weitere Zukunft zu blicken.

Foto: [Free Stock Photos]

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Samstag, 5. Juli 2014

Der Käfer

Als Lea eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand sie sich nicht in ein ungeheures Ungeziefer verwandelt, obwohl sie in den ersten Augenblicken nach dem Weckerklingeln davon überzeugt war, zu einem Käfer geworden zu sein. Warum ausgerechnet Franz Kafkas sonderbare Fantasie ihren lebhaften Traum durchdrungen hatte, vermochte sie nicht zu sagen, die Lektüre seiner Erzählungen lag Jahre zurück. Jedenfalls war der Traum so eindrücklich gewesen, dass sie beim Aufwachen fest damit rechnete, es würden Insektenbeine, und zwar sechs Stück, unter der Bettdecke hervorkommen, als sie diese beiseiteschob.

»Hallo Arme, hallo Beine«, murmelte sie erfreut. Bauch und Brüste hatten ebenfalls nichts Käferiges an sich. Das Schicksal des Gregor Samsa war ihr ganz offensichtlich erspart geblieben.

Lea stand auf und ging in die Küche, drückte auf dem Display ihrer Kaffeemaschine auf Latte und trat dann auf den Balkon. Sie liebte diese drei bis vier Minuten am Morgen, in denen sie mit ihrer nackten Haut die Welt und das Leben erspürte, während sie eine erste Zigarette rauchte. Sommer, Winter, Frühling, Herbst, Regen, Sonne, Nebel, Schnee – nichts konnte sie von ihrem Kurzbesuch auf dem Balkon vor der Dusche abhalten, höchstens einmal eine ernsthafte Erkrankung.

Foto: WikiCommonsEin Käfer saß auf dem Geländer, ein großer grünlich schimmernder Käfer. Gewöhnlich ekelte sich Lea vor allem, was sechs- oder achtbeinig die Welt bevölkerte. Mücken, Wespen und Fliegen wurden von ihr ohne Federlesen ihres Daseins beraubt, Spinnen durften weiter ihre Netze weben, solange sie dies nicht in der Wohnung taten, Käfer wurden in der Regel in weitem Bogen weggeschnipst. Doch an diesem Morgen stupste Lea den ungebetenen Balkongast nur ganz vorsichtig mit der Spitze ihres Fingers an, statt ihn die zwei Stockwerke in die Tiefe zu stürzen. Er krabbelte träge einen Zentimeter zur Seite und blieb dann wieder still sitzen. Das Grün seines Rückens schimmerte jetzt in der Morgensonne bräunlich.

»Ich habe geträumt«, sagte Lea, »ich sei du. Oder du ich.«

»Wir sind, was wir sind und tun, was wir tun«, antwortete das Insekt. Die Stimme war fein und leise, aber deutlich zu verstehen.

Lea zuckte mit den Schultern und nahm einen tiefen Zug aus ihrer Zigarette. Vielleicht träume ich ja noch. Ein redefreudiger Käfer! Ach du liebe Güte!

Sie belehrte das Tier: »Käfer sprechen nicht.«

»Wenn es sein muss, kann sogar ein Esel reden.«

»Was für ein Esel? Meinst du etwa mich?«

»Natürlich nicht. Du wärest ja eine Eselin, wenn überhaupt. Ich dachte an Bileam und sein störrisches Lasttier.«

Lea konnte sich nur ganz dunkel erinnern, die Geschichte vor langer Zeit gehört oder gelesen zu haben. Sie grübelte. War das irgendein orientalisches Märchen? Warum hat das Tier angefangen zu reden? Mit wem? Egal – ich muss jetzt zur Arbeit.

»Einen schönen Tag noch«, wünschte sie dem gebildeten Krabbeltier.

»Danke, Lea. Lass dir heute etwas mehr Zeit als sonst.«

Sie ging kopfschüttelnd in die Küche zurück, trank den ersten Kaffee, drückte auf Latte für den zweiten und verschwand im Bad, um zu duschen.

Bevor Lea die Wohnung verließ, um zur Arbeit zu fahren, schaute sie noch einmal auf den Balkon. Der Käfer war verschwunden. Inzwischen wärmte die Frühjahrssonne recht kräftig, das Tier hatte wohl die nächtliche Kältestarre hinter sich gelassen und sein Tagewerk begonnen, was immer das auch sein mochte. Blätter knabbern? Höhlen graben? Philosophische Reden halten?

Das Auto war noch kühl von der Nacht, Lea öffnete das Fenster einen Spalt, um Wärme hereinzulassen. Sie drehte den Zündschlüssel, der Motor sprang an. Blick in den Spiegel, alles frei. Losfahren, eintauchen in den Berufsverkehr. Ein Tag, ein Morgen wie jeder andere, von Wochenenden einmal abgesehen.

Lea fiel der Traum wieder ein, als sie schon gut zehn Minuten unterwegs war. Wenn ich jetzt ein sechsbeiniges Insekt wäre, mit Flügeln ausgestattet, dann könnte ich natürlich den Stau überfliegen. Die Parkplatzsuche würde auch entfallen. Meine Kollegen würden sich vermutlich etwas gruseln, aber schließlich doch daran gewöhnen … vorausgesetzt, ich könnte als Käferin meiner Arbeit weiter nachgehen.

Sie überlegte, warum der Käfer ihr geraten hatte, sich mehr Zeit als sonst zu lassen, kam aber auf keine Antwort. Da Tiere, Insekten insbesondere, sowieso nicht reden konnten, war die Frage auch müßig. Nicht einmal Loriots sprechender Hund hatte das mit dem Atomstrom richtig artikulieren können. Unterhaltsam fand sie das morgendliche Balkongespräch allemal, aber natürlich hatte es nichts mit dem wirklichen Leben zu tun.

Immerhin war er ganz nett, der braungrüne Gesell. Ob er wohl einen Namen hat? Gregor vielleicht? Wäre ich als Insekt aufgewacht, hätte er vielleicht mein Lebensgefährte werden können

Inzwischen war sie auf der Stadtautobahn, 80 Stundenkilometer waren erlaubt, aber zahlreiche Fahrzeuge überholten Lea mit wesentlich höheren Geschwindigkeiten. Sie überließ es wie gewohnt der Tempoautomatik, sie vor Strafzetteln zu bewahren; darüber hinaus hatte ja das Balkoninsekt von Eile am heutigen Tag abgeraten. Gregor rät zu Gelassenheit, schmunzelte sie.

Nach 30 Minuten Fahrt näherte sich Lea ihrem Ziel. Noch drei Ampelkreuzungen, dann hoffentlich ein freier Parkplatz in der Nähe der Firma.

Die Stimme, fein und leise, erklang dicht neben ihrem Ohr: »Es ist zwar grün, aber wir halten lieber an.«

Lea dachte nicht nach, sondern trat auf die Bremse. Sie drehte den Kopf. Auf der Lehne des Beifahrersitzes saß der Käfer.

»Was zum Teu…«

»Es ist besser so«, erklärte das Insekt.

Lea blickte wieder nach vorn. Ein 30-Tonner raste quer über die Kreuzung.

Der Käfer hatte keine Zeit, auf Leas Dank zu warten. Er war schon unterwegs zu seiner nächsten Aufgabe. Der betreffende Mensch las gerade ziemlich vertieft das Buch Neuland, eine Sammlung von Erzählungen.

Hoffentlich ist meine Stimme laut genug, dachte Gregor, der wusste, dass dieser Mensch in der vergangenen Nacht nicht von Insekten geträumt hatte, also ziemlich unvorbereitet war. Hoffentlich ist meine Stimme laut genug, sonst muss ein Esel her!

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imageDieser Text ist eine Leseprobe aus meinem Buch »Neuland«. Das kann man kaufen: Neuland: Erzählungen aus dieser und aus jenen Welten

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Foto: WikiCommons

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Mittwoch, 2. Juli 2014

Natürlich den Ball für’s Dilemma

2dQN1WHIch will über Fußball was schreiben.
Nur so, um die Zeit zu vertreiben,
denn jedermann weiß,
das Thema ist heiß!
In Reime werd' ich es verkleiden.

Man nehme sich zwei mal elf Männer,
die dürfen auch ausseh'n wie Penner.
Dazu einen Un-
parteiischen und
natürlich den Ball für's Dilemma.

Man schickt nun den Trupp auf die Wiese,
egal, ob Zwerg oder Riese.
Sie sollen sich streiten,
auch mit Tätlichkeiten,
gegen Gute, Neutrale und Fiese.

Das Publikum wird dann schon grölen,
die Maulwürfe zittern in Höhlen
und Löchern vor Schreck!
Es hat keinen Zweck,
sich die Ohren dagegen zu ölen.

Auch fern von des Stadions Rängen
sieht man die Menschen sich drängen.
Das nennt man dann Pabblik
Wjuhing! Und ich lach mich
krank über solch Sprachwissensmängel.

Denn jeder kann lesen und wissen
sogar mit dem Kopf auf dem Kissen:
Viewing heißt Leichenschau
Und eins weiß ich ganz genau
Ne Leich' beim Fußball wär beschissen.

Nun hab ich zum Thema geschrieben
und mir so die Zeit nett vertrieben.
Ich hoffe euch allen
hat das gut gefallen,
Die Besten werden schon siegen ...

Foto: rgbstock

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Montag, 30. Juni 2014

Lichtblicke

Der Autor Randall Arthur aus Georgia in den Vereinigten Staaten von Amerika war gestern in Berlin und wir, die beste aller Ehefrauen und meine Wenigkeit, hatte die Freude, seinem Vortrag zuhören zu dürfen. Den Vortrag könnte man mit Fug und Recht auch Predigt nennen, denn Randall Arthur ist ein Künstlername des Pastors Randy Dodd und die Ansprache fand im kirchlichen Rahmen eines Gottesdienstes statt.

Ich habe bisher nur ein Buch von Radall Arthur gelesen, Forgotten Road nennt es sich. Ich habe mir seinerzeit nach der Lektüre auf meiner Liste der gelesenen Bücher notiert: First quarter very semi-liquid, rest inspiring. Die gestrige Predigt fand ich durchgehend inspirierend; es ging darum, sich Erinnerungen zu bewahren, sei es in Form von Festen oder Dokumenten oder Symbolen. Erinnerungen an Mut machende, an kraft- und glaubensspendende Erlebnisse.

Mittags saßen wir mit unserem Freund Harald in einem Restaurant am Kurfürstendamm beim Essen. Er erzählte voller Freude von einer Begegnung, bei der er sofort an mich denken musste. Er hatte eine Dame kennen gelernt, die vor zehn Jahren an Darmkrebs erkrankte, operiert wurde, eine Chemotherapie durchmachte, dann von Lebermetastasen befallen wurde, eine zweite Operation durchmachte und anschließend sogar noch mit Lungenmetastasen und erneut Lebermetastasen ein drittes Mal operiert werden musste. Inzwischen ist die erste Diagnose zehn Jahre her und die Dame ist so gesund und munter, dass sie ihren Schwerbehindertenausweis abgeben musste oder konnte.

Abgesehen von der dritten Diagnose und Operation ist das ein meinen Erlebnissen sehr ähnlicher Verlauf, auf die Lungenmetastasen und erneuten Leberbefall verzichte ich auch sehr gerne. Unser Freund erzählte uns von der Dame, um uns zu ermutigen: Trotz Rückschlägen ist es möglich und keineswegs unrealistisch, den Krebs zu besiegen. Die Patientin hatte (genau wie wir) die Ernährung komplett auf gesunde Produkte umgestellt, achtete (genau wie wir) auf schadstofffreie Kleidung, Kosmetika und Wohnumfeld und darauf, dass Stress keine Chance bekommen konnte. Inzwischen ist sie längst über die fünf Jahre ohne Krebs hinaus gekommen und gilt daher medizinisch als geheilt.

LichtblickEs tut Geist und Seele gut und macht nachhaltig Mut, solche Berichte zu hören. Und es stärkt, daran hat mich Randy Dodd alias Radall Arthur erinnert, ebenso die Seele und den Geist, wenn man sich erinnert an das Gute, das Wunderbare, das Gottgewirkte im eigenen Leben. In seiner Predigt erwähnte er Schriftrollen, jährliche Feste und sichtbare Symbole aus den biblischen Berichten. Er erzählte auch davon, dass er zwei 14seitige Briefe seit zwanzig Jahren aufbewahrt, die ihn an eine existentielle Krise und den göttlichen Zuspruch samt Herausfinden aus der Krise erinnern.

Ich habe ebenfalls solche Erinnerungshilfen. Zum einen habe ich viele meiner menschlich kaum hinreichend erklärbaren Erlebnisse in dem Buch Es gibt kein Unmöglich! aufgeschrieben - nicht nur für die Leser, sondern auch, um selbst nicht zu vergessen. Zum anderen ist der 21. März 2012, an dem die lebensrettende Darmoperation durchgeführt wurde, sozusagen mein zweiter Geburtstag. Und darüber hinaus gibt es auch einige Symbole in unserer Wohnung - unter anderem hat uns eine Freundin ein Gemälde geschenkt, das die Auferstehung vom Krankenlager symbolisiert. Es hängt in unserem Wohnzimmer.

Ich freue mich - gerade jetzt, wo die nächsten Nachsorgeuntersuchungen unmittelbar bevorstehen - über solche Mutmacher im Alltag, über solche Impulse, die Dankbarkeit nicht zu vergessen und zuversichtlich in die Zukunft zu blicken.

Und meinen Lesern wünsche ich von Herzen, dass auch sie - Krebs oder nicht, Sorgen oder nicht, alles in Butter oder nicht - sich Erinnerungen bewahren und aufmerksam sind und bleiben für Mut machende Impulse. Das sind Lichtblicke als Vorrat für dunkle Zeiten..

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Dienstag, 24. Juni 2014

Nicht wörtlich sondern ernst

Kürzlich habe ich unter der Überschrift »Von Angstabbau und Schuldabweisung« exemplarisch mein im Verlauf von vielen Jahren gewandeltes Verständnis der Bibel kurz angerissen. Vielleicht zu kurz? Jemand hielt den Beitrag diesbezüglich für missverständlich. Es klänge, meinte er, als würde ich mich zum Juror erheben der entscheidet, was in der Bibel gilt und was ungültig ist, als würde ich eine Art Zensur anwenden wollen.

In dem angesprochenen Artikel ging es um ein anderes Thema, nämlich darum, wie man schädliche Schuld- und Angstgefühle loswerden kann. Mein Bibelverständnis diente lediglich als Beispiel, wie in der Kindheit und Jugend eingeimpfte Ängste aufgespürt und entsorgt werden können. Dennoch will ich hier an zwei Beispielen ein wenig genauer erklären, was ich meinte und meine, denn manche Zeitgenossen halten die Bibel für ein Märchenbuch und lesen nie darin. Das ist schade, denn auch für jemanden, der das Denken nicht ausschaltet, kann das Buch eine ganze Menge Inspiration und Gedankenanstöße bewirken, wenn man die Lektüre ernst statt wörtlich nimmt. Eigentlich nur dann.

1. Wo kommt denn jetzt die Schlange her?

In den ersten Kapiteln der uns als Bibel überlieferten Schriften lesen wir von der Erschaffung des Lebens.

… Und Gott machte die Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art und alles Gewürm des Erdbodens nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. -1. Mose 1, 25 / Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag. -1. Mose 1, 31 …

Gott sah und bestätigte diesem Text zufolge, dass seine Schöpfung gut war. Nicht beinahe gut, auch nicht gut mit einer Ausnahme, sondern sogar sehr gut.

Aber die Schlange war listiger als alle Tiere auf dem Felde, die Gott der HERR gemacht hatte, und sprach zu der Frau: Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von allen Bäumen im Garten? -1. Mose 3, 1

Da muss man sich doch fragen: Wo kommt denn in einer guten, einer sehr guten Schöpfung plötzlich so ein aufmüpfiges Tier her? Dass es zu sprechen vermag sei dahingestellt, es gibt auch einen sprechenden Esel in der Bibel, aber steht diese List, dieser Wunsch, die Frau und damit auch den Mann zu verführen, im Einklang mit dem von Gott persönlich bestätigten »sehr gut«?

Wohl eher nicht, denn was gut ist, muss ja nicht geahndet werden. Doch die Strafe erfolgt kurz darauf.

Da sprach Gott der HERR zu der Schlange: Weil du das getan hast, seist du verflucht, verstoßen aus allem Vieh und allen Tieren auf dem Felde. Auf deinem Bauche sollst du kriechen und Erde fressen dein Leben lang. -1. Mose 3, 14

Wenn man schon diese ersten Kapitel der Bibel wörtlich nehmen möchte, muss man zwangsläufig einiges hinzu dichten oder weglassen. Dann war es entweder Gottes Absicht und »sehr gut«, dass die Schlange ihr Verführungsunternehmen durchführte, oder uns fehlt der Teil des Schöpfungsberichtes, in dem erzählt wird, wie aus der »sehr guten« Schlange eine weniger gute Schlange geworden ist. Dann allerdings bleibt die Frage offen, was denn dieses »gefallene« Wesen in dem Garten mit den völlig arglosen, weil nur an eine »sehr gute« Welt gewöhnten, Menschen zu suchen hatte.

Michelangelo_SündenfallIch nehme diese Schöpfungserzählungen natürlich nicht wörtlich. Aber ich nehme sie ernst. Und zwar als erzählerische Darstellung, die ins Gedächtnis rufen soll, wie leicht der Mensch verführbar ist durch Machtgelüste, Gewinnstreben und Karrieredenken. Es ging ja Eva und Adam nicht darum, gegen irgendein Gebot zu verstoßen, sondern darum, eine höhere Stellung einzunehmen, Wissen und sogar Weisheit zu erlangen:

Sobald ihr davon esst, gehen euch die Augen auf; ihr werdet wie Gott und erkennt Gut und Böse. -1. Mose 3, 5

Nichts anderes hatte die Schlange versprochen, und daran, dass man zwischen Gut und Böse zu unterscheiden vermag, ist ja an und für sich nichts verkehrt.

Es drängt sich auch die Frage auf, was die beiden »verbotenen« Bäume überhaupt im »sehr guten« Garten zu suchen hatten. Standen sie nur da, um den Gehorsam des Menschen auf die Probe zu stellen? Wozu war das notwendig, wenn doch auch der Mensch, »sehr gut« war? Waren Gott Zweifel gekommen, ob seine Einschätzung »sehr gut« vielleicht doch nicht richtig war? Oder wollte er sich selbst beweisen, dass die beiden Menschen ihm mehr gehorchen würden als dem Streben nach Wissen? Wenn ja, wozu war das nötig?

Nach dem exegetischen Kommentar von Andreas Schüle ist der Sinn der beiden Bäume in der einen Mitte des Gartens, der Baum des Lebens und der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse, „ein letztlich nicht lösbares Rätsel.“ Bei den Kirchenvätern und in der mittelalterlichen Mystik stehen beide Bäume für die zwei Seiten der Wirklichkeit: Himmel und Welt, das Unsichtbare und das Sichtbare (vgl. Kol 1,15–16 EU), das „Männliche“ und das „Weibliche“, auch Gnade und sakramentale „Materie“ sowie geistig-geistliche und „buchstäbliche“ Exegese. -Wikipedia

Man kann die Schöpfungs- und Sündenfallgeschichte natürlich auf vielfältige Weise interpretieren. Manche sehen ein Gleichnis zur Beschreibung des Wechsels vom Jäger und Sammler, andere ziehen den Schluss: Der Preis der Erkenntnis und Innovation sind die Mühen der Arbeit.

Wie auch immer – wörtlich, so wie wir die Erzählungen in der Bibel vorfinden, kann ich und will ich das nicht verstehen.

2. Wer hat damals eigentlich mitgeschrieben?

Es gibt im englischsprachigen Raum die sogenannte Red-Letter-Bible. Da sind alle wörtlichen Reden Jesu in roter Schrift zu finden. Für Menschen, die an den buchstäblich authentischen Originalton der biblischen Texte glauben möchten, ist das eine feine Sache, denn so sehen sie gleich, was unser Erlöser selbst gesagt und gelehrt hat.

Einmal abgesehen von der Frage, welche der zahllosen Übersetzungen und Übertragungen in die jeweilige Landessprache über einen Zeitraum von so vielen Jahrhunderten denn nun verbindlich sein soll, muss man sich auch eine Antwort darauf zurecht legen, wer denn damals als Stenograph mitgeschrieben hat. MP3-Diktiergeräte oder Tonbänder gab es noch nicht.

Selbst in den synoptischen Evangelien gibt es deutliche Abweichungen in der Schilderung des jeweils gleichen Ereignisses. Das ist aus meiner Sicht weder zu tadeln, noch verwunderlich. Die ältesten bekannten Aufzeichnungen, uns als Markus-Evangelium überliefert, sind vermutlich so um das Jahr 70-90 nach Christus aufgeschrieben worden; dass da aufgrund der mündlichen Überlieferung keine 1:1-Dokumentation entstehen konnte, ist völlig einsichtig. Die anderen Evangelien sind später verfasst worden. Das Matthäusevangelium wurde anhand der Markus-Vorlage etwa zehn Jahre später geschrieben, zwanzig Jahre danach wurde dann das Lukasevangelium verfasst, in den bereits die Naherwartung der Wiederkunft Jesu nicht mehr zu finden. Sie wurde durch den Gedanken ersetzt, dass die wachsende Gemeinde das Reich Gottes ausbreitet.

Das Johannes-Evangelium, Anfang des 2. Jahrhunderts entstanden, unterscheidet sich nicht nur inhaltlich, sondern auch in Form und Sprache so deutlich von den anderen dreien, dass man davon ausgehen kann, der Verfasser habe die synoptischen Versionen entweder nicht gekannt oder sich bewusst von ihnen abgesetzt.

Keiner der Autoren des Neuen Testamentes im biblischen Kanon war Augenzeuge oder gar Begleiter des Jesus aus Nazareth gewesen – und niemand saß mit einem Diktiergerät oder Steno-Block bei der Bergpredigt neben Jesus, um den ellenlangen Text mitzuschneiden.

Das Thomasevangelium, das Petrusevangelium, das Judasevangelium, das Evangelium der Wahrheit und das Philippusevangelium wurden in der ersten Gemeinde noch in den Gottesdiensten und im Unterricht gelesen, aber sie wichen inhaltlich zum Teil so deutlich von den uns überlieferten vier Versionen ab, dass die Kirchenfürsten sie aus dem Kanon ausschlossen. Man hatte (und hat in manchen Kirchen noch heute) Angst davor, dass die Schäfchen den Stall verlassen könnten, wenn sie »ketzerische« Gedanken zu Gesicht bekämen. Ein eigenes Urteilsvermögen (oder gar Leitung durch den Heiligen Geist) trauten die katholischen Kirchenväter dem Volk nicht zu. Heute sind uns von diesen Schriften, die zum Teil sogar älter sind als das, was wir im Neuen Testament lesen, leider nur Fragmente überliefert.

Und was heißt das nun?

Ich kann und will und werde nur für mich reden: Die Bibel gewinnt an Bedeutung und Wert, wenn ich sie nicht wörtlich, sondern ernst nehme. Dann kann ich sie nämlich lesen, ohne mir das Denken verbieten zu müssen. Ich glaube nicht an ein Buch, sondern an einen Gott, über den in diesem Buch vieles zu lesen und zu erfahren ist. Aus dem, was ich lese, kann ich eine Vorstellung gewinnen, wer und wie Gott sein mag. Dass ich ihn jemals wirklich verstehen und meine Vorstellung akkurat sein könnte, halte ich für ausgeschlossen.

Wenn es tatsächlich so wäre, dass Christsein nur dann möglich ist, wenn man die Bibel erstens kennt und zweitens wörtlich versteht und befolgt, dann hätte es rund 1.800 Jahre, nämlich bis zur Erfindung des Buchdrucks, der Übersetzung in die entsprechenden Landessprachen und schließlich der massenhaften Verbreitung durch sinkende Druckkosten keine Christen gegeben. Niemand vom normalen Volk hatte über Jahrhunderte die Chance, eine Bibel zu lesen und wörtlich zu interpretieren. Es blieb den Christen nichts anderes übrig, als der Kirche zu glauben, dass dieses und jenes »Wort Gottes« sei.

Als im Jahr 400 nach Christus der biblische Kanon zusammengestellt wurde, herrschte bereits Uneinigkeit, welche Texte in die Heilige Schrift gehören sollten. Daher haben wir bis heute eine katholische, eine orthodoxe und eine lutherische Version dessen, was als »Wort Gottes« zählt – abgesehen von den zum Teil sehr von einander abweichenden Übersetzungen. Welche davon und in welcher Sprache nun wirklich das wortwörtliche Wort Gottes darstellt, können auch diejenigen nicht beantworten, die an die wörtliche Inspiration der Heiligen Schrift durch den Heiligen Geist glauben. Die wenigsten von uns können Griechisch oder Hebräisch oder Latein.

Dem einen mögen die Clemensbriefe wichtiger sein als der Hebräerbrief, der andere würde lieber auf die Offenbarung des Johannes verzichten als auf seinen Hirten des Hermas. Ich finde, das macht gar nichts. Ich kann mit den Schriften, die etwa ab dem Jahr 150 unter dem Namen Paulus verfasst wurden, wenig anfangen, mit dem Evangelium nach Johannes dagegen eine Menge. Das mindert aber doch nicht den Wert des Römerbriefes für andere Leser!

Was sollen wir nun hierzu sagen? –Paulus

Stelle ich mich also quasi als Richter »über die Bibel«, entscheide ich eigenmächtig, was gilt und was nicht gilt? Für Menschen, die an das wortwörtliche Bibelverständnis glauben möchten, kann sicherlich ein solcher Eindruck entstehen – obwohl auch diese Menschen in der Regel sehr wohl aussieben, was ihnen nicht zusagt. Keiner reißt sich ein Auge aus, weil es ihn »geärgert« hat oder hackt sich eine Hand ab, weil sie ihn zur Sünde verführt. Keiner wirft eine Frau aus der Gemeinde, weil sie ihr Haupt nicht bedeckt oder Schmuck trägt. Hoffe ich zumindest.

Aber ich habe nicht die Absicht, anderen Menschen vorzuschreiben was und wie sie glauben oder nicht glauben sollen. Wenn ich berichte, wie ich dieses oder jenes verstehe, dann heißt das nicht, dass meine Leser sich meiner Interpretation anschließen sollen. Ich traue es jedem zu, selbst zu denken und ich bin niemandes Lehrer; Theologe bin ich schon gar nicht.

Vielleicht gerät jemand ins Nachdenken – das ist ja nie verkehrt. Vielleicht sieht jemand bisher unbeachtete Aspekte – das ist doch bereichernd.

Wenn jemand meine Sicht nicht teilen mag, dann muss er das natürlich nicht tun. Die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, das unbedingt zu verteidigen ist.

Quellen

  • - Entstehungsgeschichte des NT und Deutungsversuche der beiden Bäume im Paradies: Wikipedia
  • - Bild: Michelangelo via WikiCommons

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