Dienstag, 11. Juli 2017

Gastbeitrag Leo Babauta: Die einzigartige Fähigkeit

Ich übersetze derzeit ein weiteres Buch von Leo Babauta, dem Autor von Zen Habits. Das ist ein Blog über Einfachheit, Gewohnheiten und Achtsamkeit.

Leo lebt mit seiner Frau und seinen sechs Kindern in San Francisco. Sein Abenteuer der Lebensveränderung begann im Jahr 2005, als er mit dem Rauchen aufhörte und dann anfing, zu laufen. Im Laufe der nächsten etwa zwölf Monate schaffte er einen Marathon, verlor 14 Kilogramm Gewicht (insgesamt speckte er schließlich 32 Kilogramm ab), wurde Vegetarier (und später vegan), reduzierte im ersten Jahr und beseitigte wenig später seine Schulden komplett, begann früher aufzuwachen, besiegte die leidige »Aufschieberitis« und wurde alle Unordnung los.

Er begann auf dem Blog mitzuteilen, was er lernte und erlebte, indem er ein paar Dutzend Gewohnheiten änderte. Heute hilft er durch seine Bücher und seine »Sea-Change-Habit-Programme« Menschen, ihr Leben zum Positiven zu verändern.

Hier folgt nun das erste Kapitel – eine Art Appetithäppchen, das meine geschätzten Blogbesucher neugierig auf das Buch machen soll, das voraussichtlich Ende Juli oder Anfang August erscheint. Die englische Originalversion gibt es schon: [The One Skill]

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Kapitel 1 - Warum loslassen?

Die Wurzel all unserer Probleme ist unsere Unfähigkeit, loszulassen.

Diese Idee stammt aus einem Buch über den Zen-Buddhismus. Als ich den Satz vor ein paar Jahren las, hat mich die Einfachheit des Gedanken angesprochen. Könnte das wahr sein?

babautaStellen Sie sich einen Vogel im Flug vor. Der Vogel lebt im Moment, ist völlig auf seinen Flug konzentriert, vielleicht sucht er mit seinen scharfen Augen nach Nahrung.

Er überlegt nicht: »Warum muss es hier so kalt sein? Was halten die anderen Vögel von mir? Was soll ich tun, wenn ich mich später mit den anderen Vögeln treffe? Werde ich beim Nestbau erfolgreich sein? Warum kann ich keine größeren Brüste haben? Warum kann ich nicht so früh aufwachen wie die anderen Vögel?« Und so weiter.

Natürlich stimmt es: wir Menschen haben größere Gehirne als der Vogel, wir können Probleme lösen, Poesie erschaffen und Wolkenkratzer bauen. Also haben wir viel mehr Fähigkeiten und viel mehr zu tun als der einfache Vogel, der da auf dem Wind gleitet.

Diese zweifellos größeren Gehirne verursachen uns aber auch alle Probleme, mit denen wir uns herumschlagen. Ich meine nicht Armut und Krankheit, sondern unsere Eigenart, Dinge zu übertreiben, Angst und Frustration und Depression und Wut über etwas zu empfinden, was auf uns zukommen könnte, uns passieren wird oder uns bereits zugestoßen ist. Wir können nicht aufhören, darüber nachzudenken.

In den letzten Jahren habe ich die zitierte Zen-Idee ausprobiert und die Ergebnisse waren erstaunlich: Ich habe meinen Stress reduziert, angefangen, weniger aufzuschieben. Ich konnte meine Beziehungen zu anderen Menschen verbessern und meine Fähigkeiten steigern, mit Veränderungen umzugehen. Ich habe gelernt, schlechte Gewohnheiten abzulegen und viel achtsamer zu leben.

Es ist übrigens kaum möglich, beim Plädieren für die Fähigkeit des Loslassens zu übertreiben. Der Widerstand, den die meisten Menschen verspüren, wenn es um das Loslassen geht, ist allerdings genauso erheblich.

Betrachten wir ein paar Beispiele (ich werde in späteren Kapiteln näher darauf eingehen):

• Stress: Unser Stress stammt daher, dass wir uns Umstände auf eine bestimmte Art und Weise vorstellen. Wir sind dann gestresst, weil die Dinge unweigerlich nicht so laufen wie erträumt. Aber wenn wir unsere Vorstellung loslassen und die Realität so, wie sie ist, akzeptieren könnten, würden wir dem Stress entkommen.

• Aufschieben: Wir schieben auf weil wir Angst vor dem Versagen haben, weil schwierige Aufgaben anstehen, weil sich Unsicherheit und Unbehagen in uns regen. Aber wenn wir die Vorstellung loslassen könnten, dass alles immer einfach sein muss, dass wir immer erfolgreich sind, dass alles bequem läuft ... und einfach akzeptieren, dass es eine breite Palette von Erfahrungen gibt, würden wir die Aufgaben eine nach der anderen anpacken und bewältigen.

• Gewohnheiten und Ablenkungen: Den meisten Menschen fällt es deshalb schwer, Gewohnheiten zu ändern, weil sie genau wie bei Arbeitsaufgaben zögern und aufschieben. Deshalb fallen wir so gerne auf Ablenkungen herein.

• Irritation und Frustration über Menschen: Wir werden ärgerlich auf andere, weil sie sich nicht so benehmen, wie wir es wollen. Es schädigt zwangsläufig unsere Beziehung, wenn wir wütend auf jemanden sind. Das wiederum macht uns selbst unglücklich. Stattdessen könnten wir die Vorstellung loslassen, dass jemand so und so sein soll und muss, den Menschen akzeptieren wie er ist und einfach nur mit ihm zusammen sein. So wird die Beziehung viel besser - ich habe das bei meinem Vater erlebt, meiner Frau, meinen Kindern.

• Verlust und Tod: Wenn ein geliebter Mensch stirbt, wir einen Job verlieren oder schwer erkranken, dann ist das ein Verlust, der Trauer und Leid verursacht. Und obwohl das unvermeidlich ist (und wir sollten unsere Trauer annehmen) ... wenn wir schließlich dennoch in der Lage sind, loszulassen, hilft uns das, diesen Verlust zu verarbeiten.

• Achtsamkeit: Viele von uns möchten gerne achtsamer sein, damit wir das Leben nicht verpassen, während es stattfindet, damit wir es in seiner ganzen Fülle genießen können. Stellen Sie sich vor, ein köstliches Gericht vor sich zu haben. Sie essen, aber mit den Gedanken sind Sie bei der Arbeit, während Sie kauen ... Sie verpassen Geschmack und Aroma der Mahlzeit. Wenn Sie aber die volle Aufmerksamkeit auf das Essen richten würden, könnten Sie es voll und ganz schätzen und tatsächlich noch viel mehr genießen. Das Leben ist genauso ... wir sind so besessen davon, über alle möglichen Dinge nachzudenken, dass wir nie richtig im tatsächlichen Moment anwesend sein können. Wir können aber lernen, dieses zukunfts- oder vergangenheitsorientierte Denken loszulassen und achtsamer zu sein.

• Angst: Die Wurzel vieler unserer Probleme ist Angst - vom Aufschieben, um eine Aufgabe nicht anpacken zu müssen, bis zum Übergewicht, das wir einfach nicht loswerden. Die Wurzel dieser Angst ist wiederum das Festhalten daran, wie unser Leben und die Umstände unserer Vorstellung nach aussehen müsste. Mehr dazu später, jetzt reicht es erst einmal zu beachten, dass wir, wenn wir loslassen und die Verkrampfung lösen, die unserer Vorstellung über die idealen Umstände entspringt, auch dem festen Griff der Angst entkommen.

Das ist nur ein Vorgeschmack, aber Sie erkennen vielleicht schon, wie das Loslassen zu einer unglaublichen Fähigkeit werden kann, die es Ihnen leichter machen wird, wenn es um die Bewältigung der Probleme des Lebens geht. Loslassen ist eine Fähigkeit, die eingeübt werden kann. Diese Fähigkeit fliegt uns nicht zu, aber sie kann durch regelmäßiges Üben (nur fünf Minuten am Tag) gelernt werden. Erstaunlicherweise führt die kurze fünfminütige tägliche Praxis, die so simpel erscheint, zu großen Veränderungen.

In diesem kurzen Buch werden Sie erfahren, wie das Loslassen beim Überwinden von vielerlei Problemen funktioniert und wie Sie die Fähigkeit des Loslassens entwickeln und einüben können.

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Sobald das Buch erhältlich ist, werde ich meinen geschätzten Blogbesuchern an dieser Stelle Mitteilung davon machen.

Das erste Buch aus der Feder von Leo Babauta, das ich übersetzt habe, ist hier zu haben: [Das kleine Buch über die Zufriedenheit]

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Dienstag, 20. Juni 2017

Was ich so schreibe, wenn es hier keiner sieht …

Da fragte sich und dann mich doch kürzlich jemand, ob ich eigentlich noch schreibe.

Die Frage ist insofern verständlich, als es hier auf dem Blog zur Zeit eher selten etwas zu lesen und zu sehen gibt. Nun will ich keine Ausflüchte suchen: so ist es eben zur Zeit. Das mag sich wieder ändern, denn hin und wieder, sogar zunehmend häufig, habe ich Ideen für Geschichten und Artikel im Kopf. Und dass aus solchen Ideen dann tatsächlich Texte werden können, hat sich in der Vergangenheit ja gezeigt.

Ich schreibe aber nicht gar nichts. Sondern zum Beispiel Rezensionen, die meine Blogbesucher allerdings nur zufällig zu sehen bekämen, wenn sie den entsprechenden Artikel in einem nicht unbekannten Internetkaufhaus ansteuern und dann auch noch bis zu den Rezensionen weiter und weiter lesen würden.

Neugierig geworden? Bitte sehr: http://tinyurl.com/y949mrpv - übrigens: Wer meine Rezensionen mit einem Klick auf »hilfreich« unterstützt, tut mir im Vorbeigehen einen großen Gefallen.

Die schöne rote Feder

So. Nun wissen meine geschätzten Blogbesucher wenigstens, dass ich nicht etwa die schöne rote Feder aus der  Hand gelegt oder an die Wand geworfen habe.

Bis bald!

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P.S.: Foto von rgbstock

Samstag, 3. Juni 2017

It was 50 years ago today …

Manche Menschen meines Alters bezeichnen das Jahr 1967 als das Jahr, in dem die bedeutendsten Alben der Rock-, Jazz-, Soul-, Pop- und Bluesmusik erschienen sind. Und manchen fällt nur »Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band« ein, wenn sie sich an damals zurückerinnern. Ich lege etliche der Platten von damals noch immer gerne auf und kann mich sehr gut in die Momente des erstmaligen Hörens zurückversetzen. »Are You Experienced« zum Beispiel … ich lag im Zimmer meines Bruders auf dem Boden und hörte mit ihm zusammen das gerade gekaufte Album an – es war schwül draußen – wir tranken Eiswasser und ich war gefangen genommen von der Klangwelt, in die Jimi Hendrix’ Gitarre mich entführte …

Neulich las ich in einem Musikmagazin jemandes Top 20 des Jahres 1967 … und habe überlegt, welche Platten denn wohl aus heutiger Sicht mein Liebsten jenes legendären Jahrganges sind. Die 20 Spitzenreiter habe ich mir im MP3-Format zusammengestellt, um sie dieses Jahr beim Laufen nach und nach und immer wieder zu hören:

Platten

Geordnet sind sie hier nach dem Erscheinungsmonat, nicht nach der Beliebtheit bei mir. Eine der hier aufgeführten Platten hat es ja in diesem Monat in einer neu abgemischten Version, die zum 50jährigen Jubiläum erschienen ist, wieder auf den ersten Platz der Hitparade in Großbritannien geschafft.

Wenn ich von den 20 LPs die mir liebste nennen sollte, dann müsste ich passen, denn das kann von meiner jeweiligen Stimmung abhängen. Mal wäre es »Straight, No Chaser«, mal »Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band« und mal »Songs Of Leonard Cohen«. Aber die anderen 17 sind eben auch ganz hervorragend.

So.

Dienstag, 23. Mai 2017

Joggathon 2017: Vielen Dank an meine Sponsoren!

Ich kann dieses Jahr kein Bild mit der Urkunde vorweisen, denn die bekommen wir später. Wir sind ja, regelmäßige Blogbesucher wissen das, nicht in Berlin vor Ort gelaufen, sondern haben einen in der Menschehitsgeschichte bisher noch nie dagewesenen »Telejoggathon« absolviert.

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Ich bin dabei in den 60 zählenden Minuten 10,6 Kilometer gelaufen. In Joggathon-Runden a 950 Meter übersetzt zählt das als 11 Runden. Darüber freue ich mich sehr und werde wieder einmal daran erinnert, dass mein Überleben und die heutige Leistungsfähigkeit keineswegs selbstverständlich sind. Dafür kann ich aus tiefstem Herzen Tag für Tag dankbar sein.

Ich freue mich, dass ich dank meiner Sponsoren zum Erlös für den guten Zweck beitragen konnte. Vielen herzlichen Dank! Insgesamt sind, dem Veranstalter zufolge, 11.600 € für die drei Benefizprojekte zusammengekommen. Das ist doch wieder mal eine erfreuliche Summe.

Hier noch eine Ablichtung eines Teiles meiner Laufstrecke:

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Freitag, 28. April 2017

Ich will Platz schaffen … wer will sammeln?

Es ist an der Zeit, mal wieder etwas aufzuräumen – in diesem Fall das Schubfach mit den Singles. (Für jüngere Semester: Das sind Vinylschallplatten mit in der Regel einem Titel pro Seite, manchmal auch zwei Titeln. Man benötigt zum Anhören einen Plattenspieler.)

WP_20170428_11_32_03_ProWenn ich richtig gezählt habe, geht es um 80 Singles aus höchst unterschiedlichen Genres. Von den Rolling Stones bis zu Maria und Margot Hellwig, von She Came In Through The Bathroom Window bis zu Volkstanz & Fischertanz, vom Rededuell Strauß/Wehner im Bundestag bis zu frommen Erbauungshymnen. Manche Platten sind sehr gut erhalten, die meisten sind in altersgemäßem Zustand (leichtes Knistern hier und dort) und ganz wenige haben Kratzer. Ein paar kommen leider ohne Papierhülle daher.

Bevor es an die Auflistung der Titel geht, hier das Angebot: Das komplette Paket gibt es für 60 Euro (75 Cent pro Single). Einzelstücke werden nicht abgegeben. Beim Versand innerhalb Deutschland plus 5 Euro.

Wer zuerst bestellt, bekommt das Paket. Am besten per Email (gjmatthia ät gmail punkt com)melden!

So. Hier die Liste aller A- und B-Seiten:

20. Geburtstag von Zweitausendeins - A Side - Happy Birthday
20. Geburtstag von Zweitausendeins - B Side - Happy Birthday
Albert Hammond - A Side - I'm A Train
Albert Hammond - A Side - The Free Electric Band
Albert Hammond - B Side - Brand New Day
Albert Hammond - B Side - You Taught Me To Sing The Blues
Alice Babs - A Side - Chocolata
Alice Babs - B Side - Der schwedische Drehorgelmann
Aretha Franklin - A Side - Spanish Harlem
Aretha Franklin - B Side - Lean On Me
Bernd Spier - A Side - Das kannst du mir nicht verbieten
Bernd Spier - B Side - Julia (vor deiner Tür)
Bertelsmann Schallplattenring - A Side - Feuerwerk der guten Laune Teil 1
Bertelsmann Schallplattenring - A Side - Vier Schlagertreffer 1 und 2
Bertelsmann Schallplattenring - B Side - Feuerwerk der guten Laune Teil 2
Bertelsmann Schallplattenring - B Side - Vier Schlagertreffer 3 und 4
Camp Meeting - A Side - This World Is Not My Home & Shall My Dust Sing Thy Praise
Camp Meeting - B Side - A Shelter In The Time Of Storm & The Last Mile Of My Way
Chicago - A Side - I'm A Man
Chicago - B Side - 25 Or 6 To 4
Chor der Neanderkirche Düsseldorf - A Side - Vater unser & Keiner der die Harfe schlägt
Chor der Neanderkirche Düsseldorf - B Side - Psalm 117
Chor und Orchester Alfred Matschat - A Side - Berliner Luft Teil 1
Chor und Orchester Alfred Matschat - B Side - Berliner Luft Teil 2
Christliche Ostmission - A Side - Geistliche Lieder aus Rumänien Teil 1
Christliche Ostmission - B Side - Geistliche Lieder aus Rumänien Teil 2
Christusträger-Schwestern - A Side - Herr, wir sind Brüder
Christusträger-Schwestern - B Side - Herr, wir sind Brüder
Cliff Richard - A Side - Power To All Our Friends
Cliff Richard - B Side - Come Back Billie Joe
Crow - A Side - King Of Rock & Roll
Crow - B Side - Satisfied
Daliah Lavi - A Side - Jerusalem
Daliah Lavi - B Side - Before My Very Eyes
Demis Roussos - A Side - No Way Out
Demis Roussos - B Side - End Of The Line
Der Botho-Lukas-Chor - A Side - Danke
Der Botho-Lukas-Chor - B Side - Antwort auf alle Fragen
Desiderata - A Side - Desiderata spoken by Les Crane - Engish Version
Desiderata - B Side - Desiderata spoken by Friedrich Schlüter - German Version
Donovan - A Side - Atlantis
Donovan - A Side - Sunshine Superman
Donovan - B Side - Mellow Yellow
Donovan - B Side - There Is A Mountain
Doris Day - A Side - Move Over Darling
Doris Day - B Side - Twinkle Lullaby
Dr. Hook and the Medicine Show - A Side - Sylvia's Mother
Dr. Hook and the Medicine Show - B Side - Makin' It Natural
Eric Burdon and WAR - A Side - They Can't Take Away Our Music
Eric Burdon and WAR - B Side - Home Cookin'
Eschenauer Terzett - A Side - Hast du dich schon gefragt, mein Freund
Eschenauer Terzett - B Side - Alles hat er mir erlassen
Fleetwood Mac - A Side - Albatross
Fleetwood Mac - B Side - Need Your Love So Bad
Frijid Pink - A Side - The House Of The Rising Sun
Frijid Pink - B Side - Drivin' Blues
Gary Glitter - A Side - I Didn't Know I Loved Your
Gary Glitter - A Side - Rock And Roll Part 2
Gary Glitter - B Side - Hard On Me
Gary Glitter - B Side - Rock And Roll Part 1
George Harrison - A Side - Bangla Desh
George Harrison - A Side - What Is Life
George Harrison - B Side - Apple Scruffs
George Harrison - B Side - Deep Blue
George McCrae - A Side - Rock Your Baby Part 1
George McCrae - B Side - Rock Your Baby Part 2
Golden Earring - A Side - Buddy Joe
Golden Earring - B Side - Avalanche Of Love
Greyhound - A Side - Black And White
Greyhound - B Side - Sand In Your Shoes
Griechische Zentrale für Fremdenverkehr - A Side - Sirtaki & Fischertanz
Griechische Zentrale für Fremdenverkehr - B Side - Volkstanz & Fischertanz
Hardin & York - A Side - Candellight
Hardin & York - B Side - Tomorrow, Today
Heart of Blues & Munich Express - A Side - Smoking Takes You Faster To God
Heart of Blues & Munich Express - B Side - Nelbellungenlied
Herbert Henggi und Singers - A Side - Gospel Songs
Herbert Henggi und Singers - A Side - Sage Dank
Herbert Henggi und Singers - B Side - Gospel Songs
Herbert Henggi und Singers - B Side - Sage Dank
Hot Butter - A Side - Popcorn
Hot Butter - B Side - At The Movies
Humble Pie - A Side - Hot 'N' Nasty
Humble Pie - B Side - You're So Good For Me
Jackie - A Side - Under Fire
Jackie - B Side - Don't Look Back
Janis Joplin - A Side - Me And Bobby McGee
Janis Joplin - B Side - Half Moon
Joan Baez - A Side - Here's To You
Joan Baez - B Side - The Ballad Of Sacco And Vancetti
Joe Cocker - A Side - With A Little Help From My Friends
Joe Cocker - B Side - Delta Lady
Joe Cocker - C Side - The Letter
Joe Cocker - D Side - She Came In Through The Bathroom Window
Johannes Brahms - A Side - Ungarische Tänze 1, 5, 3
Johannes Brahms - B Side - Ungarische Tänze 2, 6
Joy and the Hit Kids - A Side - Oh Darling
Joy and the Hit Kids - B Side - Runaway
Joy Singers - A Side - Love Song (Diese Liebe braucht die Welt)
Joy Singers - B Side - O nimm es an
Lego - A Side - Fabuland
Les Dolly Sisters - A Side - Elle s'etait fait couper les cheveux & Hindustan
Les Dolly Sisters - B Side - Nuits de Chine & Je n'peux pas vivre sans amour
Les Humphries Singers - A Side - We Are Goin' Down Jordan
Les Humphries Singers - B Side - Jesus, Joseph And Peter
Linda & The Funky Family - A Side - Shame, Shame, Shame
Linda & The Funky Family - B Side - Solid Funk
Maria und Margot Hellwig - A Side - Ein Sommertag am Wendelstein
Maria und Margot Hellwig - B Side - Drei Tannen am silbernen Bergsee
Marvin Gaye - A Side - I Heard It Through The Grapevine
Marvin Gaye - B Side - You're What's Happening
Paul & Linda McCartney - A Side - Uncle Albert, Admiral Halsey
Paul & Linda McCartney - B Side - Too Many People
Paul Hindemith - A Side - Kammermusik Nr. 1 und 7
Paul Hindemith - B Side - Kammermusik Nr. 4
Peter Alexander - A Side - Komm und bedien dich
Peter Alexander - B Side - Eifersüchtiges Mädchen
Plastic Ono Band - A Side - Give Peace A Chance
Plastic Ono Band - B Side - Remember Love
Randolph Rose - A Side - Sylvias Mutter
Randolph Rose - B Side - Alabama Lady
Ray Stevens - A Side - Bridget The Midget (The Queen Of The Blues)
Ray Stevens - B Side - Night People
Renee - A Side - Sad Man
Renee - B Side - Reaching For The Sky
Ringo Starr - A Side - Back Off Boogaloo
Ringo Starr - A Side - It Don't Come Easy
Ringo Starr - B Side - Blindman
Ringo Starr - B Side - Early 1970
Santana - A Side - Samba Pa Ti
Santana - B Side - Se A Cabo
Shangri Las - A Side - Leader Of The Pack
Shangri Las - B Side - Walking In The Sand
Siw Malmkvist - A Side - Regen auf Benguela
Siw Malmkvist - B Side - Schwarzer Kater Stanislaus
T. Rex - A Side - Telegram Sam
T. Rex - B Side - Baby Strange
The Beatles Revival Band - A Side - The Beatles Revival Song
The Beatles Revival Band - B Side - As I Cry
The Edwin Hawkins Singers - A Side - Oh Happy Day
The Edwin Hawkins Singers - B Side - Jesus, Lover Of My Soul
The Gibson Brothers - A Side - Non-Stop Dance
The Gibson Brothers - B Side - Such A Funky Way
The Marmalade - A Side - Ob-La-Di Ob-La-Da
The Marmalade - B Side - Lovin' Things
The Mixtures - A Side - The Pushbike Song
The Mixtures - B Side - Who Loves Ya
The Rolling Stones - A Side - Paint It Black
The Rolling Stones - B Side - Long Long While
The Troggs - A Side - Wild Thing
The Troggs - B Side - I Can't Control Myself
Tommy-Sam Jammeh - A Side - Bongos Nda Kono
Tommy-Sam Jammeh - B Side - The Original African Man
Van Morrison - A Side - Redwood Tree
Van Morrison - B Side - Jackie Wilson Said
Vorwärts - A Side - Strauß-Wehner Rededuell Teil 1
Vorwärts - B Side - Strauß-Wehner Rededuell Teil 2
Yves Simon - A Side - Ego, ego
Yves Simon - B Side - Ma jeunesse s'enfuit

Nun bin ich gespannt.

Sonntag, 23. April 2017

Neu erfunden: Telejoggathon 2017

Die Teilnahme am diesjährigen Sponsorenlauf hatten wir bereits als unmöglich verbucht, da wir zur Zeit der (um eine Woche vorverlegten) Veranstaltung im Urlaub sein werden. Nach vier Jahren Mitlaufen würde das Lauffest, meinten wir, 2017 eben ohne unsere Beteiligung stattfinden.

Doch wie heißt doch noch einer meiner Buchtitel? Richtig: Es gibt kein Unmöglich. Heute wurden wir, die beste aller Ehefrauen und meine Wenigkeit, zu unserer Überraschung seitens des Veranstalters angesprochen, ob wir nicht doch beim Joggathon 2017 dabei sein wollen – per neu erfundenem Telejogging. Wir haben nicht lange nachgedacht und spontan zugesagt.

imageDank der technischen Möglichkeiten unserer Zeit und Epoche können wir nämlich zeitgleich mit den Berliner Teilnehmern starten und nach 60 Minuten Lauf die per Tracker gemessenen Kilometer elektronisch übermitteln – und somit, falls wir sogenannte Sponsoren finden, auch vom Urlaubsort aus zum Erlös für den guten Zweck beitragen.

Alle Informationen zum Joggathon 2017 samt PDF-Version des Prospektes gibt es auf der Internetseite des Veranstalters: [Joggathon 2017]

Wer für Eva oder mich einen Betrag pro gelaufener Runde für den Benefizerlös zusagen möchte, darf uns Name, Adresse und Euro pro Runde per E-Mail mitteilen, an info@matmil.de. Wir laufen bei unserer Telejoggingvariante zwar keine Runden sondern eine Strecke, aber die kann dann in Runden zu 925 Meter umgerechnet werden.

Na denn: Wir sind gespannt, was der 21. Mai für ein Laufergebnis bringen wird. (Das Foto stammt nicht etwa aus einer Reise in die Zukunft, sondern vom Joggathon 2015.)

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Donnerstag, 20. April 2017

Von der Gewöhnung an das Zuviel

Ich bin kein Nostalgiker, für den früher alles besser war. Manches war besser, vieles war anders, aber die Glorifizierung des Vergangenen ist meine Sache nicht.

Heute bin ich bei der Vorbereitung meiner Frühstückspause jedoch auf etwas aufmerksam geworden, was einst leichter fiel: etwas Kostbares wertschätzen. Wieso? Das will ich gerne erläutern.

Ich trenne meine Pausenzeiten, in diesem Fall das Frühstück, bewusst von den Arbeitsstunden, indem ich den Schreibtisch verlasse, mir je nach Stimmung Musik aussuche und höre, ohne mich von der wartenden Arbeit ablenken zu lassen. Die wird auch nach meiner Pause noch da sein. Da bin ich mir sehr sicher.

Heute war mir nach Harfenmusik zumute. Und damit sind wir beim Früher/Heute. Früher wäre ich zum Schallplattenregal gegangen und hätte eine der drei oder vier LPs mit Harfenmusik herausgezogen. Oder, in späteren Jahren, aber immer noch früher, eine CD. Und heute habe ich am PC (der mit meiner HiFi-Anlage verkabelt ist) »Amazon Music« gestartet, den Suchbegriff »Harfenkonzert« eingegeben und hatte sofort eine reiche Auswahl an Alben auf dem Bildschirm. Ich habe dann »Boieldieu - Harfenkonzert in C Dur« gewählt und wie gewohnt gleichzeitig den PC das Musikstück in höchstmöglicher MP3-Qualität aufnehmen lassen. Nach der Frühstückspause wollte ich dann die Aufnahme im Ordner »Harfenmusik« auf unserer 10-Terabyte-Festplatte speichern … und stellte fest, dass dieses Konzert bereits dort vorhanden war.

[WP_20161026_09_34_59_Pro%255B3%255D.jpg]Früher wäre mir das nicht passiert. Da musste ich nämlich, wenn ich ein bestimmtes Konzert beziehungsweise Album haben wollte, die CD oder LP entweder erwerben oder von jemandem ausleihen, um sie auf Cassette zu überspielen. Meist kaufte ich, was in meine Sammlung sollte. Und das kostete Geld. Es war nicht umsonst zu haben – und das ist der springende Punkt.

Natürlich ist auch die Musik, die ich via »Amazon Music« höre, nicht umsonst zu haben. Ich bezahle die monatlichen Gebühren, die Amazon von Prime-Kunden verlangt. Aber das einzelne Musikstück, das einzelne Album, das ist dann einfach so unter einer unüberschaubaren Menge von Musikstücken zu haben. Dadurch verliert es nicht die Schönheit der Musik, die Virtuosität der Darbietung oder die technische Qualität der Aufnahme, aber wie ich am heutigen Harfenkonzert bemerkt habe, weiß ich den Besitz eines solchen Stückes offenbar weniger zu schätzen als wenn ich mir eine LP gekauft hätte. Obwohl ich hunderte LPs und CDs habe, weiß ich nämlich, ob ein gerade verspürter Hörwunsch in meiner Sammlung zu finden ist oder nicht. Bei den Dateien auf der Festplatte ist das ganz offensichtlich nicht mehr lückenlos der Fall.

Ist das schlimm? Nein. Aber für mich war es ein Indiz, wie leicht man sich an Überfluss gewöhnen und wie dabei die Wertschätzung einer an und für sich doch kostbaren Sache schwinden kann. Ich gedenke, dem mit erhöhter Aufmerksamkeit entgegenzuwirken. Musikhören war und ist für mich etwas Kostbares, das ich bewusst genieße (das vielerorts verbreitete Nebenbeigedudel zähle ich nicht zum Musikhören). Dass ich heute leichter in den Genuss einer Vielfalt von Musikstücken kommen kann als früher, sollte die Wertschätzung nicht mindern dürfen. Finde ich.

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