Mittwoch, 31. Oktober 2007

In der Kürze...

...liegt die Würze.

Man hat mich gebeten, heute Abend im kleinen Kreis (10 - 15 Teilnehmer) über Petrus und Johannes zu sprechen. Dazu kondensiere ich den 50-Minuten-Vortrag Einheit in der Vielfalt auf 20 Minuten, damit genug Zeit für Gespräche bleibt. Jedenfalls ist das mein selbstgesetztes Zeitlimit.

Was meinen die geschätzten Blogbesucher? Klappt das?

Abstimmung beendet. Die Resultate stehen fest.Die Auflösung gibt es morgen. Die beste aller Ehefrauen wird sehr genau die Wanderung des Zeigers auf dem Ziffernblatt beobachten, hat sie mich doch gestern schon gefragt:
Will wou make it short?

Dienstag, 30. Oktober 2007

Eine große Lücke

Als ich gestern vormittag las, dass Evelyn Hamann gestorben ist, war ich bestürzt. Bin es noch immer.

Sie hatte, was den heutigen sogenannten Comedy-Stars samt und sonders zu fehlen scheint: Humor mit Stil, Kultur und Feingefühl. Charakter eben. "Ich kann nur spielen, was ich verstehe", hat sie einmal als Erklärung, warum sie etliche lukrative Rollen abgelehnt habe, gesagt.

Ich habe Evelyn Hamann auch abseits der Loriotsketche sehr geschätzt; ob Spielfilm oder Serie, sie konnte mit ihrer Kunst sogar eine inhaltlich eher flache Geschichte zu einem Erlebnis machen, das mir, dem Zusachuer, wohl tat. Das hat sie einmal als Geschenk, als Gabe bezeichnet: Dass sie mit ihrem Leben und Werk anderen Menschen Freude machen, anderen Menschen etwas Gutes tun kann, bedeute ihr ungeheuer viel und mache sie sehr dankbar.

Bundespräsident Horst Köhler hat den Angehörigen sein Beileid bekundet. "Viele Menschen in unserem Land teilen Ihre Trauer“, schrieb der Präsident. Hamann habe einen trockenen, unnachahmlichen Humor besessen und auf "liebenswerteste Weise, mit Herzlichkeit und hintersinnigem Witz“ auf menschliche Schwächen und Stärken hingewiesen. "Evelyn Hamann wird uns allen als eine großartige Darstellerin und als ein ganz besonderer Mensch in Erinnerung bleiben“, schrieb Köhler weiter.

Dem schließe ich mich an, dankbar für die vielen wunderbaren Stunden, die mir Evelyn Hamanns Kunst geschenkt hat. Es ist niemand in Sicht, der die Lücke füllen könnte.

Montag, 29. Oktober 2007

Poster / Movie / Exhibition

Kann man ein Poster in einen Kurzfilm verwandeln? Ja. Vor allem für regelmäßige Hörer der Theme Time Radio Hour ein Höchstvergnügen, aber auch für andere Kunstgenießer sicher interessant:

Das Poster

Der Film

Ellen Barkins brüchige Stimme, die Details aus dem Bild von Jamie Hernandez - fertig ist das Vergnügen.

Wer in und um Chemnitz wohnt, sollte sich wohl diese Ausstellung nicht entgehen lassen, auch wenn er Bob Dylan als Musiker nicht kennt oder mag (soll es geben, hört man*):

Stimmen der Stille


*Es soll auch Ausserirdische geben. Behaupten immer wieder irgend welche Wissenschaftler.

Samstag, 27. Oktober 2007

Vatican City


In den nächsten Tagen werde ich etwas sparsamer, wenn überhaupt, schreiben, da eine Menge Arbeit (zum Broterwerb) meine Zeit beansprucht. Zum Beispiel Übersetzungen wie diese:

For almost 1000 years (324-1309) the Popes lived at the Lateran Palace on the Caelian Hill in the east of Rome. Only because the Lateran building was out of repair on their return from 68 years in Avignon have they since 1377 lived in the Vatican or, for a while, at the Quirinal, now the residence of the president of Italy.

Ich bin also nicht faul, entrückt, verreist, oder sonst was. Nur beschäftigt. Gedanklich unter anderem in Vatican City und Botsuana (schrieb man früher Botswana, aber heute mit dem u statt dem w):

An expansion of British central authority and the evolution of tribal government resulted in the 1920 establishment of two advisory councils representing Africans and Europeans. Proclamations in 1934 regularized tribal rule and powers. A European-African advisory council was formed in 1951, and the 1961 constitution established a consultative legislative council.

Donnerstag, 25. Oktober 2007

Verschwörung des Guten

...dafür entscheiden, etwas zu tun, das anderen außerhalb der Gruppe dient - um auf irgendeine Weise das Reich Gottes auszudrücken.Damit wärt Ihr praktisch das Gegenteil einer Terrorzelle. Was immer Ihr tut - tut es kreativ und freudig - dann schenkt Ihr den Menschen mit Eurer Freundlichkeit einen Hauch des Reiches Gottes.

In 22 Fortsetzungen hat sich der Sämann alias DoSi mit dem Buch von Brian McLaren über die "geheime Botschaft Jesu" beschäftigt. Ein etwas reißerischer Titel, denn das Geheimnis ist gar keines. Es geht um die Botschaft, die uns und den Generationen vor uns längst vorlag - aber haben wir sie verstanden?

Es ist keine Übertreibung zu sagen, daß für unsere Generation dasselbe gilt wie für die Zeitgenossen Jesu: Je nach dem, wie wir auf Jesu geheime Botschaft vom Reich Gottes reagieren, werden wir zwei verschiedene Welten schaffen: Eine höllische oder eine himmlische.

Man braucht Zeit, um die 22 Beiträge zu lesen - zweifellos. Aber es lohnt sich. Unbedingt. Hier geht es lang: Brian McLaren - The Secret Message of Jesus

Mittwoch, 24. Oktober 2007

IMF: Keep Your Promise to Liberia

Today we can take action on a critical international situation ripped from the headlines.

As the Financial Times reports:

The International Monetary Fund faced harsh criticism on Thursday for failing to meet its commitment to write off $800m in debt owed by Liberia, as Ellen Johnson-Sirleaf, the country's leader, met US president George W. Bush in Washington.

And from the BBC:

Forgiveness of the old debt would allow the IMF to issue new development loans.

Correspondents say it is widely agreed that Liberia's arrears should be paid off, but there is still some wrangling about the financial details.

This broken promise of debt relief threatens the future of Liberia, a country struggling to make democracy work after a bloody civil war, and lift its people out of poverty. Send an email to the International Monetary Fund today and tell them to keep their promise and forgive the debt.

Founded by freed American slaves, Liberia was the first republic in modern Africa. Tragically, in the last 30 years the people of Liberia have suffered through a military dictatorship and two civil wars that killed more than 270,000 people.

Today, Liberia is on the right path. In 2006, Ellen Johnson-Sirleaf became the first African woman to be elected a head of state. She is an expert on development—she worked for the World Bank and UN Development Program—and on Liberia's recent troubled history, having been jailed twice and driven into exile for opposing a repressive government.

It is an outrage that 18 months have passed since the IMF committed to writing off Liberia's debt. Send a message to the IMF and let them know that as a citizen of the fund's largest donor country—you know that the time for action is now.

Much of that $800 million in debt was accumulated by Dictator Samuel Kanyon Doe, whose repressive regime tore the nation apart. Now, President Johnson-Sirleaf and the Liberian government are working hard to revive the Liberian economy and meet the tough benchmarks demanded by the IMF.

Liberia has kept its promise. Tell the IMF to act in good faith, end the unfair 18 month wait and make good on its promise of debt relief now.

Over the last two weeks, almost 50,000 ONE members sent letters and made over 4,000 phone calls to Congress in support of a major piece of debt relief legislation, the Jubilee Act. We're working to pass the Jubilee Act and end this impasse at the IMF—all at the same time—because debt relief works. Mozambique used its savings from debt relief to vaccinate half a million children against tetanus, whooping cough and diphtheria, and to build and wire schools for electricity.

These are the success stories that inspire us to push forward and demand better from our own leaders and international bodies like the IMF. Take action now and then take a moment to imagine what Liberia will accomplish with the weight of this crushing and undeserved debt lifted off its shoulders.

Thank you for your voice,

Josh Peck, ONE.org

Dienstag, 23. Oktober 2007

Noel im November

Noel heißt ja bekanntlich Weihnachten.

Dieses Jahr kommt Noel schon am 17. November nach Berlin. Weniger als Baum mit Geschenken und Kerzenschein, sondern mehr mit E-Gitarren, Keyboard, Schlagzeug und Bass:

Noel Richards & Band, Christoph Bonnen - klangvolle Namen, weil sie für gute Musik mehr oder weniger bekannt sind.
  • Falls sie dem werten Blogbesucher weniger bekannt sind: Am 17. November 2007 kann man sich ein eigenes Hörbild machen.
  • Falls sie dem werten Blogbesucher mehr bekannt sind: Nicht einfach nur kommen, sondern beachten:
Der Eintritt ist frei, aber es wird dringend um Anmeldung gebeten. Hier geht es zu weiteren Informationen und Anmeldungsmöglichkeiten: 17. November 2007

Sonntag, 21. Oktober 2007

Kirche am Ende - Teil 1

Wir müssen uns von dem Gedanken verabschieden, dass es bei der Frage nach Strukturen und Formen der christlichen Gemeinde / Kirche falsch und richtig gäbe. Weder ein Kirchturm ist notwendig, noch Abendmahlskelche, noch ein Pfarrer oder Pastor. Es ist auch keine Voraussetzung, dass gesungen wird, ob nun zu Orgelmusik oder begleitet von einer Rock-, Blues-, Jazz- oder Schlagerband. All diese Dinge sind nicht falsch, sie sind aber auch nicht richtig. Sie sind einfach möglich.

Immer wieder gab es Aufbrüche und Ausbrüche aus verkrusteten Formen in der Kirchengeschichte. Etliche führten zur Entstehung von Sekten, etliche schufen bald nach dem Entstehen neue Strukturen und Regeln, die zügig die gewonnene Freiheit in neue Gesetzlichkeiten verwandelten. Nur ein Beispiel von unglaublich vielen: Wer heute in Amerika Menschen aus einer hutterischen Gemeinschaft sieht, wird meist mitleidig kopfschüttelnd den exotischen Anblick von Pferdekutschen zwischen all den Chevrolets, Cadillacs und anderen Autos photographieren, die Frauen in ihren Hauben, die hosenträgertragenden Männer… - kaum einer weiß, was am Anfang stand:
Die Täufer wollten Jesus im Alltag nachfolgen, ihr Leben miteinander teilen, Menschen zum Glauben an Jesus einladen und den Frieden Gottes gewaltfrei leben. Als Zeichen der Entscheidung tauften sie Erwachsene, auch wenn diese bereits als Kinder getauft waren. Auf diese „Vergehen“ stand im 16. Jahrhundert die Todesstrafe. Tausende wurden verhaftet, gefoltert und hingerichtet, weil sie ihrem Glauben treu bleiben wollten. Das (unbedingt lesenswerte) Buch Feuertaufe erzählt die erschütternde Geschichte einer faszinierenden Bewegung von Christen, die bereit waren, alles für ihren Glauben aufs Spiel zu setzen.
Und heute? Belächelt oder verspottet, kaum ernst genommen und in sich gekehrt, von der „bösen Welt“ umgeben und deutlich von ihr abgegrenzt. Man darf keine Autos haben, Frauen müssen sich so und so kleiden…

Soll das nun heißen, dass ich der Gesetzlosigkeit das Wort reden würde? Nein, das sei ferne. Ich will nur darauf hinweisen, dass es gewaltige Unterschiede zwischen den Regeln für das Leben, die wir in der Bibel finden, und den Regeln, die das organisatorische Drumherum betreffen, gibt. Ich glaube, der häufigste Fehler in der Vergangenheit war der, dass die Anhänger eines Ausbruches oder Aufbruches meinten, nun im Besitz der Wahrheit, der endgültigen Antwort auf alle Fragen zu sein.
Meine bestimmt nicht repräsentative Mini-Umfrage über die Gemeindegröße zeigt ein breit gestreutes Ergebnis. Vom Solochristen, der keine regelmäßige Gemeinschaft mit anderen Gläubigen pflegt, bis zur Großgemeinde ist alles vertreten, wobei im Augenblick die Hauskirche die Nase vorne hat.

Es wäre fatal wenn jemand „sein“ Modell der Gemeindegröße für richtig und die anderen für fehlerbehaftet halten würde. Allesamt haben sie Nachteile und Vorzüge, und allesamt werden sie so lange gebraucht, wie es Christen gibt, die sich in ihnen zu Hause fühlen. Das gilt nicht nur für die Größe, sondern auch für allerlei Konventionen und Traditionen. Der eine mag es feierlich, der andere locker. Der eine hebt gern die Hände beim Singen, der andere sitzt lieber in seiner Bank. Das ist so menschlich und so normal, wie die Tatsache, dass der eine gerne romantische Liebeskomödien sieht und der andere keinen Actionthriller auslässt. Einer mag Bob Dylan, ein anderer Hansi Hinterseer.

Wie ging es eigentlich los mit der Gemeinde und ihren Problemen?

Ein Augenzeuge berichtet:
Die allerersten Christen hingen jeden Tag zusammen, hörten den Predigten von den Aposteln zu und lebten in einer großen WG. Sie aßen zusammen, so wie sie es mit Jesus, kurz bevor er starb, auch getan hatten (das nannte man ab jetzt das Abendmahl), und beteten auch viel miteinander. Alle hatten großen Respekt vor Gott. Der wiederum bestätigte die Apostel durch heftige Wunder, damit alle sehen konnten, dass sie die Wahrheit erzählten.
Die Jesus-Leute hielten ganz fest zusammen, jeder teilte alles, was er hatte, mit den anderen. Wenn jemand der Besitzer von einem Stück Land war, dann verkaufte er das Teil und gab die Kohle den Jesus-Leuten, denen es dreckig ging.
Jeden Tag hingen sie im Tempel ab und feierten auf ihren Buden zusammen das Abendmahl. Oft trafen sie sich, um zusammen zu essen, was immer superfröhlich und mit einer guten Einstellung abging. Alle waren begeistert von Gott, was wohl auch ein Grund dafür war, dass man in der ganzen Stadt gut über sie redete. Die Gemeinde, so wie man die Jesus-Familie jetzt nannte, wurde immer größer, vor allem weil Gott jeden Tag viele Menschen dazurettete.

Durch die Apostel passierten heftige Wunder bei den Menschen, die dort lebten. Die ganze Gemeinde hing oft im Tempel in der Halle von Salomo rum, sie hielten ganz fest zusammen durch ihren gemeinsamen Glauben an Jesus. Einige hatten Schiss, sich ihnen anzuschließen, aber alle hatten großen Respekt vor den Jesus-Leuten.
Immer mehr Leute fingen an mit Jesus zu leben, Männer wie auch Frauen. Da gab es so Szenen, da schleppte man die Betten und Isomatten mit Menschen auf die Straße, damit wenigstens der Schatten von Petrus über die Kranken streifen würde.
Selbst aus den Dörfern um Jerusalem herum kamen die Leute angelaufen. Sie brachten die kranken Menschen vorbei und die Leute, die fiese Geister in sich hatten, und wirklich alle wurden gesund!
Zusammenfassen lässt sich sagen: Die Gläubigen trafen sich als große Versammlung, nämlich im Tempel, und in kleinen Gruppen in der Häusern. Die Großversammlungen waren allerdings nur möglich, weil diese erste Gemeinde aus Juden bestand. Heiden, und das waren alle, die keine jüdische Abstammung hatten, hätten den Tempel nicht betreten dürfen. Und die junge Gemeinde machte auch keinerlei Anstalten, überhaupt Heiden anzusprechen, mit ihrem Messias bekannt zu machen.

Die Gemeinde wuchs und wuchs und bekam bald kapazitätsbedingte Probleme:
Die Gemeinschaft wuchs in dieser Zeit wahnsinnig schnell. Irgendwann gab es mal Probleme zwischen den Gemeindemitgliedern, die Aramäisch sprachen, und denen, die aus Griechenland kamen. Die griechischen Juden beschwerten sich darüber, dass die alleinstehenden Frauen bei der Essensausgabe, die jeden Tag organisiert wurde, zu kurz kamen.
Darum machten die Apostel erstmal ein Meeting und sagten: „Es ist nicht okay, wenn wir das ganze Essenszeug auch noch verteilen sollen, anstatt zu predigen und von Gott zu erzählen, was ja unsere eigentliche Aufgabe ist. Wir haben da eine Idee: Lasst uns aus der Gemeinde sieben Leute aussuchen, die sich nur für diese Aufgabe zur Verfügung stellen, Männer, denen ihr vertraut und die ihren Lebensjoystick voll in die Hände des heiligen Geistes gegeben haben. Die sollen das dann regeln. Wir wollen uns voll weiter auf das Gebet stürzen und predigen.“
Alle fanden diese Idee sehr geil. Zuerst wählten sie den Stephanus, einen Mann, der einen Glauben wie eine Eiche hatte und total abgefüllt war mit dem heiligen Geist. Dann kamen noch Philippus, Prochorus, Nikanor, Timon, Parmenas und Nikolaus aus Antiochien dazu (der war erst zum jüdischen Glauben gewechselt und danach Christ geworden).
Doch dann änderte sich das Szenario ganz erheblich. Stephanus, einer dieser sieben Sozialarbeiter, wurde umgebracht und damit begann die Jagd auf die Gemeinde in der Stadt:
Saulus verfolgte diesen Mord an Stephanus und war mit allem einverstanden. Am gleichen Tag begann die große Jagd in Jerusalem auf alle, die sich zu den Christen zählten. Die ganze Gemeinde floh in das Umland in die Dörfer in der Gegend von Judäa und Samarien. Nur die Apostel blieben in der Stadt. Stephanus wurde von ein paar der ganz gläubigen Männer beerdigt. Alle waren total traurig über seinen Tod.
Saulus war weiter sehr aggromäßig unterwegs, er wollte um jeden Preis die Christen vernichten. Er überfiel ganze Familien, ließ die Frauen und Männer verhaften und in den Knast werfen.
Die Christen, die aus Jerusalem abgehauen waren, erzählten aber überall von der guten neuen Nachricht, die es über Jesus zu erzählen gab. Einer von denen war ein Typ, der Philippus hieß. Der hing in der Stadt Samaria rum und erzählte dort allen von Jesus.
Die Leute, die da wohnten, waren total offen für das, was er zu sagen hatte. Sie hörten ihm zu und konnten sehen, was für fette Wunder er tat. Viele, die Probleme mit dreckigen Dämonen hatten, wurden davon befreit. Die Dämonen verschwanden mit einem Schrei aus den Leuten, wenn er für sie betete. Auf dieselbe Art wurden auch viele Behinderte total gesund.
In der Stadt freuten sich alle da drüber.
Es musste also erst Mord und Todschlag an Christen geben, damit sich die Gemeinde ausbreitete. Vorher blieben sie in ihrer Hauptstadt und freuten sich über die wachsende Gemeindegröße. Die Völker ringsherum waren ihnen egal. Man hatte sicherlich viel zu tun mit dem Kümmern um die eigenen Angelegenheiten und dem Freuen über die warme fromme Kuschelecke.

Was hatte Jesus den elf überlebenden Aposteln aufgetragen? Ein anderer Augenzeuge erinnert sich:
„Ihr müsst jetzt losgehen, überallhin, in die ganze Welt, und allen Menschen diese neuen guten Nachrichten weitererzählen. Alle, die ihr Vertrauen auf Gott setzen und sich taufen lassen, werden gerettet! Wer das nicht tut, wird das Ziel verpassen und verloren sein. Es gibt noch ein paar Merkmale, an denen man meine Leute erkennen kann: Dadurch, dass sie mit meiner Vollmacht abgehen, werden fiese Geister, Dämonen und so, gehorchen müssen. Sie müssen die Leute verlassen, in denen sie wohnen. Und sie werden durch die Kraft von Gott, durch seinen Geist, neue Sprachen sprechen können. Dann werden sie in der Lage sein, mit Giftschlangen zu spielen, sie werden sogar Gift trinken können, ohne dabei zu sterben. Und wenn sie für kranke Menschen beten, dann werden sie geheilt.“
Den ersten Satz hatten sie vergessen vor lauter Begeisterung über den Rest. Sie hatten noch mehr vergessen, darüber mehr demnächst in der Fortsetzung.

--- --- --- --- --- ---

P.S.: Die Augenzeugenberichte sind der Volxbibel entnommen. Auf einmal liest man einen Text ganz aufmerksam, den man eigentlich längst kennt. Erstaunlich, nicht war?

P.P.S.: Ich hatte diesen Artikel längst fertig, als ich die gestrige Nachricht mit den 100.000 Volxbibeln las und hier weitergab. Das Zusammentreffen von 100.000 und diesem heutigen Beitrag ist also reiner Zufall. Falls es den gibt...

Samstag, 20. Oktober 2007

100.000 (Hunderttausend)

Man kann es so ausdrücken:
Denn aus Gnade seid ihr errettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. Denn wir sind sein Gebilde, in Christus Jesus geschaffen zu guten Werken, die Gott vorher bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.
Oder auch so:

Wir haben es nämlich null verdient, dass wir aus dem Tod gerettet wurden. Da haben wir auch nichts großartig zu beigetragen. Das wurde nur möglich, weil ihr angefangen habt, Jesus zu vertrauen, und selbst dieser Glauben ist ein Geschenk. Dass ihr gerettet worden seid, hat also nichts mit euren tollen Taten zu tun. Das wäre ja auch komisch, dann könnte man sich ja was drauf einbilden.

Ich lese beide Versionen des zitierten Buches regelmäßig, die zweite jedoch erst seit relativ kurzer Zeit. Und ich sage: Herzlichen Glückwunsch zur Auflage von 100.000 Stück Volxbibel! Mögen es bald 500.000 werden!

Freitag, 19. Oktober 2007

Ellen Barkin’s broken voice

Auf die Ausgabe der Theme Time Radio Hour von gestern weise ich die geneigten Leser gerne wieder hin. Ellen Barkin's broken voice, die letzte Woche (California) aus ungenannten Gründen gefehlt hat, macht wieder den Anfang.


It's night time in the big city.
A woman dances under the strobe light.
A man rolls the joint on the second Johnny Winter album.
It's Theme Time Radio Hour with your host Bob Dylan.

Unterlegt dieses Mal mit Jimi Hendrix - Third Stone From the Sun.

Und dann eine Stunde mit Anekdoten, Geschichten über Musiker und Lieder, echten und erfundenen Fakten über Steine, Schwermetalle und die amerikanische Geschichte, und - wie fast immer - wieder bringt Bob Dylan die Bibel und das Evangelium so geschickt unter, wie es kaum einer sonst vermag.

Da mein Freund Patrick im Moment noch technische Probleme hat, empfehle ich denen, die (wie ich) nicht warten wollen, den Download bei Blind Willy, obwohl man da dann umständlich über Rapidshare gehen muss: Blind Willy

01 Opening
02 Be Careful Of The Stones That You Throw - The Staples Singers
03 Stoning
04 Rock Around The Rockpile - Ray Anthony
05 Easter Island
06 Rollin' Stone - Muddy Waters
07 Rock of Faith
08 Rock of Ages - The Stanley Brothers
09 The Layers of the Earth
10 Sticks and Stones - Ray Charles
11 Goofy Sid
12 Gonna Dance All Night - Hardrock Gunter
13 Stonehenge
14 Chinese Rocks - The Heartbreakers
15 E-Mail
16 Rocky Top - The Osborne Brothers
17 Pet Rocks and Grave Stones
18 Tombstone Every Mile - Dick Curless
19 Famous Headstones
20 Rollin' Stone - The Marigolds
21 Heavy Metal
22 Uranium Rock - Warren Smith
23 Rocky
24 Your Love Belongs Under A Rock - The Dirtbombs
25 Classic Rock with Jack White
26 Sam Stone - Swamp Dogg
27 Closing + End Credits


P.S.: Inzwischen ist Patrick so weit - ohne Umwege über Rapidshare. Viel Spaß!