Mittwoch, 12. Dezember 2007

Gauner in Uniform

Eine ganz vorzügliche Schimpfkanonade auf meine Heimatstadt hat sich ein frecher Mensch aus der Ostzone erlaubt. Aufmerksam geworden bin ich durch seine eigene Ankündigung in einer literarischen Kuschelecke auf Xing:
Gratis, aber nicht umsonst: Seit ein paar Tagen steht mein aktuelles Buch »DER BRANDENBURGER TOR« - ein übles Machwerk wider die Hauptstadt, bösartig und ungeniesbar - als Ebook zum kostenlosen Download bereit.
Wer so über sein Buch schreibt, macht mich neugierig. Ich habe mich also davon überzeugt, dass es so bösartig und ungenießbar ist, wie der Autor verspricht. Ein paar Kostproben (für die erste habe ich das obige Foto herausgesucht, denn das glaubt ja sonst kein Nicht-Berliner...):
Kirche.
Am Bahnhof Alexanderplatz, umgeben von einem kleinen Park, steht die Alexander-Kathedrale, ein Wahrzeichen der Stadt.
Wer sich von Süden her Berlin nähert, erblickt als erstes, hoch aufragend, das Minarett. Vom Morgen bis in die Nacht geht von hier die frohe Botschaft in jede Wohnung.
Einmal am Tag, meist in den Abendstunden, ist jede Familie vor dem Hausaltar versammelt. Und alle Blicke falten sich zum Gebet.

Kauderwelsch.
Auf dem Prenzlauer Berg lebt ein kleines Volk, das redet rückwärts.

Pissoirs.
Seit jeher waren die achteckigen Häuser aus Eisen Orte des öffentlichen Lebens.
Wichtige Entscheidungen wurden gefällt, Verabredungen getroffen: Hier war die Macht mit Händen greifbar.
Der allgemeine Verfall gab auch diese Plätze deutscher Kultur dem Rost anheim.
In einem der letzten und schönsten Pissoirs fand schließlich das Ministerium für Arbeit seine Heimstatt.

Polizei.
Ein pfiffiger Einfall: die Gauner in Uniform zu stecken.
Auf Streife entwickeln sie erstaunliche Instinkte: Diebe, Mörder und Hochverräter erkennen sie von Weitem am Geruch.
Für eine monatlich sichere Beute lassen sich viele Ganoven in den Dienst nehmen.

Reichstag.
Als Christo das Gebäude wieder auspacken wollte, machte er eine ärgerliche Entdeckung: Nur warme, dicke Luft hatte die glänzende Hülle zuletzt noch getragen.
Eine begehbare Laser-Skulptur ersetzt jetzt das Gemäuer: virtuelle Säle, Treppen und Galerien.
Funkwellen plätschern durch die Räume. Eine Kuppel aus Licht überspannt die Fata Morgana und zieht die elektrisierten Touristen magnetisch an.
Wer ist der Autor dieser Ungeheuerlichkeiten? Ein gewisser Olaf Trunschke, und das Machwerk wurde bereits mit Lobeshymnen aus berufenem Mund überschüttet, so hat ihn unter anderem DIE ZEIT preisgekrönt. Politisch korrekt sortiert von Akademie bis Zukunft, führen die Texte den Leser wortgewandt durch das Kauderwelsch der City: Hier ist zu erfahren, daß unterm Regierungspalast früher ein U-Boot vor Anker lag, was Berlin seinen Randgruppen, z. B. den Kannibalen, zu bieten hat und warum Korruption heute in jedem Supermarkt angeboten wird.

Erfreulich an der unerhörten Lektüre ist die Tatsache, dass man das Pamphlet hübsch formatiert mit zahlreichen Kreuz- und Quer-Links, die zum stundenlangen Verweilen nötigen,
Gratis, aber nicht umsonst
bekommen kann, wie der flegelhafte Schreiberling es zu formulieren unternahm. Bittesehr, hier geht es zur Lektüre für Hauptstadt-Hasser: Amokbooks

Man kann den Urheber der Ungeheuerlichkeiten auch belohnen, indem man sein Pamphlet käuflich erwirbt, zum Beispiel bei Amazon.

Mein Fazit als echter Berliner, nicht bloß zugereist wie jener freche Trunscke Olaf: Unbedingt lesen, so oder so.

Dienstag, 11. Dezember 2007

Vom angehenden Missionar zum Mörder

Der junge Mann, der am Sonntag zuerst bei Youth with a Mission (Jugend mit einer Mission) in Arvada, Colorado, zwei Menschen und dann zwei weitere in der New Life Church in Colorado Springs erschossen hat, gab zwischen den beiden Bluttaten laut CNN diesen Kommentar auf einer Webseite ab:

"I'm coming for EVERYONE soon and I WILL be armed to the @#%$ teeth and I WILL shoot to kill. ...God, I can't wait till I can kill you people. Feel no remorse, no sense of shame, I don't care if I live or die in the shoot-out. All I want to do is kill and injure as many of you ... as I can especially Christians who are to blame for most of the problems in the world."

Er war wohl einmal ein Nachfolger Jesu, sonst hätte er ja keine Schule für Missionare begonnen. Er hat weder dort noch in einer Gemeinde oder Kirche Menschen gefunden, die ihm aus seinen offensichtlichen Problemen heraushelfen konnten. Oder er wollte sich nicht helfen lassen. Aus der Missionarsausblidung hat man ihn hinausgeworfen, nachdem er bei einer Feier Songs von Marilyn Manson und Linkin Park aufgeführt hatte. Ob er anschließend von 2002 bis zu den tödlichen Schüssen vom Sonntag eine Gemeinde besucht hat, ist noch ungeklärt, aber er schien sich in den Räumlichkeiten der New Life Church auszukennen.

Es mag (wie bei einem der zwölf Apostel Jesu) solche "unvermeidbaren" Fälle geben, aber traurig finde ich es, wenn psychisch Kranke krank oder von Dämonen Geknechtete ohne Befreiung bleiben, obwohl sie engen Kontakt mit Christen haben.

Die Sache mit den Kommentaren

Da hat doch das Landgericht Hamburg gestern entschieden, dass ein Blogbetreiber Kommentare grundsätzlich prüfen muss, bevor er sie freischaltet. Die Details sind (vom Beklagten dargestellt) hier zu lesen: Callactive GmbH ./. Niggemeier II

Anlässlich dieser Entscheidung gibt es auf meinem Blog eine (diesmal ernstgemeinte) Umfrage zu den Kommentarfunktionen. Eine Auswertung der weniger ernstgemeinten Umfragen der letzten Wochen gibt es demnächst.

P.S. am 19. Dezember: Inzwischen ist die Umfrage beendet. Das Ergebnis ist wie erwartet eindeutig:

Chronische Schubladitis

Gestern fiel mir, als ich bei Haso über emergente Heilungen las, dieser Text wieder ein, den ich im September 2001 für Glaube.de geschrieben habe. Eigentlich schon ziemlich alt, mancher kennt ihn sicher, aber da ist er, leicht überarbeitet:

Was wäre das Leben ohne Schubladen: Unordentlich, unübersichtlich, unangenehm. Wir brauchen Schubladen, um Arrangements zu schaffen. Die Wäsche in diese Schublade, die Tischdecken in jene, Schal und Handschuhe für den Winter in die nächste. Am Arbeitsplatz sortieren wir Material gesondert von Schriftwechseln und Arbeitsunterlagen, Akten alphabetisch oder nach Datum. In der Werkstatt haben Schrauben einen anderen Ort als Nägel. Das ist gut so, sonst würden wir die Übersicht verlieren und erhebliche Zeit für das Suchen aufwenden müssen.

Auch sonst sind wir schnell mit Schubladen zur Hand. Das eine legen wir unter „fundamentalistisch“ ab, das nächste bekommt den Stempel „charismatisch“ aufgedrückt und manches stufen wir gar als „gefährliche Spinnerei“ oder „hoffnungslos von Gestern“ ein. So schaffen wir Ordnung für unsere Sicht der Dinge – und berauben uns selbst.

Schauen wir uns einmal an, auf welche Art und Weise in der Bibel Heilungen geschehen sind.

Da rührt Jesus aus Speichel und Erde Lehm an, um ihn auf blinde Augen zu streichen. Da wird jemand aufgefordert, sich mehrmals in das Flußwasser zu tauchen. Da fällt der Schatten der Apostel auf Menschen, die fortan gesund sind. Da verzweifeln die Jünger an einem epileptischen Knaben, weil das, was ihnen Jesus selbst beigebracht hat, auf einmal nicht mehr funktioniert. Da wird bei einem Kranken eine Hand aufgelegt, ein anderer mit Öl gesalbt. In einem Fall genügt ein Wort zur sofortigen Gesundung, bei anderer Gelegenheit müssen Aussätzige krank losgehen, um sich den Priestern zu zeigen – im Vertrauen darauf, daß die Heilung zur rechten Zeit sichtbar sein wird. Eine Frau berührt heimlich und verstohlen das Gewand des Herrn, ein Blinder schreit und lärmt, um auf sich aufmerksam zu machen. Timotheus wird angeraten, Wein zu trinken, anstatt eine Heilung für seinen schwächelnden Magen zu erwarten...

Gottes Wirken ist so vielfältig wie die Menschen, an denen er wirkt. Wir dürfen nicht sagen: „Zur Heilung eines Kranken ist es notwendig, Schema A anzuwenden. Falls das nicht funktioniert, versuchen wir es mit Schema B. Als letzte Lösung haben wir dann Schema C in der Schublade.“ Wir werden zwangsläufig scheitern.

Vielleicht sind wir deshalb dazu übergegangen, gar nicht mehr ernsthaft mit übernatürlichem Eingreifen Gottes zu rechnen. So berauben wir uns der Möglichkeit, staunend und voller Freude Zeuge dessen zu sein, was ein Gott, dem alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben ist, tun kann und möchte.

Wenn wir zunächst in Schubladen sortieren - aussortieren - was wir von vorne herein nicht sehen, erleben und wissen wollen, alles, was nicht unserer Tradition und Vorstellung entspricht, als inakzeptabel abgestempeln, wie können wir dann Gottes Überraschungen erleben?

Wenn Christen aus unterschiedlichen Gemeinden, Kirchen und Konfessionen anerkennen könnten, daß die Gläubigen aus den anderen Gemeinschaften das gleiche Ziel, wenn auch mit unterschiedlichen äußeren Formen, verfolgen, was wäre dann nicht alles möglich. Zum Beispiel: Die Menschen, die Gott nicht kennen, mit seiner Liebe und Vergebung bekannt zu machen...

Stilfragen und Äußerlichkeiten sind wichtiger geworden als die verlorenen Menschen, die nichts von Sünde, Vergebung und neuem Leben wissen. Wir wollen allen Ernstes darüber streiten, ob diese oder jene Form der Taufe angemessen ist, ob das Reden in Sprachen eine Wirkung des Heiligen Geistes oder ein Ausbruch menschlicher Hysterie ist. Manche etablierten Christen beäugen misstrauisch jeglichen Aufbruch, einige aufbrechende Christen verteufeln das Traditionelle...

Ich meine, daß wir die Schubladen schließen und uns dem zuwenden sollten, was uns Jesus aufgetragen hat: Geht hin und macht die Menschen mit Gottes Liebe bekannt. Das ist keine Missionsbitte oder ein Missionsvorschlag, sondern Jesus hat das ernst gemeint. Er hat für uns, charismatisch oder fundamentalistisch, evangelikal oder katholisch, freikirchlich oder konfessionell, einen hohen, bitteren und teuren Preis bezahlt. Wir sollten uns schämen, wenn wir einander be- und verurteilen, anstatt alles daran zu setzen, auch unsere Mitmenschen dem Verderben zu entreißen. Aber vielleicht glauben wir ja gar nicht mehr, dass ein Mensch ohne Jesus Christus verloren geht...

Machen wir doch die Schubladen zu, ziehen wir an einem Strang, bis alle Menschen in unseren Städten und Ländern gerettet sind. Wenn das der Fall ist, können wir ja beruhigt sortieren, wer in welches Fach gehört. Wenn uns dann noch danach ist...

Sonntag, 9. Dezember 2007

Tun was man lehrt

Letzte Nacht gegen 3 Uhr bin ich mit Bauchschmerzen aufgewacht, die in ziemlichem Tempo schlimmer wurden. Gegen 3:20 qälten mich dann Schmerzwellen, die an- und abschwollen.
Gegen 3:30 war ich nahe daran, meine Frau zu bitten, mir einen Krankenwagen zu rufen, um in ärztliche Obhut zu kommen. Inzwischen zitterte ich am ganzen Leib und fühlte mich zunehmend unsicher auf den Beinen (ich war aufgestanden, um die beste aller Ehefrauen nicht im Schlaf zu stören, allerdings wurde sie doch wach).

Natürlich hatte ich seit dem Aufwachen meinen Herrn gebeten, mich von den Schmzerzen zu befreien. Erfolglos. Da kam ein Minigedanke / Impuls / Eingebung / nenneswasduwillst:
Do what you teach and teach what you do.
Mehr nicht. Nach einem Augenblick der Ratlosigkeit kam mitten auf dem Kamm der nächsten Schmerzwelle der Durchblick. Anstatt weiter um Heilung / Befreiung zu bitten, sagte ich: "Ihr blöden Schmerzen, es reicht jetzt. Macht euch davon aus meinem Körper im Namen Jesu Christi."

Daraufhin ging ich zurück ins Schlafzimmer, krabbelte in mein Bett und schlief Sekunden später ein. Gegen 7 Uhr bin ich aufgewacht und war zunächst verwirrt. Irgend was stimmte nicht. Dann kam die Erkenntnis: Keine Schmerzen. Null Komma nichts an Unwohlsein.

Jetzt, um 7:48, trinke ich den ersten Kaffee und sage beziehungsweise schreibe mit Bob Dylan (das Lied Saved hatte im beim Aufwachen im Kopf, vermutlich habe ich schon im Schlaf Danke gesagt):
I wanna thank you, Lord. I just wanna thank you, Lord. Thank you Lord!

Freitag, 7. Dezember 2007

Der Paparazzo

Ein aufmerksamer Autor war er schon immer. Sein Auge für Details spiegelt sich in vielen seiner Texte; so hatte er es beispielsweise in seiner Erzählung Ein ganz normaler Tag nicht versäumt zu beobachten und aufzuschreiben, dass zur Stunde der Katastrophe in Berlin nicht nur Menschen vom Diesseits ins Jenseits wechselten:
Die Sonne ist so gut wie verschwunden, die Nacht wird barmherzig verbergen, was Harald jetzt so deutlich sehen muss: Alle sind einfach umgesunken, wo sie liefen, fuhren, saßen. Offensichtlich haben die Hirtenhunde das Rennen in den letzten Sekunden doch noch gewonnen, sie liegen zwischen den verkeilten Fahrrädern der Jugendlichen.
Am Freitag, dem 30. November 2007, meinte er, obwohl er durch ein Gespräch abgelenkt war, dass ihn jemand fotografiert hätte. Der Paparazzo hatte zwar aus der Hüfte im Vorbeigehen die Kamera ausgelöst, aber der Autor deutete den so bemüht beiläufigen Schlendergang richtig: Der hat mich fotografiert!

Nun war es keineswegs so, dass der Autor grundsätzlich Fotos seiner Person nicht duldete, es war gar nicht zu vermeiden, vor allem seit er den Literaturnobelpreis für seinen Roman Es gibt kein Unmöglich! bekommen hatte, dass er in der Öffentlichkeit erkannt und häufig abgelichtet wurde. Aber - und das war eben der feine Unterschied - die meisten Menschen fragten höflich. Der Paparazzo dagegen hatte so getan, als sei nichts. Und jeder Wikipedia-Leser weiß ja:
Selbst sogenannte "Personen der Zeitgeschichte" dürfen nicht jederzeit in jeder Situation fotografiert werden. Für Aufsehen sorgte 2004 das Caroline-Urteil des Europäischen Gerichtshofes. Es betonte die Schutzwürdigkeit der Privatsphäre auch von Prominenten und rügte die deutsche Rechtsprechung als unzureichend.
Da Geld angesichts des Nobelpreises keine Rolle spielte, beauftragte der Autor eine Tochterfirma der Mafia aus Sizilien mit den Nachforschungen. Er hatte nicht vor, gerichtlich gegen den Paparazzo vorzugehen, denn das schien ihm viel zu langwierig. Da gab es schließlich andere Methoden... - aber er wollte zunächst Gewissheit haben.
Die Ergebnisse wurden ihm, wie bei dieser stets zuverlässigen und diskreten Detektei üblich, schon am 6. Dezember 2007 präsentiert:
Es gibt zwei Fotos mit Ihnen, sehr geehrter Auftraggeber.
  • Auf dem einen sind Sie mit einer Dame abgebildet, die nicht als Ihre Ehefrau identifiziert werden konnte. Ersten Untersuchungen zufolge handelt es sich um die Agentin Barbara H. aus Berlin, die im Auftrag einer Tarnorganisation (siehe unten) als Vertriebsmitarbeiterin tätig ist.
  • Auf dem zweiten Bild sind Sie ebenfalls mit der besagten Dame, die nur von hinten zu sehen ist, abgebildet. Neben Ihnen steht deutlich erkennbar der Pate der Cosa Nostra in Berlin. Im Hintergrund sind einige Mitglieder des Berliner Gangstersyndikates, das unter dem Tarnnamen P. u. K. operiert, zu erkennen. Der Herr im blauen Hemd mit der Krawatte wurde als eine der leitenden Figuren in dieser zwielichtigen Vereinigung identifiziert.
Sollen wir nun
  • a) den Paparazzo samt Familie auf die übliche Weise beseitigen und
  • b) alle Festplatten Europas ferngelenkt löschen, damit eventuelle Kopien der Bilder vernichtet werden?
Der Autor, ein durchaus freundlicher und friedliebender Mensch, lehnte beide Ansinnen ab. Er fand die Bilder letztendlich ganz nett - zeigen sie doch deutlich, dass er Orangensaft statt Alkohol zu sich genommen hat und sich trotz drängender Termine Zeit nahm, mit den aus aller Welt, sogar aus Moskau und Stockholm, angereisten Menschen zu plaudern.
Und bei der Löschaktion aller europäischen Festplatten hätte es unnötiges weiteres Aufsehen gegeben.

Daher können an dieser Stelle die beiden skandalträchtigen Aufnahmen des aus Sicherheitsgründen nicht genannten Paparazzo (Name der Redaktion bekannt) dem staunenden Publikum präsentiert werden:

(Bild 1: Der Autor und die zweifelhafte Barbara H. am 30. November 2007 um 14:13 Uhr)

(Bild 2: Der Autor in weiterer zweifelhafter Gesellschaft am 30. November 2007 um 14:14 Uhr)

Der Paparazzo kann einstweilen wieder beruhigt schlafen und seine Familie in vorläufiger Sicherheit wissen. Der Autor wird aber aufmerksam bleiben, denn selbst sogenannte "Personen der Zeitgeschichte" dürfen nicht jederzeit in jeder Situation fotografiert werden.

Donnerstag, 6. Dezember 2007

Oh Shit!

Eine Lektion in English for Runaways (Englisch für Fürtgeschrittene):

Well, it's shit ... that's right, shit! Shit may just be the most functional word in the English language:

  • You can smoke shit, buy shit, sell shit, lose shit, find shit, forget shit, and tell others to eat shit.
  • Some people know their shit, while others can't tell the difference between shit and shineola.
  • There are lucky shits, dumb shits, and crazy shits. There is bull shit, horse shit, and chicken shit.
  • You can throw shit, sling shit, catch shit, shoot the shit, or duck when the shit hits the fan.
  • You can give a shit or serve shit on a shingle.
  • You can find yourself in deep shit or be happier than a pig in shit.
  • Some days are colder than shit, some days are hotter than shit, and some days are just plain shitty.
  • Some music sounds like shit, things can look like shit, and there are times when you feel like shit.
  • You can have too much shit, not enough shit, the right shit, the wrong shit or a lot of weird shit.
  • You can carry shit, have a mountain of shit, or find yourself up shit creek without a paddle.
  • Sometimes everything you touch turns to shit and other times you fall in a bucket of shit and come out smelling like a rose.

When you stop to consider all the facts, it's the basic building block of the English language.
And remember once you know your shit, you don't need to know anything else!

You could pass this along, if you give a shit; or not do so if you don't give a shit. Well, Shit, it's time for me to go. Just wanted you to know that I do give a shit and hope you had a nice day, without a bunch of shit. But, if you happened to catch a load of shit from some shit-head... Well, Shit Happens!


P.S.: Gefunden von der besten aller Ehefrauen in der English Lounge auf Xing. Du bist kein Xing-Mitglied? Well, honey, I don't give a shit.

Mittwoch, 5. Dezember 2007

Na so was.

Eine evangelische Gemeinde wächst in wenigen Jahren um 4000 Mitglieder, die neu in die Kirche eintreten. Eine katholische Gemeinde erlebt sogar einen Zuwachs von 3100 auf 8500 Mitglieder. In einer anderen - eher nicht so großen - Gemeinde werden jährlich über 50 Taufen durchgeführt. Unter den Täuflingen sind 15 bis 20 Erwachsene. Gottesdienste werden von 200 bis zu 450 Leuten besucht. In der Presse beginnt man Notiz zu nehmen. Pfarrer, Soziologen und Journalisten sind gleichermaßen überrascht.


Wo?

Irgendwo in Afrika?

Brasilien?

Denkste!

Mitten in Berlin.

Das Wunder vom Prenzlberg

Dienstag, 4. Dezember 2007

Jona S. Tinksauer

Jona hatte es kommen sehen, deshalb war er von vorne herein gegen das Unternehmen gewesen. Wie so oft war er auch in Ninive als falscher Prophet aufgetreten. Er hatte drei Tage lang quer durch die Stadt seine Botschaft verkündet:
"Noch vierzig Tage und Ninive ist zerstört!”
Was jedoch zerstört wurde, war lediglich sein Ruf, nicht etwa die Stadt. Jeder Stein blieb auf dem anderen, keine Flutwelle, kein Feuer vom Himmel, keine Seuche raffte die Menschen dahin.
Er beschwerte sich bei seinem Auftraggeber.
„Ach, HERR! War das nicht meine Rede, als ich noch in meinem Land war? Deshalb floh ich schnell nach Tarsis! Denn ich wusste, dass du ein gnädiger und barmherziger Gott bist, langsam zum Zorn und groß an Güte, und einer, der sich das Unheil gereuen lässt. Und nun, HERR, nimm doch meine Seele von mir! Denn es ist besser, dass ich sterbe, als dass ich lebe.”
Er hatte die Nase voll von seiner Berufung.

Was dieser Jona S. Tinksauer mit uns heute zu tun hat, erfahren lesefreudige Zeitgenossen im gestern wiederveröffentlichten neunten Kapitel der Serie Die Tage sind gezählt..

Sonntag, 2. Dezember 2007

With a little help...

...from my friends habe ich gestern einen muskelkater- und bauschuttfreundlichen Samstag verbracht. Allerdings war, eben wegen der Freunde, gegen 16 Uhr die Küche entfernt und beim Recyclinghof gut untergebracht, die Tapeten und die Fliesen von den Wänden entfernt und sogar gefegt.

Bild 1: Der fleißige Bob. Děkuji mnohokrát!

Bild 2: Der fleißige Tobias. Vielen Dank!

Wie Xavier Naidoo vor einer Weile sang: Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen... - wir haben es zusammen geschafft. Nun kann gemalert und gebodenverlegt werden, dann kommt die neue Küche und am nächsten Wochenende sollten wir eigentlich wieder eine normale Wohnung bewohnen.