Nach über 24 Stunden ohne Internet bin ich mal wieder mit der Welt verbunden. Und siehe da: Die Fortsetzung der Betrachtung der Korintherbriefe ist online: Christus hätte alt werden und in Frieden sterben können. Behauptet Paulus.
Ich bin gespannt auf die Kommentare. Dort, nicht hier. Logisch, oder?
Mittwoch, 9. Juli 2008
Montag, 7. Juli 2008
Der okkulte Paulus
Ich habe mich entschieden, interessierte Leser einzuladen, beim Entstehen meines Buches über die Korintherbriefe mitzuwirken. Das geht so: Nach und nach stelle ich die Texte auf meinen anderen Blog. Wer möchte, kann dort kommentieren, nörgeln, lobhudeln, schönreden, schimpfen, verbessern... - was auch immer. Besonders wichtig ist mir natürlich, dass ich von den Lesern erfahre, ob und wo sie beim Lesen stolpern oder hängen bleiben, weil etwas unverständlich ist.
Hier auf dem kunterbunten Blog erscheint jeweils ein kurzer Hinweis, wenn ein weiterer Teil dazu kommt. Kommentare sind hier aus-, beim jeweiligen Text natürlich eingeschaltet.
Es ist eine Rohfassung, vieles kann sich und wird sich noch ändern. Zum Beispiel ist mir noch kein vernünftiger Titel für das Projekt eingefallen...
Los geht es mit der Einführung und dem ersten Abschnitt, der den putzigen Titel Der okkulte Paulus bekommen hat.
Freitag, 4. Juli 2008
Lebenszeichen. Pause.
Nur so zwischendurch, nach ca. einem Drittel der Blogpause: Ich lebe noch, bin guter Dinge, schreibe (mein kleiner Eee ist immer in der Nähe) so zwischendurch mal hier eine, mal dort zwei oder drei Stunden an einem Buch über die Korintherbriefe und genieße dabei und vorwiegend den sehr vielgestaltigen Urlaub. Genaueres verrate ich dann, wenn der Alltag wieder Einkehr hält.
Genug Lesenswertes findet der geneigte Blogbesucher ja auch anderswo. Unbedingt empfehlen möchte ich beispielsweise das, was Dosi in Sachen New Christians notiert hat.
So. nun ist hier wieder Pause. Bis demnächst, liebe Leser!

So. nun ist hier wieder Pause. Bis demnächst, liebe Leser!
Samstag, 28. Juni 2008
Bloggeburtstag. Pause.
Die Zeit wird zeigen, ob das Bloggen mir geheuer wird. Ich könnte vieles tun, was bisher mir verwehrt gewesen ist, unterwegs schreiben beispielsweise. Doch ist der Mensch auch ein Gewohnheitstier. (Zitat aus dem ersten Beitrag)Mittlerweile ist auch die Homepage, die es letztes Jahr zunächst noch parallel gab, des Todes gestorben und durch einen zweiten Blog für meine längeren Arbeiten ersetzt worden; dieser hier diente von Anfang an den vielen kunterbunten Einträgen und hat bei weitem mehr Besucher. Das mag natürlich mit daran liegen, dass jener Blog eher selten Aktualisierungen erfährt, während dieser hier fast täglich, manchmal mit mehreren Beiträgen pro Tag, häufig Neues bietet.
Ein Jahr als Blogger - das hat mir viel Spaß gemacht. 411 Beiträge in zwölf Monaten... - gar nicht so schlecht, will mir scheinen. Mathematisch begabte Menschen mögen bis auf mehrere Kommastellen ausrechnen, wie viele Beiträge pro Tag das sind.
Vor allem die Kommentare und Diskussionen machen für mich den besonderen Reiz aus, daher an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle, die mit ihren Beifallsstürmen, Missfallensbekundungen und allem Übrigen dazu beitragen, dass dieser Blog recht lebendig ist. Ein Blog ist im Wortsinn ein Web-Log, ein Tage- oder Logbuch. Gerade durch die Beteiligung der Leser wird ein Blog jedoch viel mehr als ein Tagebuch, in das ja gewöhnlich nur der Autor selbst etwas einträgt. Und in Logbüchern stehen sowieso nur komische Zahlenberechnungen...
So, und nun macht der Blog pünktlich zum Geburtstag erst mal Pause. Ich habe drei Wochen Urlaub genommen und werde den auch dazu nutzen, meine Onlinezeiten erheblich zu reduzieren. Vielleicht gibt es mal ein Lebenszeichen in den nächsten Wochen, vielleicht aber auch nicht. Auch auf Kommentare und E-Mails wird es voraussichtlich in dieser Zeit keine Antworten geben.

Ihr könnt solange gerne dem Blog gratulieren, während ich mich ausklinke. Dann freut er sich und fühlt sich nicht völlig einsam. So ein Blog ist ja schließlich auch nur ein Mensch...
Na denn. Gehabt euch wohl! I'll be back.
Freitag, 27. Juni 2008
Petition an die G8
2008 ist ein wichtiges Jahr im Kampf gegen Armut und Krankheit. Im Sommer 2008 ist die Hälfte der Zeit zwischen 2005 und 2010, dem Zeitpunkt, bis zu dem eine ganze Menge G8-Versprechungen eingelöst werden sollten, verstrichen. Unter anderem wurden 2005 von den Regierungen 25 Milliarden Dollar praktischer Hilfeleistung in Afrika zugesagt. Die G8 hinkt ganz erbärmlich den eigenen Versprechungen hinterher.
Politiker sind (von Ausnahmen abgesehen) außerordentlich an der eigenen Popularität und daher in gewisser Weise auch am Willen der Bevölkerung interessiert, denn davon hängt in demokratischen Staaten die Karriere ab.
Die G8-Staaten haben feierlich einiges versprochen, was bisher nicht oder kaum eingelöst wurde. Anfang Juli treffen sich die Regierungschefs. Daher jetzt diese Petitions-Aktion von »ONE«. Die G8-Staaten sollen an ihre Möglichkeit - und Verantwortung - den Worten auch Taten folgen zu lassen, von Unterzeichnern weltweit erinnert werden.
Hier der Text der Petition:
Wir fordern Sie auf, auf den Erfolgen der Vergangenheit im Kampf gegen extreme Armut aufzubauen, indem Sie Ihre Versprechungen bezüglich medizinischer Versorgung, Landwirtschaft und Ausbildung einlösen und dadurch die Menschen in den Entwicklungsländern in deren eigenen Anstrengungen unterstützen, gegen Korruption anzugehen und für stabile Staatsführungen zu sorgen.Unterschreiben kann jeder auf dieser Petitionsseite: A Simple Request to the G8
We call upon you to build on recent success in fighting extreme poverty by delivering your commitments on healthcare, agriculture and education and by helping citizens in developing countries in their efforts to improve governance and fight corruption.
Donnerstag, 26. Juni 2008
Lukas Storch Podolski Haso Merkel
Gestern habe ich auf dem Weg zur Arbeit und auf dem Weg zurück nach Hause zwei Predigten gehört, die ich heute gerne empfehlen möchte.
Beide haben die passende Länge für meinen Arbeitsweg, im Gegensatz zu den meisten Predigten, die ich Sonntags in unserer Gemeinde zu hören bekomme. Bei uns sind sie meist etwa 60 Minuten lang... - man kann geteilter Meinung sein, ob das sinnvoll ist.
Bei den Jesus Freaks in Remscheid dagegen predigt man runde 30 Minuten, und das passt sehr gut zum täglichen Weg vom grünen Lichterfelde ins industrielle Neukölln.
Hier die beiden Empfehlungen. Rechte Maustaste: Download. Linke Maustaste: Anhören.
Vielen Dank an die Jesus Freaks, ich höre oft und gerne aus der Ferne zu.
Beide haben die passende Länge für meinen Arbeitsweg, im Gegensatz zu den meisten Predigten, die ich Sonntags in unserer Gemeinde zu hören bekomme. Bei uns sind sie meist etwa 60 Minuten lang... - man kann geteilter Meinung sein, ob das sinnvoll ist.
Bei den Jesus Freaks in Remscheid dagegen predigt man runde 30 Minuten, und das passt sehr gut zum täglichen Weg vom grünen Lichterfelde ins industrielle Neukölln.
Hier die beiden Empfehlungen. Rechte Maustaste: Download. Linke Maustaste: Anhören.
- Auf dem Weg zur Arbeit erfuhr ich in 29:32 Minuten, was Haso und sein Bauch mit mir zu tun haben, warum es manchmal besser ist, wenn etwas eine Weile dauert und wie Haso sich einst beim Holzhacken die Fingerkuppe abgeschnitten hat: Aus dem Bauch heraus.
- Auf dem Weg nach Hause hat mich Storch in 31:17 Minuten überzeugt, dass er wirklich keine Ahnung vom Fußball hat und ich habe mit Interesse verfolgt, wie er von Lukas Podolski über Angela Merkel zu einem Leprakranken gelangt: Sind wir nicht auch oft wie Martha?
Vielen Dank an die Jesus Freaks, ich höre oft und gerne aus der Ferne zu.
Mittwoch, 25. Juni 2008
Vor dem Finale...
Es empfiehlt sich...
...heute die abendliche Mahlzeit vor 20:45 Uhr einzunehmen.

Hier noch was für alle Freunde von Umfragen oder sonstigen Dingen, auf denen man was klicken darf:
Wer nach dem Spiel noch abstimmt, ist übrigens doof. Und dass da »tuerkische« statt »türkische« steht, liegt daran, dass FlashGearCom keine Umlaute verarbeiten kann.
Foto gefunden bei Google mit Verweis auf Flickr als Quelle. Sehr aussagekräftig.

Hier noch was für alle Freunde von Umfragen oder sonstigen Dingen, auf denen man was klicken darf:
Wer nach dem Spiel noch abstimmt, ist übrigens doof. Und dass da »tuerkische« statt »türkische« steht, liegt daran, dass FlashGearCom keine Umlaute verarbeiten kann.
Foto gefunden bei Google mit Verweis auf Flickr als Quelle. Sehr aussagekräftig.
Dienstag, 24. Juni 2008
wie eyns eynhorns
Die Sache hat mich zu Recherchen angestachelt. Was mir noch bekannt war aus längst vergangenen Schultagen, ist die mythologisch-literarische Seite. Rainer Maria Rilkes »Die Dame mit dem Einhorn«, »Das tapfere Schneiderlein« der Gebrüder Grimm, die griechische Mythologie um Zeus, der aus einer Ziege mit ziemlicher Gewaltanwendung ein Einhorn machte, die indischen Ursprünge des Fabeltiers...
Allerdings ist das nicht alles. Bei meinen Recherchen stieß ich darauf, dass auch in der Lutherbibel einst das Einhorn Gastrecht genossen hat.
Aber meyn horn wird erhöhet werden wie eyns eynhornshießt es in Psalm 92. Und in Psalm 29 konnte man damals lesen:
Und werde begossen mit frisschem öle
Und macht sie lecken wie eyn kalbIm Buch Hiob fragte in der ursprünglichen Übersetzung Gott:
Libanon und Sirion wie eyn iungs eynhorn
Weynstu das eynhorn werde dyr dienen, und werde bleyben an deyner krippen?Im Buch Numeri, Kapitel 24, übersetzte Luther:
kanstu yhm das ioch an knupffen ynn deynen furchen, das er hynder dyr pfluge ynn grunden
Gott hat in aus Egypten gefüret, Seine freidigkeit ist wie eins Einhorns. Er wird die Heiden, seine Verfolger, fressen, und ire gebeine zumalmen, und mit seinen pfeylen zu schmettern.Es gibt zahlreiche weitere solche Fundstellen in der Lutherbibel. Der Reformator hatte kein theologisches Problem mit diesem Wesen.
Heutzutage allerdings wurde das Einhorn durch andere Tiere ersetzt, in modernen Übersetzungen taucht es nicht mehr auf. Zu finden ist es aber dennoch allerorten. So halten Löwe und Einhorn das britische Staatswappen, es gibt etliche Einhorn-Apotheken und im Juni 2008 fand und fotografierte man in der Toskana gar ein lebendes Exemplar. Das allerdings entpuppt sich als Rehbock mit ungewöhnlichem Stirnschmuck. Hieronymus Bosch hat sowohl im »Garten Eden« als auch im »Garten der Lüste«, nach neueren Deutungen eher als »Garten der Liebe« zu verstehen, seines berühmten Triptychon das Einhorn angesiedelt.
Wenn also ein Pastor ein Einhorn sieht, braucht man nicht gleich nach der Glaubenspolizei rufen. Selbst dann nicht, wenn es Flügel hat. Und auch dann noch nicht, wenn der Pastor sagt, dieses Mischwesen aus Pegasus und Einhorn repräsentiere Jesus.
Bildersprache ist nichts ungewöhnliches bei geistlichen Eindrücken und was für den einen keine Bedeutung hat, kann einem anderen eine ganze Menge zu sagen haben. In der Bibel wimmelt es von allerlei merkwürdigen Wesen, mit allerlei Köpfen und Flügeln und Kronen und Klauen. Die Bibel ist kein Biologiebuch und unsere Phantasie wird nicht dadurch ausgeschaltet, dass wir gläubig werden. Wenn jemand eine geistliche Bewandnis dadurch begreift, dass er ein Senfkorn oder einen Feigenbaum als Bild nimmt, warum dann nicht ein anderer mal ein Einhorn?
- Mehr über das scheue Wesen bei Wikipedia: Einhorn
- Mehr über die alte Lutherbibel und das inzwischen ausgemerzte Tier: Einhörner in der Bibel
- Gedanken über den Leviathan, ein anderes schwer zu identifizierendes Wesen, macht sich gerade die Bloggergemeinde bei einem anderen Pastor: Storch und das Meeresungeheuer
Montag, 23. Juni 2008
Fußballrätsel

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