Samstag, 27. November 2010

Have you read these books?

Have you read these books?  The BBC believes that people will have read only 6 of the 100 books listed here.

Instructions: Copy this into your notepad or other editor. Bold those books you’ve read in their entirety. Italicize the ones you started but didn’t finish or read only an excerpt.

Here are my results:

  1. Pride and Prejudice – Jane Austen
  2. The Lord of the Rings - JRR Tolkien
  3. Jane Eyre – Charlotte Bronte
  4. Harry Potter series – JK Rowling
  5. To Kill a Mockingbird - Harper Lee
  6. The Bible
  7. Wuthering Heights – Emily Bronte
  8. Nineteen Eighty Four - George Orwell
  9. His Dark Materials – Philip Pullman
  10. Great Expectations - Charles Dickens
  11. Little Women – Louisa M Alcott
  12. Tess of the D’Urbervilles - Thomas Hardy
  13. Catch 22 - Joseph Heller
  14. Complete Works of Shakespeare
  15. Rebecca – Daphne Du Maurier
  16. The Hobbit - JRR Tolkien
  17. Birdsong – Sebastian Faulk
  18. Catcher in the Rye - JD Salinger
  19. The Time Traveller’s Wife – Audrey Niffenegger
  20. Middlemarch – George Eliot
  21. Gone With The Wind – Margaret Mitchell
  22. The Great Gatsby - F Scott Fitzgerald
  23. Bleak House – Charles Dickens
  24. War and Peace – Leo Tolstoy
  25. The Hitch Hiker’s Guide to the Galaxy - Douglas Adams
  26. Brideshead Revisited – Evelyn Waugh
  27. Crime and Punishment – Fyodor Dostoyevsky
  28. Grapes of Wrath – John Steinbeck
  29. Alice in Wonderland - Lewis Carroll
  30. The Wind in the Willows – Kenneth Grahame
  31. Anna Karenina – Leo Tolstoy
  32. David Copperfield - Charles Dickens
  33. Chronicles of Narnia – CS Lewis
  34. Emma – Jane Austen
  35. Persuasion – Jane Austen
  36. The Lion, The Witch and The Wardrobe - CS Lewis
  37. The Kite Runner – Khaled Hosseini
  38. Captain Corelli’s Mandolin – Louis De Bernieres
  39. Memoirs of a Geisha - Arthur Golden
  40. Winnie the Pooh - AA Milne
  41. Animal Farm - George Orwell
  42. The Da Vinci Code – Dan Brown
  43. One Hundred Years of Solitude - Gabriel Garcia Marquez
  44. A Prayer for Owen Meaney – John Irving
  45. The Woman in White – Wilkie Collins
  46. Anne of Green Gables – LM Montgomery
  47. Far From The Madding Crowd – Thomas Hardy
  48. The Handmaid’s Tale - Margaret Atwood
  49. Lord of the Flies original cover (1954)Lord of the Flies - William Golding
  50. Atonement – Ian McEwan
  51. Life of Pi - Yann Martel
  52. Dune - Frank Herbert
  53. Cold Comfort Farm – Stella Gibbons
  54. Sense and Sensibility – Jane Austen
  55. A Suitable Boy – Vikram Seth
  56. The Shadow of the Wind – Carlos Ruiz Zafon
  57. A Tale Of Two Cities - Charles Dickens
  58. Brave New World - Aldous Huxley
  59. The Curious Incident of the Dog in the Night-time – Mark Haddon
  60. Love In The Time Of Cholera - Gabriel Garcia Marquez
  61. Of Mice and Men - John Steinbeck
  62. Lolita - Vladimir Nabokov
  63. The Secret History – Donna Tartt
  64. The Lovely Bones – Alice Sebold
  65. Count of Monte Cristo – Alexandre Dumas
  66. On The Road - Jack Kerouac
  67. Jude the Obscure - Thomas Hardy
  68. Bridget Jones’s Diary – Helen Fielding
  69. Midnight’s Children – Salman Rushdie
  70. Moby Dick - Herman Melville
  71. Oliver Twist - Charles Dickens
  72. Dracula - Bram Stoker
  73. The Secret Garden – Frances Hodgson Burnett
  74. Notes From A Small Island – Bill Bryson
  75. Ulysses – James Joyce
  76. The Bell Jar – Sylvia Plath
  77. Swallows and Amazons – Arthur Ransome
  78. Germinal – Emile Zola
  79. Vanity Fair – William Makepeace Thackeray
  80. Possession - AS Byatt
  81. A Christmas Carol - Charles Dickens
  82. Cloud Atlas – David Mitchell
  83. The Color Purple – Alice Walker
  84. The Remains of the Day – Kazu Ishiguro
  85. Madame Bovary – Gustave Flaubert
  86. A Fine Balance – Rohinton Mistry
  87. Charlotte’s Web – EB White
  88. The Five People You Meet In Heaven – Mitch Albom
  89. Adventures of Sherlock Holmes - Sir Arthur Conan Doyle
  90. The Faraway Tree Collection – Enid Blyton
  91. Heart of Darkness – Joseph Conrad
  92. The Little Prince – Antoine De Saint-Exupery
  93. The Wasp Factory – Iain Banks
  94. Watership Down - Richard Adams
  95. A Confederacy of Dunces - John Kennedy Toole
  96. A Town Like Alice – Nevil Shute
  97. The Three Musketeers - Alexandre Dumas
  98. Hamlet – William Shakespeare
  99. Charlie and the Chocolate Factory – Roald Dahl
  100. Les Miserables – Victor Hugo

Well – I guess that the BBC is wrong.  Or I am not “people”?

P.S.: I found this on Heart of Berlin and on Library Thing

Freitag, 26. November 2010

Ein exquisites Adventskonzert

Was ich gar nicht mag, sind Advents-und-Weihnachtslieder-Mitsing-Veranstaltungen. Andere mögen so etwas, daher ist es gut, dass auch deren Geschmack und Gemüt entsprechende Angebote finden wird – aber sicher nicht bei dem Konzert, von dem hier die Rede ist.

Am 5. Dezember 2010 werden Katrin Glenz und Thomas Wahl in Berlin musikalisch fragen: Wie soll ich dich empfangen?

  • Die Frankfurterin »KAT«, mit bürgerlichem Namen Katrin Glenz, legte mit ihrem Debütalbum Polaroid of Truth zwölf Songs im Rock-Pop-Sound hin, das zweite Album hieß Sehnsucht. Die junge Künstlerin ist in der Musikszene alles andere als ein Neuling und erstaunlich vielseitig. Reiste sie doch schon mit Musical-Produktionen um die ganze Welt von Deutschland über Südafrika bis hin nach Spanien und Dubai; sie sang im Background bei Xavier Naidoo und Johnny Logan. 2004 spielte »KAT« im Vorprogramm von »Pink« und »Laith al Deen«. Sie erntete verdiente Begeisterung. 
  • In Hanau aufgewachsen, begann Thomas Wahl schon sehr früh mit dem Klavierspiel und war von Anfang an mehr autodidaktischer Klangerzeuger als reproduzierender Klavierschüler. Er erarbeitete sich im Lauf der Jahre ein umfangreiches Repertoire aus Pop, Jazz und Gospel – letzteres auch zum allsonntäglichen Genuss seiner Kirchengemeinde – ohne wirklich Noten lesen zu können. Inzwischen hat er auch die Klassik für sich erschlossen. Bei allem, was er spielt, wird dem Zuhörer klar, was es bedeutet, sich ein Stück »zu eigen« zu machen. Neben vielen Live-Projekten ist er auch an einigen CD-Produktionen beteiligt und studiert derzeit an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.

Adventskonzert in Berlin Steglitz

Diese beiden Künstler werden Advents- und Weihnachtsieder in zum Teil neuen und ungewohnten Interpretationen vortragen, einige kurze Hörbeispiele aus der CD finden sich auf der Webseite wiesollichdichempfangen.de – da können sich Schmalzliederphobiker wie ich davon überzeugen, dass es keine der grausigen ZuckergussundSchlagsahneveranstaltungen wird, die sonst im Advent oft angeboten werden.

Also, liebe Blogbesucher, sehen wir uns am 5. Dezember um 15:30 Uhr zum Kaffee und anschließenden Adventskonzert in der Wrangelstraße 6/7 in 12165 Berlin? Ich werde da sein und genießen.

Donnerstag, 25. November 2010

Jessika kommt! Ach du liebe Güte.

Worauf habe ich mich da nur eingelassen. Via Facebook, Blog-Abstimmung und sogar dienstliche E-Mails wurde mir deutlich nahe gelegt, dass es zahlreiche Menschen gibt, die mehr von der mörderischen Jessika lesen wollen. Also werde ich mich an die Arbeit machen und schreiben, soweit es die Zeit erlaubt.

Dass das wirklich Arbeit ist, kann der interessierte Blogbesucher feststellen, wenn er diese Version des Anfanges mit der vom vorigen Blogbeitrag vergleicht.

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Der Kuss - WikiCommonsGiuseppe lächelte und lehnte sich zu ihr hinüber, um ihr all das ins Ohr zu flüstern, was er sich für die nächsten beiden gemeinsamen Tage vorstellen konnte. Sie lächelte, sie lachte, sie gab ihm einen Klaps auf die Schulter, sie lachte wieder, sie kicherte und schließlich küsste sie ihn leidenschaftlich. Er war ein netter, ein amüsanter Kerl, von etwas schlichtem Gemüt und Verstand, aber das hatte sie ja gewusst, bevor sie ihn angesprochen hatte.
»Signore Di Stefano«, ermahnte sie ihn nach dem langen Kuss, »ritenzione per favore!«
Er murmelte: »Chi la fa l'aspetti.«
Ach ja, dachte sie, was ihr Männer doch immer so für Ideen im Kopf habt. Keiner ist wie mein Bernd, ich hätte ihn vielleicht doch am Leben lassen sollen.

Jessika dachte oft und meist mit Wehmut an Bernd zurück. Schon das fand sie verwunderlich. Wie konnte sie Wehmut empfinden, überhaupt Gefühle haben? Wenn es für ihresgleichen so etwas wie Liebe geben konnte, was sie an und für sich bezweifelte, dann war Bernd derjenige gewesen, der das Wunder bewirken konnte. Sie war sich sicher, dass Bernd sie aus tiefstem Herzen und aufrichtig geliebt hatte. Sie war genauso sicher gewesen, dass für sie Sentimentalitäten wie Sehnsucht, Liebe, Wehmut nicht in Frage kamen. Bis sie ihm die Kehle durchgeschnitten hatte. Der Schmerz in ihrem Herzen hatte sie überrascht und verunsichert. Sie war nach Italien geflohen, nur vor sich selbst. Polizeiliche Ermittlungen hatte sie nie zu fürchten gehabt.
Hier waren die Männer leidenschaftlich, sie gefielen sich in der Rolle des feurigen Liebhabers, aber sie liebten nicht, waren nicht so hingegeben wie Bernd. Giuseppe Di Stefano fand Gefallen am Sex mit ihr, gab sich zuvorkommend und großzügig, aber er achtete, verehrte und liebte Jessika nicht. Dass er seine Frau, seine vier Kinder liebte, wie er gerne behauptete, bezweifelte Jessika. Hätte er sich denn auf diese Affäre eingelassen, wenn das zuträfe?

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Was daraus werden wird, kann ich nicht sagen. Erstens werde ich voraussichtlich wieder meine Leser abstimmen lassen, wie es in bestimmten Fragen weitergehen soll, zweitens schreiben sich solche Geschichten weitgehend von selbst - ich kann wirklich nicht voraussehen, was Jessika letztendlich tun wird.

So. Und nun heißt es warten, liebe Leser, bis ich etwa vier Seiten geschrieben habe, die kommen dann als erste Fortsetzung auf diesen Blog.

Ach ja: Falls jemand keine Ahnung hat, wer Jessika ist und was das alles soll: Jessika ist der Titel einer Kurzgeschichte in meinem Buch [Gänsehaut und Übelkeit]. Dort trat sie erstmals in mein Autorenleben. Und irgendwann, Jahre später, entstand eine längere Fortsetzung, die gibt es kostenlos als E-Book: [Wer bist du, Jessika?]

Mittwoch, 24. November 2010

Jessika zaudert

So könnte der Anfang einer Fortsetzung aussehen. Ungefähr. Bittesehr:

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Giuseppe lächelte und lehnte sich zu ihr hinüber, um ihr all das ins Ohr zu flüstern, was er sich für die nächsten beiden gemeinsamen Tage vorstellen konnte. Sie lächelte, sie lachte, sie gab ihm einen Klaps auf die Schulter, sie lachte wieder, sie kicherte und schließlich küsste sie ihn leidenschaftlich. Er war ein netter, ein amüsanter Kerl, etwas schlicht im Gemüt und im Verstand, aber das hatte sie ja gewusst, bevor sie ihn angesprochen hatte.
»Signore di Stefano«, ermahnte sie ihn nach dem langen Kuss, »ritenzione per favore!«
Er murmelte: »Chi la fa l'aspetti.«
Ach ja, dachte sie, was ihr Männer doch immer so für Ideen im Kopf habt. Keiner ist wie mein Bernd, ich hätte ihn vielleicht doch am Leben lassen sollen.

Jessika dachte oft an Bernd zurück. Wenn es für ihresgleichen überhaupt so etwas wie Liebe geben konnte, dann war er derjenige gewesen, den sie geliebt hatte. Und sie war sich sicher, dass Bernd sie aus tiefstem Herzen und aufrichtig geliebt hatte.
Hier in Italien waren die Männer leidenschaftlich, sie gefielen sich in der Rolle des feurigen Liebhabers, aber sie liebten nicht so bedingungslos, so hingegeben wie Bernd. Giuseppe Di Stefano fand Gefallen am Sex mit ihr, gab sich zuvorkommend und großzügig, aber er achtete Jessika nicht. Nicht so. Nicht so wie Bernd sie geachtet hatte.

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Ja, so ähnlich könnte es losgehen., Aber Jessika ist nicht zufrieden mit der Zahl der Abstimmenden. Sagt sie. Und nun?

Soll Jessika wiederkommen?
Nie und nimmer! Pfui!
Na klar, unbedingt!
Wer ist Jessika?
Auswertung

Dienstag, 23. November 2010

Montag, 22. November 2010

Ein Leben

19 mal 140 Zeichen. Meine zweite Twitter-Erzählung. Ich dachte, es würden 21 Fortsetzungen, aber bei der 19ten war bereits das Ziel erreicht. Bei manchen Teilen gefällt mir der sprachliche Rhythmus nicht so ganz, aber die Beschränkung auf die 140 Zeichen lässt sich eben nicht aufheben. Na denn:

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Blau zeichnen sich da Höhen in der Ferne ab. Du ahnst nicht, welche Schluchten sie durchziehen, welche Steilhänge sie in deinen Weg stellen.

Du denkst noch über das Ziel nach, studierst noch nicht den Weg. Blaue Höhen - weit weg. Du wirst zur Ruhe finden, wenn dann Einsicht kommt.

Alltägliche Verrichtungen, die blauen Höhen rücken unbemerkt ein wenig näher. Tag für Tag. Nichts Besonderes, nur Alltag. Dennoch unterwegs.

Eine von 19 Twitternachrichten aus der Geschichte Der Weg macht sich dir nun begreiflich, weglos zu sein wird dir Gewinn. Nun zählt der Schritt, es zählt nicht mehr das Ziel. Ist es ein Tor?

Du isst, wenn dich hungert, du schläfst im Fall der Müdigkeit. Du hast die alte Regelmäßigkeit verbannt, du achtest jetzt auf deinen Körper.

Die blauen Höhen rücken nah, als kämen sie zu dir statt du zu ihnen. Du siehst die kleinen Wunder ringsherum. Halt sie fest in deiner Seele.

Zweisamkeit beginnt, der Weg hat dich zu ihr geführt. Das Glück. Du gehst nicht mehr allein. Dennoch musst du, ja wirst du selber schreiten.

Die Bläue weicht, da dich die Höhen nun umfangen. Dir wird erkennbar, was der Dunst verbarg. Du gehst den Weg, und er genügt auch ohne Ziel.

Was mag dich erwarten am Ende deines Weges? Ein Tor wohl - torlos schon jetzt geborgen, weil jeden Augenblick zu fühlen dir bereits gelingt.

Die Wege werden steil, Abgründe klaffen tief. Was gestern galt, muss heute nicht mehr Wahrheit sein. Was morgen stimmt, ist heute Lüge noch.

Was du geglaubt hast, darfst du weiter glauben. Doch Wissen und Erfahrung geben Widerrede deinem Geist. Die Seele ratlos, schweigend, blind.

Ganz ohne Schuld bist du in auswegloser Lage. Ein Freund gibt Rat und Hoffnung dämmert auf. Ein anderer Weg? Dein alter Weg nur neu gedacht?

Der eine rät zu diesem, der andere zu jenem Weg. Sie alle weisen dir ein Ziel, doch keiner einen Weg. Du gehst den nächsten Schritt. Allein.

Nie fragt das Leben, ob etwas dir gefällt. Statt Zweisamkeit nun wieder einzeln schreiten. Erinnerungen bleiben, an kleine Wunder unterwegs.

Zurück willst du? Dort hin, wo alles leichter fiel? Ach, alle sehnen sich nach guten Zeiten, alle könnten wohl verzagen. Doch du bist stark.

Jetzt meisterst du die Steigung, der Aufstieg wird zum Ziel des Tages. Der nächste Tag mag neue Ziele bringen. Das Heute sei sich nun genug.

Du denkst zurück. Wie leicht fiel der Beginn der Reise, denn alles war noch unbekannt. Nun kennst und weißt du, dennoch schreitest du voran.

Die einstmals blauen Höhen hast du nun bezwungen, und neue Höhe schimmert in der Ferne schon. Der Schritt, er zählt; das heute und das hier.

So gehst du eines Tages durch das Tor mit Leichtigkeit trotz all der Schwere. Der Weg, er war das Ziel, das Ziel ist nun erreicht. Zu Hause.

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Vermutlich habe ich den Sinn des Twitterns nicht begriffen, aber das macht ja nichts. Ich schaffe mir meinen eigenen Sinn. Vielleicht fällt mir ja mal wieder was dazu ein…

Samstag, 20. November 2010

Jessika hat die Nase vorn

FeedBooks by GJM

Unter meinen kostenlos angebotenen Büchern hat »Wer bist du, Jessika?«  die Nase vorn. 1.088 mal wurde das Buch bisher heruntergeladen, angeboten wird es seit April 2010. »Die Entblößung«, aus dem Februar 2010, bringt es auf 666. »Doch niemand geht irgendwohin« wurde seit Februar 2010 nur 596 mal abgerufen und das einzige Sachbuch, das ich bei Feedbooks anbiete, »Zurück nach Korinth«, liegt auf Platz 4 mit 580 Downloads. »Neuland« ist erst seit Oktober 2010 im Angebot – also sind die 251 Zugriffe wegen der wesentlich kürzeren Zeit nicht vergleichbar mit den anderen Büchern.

Anders als beim Bloggen und bei Facebook gibt es so gut wie keine Leserreaktionen auf die elektronischen Bücher – das ist vergleichbar mit den gedruckten Werken. »Es gibt kein Unmöglich!« hatte eine erste Auflage von 2.000 Stück – die waren damals nach etwa einem Jahr verkauft. Zuschriften? Ich habe, soweit ich mich erinnere, nur eine einzige bekommen.

Das ist übrigens ganz und gar normal. Ich schreibe ja auch keine Autoren an, um ihnen mitzuteilen, ob und wie mir ihr Buch gefallen hat.

Nun frage ich mich beim Blick auf die Download-Zahlen: Soll Jessika, die offenbar so beliebte, wieder auferstehen? Ich habe sie ja ganz und gar mit Absicht am Leben gelassen, als ich zum Schluss der Erzählung kam. Und das frage ich auch meine Blogbesucher und Facebook Freunde:

Soll Jessika wiederkommen?
Nie und nimmer! Pfui!
Na klar, unbedingt!
Wer ist Jessika?
Auswertung

Donnerstag, 18. November 2010

Liebes Google,

du müsstest bitte noch mal an unserem Haus vorbei fahren, denn

  1. besitze ich dieses Auto nicht mehr, das war der Ford Windstar, der im letzten Dezember das Zeitliche gesegnet hat und
  2. verstehe ich, dass du Autokennzeichen verpixeln musst, aber warum hast du meinen schönen US-Flag-Bumpersticker denn so verschandelt? Kann ich auch eine Entpixelung verlangen?

Also auf geht’s. Entweder neues Bild mit aktuellem Auto oder die US-Flagge kenntlich machen! Dalli dalli!

Foto: Google Streetview

Mittwoch, 17. November 2010

Stephen King: Full Dark, No Stars

Natürlich ist es töricht, beim Lesen eines Buches den Autor zu bedrohen: »Don’t you dare to hurt Tess any more! She has suffered enough!« Dennoch habe ich genau das (am 16. November via Facebook) getan, wohl wissend, dass die Zeilen darüber, was Tess noch erwarten würde, längst geschrieben und gedruckt waren.

Wenn die Personen so lebendig werden, dass der Leser mit ihnen fühlt, leidet, lacht, hofft und verzweifelt, dann hat man ein gutes Buch in der Hand. Wenn man wütend wird, weil das Leben im Buch so unfair ist wie das wirkliche Leben sich gelegentlich präsentiert, wenn man aufatmet, weil ein drohendes Unheil gerade noch einmal abgewendet werden kann, dann hat der Autor geschafft, was er wollte. Kaum einem gelingt das so perfekt wie Stephen King.

»Full Dark, No Stars« hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt, mit allen vier Geschichten, die Stephen King erzählt. »The stories in this book are harsh«, schreibt er im Nachwort, »you may have found them hard to read in places«. So ist es, kann ich da nur antworten. Der Knoten im Hals hat es mir bewiesen, und es hätte gelegentlich nicht viel gefehlt, dass auch noch feuchte Augen dazugekommen wären. »If so, be assured that I found them equally hard to write in places« - das glaube ich gerne. Denn man merkt es der Lektüre nicht an, wie viel harte Arbeit darin steckt, und genau das ist es, was Stephen King zu einem Meister unter den Erzählern macht.

Die treuen Leser, die der Autor wie stets als seine »Constant Readers« anspricht, werden dieses Buch sowieso lesen und sich wie ich über so manche kleinen Reminiszenzen an frühere Werke freuen, vom »assume makes an ass out of you AND me« über eine Clown-Fratze in Derry und den Schauplatz Hemmingford Home bis zum »Long days and pleasant nights« als Gruß. Das kennen wir, da schmunzeln wir. So soll es sein.

Denen, die nicht zu den Stammlesern gehören, weil sie vielleicht irgendwann mal gehört haben, Stephen King schriebe Fantasy-Horror (oder weil sie eines seiner frühen Werke gelesen haben), sei dieses Buch als Gegenmittel zum Vorurteil empfohlen, vorausgesetzt sie sind bereit, dem Horror des Lebens im ganz normalen amerikanischen Alltag in die Augen zu blicken. Das kann schlimmer sein als der Schrecken in einer Fantasy-Welt.

Für schwache Nerven und empfindliche Gemüter sind diese vier Geschichten sicher nicht geeignet, denn Stephen King nimmt wie üblich eine starke Taschenlampe mit in den finsteren Keller der menschlichen Abgründe: »If you’re going into a very dark place then you should take a bright light and shine it on everything. If you don’t want to see, why in God’s name would you dare the dark at all?«

Eben.