Montag, 2. Februar 2015

Was sind schon ein paar hundert Meter

Wenn man, so wie ich, Ausdauersport nicht nur der Vermeidung von Dickleibigkeit samt allen daraus folgenden Malaisen zuliebe betreibt, sondern auch um das körpereigene Immunsystem für den Kampf gegen Krebszellen fit zu halten, ist das Notieren von absolvierten Trainingseinheiten eine gute Motivationshilfe.

Statt Bleistift und Tagebuch oder Notizblock benutzt man dafür heutzutage natürlich bevorzugt elektronische Hilfsmittel, in meinem Fall ist das ein mobiles Telefon mit einer entsprechenden Applikation. Seit April 2013, das sind inzwischen also 10 Monate, habe ich »Runtastic« verwendet und bin eigentlich (trotz der aufdringlichen Werbung in der kostenlosen Version) recht zufrieden, da ich auf der zugehörigen Internetseite auch die Trainingseinheiten aus dem Sportstudio eintragen und übersichtliche Statistiken abrufen kann. So weiß ich, dass ich in den zehn Monaten 922,09 Kilometer gelaufen bin und dafür 97 Stunden, 22 Minuten und 53 Sekunden gebraucht habe.

Wie genau oder ungenau solch ein Mobiltelefon mit seinem GPS-Empfänger und die Software den zurückgelegten Weg aufzeichnen, ist allerdings auch offensichtlich, wenn ich mir die Grafiken anschaue:

runkeeper

Das Bild spricht für sich … denn ich bin ja von zu Hause losgelaufen und habe dort auch das Jogging beendet, also liegen Start- und Endpunkt nicht nebeneinander, sondern sind identisch. Und ich habe zwei Runden am Ufer des Kanals entlang absolviert, nördlich hin, südlich zurück, ohne durch das Wasser zu rennen oder über Gebäude und Zäune und Privatgelände zu klettern und zu laufen.

Die Runtastic-Applikation scheint mir etwas zuverlässiger aufzuzeichnen als der »RunKeeper«, mit dem das obige Bild entstanden ist. Der ist aber andererseits etwas motivierender, weil er nicht nach zwei Kilometern die Ansagen einstellt wie »Runtastic« (damit man endlich zur kostenpflichtigen Version wechselt).

Ob ich also nun tatsächlich ein paar hundert Meter mehr oder weniger zurückgelegt habe als das Gerät mir am Ende anzeigt, sei dahingestellt. Motivierend ist das trotz solcher Ungenauigkeiten allemal.

Und besonders gefreut habe ich mich über den gestrigen Lauf, bei dem ich zum ersten Mal über 15 Kilometer gelaufen bin, in weniger als eineinhalb Stunden. Davon hätte ich nicht einmal zu träumen gewagt, als ich mir nach beiden Krebsoperationen gesagt habe: Auf geht’s! Nicht aufgeben, nicht resignieren, sondern dran bleiben.

Es gibt viel Grund zur Dankbarkeit in meinem Leben. Solche Leistungsfähigkeit ist einer dieser Gründe.

Mittwoch, 28. Januar 2015

Neuland … schon gelesen?

Während wir gemeinsam geduldig darauf warten, dass eine neue Auflage von »Es gibt kein Unmöglich!« fertig wird, fiel mir ein, dass es ja auch geschätzte Blogbesucher geben könnte, die »Neuland« noch nicht kennen. Als Zeitvertreib beim Warten wäre das doch eine prima Investition?

In dem Buch erleben wir einen Giftgasunfall mitten in Berlin, erfahren, wie die Brücke nach Fehmarn wirklich entstanden ist, sind Zeugen eines kafkaesken Restaurantbesuches, schauen zu, wie ein Mann in einer Internetgalerie von Tag zu Tag eines weiteren Kleidungsstückes beraubt wird und reisen sogar in das Jahr 2070, wo es dann keinen Krieg und keinen Hunger mehr gibt. Aber statt dessen …

Und einiges mehr. Um die Neugierde zu schüren, hier ein Bildschirmfoto aus dem einleitenden Kapitel. So plaudere ich gerne mal mit meinen Lesern:

hahaha

Mehr zum Buch, den 23 enthaltenen Texten, eine etwas längere Leseprobe und sogar die Möglichkeit des käuflichen Erwerbs für gar nicht mal so furchtbar viel Geld gibt es hier:

Neuland

Viel Spaß.

P.S.: Wer es gelesen hat, macht mir eine Freude, wenn er eine Rezension bei Amazon hinterlässt. Oder sie, im Falle der weiblichen Leserschaft. Danke!

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Montag, 26. Januar 2015

Wellen der Dankbarkeit

Meine geschätzten Blogbesucher, soweit sie regelmäßig hier hereinschauen oder den Blog abonniert haben, wissen es: Ich bin dabei, die vierte Auflage meines Romans »Es gibt kein Unmöglich!« vorzubereiten.

Während ich so Zeile für Zeile lese und hier und dort Formulierungen verbessere oder Wortwiederholungen ausmerze, Absätze Sackgasse - Foto von http://die-beste-juppi.blogspot.de/umstelle oder ein paar überflüssige Worte entferne, begegnet mir das eigene Buch fast wie eine neue Lektüre. So ganz und gar verwunderlich ist das nicht, immerhin wird das Buch im Sommer 18 Jahre alt, das Manuskript ist noch etwas betagter, da ich seinerzeit nach der Fertigstellung ja erst einen Verlag suchen und finden musste.

Mir tut die erneute intensive Beschäftigung mit meinen eigenen Kindheits- und Jugenderlebnissen gut, denn ich staune wirklich und aufrichtig, wie viel Grund zur Dankbarkeit ich schon damals hatte. Mehr als einmal war ich als junger Mensch in der Sackgasse gelandet und mehr als einmal kann ich mir den Weg heraus nicht als Verdienstorden für eigene Leistungen an die Brust heften. Um es mit den Worten eines zeitgenössischen Sängers zu sagen:

Ich bin gefallen und ich durfte wieder aufsteh’n.
Mit Sicherheit kann ich es sagen: Ich wurde getragen.
~Xavier Naidoo

Man vergisst so leicht, wie viele Geschenke man im Lauf der Jahre schon bekommen hat. Dass es keine Selbstverständlichkeit ist, am Leben zu sein. Und wie oft der Weg aus einer Sackgasse mit menschlicher Logik und Verstand nicht zu begründen ist. Von Kapitel zu Kapitel erlebe ich beim Überarbeiten Wellen der Dankbarkeit. Womöglich deutlich mehr als damals beim Schreiben.

Ich freue mich auf die Neuauflage, denn das Buch war und ist auch ein ausdrückliches »Danke!«. Dass es darüber hinaus, wie ich noch heute, 18 Jahre nach der Erstauflage, immer wieder zu hören und zu lesen bekomme, Menschen Mut machen und Kraft zum Durchhalten geben kann, ist schon wieder ein weiteres Geschenk für mich als Autor.

So. Das musste mal zwischendurch gesagt werden.

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Foto: Freundlicherweise zur Verfügung gestellt von der Vorgärtnerin. Danke!

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Dienstag, 13. Januar 2015

Eine Neuauflage …

… meines Romans »Es gibt kein Unmöglich!« wird es so bald wie möglich geben. Damit das Projekt zu meiner eigenen Zufriedenheit ausfällt, überarbeite ich zur Zeit den gesamten Text, Satz für Satz, Seite für Seite. Inzwischen bin ich bis zum fünften Kapitel vorgedrungen – noch nicht ganz ein Drittel ist geschafft.

Die Überarbeitung nimmt überwiegend die Zeit in Anspruch, die ich sonst für Artikel, kürzere oder längere, aufwenden würde – daher herrscht hier auf dem Blog zur Zeit so etwas wie Dürre. Ich hoffe, dass meine treuen Leser das verkraften können. Aber da mich letzte Woche wieder eine Anfrage erreichte, ob und wo man das Buch kaufen könne, bekommt das Projekt einen Vorrang.

Die Neuauflage wird auch einen neuen Umschlag bekommen … die drei Fotos könnten dabei Verwendung finden. Vielleicht. Sie würden den Untertitel des Romans (Musik, Drogen, Kriminalität … und doch ein Weg aus der Sackgasse) illustrieren. Mal sehen. Vielleicht kommt auch etwas ganz anderes zustande.

So. Das nur zwischendurch, damit meine geschätzten Blogbesucher nicht auf den Gedanken kommen, dieser Blog sei eingestellt worden.

P.S.: Lieferbaren Lesestoff aus meiner Feder findet man übrigens in gedruckter Form und als Kindle-Bücher hier: [Günter J. Matthia bei Amazon]

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Samstag, 27. Dezember 2014

Gelesene Bücher 2014

Wie jedes Jahr seit 2010, als ich erstmals das Jahr über notiert habe, welche Bücher ich gelesen hatte und wie sie mir gefielen, vertraue ich meinem Internettagebuch auch heuer wieder die Liste an – zur eigenen Erinnerung und für interessierte Blogbesucher.

Wie immer steht zuerst der Autor, dann nach den drei Schrägstrichen /// der Titel, dann eine kurze Bemerkung, anschließend – für schlechtes Buch, 0 für durchschnittliches Buch und + für gutes Buch, gefolgt von D für Deutsch oder E für Englisch und schließlich K für Kindle oder P für Papier. Schlechte Bücher sind in roter Schrift, gute in grüner Schrift notiert. Bittesehr:

  1. Acker, Andreas /// Die Beschleunigung der Angst /// Sprachlich ab und zu etwas missglückt, aber durchgehend spannend. /// + /// D /// K
  2. Austen, Jane /// Pride and Prejudice /// Beautiful language but not too much going on. Outdated storytelling /// 0 /// E /// K
  3. Baldacchi, David /// Der Präsident /// Recht spannend, nur gelegentlich langatmig. Passable Übersetzung.  /// + /// D /// K
  4. Daugherty, C.J. /// Night School - Du darfst keinem trauen /// Spannend bis zum Schluss und hervorragend ins Deutsche übersetzt. /// + /// D /// K
  5. Detering, Hermann /// Der gefälschte Paulus /// Höchst interessante Denkanstöße und Theorien. /// + /// D /// K
  6. Diemer, Andreas /// Die fünf Dimensionen der Quantenheilung /// Viel Stoff zum Nachdenken und in Erwägung ziehen. /// 0 /// D /// P
  7. Farrel, Bill & Pam /// Red Hot Romance Tipps for Women /// … typical evangelical American stuff without much relevance in real life. /// - /// E /// P
  8. George, Elizabeth /// Just one evil act /// Much too longwinded, no thrilling story, langauge often uninspired. /// 0 /// E /// P
  9. Grey, Kiara /// Süße Leidenschaft /// So niveaulos wie langweilig. Unglaublich schlecht, keine Grammattik, keine Rechtschreibung, kein Niveau. /// - /// D /// K
  10. Gunaratana, Venerable Henepola /// Mindfulness /// No easy reading, but fundamental information and practical tips. /// 0 /// E /// K
  11. Hattrup, Dieter /// Thomas Mann: Joseph und seine Brüder /// Mit feiner Ironie und lebendig geschilderter Überblick über das große Werk. /// + /// D /// K
  12. Herrndorf, Wolfgang /// Diesseits des Van-Allen-Gürtels /// Unterhaltsam, humorvoll, treffend ... großartige Erzählungen. /// + /// D /// P
  13. Jakubowski, Martin /// Smartphone-Fotografie - Das Praxisbuch /// Interessante Tipps und etliche gute Anregungen. /// 0 /// D /// K
  14. King, Stephen /// Böser kleiner Junge /// Typisch King - unterhaltsam erzählt, gute Geschichte. Nur in Deutsch und Französisch erhältlich. /// + /// D /// K
  15. King, Stephen /// Mr Mercedes /// Thrilling until the last page … superb storytelling! /// + /// E /// P
  16. King, Stephen /// Revival /// Not his best book ever, but a good one anyway. Only the ending ain't no good. /// + /// E /// P
  17. Kumpfmüller, Michael /// Die Herrlichkeit des Lebens /// Anrührend, bezaubernd, wunderbar geschrieben … ein ringsum gelungenes Buch /// + /// D /// P
  18. Lenz, Siegfried /// Zaungast /// Vielfältig, humorvoll, wunderbare Sprache. Was will man mehr. /// + /// D /// P
  19. Lenz, Siegfried /// Deutschstunde /// Ein meisterhafter Erzähler und eine rundum gelungene Geschichte.  /// + /// D /// P
  20. Lenz, Siegfried /// Der Geist der Mirabelle /// Wunderschön und humorvoll erzählt … kleine Alltagsbeobachtungen /// + /// D /// P
  21. Loyd, Alex & Johnson, Ben /// Healing Code /// Zwiespältige Empfindungen … sehr amerikanisch … fragliche Theorien, wirkungslos. /// - /// D /// P
  22. Munro, Alice /// Runaway   /// Melancholy stories, interesting settings … a good book. /// + /// E /// P
  23. Münzer, Hanni /// Honigtot /// Interessante Familiengeschichte in der Nazizeit mit überraschenden Wendungen /// + /// D /// K
  24. Nietzsche, Friedrich /// Also sprach Zarathustra /// Hanebüchener Unfug, nur gelegentlich literarisch ansprechend. /// - /// D /// K
  25. Poets, M.C. /// Mordswald - Hamburgkrimi /// Bleibt spannend bis zum Ende - guter Krimi mit glaubhaften Figuren. /// + /// D /// K
  26. Preston, Douglas /// The book of the dead /// It takes a while to sort and understand all the settings … all in all quite thrilling. /// + /// E /// P
  27. Schilling, Christian /// Besser fotografieren mit Digitalkameras /// Grundlagen verständlich und übersichtlich dargestellt. Hilfreiche Lektüre. /// + /// D /// K
  28. Storm, Erika /// Die Party am See /// Grauenhafter Schund aus der niedrigsten Sprachschublade. /// - /// D /// K
  29. The Daily Post /// Photography 101 /// A very helpful non-fiction book about all aspects of photography /// + /// E /// K
  30. Überlieferter Volksmund /// 100 Fabeln /// Kein thematische oder geographische Sortierung … schlichter Wortschatz. /// 0 /// D /// K
  31. van Heugten, Antoinette /// Mutterliebst /// Deutlich zu langatmig - aber eine spannende Geschichte ist das allemal. /// 0 /// D /// K
  32. Various authors /// Dark Screams. Volume 1 /// Suspense ... thrill ... surprises - a good book! /// + /// E /// K
  33. Zimmer, Undine /// Nicht von schlechten Eltern /// Was das Buch eigentlich will, wird nicht recht klar. Eher ereignislos, unlogisch. /// - /// D /// P
  34. Zweig, Stefan /// Schachnovelle /// Auch nach vielen Jahren beim erneuten Lesen sehr ansprechend und unterhaltsam. /// + /// D /// K

Und noch etwas Statistik: Das sind, genau wie 2013, 34 ausgelesene Bücher. 24 las ich in deutscher, zehn in englischer Sprache. 20 waren sogenannte E-Books, 14 klassisch auf Papier gedruckt.

Wäre ich genötigt, das beste Buch aus der Liste zu nennen, dann würde ich wohl Stephen King – Mr Mercedes wählen. Das schlechteste? Der Kindle-Bestseller (!) Süße Leidenschaft von einer sogenannten Kiara Grey. Wenn ich Kindle-Bücher als Prime Kunde nicht kostenlos ausleihen könnte, wäre ich nie und nimmer auf diese grausliche Lektüre verfallen. Wenn das wirklich ein Bestseller ist, dann steht es sehr schlecht um das Niveau der Kindle-Kunden.

Und nun bin ich gespannt, wie meine Liste 2015 aussehen wird. Angefangen habe ich bereits mit John  Grisham – Sycamore Row. Das wird, so viel weiß ich schon nach rund 50 Seiten, eine grüne Schrift in der Liste des kommenden Jahres erhalten.

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Donnerstag, 25. Dezember 2014

Ein Blick zurück in Dankbarkeit

»Wie 2014 wird, das bleibt abzuwarten. Ich hoffe und wünsche mir und bete darum, am Ende des kommenden Jahres noch am Leben und bei robuster Konstitution zu sein, aber ich weiß auch, dass der Krebs innerhalb weniger Monate den Schlusspunkt unter mein Leben setzen kann. Meine Chancen, dauerhaft gesund zu bleiben, liegen bei 50 Prozent, dem Onkologen im Klinikum zufolge.«

Mit diesen Worten begann ich meinen Jahresrückblick 2013. Ich kann heute einfach die Jahreszahl austauschen … denn die gleiche Hoffnung, auf der »gesunden Seite« der 50 Prozent zu bleiben, wird die beste aller Ehefrauen und mich auch in das Jahr 2015 begleiten.

Weihnachten 2014Mein Rückblick auf 2014 ist ein sehr dankbarer. Zunächst, weil ich noch lebe, denn das ist nicht selbstverständlich. Doch ich lebe nicht nur irgendwie gerade noch so, sondern es geht mir von einigen Malaisen abgesehen sogar sehr gut.

Ich hatte, abgesehen von einem Hörsturz mit seither anhaltendem Tinnitus im Februar, keine neuen gesundheitlichen Probleme. Dass mein Verdauungsapparat deutlich sensibler ist als vor der Krebserkrankung, daran habe ich mich längst gewöhnt und damit kann ich zurechtkommen. Dass der durch einen Unfall bei der Chemotherapie geschädigte rechte Arm mal mehr, mal weniger schmerzt, auch daran habe ich mich längst gewöhnt. Ich bin sogar froh, dass dies so ist, denn in vielen Fällen, das bestätigte meiner Frau kürzlich wieder unser Interviewer von der Krebsforschung der Charité, führt ein solcher, extrem seltener, aber dennoch nicht auszuschließender Unfall zum Verlust des Unterarms. Und ich habe meinen Arm behalten dürfen – das wiegt schwerer als Schmerzen, die auszuhalten sind. Und wer weiß, vielleicht bessert sich das auch im Lauf der Zeit noch. Es gibt zu wenige vergleichbare Fälle, um da Prognosen zu wagen.

Das gilt auch für die Zehen- und Fingerspitzen, die seit der Chemotherapie taub und kalt sind. Kürzlich in der Sauna fiel mir zum ersten Mal und eher zufällig auf, dass ich mit den Zehenspitzen die Unebenheiten der Fliesen fühlen konnte. Zumindest in der Hitze der Dampfsauna war das Gefühl vorübergehend zurückgekehrt. Daraus eine hoffnungsvolle Tendenz abzulesen will mir nicht gelingen, aber immerhin war es eine deutliche Veränderung des normalen Zustandes.

Meine Blutwerte haben sich seit Januar kontinuierlich gebessert. Der Gamma-GT-Wert ist zwar noch deutlich erhöht, aber im Vergleich zu den alarmierenden Gipfelstürmen nach der Leberoperation im Oktober 2013 ist er inzwischen fast schon im Tal der Normalität angekommen.

Viele Gründe also, dankbar zu sein. Für die verliehene Gesundheit.

Aber darüber hinaus gab es 2014 noch viele weitere Anlässe für dauerhafte Dankbarkeit. Wir konnten zwar keine »große« Urlaubsreise unternehmen, aber statt dessen hatten wir an etlichen verlängerten Wochenenden Gelegenheit, uns bisher unbekannte Gegenden und Orte zu erkunden. Im Müritz-Nationalpark und im Erzgebirge waren wir unterwegs, aber auch in und um Berlin haben wir manche wunderschönen und interessanten Ausflüge erlebt, vom Dahlienfeuer und Teufelsberg bis Caputh und Potsdam, vom Straßenfest bis zu mehreren Theater- und Ausstellungsbesuchen. Auch ein paar wunderbare Konzerte konnten wir genießen.

Nicht alles, was wir uns an Unternehmungen so ausgemalt und vorgenommen hatten, haben wir dann auch verwirklicht, denn manchmal ist es einfach schöner, einfach nur zu Hause zu entspannen und manchmal gibt es zu viel zu tun (wer selbständig arbeitet, kennt eben in der Regel keine »ordentlichen« Arbeitszeiten sondern richtet sich nach den Anforderungen der Kunden).

P5259046Viel Freude gemacht hat mir im Mai die Teilnahme am Benefizlauf »Joggathon 2014«. Dass ich nur acht Monate nach der Leberoperation immerhin zehn Runden schaffen (und damit 245 Euro für den guten Zweck erlaufen) würde, hätte ich vorher nicht erwartet. Jetzt, am Jahresende 2014, fallen mir zehn und mehr Kilometer Dauerlauf in 60 Minuten nicht sonderlich schwer. Falls es also 2015 wieder einen Benefizlauf gibt und ich gesund bleibe, könnte ich aus heutiger Sicht von einem noch besseren Ergebnis ausgehen. Doch das ist Zukunftsmusik. Zurück zum Rückblick auf das vergangene Jahr.

Dankbar bin ich auch für ausreichende finanzielle Versorgung, denn dass man Arbeit hat, beziehungsweise Aufträge von zahlungsfähigen Kunden, ist heutzutage nicht selbstverständlich. Neben meiner 40-Stunden-Woche als Personalreferent hatte ich Kraft genug, im Rahmen unserer selbständigen Tätigkeit neben kleineren Textarbeiten auch umfangreiche CD-Produktionen und mehrere Übersetzungen zu fertigen.

Einiges, was mir vorschwebte, habe ich nicht verwirklicht – vielleicht komme ich ja 2015 dazu? Zum Beispiel die Überarbeitung und Neuauflage meines Romans »Es gibt kein Unmöglich!« und die Arbeit an einem gemeinsamen Buch mit der besten aller Ehefrauen über unser Leben und Erleben seit und mit der Krebsdiagnose.

Der Blick auf das beinahe vergangene Jahr ist jedenfalls geprägt von sehr viel Dankbarkeit und der Blick auf das kommende Jahr ein hoffnungsvoller: Ich werde weiter für die Kräftigung meines Immunsystems und Körpers tun, was in meiner Macht liegt - wenn Gott mir dazu weiterhin Gesundheit verleiht, darf ich auch 2015 wieder Weihnachten feiern.

Meinen geschätzten Blogbesuchern wünsche ich von Herzen ein gutes und gesundes und frohes neues Jahr.

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Montag, 22. Dezember 2014

Freitag, 12. Dezember 2014

Vier Kerzen am Adventskranz



Aus der Serie meiner Anmoderationen präsentiere ich meinen geschätzten Blogbesuchern heute schon, was ich am kommenden Sonntag aller Voraussicht nach zu erzählen gedenke. Bittesehr:

14.12.2014 – Die vier Kerzen


Guten Morgen und herzlich willkommen zu unserem Gottesdienst am dritten Advent.

Eigentlich wollte ich in der Anmoderation vom freigebigen Baum erzählen, aber das verschiebe ich auf ein andermal. Die Fabel war mir dann doch nicht adventlich genug und auch etwas zu lang für diesen Gottesdienst. Stattdessen bilden wir uns, der folgenden kleinen Episode zuliebe, einmal alle ein, heute wäre bereits der vierte Advent.

Vier Kerzen brannten am Adventskranz. In der Stube war es so still, dass man hören konnte, wie die Kerzen zu reden begannen.

Die erste Kerze seufzte und sagte: »Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet zwar, aber die Menschen halten keinen Frieden.« Ihr Schimmern wurde immer kleiner und verlosch schließlich ganz.
Die zweite Kerze flackerte und sagte: »Ich heiße Glaube. Aber ich bin wohl überflüssig. Die Menschen wollen von Gott nichts wissen. Es hat keinen Sinn mehr, dass ich leuchte.« Ein Luftzug wehte durch den Raum, und auch die zweite Kerze war aus.

Verzagt und schüchtern meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort. »Ich heiße Liebe. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen schieben mich beiseite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die anderen, die sie doch lieb haben sollen.« Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.

Da kam ein Kind in das Zimmer. Es schaute die Kerzen an und rief: »Aber Ihr solltet doch brennen und nicht aus sein!« Beinahe fing es an zu weinen.

Da meldete sich nun die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte: »Hab keine Angst! Solange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden. Ich heiße Hoffnung.«

Mit einem Holzstab nahm das Kind Licht von der Hoffnung und brachte die anderen Kerzen wieder zum leuchten.

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Ehre, wem Ehre gebührt:
  • Die Kerzen kommen von rgbstock: [Advent Wreath]
  • Die kleine Kerzenfabel findet man verschiedentlich im Internet, zum Beispiel hier: [Weihnachtsstadt]
  • Mehr von meinen Wortbeiträgen zu Gottesdiensten gibt es nebenan auf meinem anderen Blog: [Meine Anmoderationen]

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Mittwoch, 10. Dezember 2014

Gastbeitrag Shel Silverstein: Der freigebige Baum

Es war einmal ein Baum ... und dieser Baum liebte einen kleinen Jungen. Und täglich kam dieser Junge und sammelte das Laub des Baumes und machte daraus Kronen und spielte König des Waldes.
Er erkletterte den Stamm und schaukelte auf den Ästen und aß die Äpfel. Und dann spielte er Verstecken. Und wenn er müde wurde, schlummerte er im Schatten des Baumes.
Und der Junge liebte den Baum ... sehr.
Und der Baum war glücklich.

The Giving TreeDoch die Zeit verging.
Und der Junge wurde älter. Und der Baum war oft allein.
Dann kam eines Tages der Junge zu dem Baum und der Baum sagte: »Komm, Junge, komm und klettere an meinem Stamm empor und schaukle auf meinen Ästen und iss Äpfel und schlummere in meinem Schatten und sei glücklich!«
»Fürs Klettern und Spielen bin ich zu alt«, gab der Junge zurück. »Ich will Dinge kaufen und glücklich sein. Ich will Geld haben.«
»Es tut mir leid«, sprach der Baum, »doch Geld besitze ich nicht. Nur Blätter und Äpfel. Nimm meine Äpfel, Junge, und verkaufe sie in der Stadt. Dann wirst du Geld haben und glücklich sein.«
Und so stieg der Junge auf den Baum, sammelte die Äpfel und trug sie davon. Und der Baum war glücklich.

Doch der Junge blieb lange fort ... und der Baum wurde traurig.
Und dann kam der Junge eines Tages zurück, und der Baum bebte vor Freude und er sagte: »Komm Junge, komm und klettere an meinem Stamm empor und schaukle auf meinen Ästen und sei glücklich!«
»Ich bin zu beschäftigt, um auf Bäume zu steigen. Ich will ein Haus, in dem ich es warm habe«, sprach der Junge. »Ich will eine Frau und Kinder, also brauche ich ein Haus. Kannst du mir ein Haus geben?«
»Ein Haus besitze ich nicht«, antwortete der Baum. »Der Wald ist mein Zuhause. Aber du kannst meine Äste absägen und daraus ein Haus bauen. Dann wirst du glücklich sein.«
Also sägte der Junge die Äste vom Baum und trug sie davon, um sein Haus zu bauen. Und der Baum war glücklich.

Doch der Junge blieb lange fort.Und als er zurückkehrte, war der Baum so glücklich, dass er kaum sprechen konnte.
»Komm, Junge,« flüsterte er, »komm und spiele.«
»Für das Spielen bin ich zu alt und zu traurig«, gab der Junge zur Antwort. »Ich will ein Boot, das mich weit von hier wegtragen kann. Kannst du mir ein Boot geben?«
»Fälle meinen Stamm«, sagte der Baum, »und baue dir ein Boot. Dann kannst du in die Ferne segeln ... und glücklich sein.«
Und so fällte der Junge den Baumstamm und baute sich ein Boot und segelte davon.
Und der Baum war glücklich ... aber nicht so richtig glücklich.

Nach einer sehr langen Zeit kam der Junge wieder zurück.
»Es tut mir leid, Junge«, begrüßte ihn der Baum, »aber ich habe nichts mehr, was ich dir schenken könnte. Meine Äpfel sind fort.«
»Meine Zähne sind zu wackelig für Äpfel«, sagte der Junge.
»Meine Äste sind fort«, sprach der Baum weiter. »Du kannst nicht mehr darauf schaukeln.«
»Ich bin zu alt für das Schaukeln auf Ästen«, erklärte der Junge.
Der Baum sagte: »Mein Stamm ist fort ...«
»Ich bin zu alt für das Klettern«, brummelte der Junge.
»Das tut mir leid«, seufzte der Baum, »ich wünschte, ich könnte dir etwas schenken ... aber ich habe nichts mehr. Ich bin nur noch ein alter Stumpf. Es tut mir leid ...«
»Ich brauche nicht mehr viel«, sagte der Junge, »nur einen ruhigen Platz, wo ich sitzen und ausruhen kann. Ich bin sehr sehr müde.«
»Nun, »sagte der Baum und streckte sich so gerade aus wie nur möglich, »nun - ein alter Baumstumpf taugt hervorragend zum Sitzen und Ruhen. Komm Junge, setz dich hin. Setz dich und ruhe aus.«
Und das tat der Junge.
Und der Baum war glücklich.

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Ehre, wem Ehre gebührt:

  • Shel Silverstein war Musiker, Komponist, Drehbuchautor, Dichter, Karikaturist und Schriftsteller. Ein Multitalent. Unter anderem stammen von ihm Lieder wie A Boy Named Sue, Sylvia’s Mother, The Cover of the Rolling Stone und The Ballad of Lucy Jordan.
  • Bild: [Wikipedia]
  • Englischer Text: [All Poetry]
  • Übersetzung: Günter J. Matthia

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Buddha und Jesus: »Deine Feinde solltest du lieben.« Ach du kriegst die Tür nicht zu!

Feinde … Todfeinde dürften die wenigsten meiner geschätzten Blogbesucher haben. Ich muss mich jedenfalls nicht verstecken, um am Leben zu bleiben. Wenn hier heute von Feinden die Rede ist, dann sind auch nicht Terroristen und Islamisten oder sonstige –isten gemeint. Sondern eher der tückische Nachbar, der missgünstige Kollege, der hinterlistige Chef und ähnliche Zeitgenossen.

Warum sollte nun jemand eigentlich auf die abwegige Idee kommen, seine Feinde zu lieben, ihnen Gutes zu wünschen und ihnen sogar womöglich auch noch wohlzutun? Der Gedanke liegt wohl den meisten Menschen zunächst fern. Dennoch taucht er in verschiedenen Kulturkreisen auf. Zum Beispiel bei Buddha und bei Jesus.

Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde; segnet, die euch fluchen; tut wohl denen, die euch hassen; bittet für die, so euch beleidigen und verfolgen, auf dass ihr Kinder seid eures Vater im Himmel; denn er lässt seine Sonne aufgehen über die Bösen und über die Guten und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.*

Das soll Jesus, dem Evangelisten Matthäus zufolge, gelehrt haben. Im Buddhismus wird das etwas greifbarer und praktischer. So wird nachdrücklich empfohlen, sich auf eine Meditation unter anderem mit diesen Worten einzustimmen und vorzubereiten:

Mögen meine Feinde gesund, froh und friedevoll sein. Möge ihnen kein Unheil zustoßen, mögen ihnen keine Schwierigkeiten begegnen. Mögen ihnen keine Probleme erwachsen. Möge ihr Tun immer erfolgreich sein.
Mögen sie auch Geduld haben, Mut, Verständnis und den festen Willen, unvermeidliche Schwierigkeiten, Probleme und Rückschläge zu überwinden.**

Da kann man schon mit Fug und Recht rufen: Ach du kriegst die Tür nicht zu! Wozu soll das denn gut sein?

Es gibt mehrere ganz handfeste Gründe:

Zunächst, ohne überhaupt an die Feinde zu denken, ist es so, dass derjenige, der ganz bewusst Liebenswürdigkeit und Güte praktiziert, unweigerlich sich selbst beschenkt: Geist und Seele entspannen sich, es kehrt Friede ein. Dadurch werden körperliche Spannungen abgebaut, Schmerzen gemindert und allgemein die Gesundheit gestärkt. Das ist ein alter Hut, den auch die Schulmedizin längst begriffen hat. Was wir denken, wie wir handeln und was wir aussprechen hat Einfluss auf unser Befinden, ob wir es wissen und wollen oder nicht. Mit negativen Gedanken - auch anderen gegenüber - schaden wir uns letztendlich selbst.

Ganz praktisch betrachtet erschließt sich außerdem folgende Logik: Wenn unsere Feinde gesund, froh und friedevoll sind, dann werden sie meist kaum noch unsere Feinde bleiben. Wenn sie keine Probleme haben, keine Schmerzen leiden, keine Neurosen oder Psychosen haben, wenn sie frei von Angstzuständen, Paranoia und Anspannungen sind ... wären sie uns dann immer noch feindlich gesinnt? Es ist also eine ganz praktische Lösung für uns selbst, unseren Feinden dabei zu helfen, ihre Probleme zu lösen, denn dann können wir endlich in Frieden und Ruhe leben. Wer den Geist seines Feindes mit Liebenswürdigkeit, Freundlichkeit und Friedfertigkeit füllen könnte, wäre doch selbst am besten dran.

Auch das ist übrigens keine moderne Erkenntnis. Dieses Prinzip hat Karl May, man mag von ihm halten was man will, am Beispiel von Old Shatterhand und Winnetou sehr eindrücklich dargestellt.

mq2yYOKWenn du jemanden hasst, dann denkst du doch ungefähr so: Der soll hässlich sein! Es soll ihm schlecht gehen! Schmerzen soll er haben! Ihm soll alles misslingen! Die Menschen sollen ihn ablehnen und hassen!

Was durch solche Gedanken tatsächlich geschieht, ist folgendes: Unser eigener Körper produziert eine so schädliche Chemie, dass wir selbst Schmerzen bekommen, unser Herzschlag beschleunigt sich, Muskelverspannungen treten auf, unsere Gesichtszüge ändern sich, es kommt zu Appetitlosigkeit oder regelrechten Fressanfällen, zu Schlaflosigkeit und infolge all dieser (nicht eingebildeten, sondern echten) Phänomene werden wir mehr und mehr unleidlich, zänkisch und verlieren nach und nach jeglichen inneren Frieden. Uns geschieht letztendlich genau das, was wir unserem Feind wünschen. Dadurch werden wir noch missmutiger, ärgerlicher, unversöhnlicher ... was zur weiteren Verschlechterung des eigenen Zustandes führt. Unserem Feind geht es womöglich deutlich besser als uns. Die Folge: Neid und noch mehr Hass stauen sich auf.

Um einer solchen Spirale zu entkommen (oder gar nicht erst hineinzugeraten), kann man eins tun, nämlich das was Jesus gelehrt, was Buddha empfohlen hat: Die Feinde lieben, indem man ihnen ganz bewusst und aufmerksam Gutes wünscht und zuspricht und - soweit das möglich ist - sogar auch praktische Probleme aus dem Weg räumen hilft. Dazu muss man übrigens weder Christ noch Buddhist sein. Oder sonst was. Es reicht völlig, ein Mensch zu sein.

Wenn du nicht weißt, wie du damit anfangen sollst - wie wäre es, ob du nun meditierst oder nicht, bewusst und aufmerksam jeden Tag so an deine Feinde zu denken:

Mögen meine Feinde gesund, froh und friedevoll sein. Möge ihnen kein Unheil zustoßen, mögen ihnen keine Schwierigkeiten begegnen. Mögen ihnen keine Probleme erwachsen. Möge ihr Tun immer erfolgreich sein.
Mögen sie auch Geduld haben, Mut, Verständnis und den festen Willen, unvermeidliche Schwierigkeiten, Probleme und Rückschläge zu überwinden.

Das sind natürlich keine magischen Formeln. Da gibt es keinerlei mystische Wirkung, nur weil du das aufsagst. Wenn du aber mit deinen Gedanken, mit Geist und Seele dabei bist, wenn du dich zumindest darum bemühst, das auch so zu meinen, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass du mit der Zeit beobachten wirst, wie es dir selbst besser und besser geht.

Ob mir selbst das denn gelingt, fragt sich bestimmt der eine oder andere Leser. Oder manche Leserin. Das verdient eine ehrliche und klare Antwort: Nicht immer, schon gar nicht sofort, wenn mir Feindseligkeit entgegenschlägt. Aber immer öfter und immer zügiger. Und ich bin fest entschlossen, in meinem Bemühen nicht müde zu werden, die Worte des Mannes aus Nazareth mit dem Herzen zu beherzigen:

Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde; segnet, die euch fluchen; tut wohl denen, die euch hassen; bittet für die, so euch beleidigen und verfolgen, auf dass ihr Kinder seid eures Vater im Himmel; denn er lässt seine Sonne aufgehen über die Bösen und über die Guten und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.

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Quellen: *Bibelzitat aus Matthäus 5, 43-45, Luther-Übersetzung /// **Vorbereitung zur Meditation aus dem Buch »Mindfulness« von Venerable Henepola Gunaratana (eigene Übersetzung) /// Foto: [RGB-Stock]
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