Mittwoch, 21. April 2010

Ärger mit ASUS – Die Fortsetzung

Am 13. März hatte ich hier über die unendlich scheinende Ärger-mit-ASUS-Geschichte berichtet. Am 24. März konnte ich vermelden, dass ASUS Besserung gelobt hat, nachdem ich die Pressestelle gefragt hatte, ob man meine Leidensgeschichte wirklich gerne in einer namhaften Computerzeitschrift sehen würde.
Am 14. April kam das Paket mit dem Ersatz-Notebook an. »Refurbished« stand auf dem Karton. Also kein neues Notebook, aber immerhin endlich, nach sechs Monaten, überhaupt ein Gerät statt des wohl nicht reparablen Computers.
Am Freitag, dem 16. April nahm ich mir dann die Zeit, den Karton auszupacken und das Gerät in Betrieb zu nehmen. Alles schien prächtig zu funktionieren, nach der üblichen Ersteinrichtungsorgie habe ich gleich das Windows-7-Update installiert. Das Notebook hing dabei am Netzgerät, denn so ein Akku will ja erst mal aufgeladen werden. Auch über Nacht ließ ich den Akku laden. Dachte ich. Am nächsten Morgen zog ich dann den Netzstecker, um das Notebook mit ins Wohnzimmer zu nehmen. Der Bildschirm ward schwarz, das Gerät stromlos.
Stecker wieder in die Buchse – Notebook läuft hoch. Blick in die Systemsteuerung: Kein Akku vorhanden, meldet Windows. Der ist aber im Gerät. Also Akku rausnehmen – kritisch anschauen, ob irgendwo eine Folie den Kontakt mit dem Gerät verhindert. Nö.
Folglich ging am Samstag früh eine E-Mail an ASUS raus:
Sehr geehrte Damen und Herren,
das mit "refurbished" gekennzeichnete Gerät ist angekommen (ich nahm an, Sie liefern ein neues). Allerdings ist entweder der Akku defekt oder das Gerät. Jedenfalls gibt das Notebook die Systemmeldung "Kein Akku wurde ermittelt" aus, obwohl er richtig eingelegt und verriegelt ist (und das Gerät über Nacht am Netzteil hing).
Ich würde ungern wieder das Notebook einsenden, da der Austausch ja bereit von Oktober 2009 bis April 2010 gedauert hat.
Wären Sie in der Lage, zunächst einen Austausch-Akku zu schicken? Falls das keinen Erfolg bringt, bleibt mir nichts übrig, als das gerade gelieferte Notebook zur Reparatur einzuschicken.
Freundliche Grüße
G. Matthia
Darauf folgte das übliche ASUS-Schweigen. Am Dienstag dann ein Anruf: Nein, ich solle das Gerät einsenden zur Reparatur. Das geschieht nun heute. Am 21. April.
So setzt sich also die Episode fort, die mit dem Kauf eines defekten Gerätes am 27. September 2009 begann. Ich bin gespannt: Werde ich innerhalb von zwölf Monaten seit dem Erwerb, also vor Ende September 2010, im Besitz eines funktionierenden ASUS-Notebooks sein?

Kommentare:

Tobias Lampert hat gesagt…

Du Armer! Dafür hast Du jetzt bald ausreichend Stoff für einen neuen Roman. Viel Glück bei der Reparatur - und wenn's nicht klappt, gibt es ja immer noch die nahmhaften Fachzeitschriften!

LG,
Tobias :-)

Günter J. Matthia hat gesagt…

...das wird ein Horror-Roman!

;-)

jansalleine hat gesagt…

Au Backe, mit Service ist das heutzutage ja immer so eine Sache. Ich muss aber wenigstens doch eine kleine Lanze brechen für ASUS: Eigentlich machen die ganz ordentliche Hardware. Hab selbst seit Oktober eine ASUS Notebook und das rennt ordentlich, Akkuleistung hat sich noch nicht vermindert und vorallem läuft auch Linux ohne Probleme darauf.

Hatte im übrigen auch ne kleine Win7 Installation hier drauf und da gab es auch ne Menge Bugs. Vorallem, dass Win7 es nicht hinbekommen hat, den Bildschirm nach dem abdunkeln wieder heller zu machen o_O

Wer wirklich Service braucht und wenig Ahnung hat, sollte seine Sachen bei Dell Kaufen und dann jedes ServicePaket, was die so anbieten mitbestellen. Das schlägt sich natürlich auch im Preis nieder.

Gehe schwer davon aus, dass es in Sachen Service bei anderen mit ASUS vergleichbaren Herstellern auch nicht anders aussieht.

Hoffe, Du kriegst bald noch ein funktionierendes Teil von denen.

Günter J. Matthia hat gesagt…

Ich habe seit Jahren einen ASUS Eee, und der funktioniert von Anfang an und bis heute völlig ohne Probleme. Die Schwierigkeiten fangen vermutlich dann an, wenn man gezwungen ist, den sogenannten Kundendienst in Anspruch zu nehmen.
Heute ist der 27. April, seit der Einsendung des zweiten defekten Gerätes am 21. April herrscht Schweigen im Walde und bei ASUS.