Um meine Webseite zu verstehen, muss man allerdings schon ein Genie sein:
Na, wenn das keine noch bahnbrechendere Erkenntnis zum Sonntag ist...
Na, wenn das keine noch bahnbrechendere Erkenntnis zum Sonntag ist...
Hast du gehört, dass Rick Joyner bei einer freimaurerischen Untergruppe ist, ein Ritterorden?Solcher Unfug verbreitet sich schneller, als man sich vorstellen kann. Da hat jemand gehört, dass jemand gesagt hat, er hätte gelesen, dass... - und fertig ist die Rufschädigung.
Richtig ist, dass Rick Joyner Ritter des Malteserordens ist, und zwar auf Empfehlung (anders wird man nicht Mitglied)....und wir waren in unseren Augen wie Heuschrecken, und so waren wir auch in ihren Augen. (4. Mose 13, 29)
Mit diesen Worten beschrieben die Kundschafter, die das Land Kanaan besichtigt hatten, dessen Bewohner. Es handelte sich bei diesen Spionen um gestandene Männer, Fürsten ihrer Stämme, die bereits eine ganze Menge mit Gott erlebt hatten.
Nun kamen sie vom Auftrag zurück, das Land zu besichtigen, von dem Gott klar gesagt hatte: ...das Land Kanaan, das ich den Söhnen Israel gebe! (Vers 2)
Es hieß nicht, dass Gott ihnen dieses Land vielleicht geben würde, oder dass sie entweder dieses Land oder möglicherweise auch ein anderes haben sollten. Es hieß auch nicht, dass sie es kaufen oder verlustreich erkämpfen sollten. Gott hatte gesagt, dass er es dem Volk gibt.
Gleichen wir nicht manchmal diesen Kundschaftern? Gott gibt uns Verheißungen, wir betrachten die Umstände und kommen zu dem Schluss, dass wir Heuschrecken sind. Wir sehen die Riesen vor uns und sagen: Wir können nicht gegen das Volk hinaufziehen, denn es ist stärker als wir. (Vers 31)
Oft stimmt ja unsere Beobachtung: Die Umstände, denen wir gegenüber stehen, sind riesig. Sie sind stärker als wir. Es ist uns unmöglich, irgend etwas gegen sie auszurichten. Doch das sollen wir auch gar nicht versuchen, denn wir würden kläglich scheitern. Wenn wir jedoch auf die Kraft Gottes vertrauen, sieht die Situation völlig anders aus.
Zwei von zwölf Kundschaftern beurteilten die Lage abweichend: Das Land, das wir durchzogen haben, um es auszukundschaften, das Land ist sehr, sehr gut. Wenn der HERR Gefallen an uns hat, so wird er uns in dieses Land bringen und es uns geben, ein Land, das von Milch und Honig überfließt. Nur empört euch nicht gegen den HERRN! Und fürchtet doch nicht das Volk des Landes, denn unser Brot werden sie sein! Ihr Schutz ist von ihnen gewichen, und der HERR ist mit uns. Fürchtet sie nicht! (Kapitel 14, 7-9)
Glaube ist unnötig, wenn wir keinen ernst zu nehmenden Feinden beziehungsweise Problemen gegenüber stehen. Das, was wir aus unserer Kraft und mit unseren Möglichkeiten bewerkstelligen können, bedarf keines Glaubens.
Wir sind keine Heuschrecken, es kommt uns nur so vor, wenn unsere Perspektive verschoben ist. Wir sind Töchter und Söhne des lebendigen Gottes, des Schöpfers von Himmel und Erde. Wir sind Bürger des Reiches Gottes. Wir sind die, denen Jesus aufgetragen hat, die gleichen Werke wie er und noch größere zu tun. Wir sind diejenigen, denen er versprochen hat, alle Tage und Nächte bei uns zu sein. Wir sind die Erben der Verheißungen.
Das Volk Israel bekam das Land, das Gott versprochen hatte. Allerdings mit 40 Jahren Verspätung, weil das Volk den zehn Kundschaftern geglaubt hatte, die sich als Heuschrecken empfanden.
Wir können uns entscheiden, ob wir Heuschrecken sein möchten oder ob wir Gott glauben. Jeder kann die Zusagen Gottes entweder annehmen oder bezweifeln.
Das Heuschreckengerede von unüberwindlichen Hindernissen und grässlichen Riesen führt unter Umständen dazu, dass 40 Jahre vergehen, bevor eine Verheißung sich erfüllt. So lange will ich eigentlich lieber nicht warten...
Denn ich habe erkannt: wen du segnest, der ist gesegnet, und wen du verfluchst, der ist verflucht. (4. Mose 22, 6)Die Gesandten hatten einen längeren Weg von etwa 20 Tagereisen zurückgelegt, doch Bileam weigert sich, mitzuziehen. Er hatte nämlich klare Anweisungen:
Und Gott sprach zu Bileam: Du sollst nicht mit ihnen gehen; du sollst das Volk nicht verfluchen! Denn es ist gesegnet.Balak gibt sich mit der Ablehnung nicht zufrieden, und neue, vornehmere Boten erreichen schließlich, dass Bileam doch mitkommt. Gott gesteht es ihm unter einer Bedingung zu:
Wenn die Männer gekommen sind, um dich zu rufen, mache dich auf, geh mit ihnen! Aber nur das, was ich dir sagen werde, darfst du tun!Was sich dann ereignet, mutet zunächst widersprüchlich an. Gott hatte gerade gesagt, dass Bileam mit ihnen gehen solle, und dann lesen wir:
Da entbrannte der Zorn Gottes, dass er ging.Was soll das?
Sie sind abgeirrt, da sie den geraden Weg verlassen haben, und sind nachgefolgt dem Weg Bileams, des Sohnes Beors, der den Lohn der Ungerechtigkeit liebte, aber eine Zurechtweisung der eigenen Gesetzlosigkeit empfing: ein stummes Lasttier redete mit Menschenstimme und wehrte der Torheit des Propheten.Im Judasbrief lesen wir über Irrlehrer in der Gemeinde:
Wehe ihnen! Denn sie sind den Weg Kains gegangen und haben sich für Lohn dem Irrtum Bileams völlig hingegeben.Bileam zieht nicht mit den vornehmen Boten, um zu tun, was Gott ihm auftragen wird, sondern um des versprochenen Lohnes willen. Deshalb entbrennt der Zorn Gottes, und der Engel des Herrn tritt ihm "als Widersacher in den Weg."
Da öffnete der HERR den Mund der Eselin, und sie sagte zu Bileam: Was habe ich dir getan, dass du mich nun schon dreimal geschlagen hast?Vielleicht noch erstaunlicher als diese plötzliche Sprachbegabung des Reittieres ist Bileams Reaktion darauf. Er erschrickt nicht darüber, dass die Eselin sprechen kann, er wundert sich nicht, dass hier Unerhörtes geschieht, sondern:
Bileam sagte zu der Eselin: Weil du Spott mit mir getrieben hast. Hätte ich doch ein Schwert in meiner Hand! Gewiss hätte ich dich jetzt erschlagen!Dieser Prophet scheint etwas begriffsstutzig zu sein.
Und die Eselin sagte zu Bileam: Bin ich nicht deine Eselin, auf der du geritten bist von jeher bis zum heutigen Tag? War es je meine Gewohnheit, dir so etwas zu tun? Und er sagte: Nein.Bileam versteht immer noch Bahnhof. Nun öffnet Gott seine Augen und er erkennt nicht nur den Engel mit dem gezogenen Schwert, sondern auch, dass er gesündigt hat. Er will umkehren. Aber der Engel fordert ihn auf, weiterzuziehen, legt ihm jedoch erneut besonders nahe, nur das zu reden, was Gott ihm sagen wird.
Aber ich habe ein weniges gegen dich, dass du solche dort hast, welche die Lehre Bileams festhalten, der den Balak lehrte, eine Falle vor die Söhne Israels hinzustellen, so dass sie Götzenopfer aßen und Unzucht trieben. (Offenbarung 2, 14)Es gibt Situationen im Leben, bei denen wir wie Bileam beim Ritt auf der Eselin reagieren. Wir kennen den Herrn, haben seine Stimme gehört, vermeintlich oder tatsächlich seine Erlaubnis für ein Vorhaben bekommen - und dann stellt sich ein Engel in unseren Weg, um uns vor schlimmen Folgen zu bewahren. Anstatt aufmerksam zu werden, unsere Motivation zu überprüfen, Gott um weiteren Rat zu fragen, prügeln wir die Eselin. Wir könnten innehalten, aber unsere Sturheit will voran. Wir sind blind für die geistliche Realität - sehen nicht den Engel mit dem gezogenen Schwert.
Gestern kurz nach 20 Uhr tauchte zwischen all den Münteferings, Merkels, Becks und Steinmeiers auch einer meiner Freunde für zwei oder drei Sekunden im Ersten Deutschen Fernsehen auf.
Wenn ein Ehepaar, wie die Bibel sagt, ein Fleisch, also ein Organismus ist, dann ist eines von meinen vier Beinen seit gestern im Gips, weil einer von meinen vier Füßen vorgestern abend bei einem Unfall gebrochen wurde.
Mit leichten Variationen im Text wird jedes Konzert der Never Ending Tour seit mehreren Jahren so angekündigt:Ladies and gentlemen please welcome the poet laureate of rock 'n' roll. The voice of the promise of the 60's counterculture. The guy who forced folk into bed with rock. Who donned makeup in the 70's and disappeared into a haze of substance abuse. Who emerged to find Jesus. Who was written off as a has-been by the end of the 80's, and who suddenly shifted gears releasing some of the strongest music of his career beginning in the late 90's. Ladies and gentlemen - Columbia recording artist Bob Dylan!
Ilsebill salzte nach.
Günter Grass: Der Butt
Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt.
Franz Kafka: Die Verwandlung
Hamilkar Schaß, mein Großvater, ein Herrchen von, sagen wir mal, einundsiebzig Jahren, hatte sich gerade das Lesen beigebracht, als die Sache losging.
Sigfried Lenz: Der Leseteufel
Das Matthäusevangelium überliefert uns sehr detailliert eine Fülle der Lehren Jesu. Die Kapitel 5 bis 7 umfassen das, was meist als „Bergpredigt“ bezeichnet wird. Darin gibt es ein paar Stellen, die oft in Predigten oder anderen Betrachtungen nicht im Zusammenhang gesehen, sondern aus ihm herauslöst werden. Dabei geht leicht zumindest ein Teil dessen verloren, was Matthäus tatsächlich berichtet.Ihr seid das Salz der Erde; wenn aber das Salz fade geworden ist, womit soll es gesalzen werden? Es taugt zu nichts mehr, als hinausgeworfen und von den Menschen zertreten zu werden. (Matthäus 5, 13)Das klingt erst mal ganz gut, meist wird daraus eine Predigt darüber, dass man Zeugnis geben und sein, das Evangelium zu den Menschen bringen soll. Oder dass Salz eine konservierende, reinigende Wirkung habe und wir als Christen insofern „salzig“ sein müssten. Das ist an und für sich völlig richtig. Aber – ist das wirklich das, was Jesus hier anspricht?
Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und alles Böse lügnerisch gegen euch reden werden um meinetwillen. Freut euch und jubelt, denn euer Lohn ist groß in den Himmeln; denn ebenso haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch waren. Ihr seid das Salz der Erde; wenn aber das Salz fade geworden ist, womit soll es gesalzen werden? Es taugt zu nichts mehr, als hinausgeworfen und von den Menschen zertreten zu werden. (Matthäus 5, 11-13)Nun mag mancher fragen: Was hat denn Verfolgung, Schmähung und lügnerische Rede mit dem Salz zu tun? Eine ganze Menge. Salz ist nämlich in der Heiligen Schrift nicht nur ein Konservierungs- und Geschmacksmittel, sondern häufig etwas, was geopfert wird:
Alle Opfergaben deines Speisopfers sollst du mit Salz salzen und sollst das Salz des Bundes deines Gottes auf deinem Speisopfer nicht fehlen lassen; bei allen deinen Opfergaben sollst du Salz darbringen. (3. Mose 2, 13)Salz ist auch ein Zeichen der Vernichtung:
Und Abimelech kämpfte jenen ganzen Tag gegen die Stadt. Und er nahm die Stadt ein, und das Volk, das darin war, erschlug er. Und er riß die Stadt nieder und bestreute sie mit Salz als Zeichen bleibender Verwüstung. (Richter 9, 45)Es geht Jesus in Matthäus 5 nicht um das Evangelisieren oder das Bewahren von christlichen Werten, sondern darum, dass seine Nachfolger verfolgt, geschmäht, verlästert und ihres Lebens beraubt werden. Das wird noch deutlicher, wenn wir uns die entsprechenden Verse bei Lukas anschauen:
So kann nun keiner von euch, der nicht allem entsagt, was er hat, mein Jünger sein. Das Salz nun ist gut. Wenn aber auch das Salz kraftlos geworden ist, womit soll es gewürzt werden? Es ist weder für das Land noch für den Dünger tauglich; man wirft es hinaus. Wer Ohren hat zu hören, der höre. (Lukas 14, 33-35)Auch bei Markus finden wir das Salz im Zusammenhang mit Nachfolge um jeden Preis und Opferbereitschaft:
Und wenn dein Auge dir Anlaß zur Sünde gibt, so wirf es weg! Es ist besser für dich, einäugig in das Reich Gottes hineinzugehen, als mit zwei Augen in die Hölle geworfen zu werden, "wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt". Denn jeder wird mit Feuer gesalzen werden und jedes Schlachtopfer wird mit Salz gesalzen werden. Das Salz ist gut; wenn aber das Salz salzlos geworden ist, womit wollt ihr es würzen? Habt Salz in euch selbst, und haltet Frieden untereinander! (Markus 9, 47-50)Wenn Jesus also im Rahmen seiner Bergpredigt sagt, wir seien das Salz der Erde, dann meint er, dass wir als seine Nachfolger Salz sind, wenn „sie uns schmähen und verfolgen und alles Böse lügnerisch gegen uns reden werden.“ Solches Salz wird nicht „hinausgeworfen und von den Menschen zertreten“, sondern es ist etwas Wertvolles. Dann dürfen wir uns „freuen und jubeln“.