Dienstag, 30. Juni 2009

Tipps für den Urlaubskoffer

In diesem Blogbeitrag gibt es heute kostenlos einen Tipp, damit die Urlaubsreise, sollte der geschätzte Blogbesucher eine solche planen, unbeschwert vonstatten geht.
Lesen Sie die Seite 100 des Romans und dann die Seite 200. Wenn Sie noch unentschieden sind, dann legen Sie das Buch weg und greifen zu ihm nach zwanzig Jahren.
Nein, das war noch nicht der Tipp. Dies riet Marcel Reich-Ranicki in der F.A.Z. einem Leser, der die Frage stellte, ob es sich lohne, ein bestimmtes Buch zu lesen.
Nun ist ein Roman womöglich für das Urlaubsgepäck zu schwer und zu sperrig. Man will ja auch die Strandbar besuchen, auf den Gipfel steigen, durch die Wüste schlendern oder sich im Wald verirren, anstatt Romane zu lesen, wenn man irgendwo hinfährt. Da empfiehlt es sich, eher handliche Lektüre mitzunehmen.

Meine Autorenkollegin Kerstin Hack bietet in ihrem Verlag Down to Earth mit dem Quadro-Format und den Impulsheften genau das Richtige für die schlanke Reisetasche und den leichten Koffer. Manches Produkt habe ich hier schon rezensiert, was mir als Lektor des Verlages natürlich realtiv leicht fällt. (Lektoren und Übersetzer kennen ein Buch besser als der Autor, sagt man gelegentlich in Fachkreisen.)
Hier nun als kostenloser Urlaubskoffer-Packtipp meine persönliche »Best of Down to Earth« Liste, was die Impulshefte und Quadros betrifft:
  • Platz 10: Marcus Splitt: Entscheiden - Das Heft verspricht keine Patentrezepte. Statt dessen gibt es Impulse, wie jeder mit seinen individuellen Fähigkeiten und Begabungen die richtigen Entscheidungen finden könnte - und was mit falschen Entscheidungen zu tun ist.
  • Platz 9: Kerstin Hack: Glaubensfragen - Keine leicht bekömmliche Kost, diese Glaubensfragen. Sondern Wachmacher und Aufreger, Nadelstiche und Ruhestörungen für den frommen Dornröschenschlaf. Wer weiterschlafen will: Bitte nicht lesen! [Meine Rezension]
  • Platz 8: Roland Allen / Kerstin Hack: Gemeinden gründen - Kein Gehalt für den Pastor? Na so was! Keine Aufsicht durch die Mutterkirche? Unerhört! Kein Glaubenskurs vor der Taufe? Aber hallo! Wo gibt es denn so was? Bei Paulus!
  • Platz 7: Kerstin Hack: Swing-Quadro - Leben oder gelebt werden, Alltagstrott oder Ausbruch, Langeweile oder Abenteuer? Wer wissen möchte, ob es womöglich jenseits der grauen Routine noch etwas anderes gibt, wird hier fündig.
  • Platz 6: Kerstin Hack: Spurensuche - Ein herrlich unfrommer Text über ein frommes Thema: Gott. Gott selbst ist ja überhaupt nicht fromm. Er lässt sich auch ganz woanders finden, als in Kirchen und Gemeinden. Vorzugsweise sogar.
  • Platz 5: Thorsten Huith: Kreativ leben - Manche Zeitgenossen bilden sich ein, nicht kreativ sein zu können und verkommen dann vor der Mattscheibe mit RTL und Pro7 und Sat1. Vermutlich lesen sie nicht. Wenn doch: Zugreifen und anders leben lernen!
  • Platz 4: Kerstin Hack: Krisen - Jede Krise bietet auch die Chance, Dinge anders, neu und besser zu machen. Man muss nur erst mal begreifen, dass Krise nicht Katastrophe heißt. Hierbei kan dieses Heft hilfreich unterstützen. [Meine Rezension]
  • Platz 3: Kerstin Hack: Natürlich wachsen - Mancher Mitmensch scheint zu glauben, er sei schon reif geboren und könne nun so bleiben, wie er ist. Für solche Personen ist das Heft denkbar ungeeignet. Allen anderen nimmt die Lektüre den falschen Leistungsdruck. [Meine Rezension]
  • Platz 2: Damaris Graf: Gut kommunizieren - Es gelingt der Autorin, die sich übrigens durch einen ausgesprochen lebendigen und daher gut lesbaren Stil auszeichnet, das Sachthema geradezu unterhaltsam zu machen, ohne dass es dabei verflachen würde.[Meine Rezension]
  • Platz 1: Harald Sommerfeld: No More Blues - Eine Lektüre für Christen, damit sie weniger frömmeln und muffeln und für Nichtchristen, damit sie muffelnde und frömmelnde Christen nicht für exemplarische Vertreter ihrer Gattung halten. Das Quadro aller Quadros. [Meine Rezension]
P.S.: Das ist übrigens keine Schleichwerbung. Oder schleicht hier irgend was?
P.P.S.: Nein, ich verdiene kein Geld, wenn jemand diese Quadros und Impulshefte bestellt. Ich finde sie wirklich einfach gut.
P.P.P.S.: Den obigen Rat von Herrn Reich-Ranicki kann man übrigens bei diesen Produkten nicht anwenden. Keines hat 100 Seiten. Dafür passen sie in die Jeans- und Jackentasche.

Montag, 29. Juni 2009

Na also, geht doch ...

... voran mit meinem derzeitigen großen Projekt, regelmäßige Blogbesucher wissen, wovon die Rede ist.

Die 710 Seiten Manuskript sind übersetzt und inzwischen bin ich auf Seite 88 beim zweiten Durchgang.
Der wird zwar nun mühsamer, als vorher angenommen, weil der Autor noch allerlei Änderungen und Ergänzungen und Streichungen am »fertigen, freigegebenen und endgültigen« Text vorgenommen hat, aber na ja. Erstens darf ein Autor (bin ja selbst einer) grundsätzlich so gut wie alles, außer den Leser langweilen, und zweitens ist dies kein »normaler Autor«, da sind der Agent des Verlages und ich uns einig. Also darf er auch nach der Freigabe im von mir bereits übersetzten Manuskript noch ändern, streichen und ergänzen. Das neue Kapitel 1 gefällt mir schon mal besser als der »endgültige, freigegebene und fertige« Anfang vorher.

Soweit der Bericht zur Lage der Nation des Übersetzers.

Samstag, 27. Juni 2009

Lieschen Müller kauft sich einen Ehemann

Berlin ist ja schon immer dafür bekannt, die Nase vorne zu haben. Wenn es etwas Neues auf der Welt gibt, dann zuerst in Berlin. Da muss der Rest der Welt schauen, wie er damit zurecht kommt.

Nun hat vor einigen Wochen ein neues Kaufhaus seine Pforten geöffnet. Es nennt sich »Männerkaufhaus«. Auf sechs Etagen werden Ehemänner verkauft - der richtige Ort für heiratsfähige und -willige Damen also. Seit der Eröffnung ist das Kaufhaus ständig überfüllt.

Am Eingang muss sich jede Frau zunächst mit den Geschäftsbedingungen vertraut machen und einverstanden erklären, die in diesem Kaufhaus gelten:
  1. Sie dürfen dieses Geschäft nur ein einziges Mal betreten.
  2. Es gibt sechs Stockwerke, die Eigenschaften der jeweils angebotenen Männer steigen mit jeder höheren Etage, die Sie betreten.
  3. Sie können in jedem beliebigen Stockwerk einen Mann auswählen oder sich entscheiden, statt dessen ein Stockwerk weiter nach oben zu gehen. Eine Rückkehr zu einem bereits besuchten Stockwerk ist jedoch ausgeschlossen - Sie gelangen abwärts nur um Ausgang, um das Haus zu verlassen und - siehe Punkt 1 - dürfen es nicht noch einmal betreten.
Wir begleiten nun - ach, nennen wir sie einfach Lieschen Müller - wir begleiten nun Lieschen Müller beim Einkaufsbummel. Einen Ehemann wünscht sie sich schon lange, und das Geld auf dem Girokonto muss ja ausgegeben werden, bevor die Wirtschaftskrise alles vernichtet.
Lieschen betritt das Kaufhaus und unterschreibt am Eingang nach der Registrierung ihres Ausweises die Geschäftsbedingungen. Dann darf sie in die Geschäftsräume.
  1. An der ersten Tür steht: »Diese Männer haben Arbeit und sind zuverlässig.« Nun ja, nicht schlecht, aber Lieschen geht zur Treppe nach oben. Laut Geschäftsbedingungen wartet dort ja ein besseres Angebot.
  2. In der zweiten Etage liest sie: »Diese Männer haben Arbeit, sind zuverlässig und lieben Kinder.«Kurzentschlossen steigt Lieschen weiter empor.
  3. Die dritte Etage hat wiederum - versprochen ist versprochen - ein erweitertes Angebot: »Diese Männer haben Arbeit, sind zuverlässig, lieben Kinder und sehen außerordentlich gut aus.« »Knorke«, denkt Lieschen (sie ist nun mal Berlinerin, sonst hätte sie vielleicht »toll« oder »super« gedacht). Dennoch fühlt sie sich bemüßigt, ein weiteres Stockwerk nach oben zu steigen.
  4. Die vierte Etage begrüßt Lieschen mit diesem Schild: »Diese Männer haben Arbeit, sind zuverlässig, lieben Kinder, sehen außerordentlich gut aus und helfen bei der Hausarbeit.« »Ach du kriegst die Tür nicht zu!«, ruft sie begeistert. »Das ist ja kaum zu glauben! Ich sollte wohl hier zugreifen...« Sie zögert, doch dann geht sie weiter in die nächste Etage.
  5. Hier im fünften Stockwerk liest sie mit begeistert aufgerissenen Augen: »Diese Männer haben Arbeit, sind zuverlässig, lieben Kinder, sehen außerordentlich gut aus, helfen bei der Hausarbeit und haben einen starken Hang zu romantischen Gefühlen.« Nun ist Lieschen wirklich ernsthaft versucht, hier ihre Wahl zu treffen. Dennoch ersteigt sie auch die letzte Treppe und landet in der obersten Etage.
  6. Dort liest sie folgende Beschriftung, die sogar mit einem elektronischen Zähler versehen ist: »Etage 6 - Sie sind Besucherin Nummer 4.626.012 auf diesem Stockwerk. Hier gibt es keine Männer. Diese Etage existiert lediglich als Beweis, dass es unmöglich ist, Frauen zufriedenzustellen. Vielen Dank, dass Sie das Männerkaufhaus besucht haben - wir wünschen Ihnen noch einen schönen Tag.«
P.S.: Foto von Dekoplus aus der Schweiz. Geschichte (in ähnlicher Form in Englisch) aufgeschnappt via beste aller Ehefrauen und neu erzählt von mir.

Freitag, 26. Juni 2009

Ding Emit

Mein Duden-Korrekturprogramm ist ja recht schlau, nicht nur, was das Aufspüren von Tippfehlern betrifft, aber das eben auch. Gelegentlich sind meine Finger beim Übersetzen einfach zu flink für den Computer und dann weiß hinterher auch der Duden keinen vernünftigen Rat:


»Ding emit«, was soll das denn wohl sein? Ein Name, so wie »Bing Crosby«, also »Ding Emit«? Vielleicht hilft ein Leser mit phantasievollen Kreationen dem armen Computer auf die Sprünge?

Donnerstag, 25. Juni 2009

Bob war in Berlin

Kürzlich war er in Berlin, der Bob. Nicht der Dylan, sondern der Geldof. Es ging auch nicht um Musik, sondern um Afrika. Und das ist auch gut so.

Hier (Klick auf das Foto) der Bericht:





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Mittwoch, 24. Juni 2009

Der Iran

Kein Zweifel: Ahmadinedschad ist schlecht für das Land. Wer die Meinungsfreiheit unterdrückt, Wahlergebnisse fälscht und Opposition verbietet, auf unbewafnete Demonstranten schießen lässt und die Welt mit Schimpf- und Drohreden bedenkt und noch dazu vom blinden Hass auf die Juden getrieben ist, steht Hitler nicht fern.

Zweifel: Wäre Mussawi besser für das Land? Er will das gleiche Staatssystem, lässt nirgends erkennen, dass seine Außenpolitik wesentlich anders wäre als die des Amtsinhabers. Womöglich wäre ein weniger brutales Vorgehen im Inland denkbar, aber eine Demokratie will auch er mit ziemlicher Sicherheit nicht. Immerhin stellte er öffentlich klar, dass er den Völkermord an den Juden in Nazi-Deutschland verurteilt.

Es bleibt zu hoffen, dass möglichst viele Menschen im Iran, die Zuflucht suchen, in die internationalen Botschaften heineingelassen werden und das Land verlassen können, solange dort die Freiheit mit Füßen getreten und mit Waffen beschossen wird. Und dass sich der Zustand irgendwann ändert. Einstweilen meine ich, dass unser Land Vertriebene und Flüchtlinge aus dem Iran gerne aufnehmen sollte.

P.S.: Foto von der Protestdemo in Berlin via Nics Bloghaus

Dienstag, 23. Juni 2009

Lauter behütete Herren

Einer der behüteten Herren, die hier abgebildet sind, wird im Juli in Berlin gastieren und ein anderer der behüteten Herren, die hier abgebildet sind, wird zusammen mit der besten aller Ehefrauen, die hier ebenfalls abgebildet ist, wenngleich auch nicht im wörtlichen Sinne behütet, bei jenem Anlass dabei sein.




Nun wäre es mir ein leichtes, zu verraten, um wen es sich bei dem behüteten Herrn handelt, der demnächst in Berlin aufzutreten sich anschickt, da die Eintrittskarten gleich neben dem Schreibtisch an der Pinnwand bereithängen, im Juli mit zum Veranstaltungsort genommen zu werden.




Tatsächlich ist es einigen der hier abgebildeten behüteten Herren ja gar nicht möglich, derjenige zu sein, um den es hier geht, einer zum Beispiel weilt nicht mehr unter den Lebenden, da die Lebensspanne des Menschen nicht unbegrenzt auszudehnen ist. Ein anderer hat viel zu tun, da er ein Land zu regieren hat.




Falls jemand nicht genau weiß, wen das eine oder andere Bild zeigt, hier eine kleine Namensliste. Zu sehen sind in diesem Blogbeitrag die folgenden Herren (in alphabetischer Reihenfolge):





  • Herr Bono mit guter Laune
  • Herr Cohen mit Blick zum Himmel
  • Herr Depp mit gar nichts
  • Herr Kafka mit Schatten
  • Herr Lindenberg mit Zigarre
  • Herr Matthia mit Gattin
  • Herr Morrison mit Mikrophon
  • Herr Naidoo mit Fingerzeigen
  • Herr Obama mit Publikum
  • Herr Waits mit Begleitmusiker
  • Herr Zimmermann wie Herr Waits





So. Na ja. Das wars. Nicht sehr bedeutsam, vielsagend oder sonst was, aber überwiegend schön bunt, dieser Beitrag.




P.S.: Erstaunlich viele Brillenträger.

Montag, 22. Juni 2009

Poesie oder Computerkunst?

Im Spam-Ordner meines Google-Mail-Kontos tummelt sich allerlei Schrott, dafür ist ja so ein Spam-Filter auch da. Gelegentlich schaue ich mal rein in den Ordner, ob sich womöglich eine willkommene Mail dorthin verirrt haben könnte. Dabei entdeckte ich kürzlich einen recht lustigen Text, der mich zum Klick auf einen Link verführen sollte, der natürlich nicht war, was er zu sein vorgab. Davor warnt ja Google noch einmal in rot, obwohl ich sowieso nicht auf solchen Schwachsinn hereinfalle.

Der Nonsense-Text hatte jedenfalls fast schon poetische Qualitäten:
tuner mirk mews yolk?
milky dhoti.
jet load dunk.
gee milky.
sooty enemy pinny plasm?
soul stash prowl entry?
paint hallo rob prowl!
built ruddy hover tyke!
frail built rural plasm.
salvo undo.
Nun frage ich mich: Ist das Computerkunst? Moderne Poesie? salvo undo! - da muss man erst mal drauf kommen! Ganz zu schweigen von soul stash prowl entry?
Sollte ich mich den Urhebern der Spamflut vielleicht als Texter anbieten? Womöglich wird man mit dem Verfassen solcher Gedichte ja stinkin' ritch...

Samstag, 20. Juni 2009

606 und 808

Neulich berichtete ich über die Bedeutung der Zahl 505 für meine gegenwärtige Monsterübersetzung.

Heute kann ich, obwohl das für den Rest der Welt von geringem Interesse sein dürfte, vermelden, dass gestern der nächste Meilenstein erreicht wurde, indem ich über die Seite 606 des Original-Manuskriptes hinaus übersetzt habe.
Ich würde mir ja schnelleres Vorankommen wünschen, aber immerhin sind jetzt »nur« noch rund 100 Seiten übrig.

Danach geht es wieder zurück zu Seite 1, denn ich habe durchaus den Ehrgeiz, dass dieses Buch bei den Lesern nur gute Eindrücke erweckt, und dazu gehört dann neben dem Inhalt (für den der Autor gesorgt hat) natürlich auch ein guter Stil und die Abwesenheit von ungeschickten Formulierungen, Wortwiederholungen und sonstigen Schlampigkeiten.

Dieser Beitrag, mit dem nichts anderes bewiesen ist, als dass ein Blog tatsächlich auch lediglich ein Tagebuch sein kann, ist Post Nummer 808. Blogbesucher mit einem Faible für Zahlenspiele oder Einsicht in die Kabbalistik können sich ja mit dem Zusammentreffen von 606 mit 808 amüsieren. Ich werde einfach weiter übersetzen, was noch zu übersetzen ist.

Freitag, 19. Juni 2009

Braucht Gott Sommerschuhe?

Beim Blick auf den Spam-Ordner wurde ich stutzig. Dass die Firma Baur mich höflich mit Sie anschreibt, um mir Sommerschuhe verkaufen zu können, ist ja völlig korrekt. Daran ist nichts auszusetzten, abgesehen davon, dass ich keine Werbemails mag - daher landen sie auch maschinell gesteuert sofort im Spam-Verzeichnis.
Doch zurück zu diesem Meisterwerk der Werbetexter. »Die schönsten Sommerschuhe für Sie, Herr Matthia« - das hätte ich ja noch verstanden und gelöscht. Doch da stand »...für Sie und Ihn...«


Nun ist es in manchen christlichen Kreisen üblich, wenn von Gott die Rede ist, die entsprechenden Pronomina groß zu schreiben. Aus Respekt, aus Gewohnheit, oder weil das auch im Englischen mitunter so zu finden ist. Doch schien es mir nicht allzu wahrscheinlich, dass die Firma Baur zu diesen christlichen Kreisen zählt. Also wen wollte der Werbetexter da so ehrfurchtsvoll anreden? Einen Kaiser haben wir ja nicht mehr.
Meines Wissens braucht Gott jedenfalls keine Sommerschuhe, und ich würde sie sowieso nicht für ihn / Ihn per Internet bestellen, da ich - vorausgesetzt er bräuchte welche - die Schuhgröße nicht wüsste.

Meine kaufe ich bei Deichmann im Laden. Da kann ich sie nämlich anprobieren.