Donnerstag, 2. Dezember 2010

Ja, sie kommt. Jessika. Demnächst.

Dieser Beitrag ist eine Nachricht, um mich mal des Wortschatzes bildungsferner Schichten zu bedienen, für die, wo auf die Story warten. (Ende der Wortschatzbedienung aus dem Bildungsfernetopf.)

Wer ist denn dieser nächtliche Scheinbetrunkene?

Wie man leicht sieht, gibt es bereits mehr Text als die neulich hier vorgestellten ersten beiden Absätze. Aber noch nicht genug, um die Leserschaft hier auf dem Blog damit zu beglücken. Also fasse man sich in Geduld, und die fünf Menschen, die mit »Nie und nimmer! Pfui!« abgestimmt haben, dürfen noch mal aufatmen.

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Im Hause von Amazon gibt es viele Wohnungen…

…und wenn es nicht so wäre, dann – äh – also nein, anders herum gesagt, also es gibt noch mehr Welten, als nur diese, und – äh – na ja, also, ach ja, was ich eigentlich vermelden wollte: Meine Wenigkeit hat jetzt eine Wohnung Autorenseite in einer anderen Welt in der Autorenwelt von Amazon.de bezogen, gleich neben Herrn McCourt.

autorenwelt

Da fühlt sich das Autorenego wieder mal angemessen gestreichelt.

Dienstag, 30. November 2010

Georg Friedrich Haendel at the Mall

Well, of course this is not really a flash mob, else there wouldn’t be several cameras, exquisite sound & light equipment and even a playback to sing along to. These singers know each other, they are a choir and they have been booked for this. But it’s still a nice marketing idea by AlphabetPhotography.

Natürlich ist das kein echter Flash Mob, sonst wären da nicht so viele Kameras gewesen, es gäbe nicht diesen perfekten Sound, hervorragende Ausleuchtung und das passende Playback zum Mitsingen – und vor allem kennen sich die Sänger und haben zusammen geübt. Sie sind eben ein bestellter Chor, kein Flash Mob. Aber es ist trotzdem eine nette Werbeidee der Firma AlphabetPhotogragy.

Samstag, 27. November 2010

Have you read these books?

Have you read these books?  The BBC believes that people will have read only 6 of the 100 books listed here.

Instructions: Copy this into your notepad or other editor. Bold those books you’ve read in their entirety. Italicize the ones you started but didn’t finish or read only an excerpt.

Here are my results:

  1. Pride and Prejudice – Jane Austen
  2. The Lord of the Rings - JRR Tolkien
  3. Jane Eyre – Charlotte Bronte
  4. Harry Potter series – JK Rowling
  5. To Kill a Mockingbird - Harper Lee
  6. The Bible
  7. Wuthering Heights – Emily Bronte
  8. Nineteen Eighty Four - George Orwell
  9. His Dark Materials – Philip Pullman
  10. Great Expectations - Charles Dickens
  11. Little Women – Louisa M Alcott
  12. Tess of the D’Urbervilles - Thomas Hardy
  13. Catch 22 - Joseph Heller
  14. Complete Works of Shakespeare
  15. Rebecca – Daphne Du Maurier
  16. The Hobbit - JRR Tolkien
  17. Birdsong – Sebastian Faulk
  18. Catcher in the Rye - JD Salinger
  19. The Time Traveller’s Wife – Audrey Niffenegger
  20. Middlemarch – George Eliot
  21. Gone With The Wind – Margaret Mitchell
  22. The Great Gatsby - F Scott Fitzgerald
  23. Bleak House – Charles Dickens
  24. War and Peace – Leo Tolstoy
  25. The Hitch Hiker’s Guide to the Galaxy - Douglas Adams
  26. Brideshead Revisited – Evelyn Waugh
  27. Crime and Punishment – Fyodor Dostoyevsky
  28. Grapes of Wrath – John Steinbeck
  29. Alice in Wonderland - Lewis Carroll
  30. The Wind in the Willows – Kenneth Grahame
  31. Anna Karenina – Leo Tolstoy
  32. David Copperfield - Charles Dickens
  33. Chronicles of Narnia – CS Lewis
  34. Emma – Jane Austen
  35. Persuasion – Jane Austen
  36. The Lion, The Witch and The Wardrobe - CS Lewis
  37. The Kite Runner – Khaled Hosseini
  38. Captain Corelli’s Mandolin – Louis De Bernieres
  39. Memoirs of a Geisha - Arthur Golden
  40. Winnie the Pooh - AA Milne
  41. Animal Farm - George Orwell
  42. The Da Vinci Code – Dan Brown
  43. One Hundred Years of Solitude - Gabriel Garcia Marquez
  44. A Prayer for Owen Meaney – John Irving
  45. The Woman in White – Wilkie Collins
  46. Anne of Green Gables – LM Montgomery
  47. Far From The Madding Crowd – Thomas Hardy
  48. The Handmaid’s Tale - Margaret Atwood
  49. Lord of the Flies original cover (1954)Lord of the Flies - William Golding
  50. Atonement – Ian McEwan
  51. Life of Pi - Yann Martel
  52. Dune - Frank Herbert
  53. Cold Comfort Farm – Stella Gibbons
  54. Sense and Sensibility – Jane Austen
  55. A Suitable Boy – Vikram Seth
  56. The Shadow of the Wind – Carlos Ruiz Zafon
  57. A Tale Of Two Cities - Charles Dickens
  58. Brave New World - Aldous Huxley
  59. The Curious Incident of the Dog in the Night-time – Mark Haddon
  60. Love In The Time Of Cholera - Gabriel Garcia Marquez
  61. Of Mice and Men - John Steinbeck
  62. Lolita - Vladimir Nabokov
  63. The Secret History – Donna Tartt
  64. The Lovely Bones – Alice Sebold
  65. Count of Monte Cristo – Alexandre Dumas
  66. On The Road - Jack Kerouac
  67. Jude the Obscure - Thomas Hardy
  68. Bridget Jones’s Diary – Helen Fielding
  69. Midnight’s Children – Salman Rushdie
  70. Moby Dick - Herman Melville
  71. Oliver Twist - Charles Dickens
  72. Dracula - Bram Stoker
  73. The Secret Garden – Frances Hodgson Burnett
  74. Notes From A Small Island – Bill Bryson
  75. Ulysses – James Joyce
  76. The Bell Jar – Sylvia Plath
  77. Swallows and Amazons – Arthur Ransome
  78. Germinal – Emile Zola
  79. Vanity Fair – William Makepeace Thackeray
  80. Possession - AS Byatt
  81. A Christmas Carol - Charles Dickens
  82. Cloud Atlas – David Mitchell
  83. The Color Purple – Alice Walker
  84. The Remains of the Day – Kazu Ishiguro
  85. Madame Bovary – Gustave Flaubert
  86. A Fine Balance – Rohinton Mistry
  87. Charlotte’s Web – EB White
  88. The Five People You Meet In Heaven – Mitch Albom
  89. Adventures of Sherlock Holmes - Sir Arthur Conan Doyle
  90. The Faraway Tree Collection – Enid Blyton
  91. Heart of Darkness – Joseph Conrad
  92. The Little Prince – Antoine De Saint-Exupery
  93. The Wasp Factory – Iain Banks
  94. Watership Down - Richard Adams
  95. A Confederacy of Dunces - John Kennedy Toole
  96. A Town Like Alice – Nevil Shute
  97. The Three Musketeers - Alexandre Dumas
  98. Hamlet – William Shakespeare
  99. Charlie and the Chocolate Factory – Roald Dahl
  100. Les Miserables – Victor Hugo

Well – I guess that the BBC is wrong.  Or I am not “people”?

P.S.: I found this on Heart of Berlin and on Library Thing

Freitag, 26. November 2010

Ein exquisites Adventskonzert

Was ich gar nicht mag, sind Advents-und-Weihnachtslieder-Mitsing-Veranstaltungen. Andere mögen so etwas, daher ist es gut, dass auch deren Geschmack und Gemüt entsprechende Angebote finden wird – aber sicher nicht bei dem Konzert, von dem hier die Rede ist.

Am 5. Dezember 2010 werden Katrin Glenz und Thomas Wahl in Berlin musikalisch fragen: Wie soll ich dich empfangen?

  • Die Frankfurterin »KAT«, mit bürgerlichem Namen Katrin Glenz, legte mit ihrem Debütalbum Polaroid of Truth zwölf Songs im Rock-Pop-Sound hin, das zweite Album hieß Sehnsucht. Die junge Künstlerin ist in der Musikszene alles andere als ein Neuling und erstaunlich vielseitig. Reiste sie doch schon mit Musical-Produktionen um die ganze Welt von Deutschland über Südafrika bis hin nach Spanien und Dubai; sie sang im Background bei Xavier Naidoo und Johnny Logan. 2004 spielte »KAT« im Vorprogramm von »Pink« und »Laith al Deen«. Sie erntete verdiente Begeisterung. 
  • In Hanau aufgewachsen, begann Thomas Wahl schon sehr früh mit dem Klavierspiel und war von Anfang an mehr autodidaktischer Klangerzeuger als reproduzierender Klavierschüler. Er erarbeitete sich im Lauf der Jahre ein umfangreiches Repertoire aus Pop, Jazz und Gospel – letzteres auch zum allsonntäglichen Genuss seiner Kirchengemeinde – ohne wirklich Noten lesen zu können. Inzwischen hat er auch die Klassik für sich erschlossen. Bei allem, was er spielt, wird dem Zuhörer klar, was es bedeutet, sich ein Stück »zu eigen« zu machen. Neben vielen Live-Projekten ist er auch an einigen CD-Produktionen beteiligt und studiert derzeit an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.

Adventskonzert in Berlin Steglitz

Diese beiden Künstler werden Advents- und Weihnachtsieder in zum Teil neuen und ungewohnten Interpretationen vortragen, einige kurze Hörbeispiele aus der CD finden sich auf der Webseite wiesollichdichempfangen.de – da können sich Schmalzliederphobiker wie ich davon überzeugen, dass es keine der grausigen ZuckergussundSchlagsahneveranstaltungen wird, die sonst im Advent oft angeboten werden.

Also, liebe Blogbesucher, sehen wir uns am 5. Dezember um 15:30 Uhr zum Kaffee und anschließenden Adventskonzert in der Wrangelstraße 6/7 in 12165 Berlin? Ich werde da sein und genießen.

Donnerstag, 25. November 2010

Jessika kommt! Ach du liebe Güte.

Worauf habe ich mich da nur eingelassen. Via Facebook, Blog-Abstimmung und sogar dienstliche E-Mails wurde mir deutlich nahe gelegt, dass es zahlreiche Menschen gibt, die mehr von der mörderischen Jessika lesen wollen. Also werde ich mich an die Arbeit machen und schreiben, soweit es die Zeit erlaubt.

Dass das wirklich Arbeit ist, kann der interessierte Blogbesucher feststellen, wenn er diese Version des Anfanges mit der vom vorigen Blogbeitrag vergleicht.

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Der Kuss - WikiCommonsGiuseppe lächelte und lehnte sich zu ihr hinüber, um ihr all das ins Ohr zu flüstern, was er sich für die nächsten beiden gemeinsamen Tage vorstellen konnte. Sie lächelte, sie lachte, sie gab ihm einen Klaps auf die Schulter, sie lachte wieder, sie kicherte und schließlich küsste sie ihn leidenschaftlich. Er war ein netter, ein amüsanter Kerl, von etwas schlichtem Gemüt und Verstand, aber das hatte sie ja gewusst, bevor sie ihn angesprochen hatte.
»Signore Di Stefano«, ermahnte sie ihn nach dem langen Kuss, »ritenzione per favore!«
Er murmelte: »Chi la fa l'aspetti.«
Ach ja, dachte sie, was ihr Männer doch immer so für Ideen im Kopf habt. Keiner ist wie mein Bernd, ich hätte ihn vielleicht doch am Leben lassen sollen.

Jessika dachte oft und meist mit Wehmut an Bernd zurück. Schon das fand sie verwunderlich. Wie konnte sie Wehmut empfinden, überhaupt Gefühle haben? Wenn es für ihresgleichen so etwas wie Liebe geben konnte, was sie an und für sich bezweifelte, dann war Bernd derjenige gewesen, der das Wunder bewirken konnte. Sie war sich sicher, dass Bernd sie aus tiefstem Herzen und aufrichtig geliebt hatte. Sie war genauso sicher gewesen, dass für sie Sentimentalitäten wie Sehnsucht, Liebe, Wehmut nicht in Frage kamen. Bis sie ihm die Kehle durchgeschnitten hatte. Der Schmerz in ihrem Herzen hatte sie überrascht und verunsichert. Sie war nach Italien geflohen, nur vor sich selbst. Polizeiliche Ermittlungen hatte sie nie zu fürchten gehabt.
Hier waren die Männer leidenschaftlich, sie gefielen sich in der Rolle des feurigen Liebhabers, aber sie liebten nicht, waren nicht so hingegeben wie Bernd. Giuseppe Di Stefano fand Gefallen am Sex mit ihr, gab sich zuvorkommend und großzügig, aber er achtete, verehrte und liebte Jessika nicht. Dass er seine Frau, seine vier Kinder liebte, wie er gerne behauptete, bezweifelte Jessika. Hätte er sich denn auf diese Affäre eingelassen, wenn das zuträfe?

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Was daraus werden wird, kann ich nicht sagen. Erstens werde ich voraussichtlich wieder meine Leser abstimmen lassen, wie es in bestimmten Fragen weitergehen soll, zweitens schreiben sich solche Geschichten weitgehend von selbst - ich kann wirklich nicht voraussehen, was Jessika letztendlich tun wird.

So. Und nun heißt es warten, liebe Leser, bis ich etwa vier Seiten geschrieben habe, die kommen dann als erste Fortsetzung auf diesen Blog.

Ach ja: Falls jemand keine Ahnung hat, wer Jessika ist und was das alles soll: Jessika ist der Titel einer Kurzgeschichte in meinem Buch [Gänsehaut und Übelkeit]. Dort trat sie erstmals in mein Autorenleben. Und irgendwann, Jahre später, entstand eine längere Fortsetzung, die gibt es kostenlos als E-Book: [Wer bist du, Jessika?]

Mittwoch, 24. November 2010

Jessika zaudert

So könnte der Anfang einer Fortsetzung aussehen. Ungefähr. Bittesehr:

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Giuseppe lächelte und lehnte sich zu ihr hinüber, um ihr all das ins Ohr zu flüstern, was er sich für die nächsten beiden gemeinsamen Tage vorstellen konnte. Sie lächelte, sie lachte, sie gab ihm einen Klaps auf die Schulter, sie lachte wieder, sie kicherte und schließlich küsste sie ihn leidenschaftlich. Er war ein netter, ein amüsanter Kerl, etwas schlicht im Gemüt und im Verstand, aber das hatte sie ja gewusst, bevor sie ihn angesprochen hatte.
»Signore di Stefano«, ermahnte sie ihn nach dem langen Kuss, »ritenzione per favore!«
Er murmelte: »Chi la fa l'aspetti.«
Ach ja, dachte sie, was ihr Männer doch immer so für Ideen im Kopf habt. Keiner ist wie mein Bernd, ich hätte ihn vielleicht doch am Leben lassen sollen.

Jessika dachte oft an Bernd zurück. Wenn es für ihresgleichen überhaupt so etwas wie Liebe geben konnte, dann war er derjenige gewesen, den sie geliebt hatte. Und sie war sich sicher, dass Bernd sie aus tiefstem Herzen und aufrichtig geliebt hatte.
Hier in Italien waren die Männer leidenschaftlich, sie gefielen sich in der Rolle des feurigen Liebhabers, aber sie liebten nicht so bedingungslos, so hingegeben wie Bernd. Giuseppe Di Stefano fand Gefallen am Sex mit ihr, gab sich zuvorkommend und großzügig, aber er achtete Jessika nicht. Nicht so. Nicht so wie Bernd sie geachtet hatte.

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Ja, so ähnlich könnte es losgehen., Aber Jessika ist nicht zufrieden mit der Zahl der Abstimmenden. Sagt sie. Und nun?

Soll Jessika wiederkommen?
Nie und nimmer! Pfui!
Na klar, unbedingt!
Wer ist Jessika?
Auswertung

Dienstag, 23. November 2010

Montag, 22. November 2010

Ein Leben

19 mal 140 Zeichen. Meine zweite Twitter-Erzählung. Ich dachte, es würden 21 Fortsetzungen, aber bei der 19ten war bereits das Ziel erreicht. Bei manchen Teilen gefällt mir der sprachliche Rhythmus nicht so ganz, aber die Beschränkung auf die 140 Zeichen lässt sich eben nicht aufheben. Na denn:

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Blau zeichnen sich da Höhen in der Ferne ab. Du ahnst nicht, welche Schluchten sie durchziehen, welche Steilhänge sie in deinen Weg stellen.

Du denkst noch über das Ziel nach, studierst noch nicht den Weg. Blaue Höhen - weit weg. Du wirst zur Ruhe finden, wenn dann Einsicht kommt.

Alltägliche Verrichtungen, die blauen Höhen rücken unbemerkt ein wenig näher. Tag für Tag. Nichts Besonderes, nur Alltag. Dennoch unterwegs.

Eine von 19 Twitternachrichten aus der Geschichte Der Weg macht sich dir nun begreiflich, weglos zu sein wird dir Gewinn. Nun zählt der Schritt, es zählt nicht mehr das Ziel. Ist es ein Tor?

Du isst, wenn dich hungert, du schläfst im Fall der Müdigkeit. Du hast die alte Regelmäßigkeit verbannt, du achtest jetzt auf deinen Körper.

Die blauen Höhen rücken nah, als kämen sie zu dir statt du zu ihnen. Du siehst die kleinen Wunder ringsherum. Halt sie fest in deiner Seele.

Zweisamkeit beginnt, der Weg hat dich zu ihr geführt. Das Glück. Du gehst nicht mehr allein. Dennoch musst du, ja wirst du selber schreiten.

Die Bläue weicht, da dich die Höhen nun umfangen. Dir wird erkennbar, was der Dunst verbarg. Du gehst den Weg, und er genügt auch ohne Ziel.

Was mag dich erwarten am Ende deines Weges? Ein Tor wohl - torlos schon jetzt geborgen, weil jeden Augenblick zu fühlen dir bereits gelingt.

Die Wege werden steil, Abgründe klaffen tief. Was gestern galt, muss heute nicht mehr Wahrheit sein. Was morgen stimmt, ist heute Lüge noch.

Was du geglaubt hast, darfst du weiter glauben. Doch Wissen und Erfahrung geben Widerrede deinem Geist. Die Seele ratlos, schweigend, blind.

Ganz ohne Schuld bist du in auswegloser Lage. Ein Freund gibt Rat und Hoffnung dämmert auf. Ein anderer Weg? Dein alter Weg nur neu gedacht?

Der eine rät zu diesem, der andere zu jenem Weg. Sie alle weisen dir ein Ziel, doch keiner einen Weg. Du gehst den nächsten Schritt. Allein.

Nie fragt das Leben, ob etwas dir gefällt. Statt Zweisamkeit nun wieder einzeln schreiten. Erinnerungen bleiben, an kleine Wunder unterwegs.

Zurück willst du? Dort hin, wo alles leichter fiel? Ach, alle sehnen sich nach guten Zeiten, alle könnten wohl verzagen. Doch du bist stark.

Jetzt meisterst du die Steigung, der Aufstieg wird zum Ziel des Tages. Der nächste Tag mag neue Ziele bringen. Das Heute sei sich nun genug.

Du denkst zurück. Wie leicht fiel der Beginn der Reise, denn alles war noch unbekannt. Nun kennst und weißt du, dennoch schreitest du voran.

Die einstmals blauen Höhen hast du nun bezwungen, und neue Höhe schimmert in der Ferne schon. Der Schritt, er zählt; das heute und das hier.

So gehst du eines Tages durch das Tor mit Leichtigkeit trotz all der Schwere. Der Weg, er war das Ziel, das Ziel ist nun erreicht. Zu Hause.

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Vermutlich habe ich den Sinn des Twitterns nicht begriffen, aber das macht ja nichts. Ich schaffe mir meinen eigenen Sinn. Vielleicht fällt mir ja mal wieder was dazu ein…