Samstag, 16. Februar 2008

Der Elberfelder Petrus und der Hausbibelkreis

Am letzten Mittwoch war ich wie üblich beim Hausbibelkreis dabei. Der Abend hat einen Artikel ausgelöst, der länger geworden ist, als ich zuerst annahm. Deshalb steht er auf meinem anderen Blog. Ein Ausschnitt:
...schrieben wir uns lange, sehr lange Briefe. Acht Seiten waren keine Seltenheit. Ich wäre nie und nimmer auf die Idee gekommen, von Seite 3 den untersten Absatz zu lesen, in der Hoffnung, dass ich verstehen würde, was meine zukünftige Frau mir in diesem Brief mitteilen wollte...
Wer lesen möchte, was die Elberfelder Bibelübersetzung, der Apostel Petrus, ein Berliner Hausbibelkreis und die beste aller Ehefrauen miteinander zu tun haben, klickt hier: Wie bitte, Herr Petrus?

P.S.: Kommentare nur dort, nicht hier. iss ja wohl logisch, wa?

Freitag, 15. Februar 2008

8. März 2008: Lesung

Der heiße Wind peitschte mir den Sand ins Gesicht. Ich versuchte, so schnell wie irgend möglich zu gehen, rannte, so lange ich genug Atem schöpfen konnte, die Angst trieb mich voran. Hannah konnte jeden Augenblick sterben. Sie konnte schon tot sein. Ihre flackernden Augen in dem bleichen Gesicht für immer erloschen…

Was ich außer den oben zitierten fünf Sätzen vortragen werde, wird nicht verraten.

Veranstalter ist Lightbound in Zwickau, Beginn 19 Uhr in der Rudolph-Breitscheidt-Str. 11, 08112 Wilkau-Hasslau. Der Ort liegt südlich von Zwickau, über die E441 gut zu erreichen. Ich bin gespannt und freue mich auf die Lesung.

Es gibt eine Übersetzung in Gebärdensprache für Gehörlose, Musik und Bilder umrahmen meine Texte.

Wer zum Zuhören und Plaudern kommen möchte, tut dem Veranstalter mit einer Voranmeldung einen großen Gefallen. Bitte nicht an mich, sondern einfach per Mail an den Veranstalter die Personenzahl nennen: Voranmeldung

Glaubensfragen

Fragen bewegen. Es wäre falsch zu vermuten, dass der Sinn aller Fragen darin besteht, Antworten zu erhalten. Häufig besteht er vor allem darin, uns innerlich in Bewegung zu bringen und Dinge aus neuer Perspektive zu sehen.
Kluge Sätze, die den einleitenden Gedanken eines neuen Impulsheftes aus dem Down-to-Earth-Verlag entnommen sind. Es geht in diesem Heft nicht um Antworten, sondern um Fragen. Um Fragen, die sich jeder von uns schon gestellt haben mag, aber auch um solche, auf die man nicht so leicht kommt.

Die Serie der Impulshefte ist inzwischen zu einer ansehnlichen Sammlung gewachsen, diese Neuerscheinung trägt die Nummer 19 und den Titel »Glaubensfragen - Impulse, Jesus neu zu entdecken«.

Manche Fragen, die ich in diesem Heft gefunden habe, sind sehr persönlicher Natur:
  • Was war dein albernster Versuch, Jesus zu beeindrucken?
  • Welche ausgebliebene Gebetserhörung war für dich am schwersten zu verkraften? Was hat sich dadurch für dich verändert?
Manche Fragen kann ich nicht beantworten:
  • Wenn du deine Beziehung zu Jesus mit einem Tanz vergleichen würdest – welcher Tanz wäre es?
  • Wenn du Gottes Liebe mit einer Pflanze vergleichen würdest – welche wäre das?
Manche Fragen lösen umfangreiche Denkprozesse bei mir aus:
  • Wenn du eine Passage aus der Bibel streichen könntest – welche würdest du wählen?
  • Was könnte Jesus bei christlichen Treffen langweilen?
Das Heft ist, wie die gesamte Impulsreihe übrigens, mit passenden Fotos und Graphikelementen sowie klugen Zitaten liebevoll und professionell gestaltet, Inhalt und Optik machen gleichermaßen deutlich, dass die 2 Euro, die das Heft kostet, eine gute Investition in das persönliche Glaubensleben sind. Auch für Gespräche im Hausbibel- oder sonst einem Gesprächskreis finden sich reichlich Denkanstöße.

Mein Fazit: Es lohnt sich auf jeden Fall, sich als Gruppe oder Einzelner immer wieder mit den Fragen zu beschäftigen, die Kerstin Hack in diesem Heft gesammelt hat. Auch, wenn manche Frage ohne Antwort bleiben mag. Oder gerade deshalb?

Kerstin Hack: Glaubensfragen - Impulse, Jesus neu zu entdecken
32 Seiten, 2 Euro.
Verlag Down to Earth, Berlin
Erhältlich direkt bei Down to Earth im Shop oder im Buchhandel (ISBN 978-3-935992-45-9)


P.S.: Wie immer gibt es eine Leseprobe (PDF). Man beachte auf Seite 2 derselben, wer mal wieder das Lektorat durchgeführt hat.
:-)

P.P.S.: Nein, ich habe diese Rezension nicht bei Kerstin Hack abgeschrieben, sondern ihr diese Rezension zugeschickt, bevor das Impulsheft erschienen ist. Daher die unübersehbare Ähnlichkeiten zwischen meiner Rezension und ihrem Werbetext...

Donnerstag, 14. Februar 2008

Wundersames Amazonien

Wer bei Amazon.de die Bibelausgaben nach Verkaufsrang soriert, entdeckt Erfreuliches und Wundersames.

Erfreulich: Auf Platz 4 liegt heute die Volxbibel Neues Testament 2.0


Wundersam: Auf Platz 9 findet sich ein Koran.

Da hat wohl jemand bei Amazon nicht so ganz den Durchblick gehabt, was den Inhalt der jeweiligen Bücher betrifft. Oder die Brille verlegt?

Wie dem auch sei: Die Volxbibel Altes Testament wird, wie künftig auch die Ausgabe des Neuen Testamentes, in einem renommierten Verlag erscheinen, der - Originalton Martin Dreyer - »jeden kleinen Pupsbuchladen, inklusive Bahnhofsbuchläden und Kioske in ganz Deutschland« beliefert.

Das freut auch mich ganz ungemein. Nicht, weil ich am Alten Testament bei den alten Verträgen mitmache, sondern weil es ganz famose Nebenwirkungen haben kann, wenn jemand die Volxbibel liest: 70 Jahre alt + Volxbibel-Leserin = Schmerzlinderung

Kunst kommt von Können, nicht von Wollen. Sonst müsste es ja Wunst heißen.

Zum heutigen Valentinstag fiel mir Karl Valentin ein. Nicht sehr einfallsreich, vielleicht, aber doch auch nicht einfältig? Auf jeden Fall war Valentin, also der Karl, nicht der von Terni, ein Meister der Sprachverwirrung Sprachentwirrung. Die Überschrift zu diesem Beitrag stammt ürigens vom Valentin. Nein, nicht von von Terni! Von Karl, ohne von!

Eigentlich sollte jetzt Musik für alle Liebenden erklingen, aber das geht nicht. Karl Valentin erklärt, warum:
Kapellmeister: Da brauch' ich Sie nicht dazu. Das seh' ich selbst, daß der (Paukist) nicht da ist.
Musiker: Nein, der ist nicht da!
Kapellmeister: Ja, ist schon recht. Das seh' ich ja, daß er nicht da ist!
Musiker: Wenn er nicht da ist? Der ist nicht da heut'!
Kapellmeister: Ja, hör'n denn Sie schlecht! Ich sag doch eben, das seh' ich selbst, daß er nicht da ist.
Musiker: Ja, wie kann man denn einen seh'n, wenn er nicht da ist?
Kapellmeister: Ja, wer sieht ihn denn eigentlich?
Musiker: Sie!
Kapellmeister: Ich hab' ausdrücklich gesagt, ich seh', daß er nicht da ist. Ich kann ihn doch nicht seh'n, wenn er nicht da ist!
Musiker: Das mein' doch ich!
Allen, die diesen durch US-Soldaten nach dem Zweiten Weltkrieg nach Deutschland importierten Tag der Blumen- und Geschänkeläden feiern, wünsche ich einen frohen Valentinstag, mit oder ohne Paukist.

Allen anderen habe ich auf meinem anderen Blog eine Glosse über ein ganz langes und ganz gesundes Leben anzubieten. Man beachte vor dem Klick jedoch den Warnhinweis auf dem nebenstehend abgebildeten Schild. Hier gehts lang: Rezepte für ein langes Leben.

P.S.: Auch wer heute Blumen für den Liebsten oder die Liebste kauft, darf die Rezeptsammlung lesen.
P.P.S.: Für Risiken und Nebenwirkungen übernehme ich keine Verantwortung.
P.P.P.S.: Risiken und Nebenwirkungen bezieht sich auf die Rezeptesammlung, nicht auf die Blumen. Obwohl... eigentlich... könnte durchaus für beides gelten...

Mittwoch, 13. Februar 2008

Über das Schreiben 4

Wenn jemand »Feuer gefangen hat«, »den Hafen der Ehe ansteuert« oder sich »in die Nesseln setzt«, schalten wir als Autoren im Kopf unserer Leser den Projektor ein und lassen unsere Texte lebendiger werden. Je nach der Herkunft einer Metapher kann Kraft entfaltet, wahlweise farbenfrohe oder triste Stimmung erzeugt oder ein eher langweilig klingender Sachverhalt für den Leser interessant gemacht werden.

Metaphern gestatten dem Leser den Blick durch eine Brille. Wenn wir »zu neuen Ufern aufbrechen«, »auf Kurs bleiben« oder etwas »aus dem Ruder laufen« lassen, bieten wir die Brille der Seefahrt an. Wenn etwas »Hand und Fuß« hat, ist es die Brille der Anatomie. Wenn unser Held wieder einmal »aus dem letzten Loch pfeift«, betrachten wir mangelnde Leistungsfähigkeit durch die Brille der Musik, genauso wie es der Fall ist, wenn jemand »Misstöne verbreitet«.

Metaphern sind ein spannendes und kreatives Werkzeug. Man besitzt mit ihnen ein Mittel, das durch die richtige Wahl des Bildes bewusst machen kann, was sonst umständlich beschrieben werden muss. Metaphern helfen auch, durch vertraute Bilder Fremdes und Unbekanntes leichter erfassbar zu schildern. Manche Metapher ist übrigens schon so tief in unserem Wortschatz verwurzelt, dass wir sie gar nicht mehr als Bildersprache erkennen. Vom »Handschuh« über den »Lebensabend« bis zum königlichen »Schloß« (letzteres ist ursprünglich eine Burg gewesen, die ein Tal »abschließt«.)

Man darf allerdings einen Text weder überfrachten, noch gar zur falschen Metapher greifen. Vieles, was man in den Zeitungen oder auch in Büchern liest, ist unfreiwillig komisch oder gar peinlich. Der Zusammenhang, aus dem eine Metapher stammt, muss schon zu dem passen, was geschildert – bebildert - werden soll.

Wenn wir Begriffswelten nutzen, geben sie ein Oberthema vor und vermitteln ein griffiges Bild, das im Gehirn des Lesers die Richtung vorgibt. Oft ist die bildhafte Sprache ein wichtiges Mittel, um die Aufmerksamkeit eines Lesers schnell zu »fesseln«. Schon der »Einstieg« mit einem gelungenen Bild kann Neugier »wecken« und zum Weiterlesen anregen.

Stimmt jedoch die Begriffswelt nicht mit dem Sachverhalt überein, sieht der Leser falsche oder schiefe Bilder. Der Lesefluss gerät »ins Stocken«.

Metaphern »auf Biegen und Brechen« in jedem zweiten Satz unterbringen zu wollen wirkt so gut wie immer lächerlich, übertrieben, fehl am Platze. Es mag Literaturgattungen geben, denen eine »Überfrachtung« gut tut, aber die sind nicht meine Welt. Zuggegeben: In früheren Zeiten war es manchem Autor verwehrt, sich klar auszudrücken, weil das dermaßen gegen Sitte und Moral verstoßen hätte, dass es schlicht undenkbar war, Sachverhalte anders niederzuschreiben als in kaum durchdringbaren Bilderwelten so gut versteckt, dass die verborgene Botschaft fast schon unkenntlich wurde. Das biblische »Hohelied« gehört zweifellos zu dieser Gattung, und Sprachwissenschaftler rätseln noch heute daran herum, welche Spielarten der Sexualität an welchen Stellen in welchen Bildern geschildert wurden.

Wahrheit klopfte an die Tür der Menschen
und niemand machte auf
da sie zu nackt war.

Parabel fand Wahrheit allein und frierend
und nahm sie mit nach Hause.
Dort zog sie Wahrheit eine Geschichte an.

Als Wahrheit wieder bei den Leuten klopfte
öffneten sie die Türen
und saßen abends noch am Feuer zusammen.

(Volksmund)

Manchmal ist es sinnvoll, bei einer Begriffswelt zu bleiben. Will ich Weite, Frische, Dynamik ausdrücken, dann mag die Seefahrt gut geeignet sein: Man kann den „Anker lichten“, die „Segel hissen“, „alle Mann an Bord haben“ und „zu neuen Ufern aufbrechen“, aber Vorsicht: Lieber nicht übertreiben. Die Theaterwelt eignet sich wieder für andere Bilder, wenn sich »der Vorhang hebt« oder jemand »ins Scheinwerferlicht tritt«, dann ist der Leser hoffentlich gespannt, erwartet Neues, Unterhaltsames. Bilder aus der Natur sind für die Vermittlung von Empfindungen recht hilfreich, vom »drohenden Gewitter« bis zum »Säuseln« eines Windes. Die Tierwelt bietet vielerlei, von der »Spürnase« über die »leichte Beute« bis zum Personifizierung von Tieren. Wird eine Figur als »Chamäleon« bezeichnet, ist dem Leser klar, dass er es mit einer Person zu tun hat, die nicht unbedingt ist, was sie zu sein vorgibt.

Manchmal ist aber das Verweilen in einer Begriffswelt öde, oder die Bildersprache wird zu sehr strapaziert. Dann kann der Autor dafür sorgen, dass sein Text »Fahrt aufnimmt« oder »Rückenwind bekommt«, indem er sich die jeweils passende Metapher aus beliebigen Begriffswelten heraussucht.

Mein Tipp Nummer 4 zum Schreiben also: Metaphern, wohl dosiert und gut gewählt, eignen sich für fast jede Textgattung, um den Leser zu »ködern« und zu »fesseln«.

Einmal »geködert« und »gefesselt« ist der Leser unserem sträflichen Tun ausgeliefert. Wir Autoren sind ja bekanntlich »Branstifter«. Wir wollen nämlich, dass unser Leser »Feuer fängt«.

Dienstag, 12. Februar 2008

Aus dem Hotline-Alltag

Hotline: Was für einen Computer haben Sie?
Kundin: Einen weißen...

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Kundin: Hallo, hier spricht Claudia Scheibe. Ich krieg' meine Diskette nicht mehr raus...
Hotline: Haben Sie den Auswurfknopf gedrückt?
Kundin: Ja, klar. Aber es passiert gar nichts.
Hotline: Das klingt nicht gut. Ich schreib's mal auf...
Kundin: Äh, Moment kurz... Tut mir leid, grade seh’ ich, dass die Diskette ja noch auf meinem Schreibtisch liegt. Ich hab' sie noch gar nicht rein... Sorry!

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Hotline: Klicken Sie mal bitte auf »Mein Computer« links auf Ihrem Bildschirm.
Kunde: Links bei Ihnen oder links bei mir?

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Hotline: Guten Tag, wie kann ich Ihnen helfen?
Kunde: Hallo... ich kann nicht drucken.
Hotline: Klicken Sie bitte mal auf »Start« und...
Kunde: Fangen Sie jetzt bitte nicht mit diesem ganzen technischen Scheiß an! Ich bin nicht Bill Gates!

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Nachricht auf dem Anrufbeantworter: Hallo hier ist Martina Jansen. Ich kann nicht drucken. Jedes Mal wenn ich einen Druckbefehl losschicke, kommt eine Meldung »Drucker nicht vorhanden«. Das gibt's gar nicht. Der Drucker steht direkt bei mir am Schreibtisch, ich meine, ich kann ihn doch sehen und der PC sagt, dass er nicht vorhanden ist...

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Kunde: Ich kann nicht in roter Schrift drucken...
Hotline: Haben Sie einen Farbdrucker?
Kunde: Aha! Danke.

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Hotline: Und was sehen Sie auf Ihrem Bildschirm?
Kundin: Einen kleinen Teddy, den mir mein Freund geschenkt hat

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Hotline: Jetzt drücken Sie F8.
Kunde: Passiert nichts...
Hotline: Was haben Sie jetzt genau getan?
Kunde: Ich habe achtmal die Taste »F« gedrückt und es passiert rein gar nichts...

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Kunde: Meine Tastatur funktioniert nicht mehr.
Hotline: Sind Sie sicher, dass sie eingesteckt ist?
Kunde: Nein, weil ich nicht hinter den Computer komme.
Hotline: Nehmen Sie Ihre Tastatur und gehen Sie ein paar Schritte vom Schreibtisch weg.
Kunde: Okay!
Hotline: Konnten Sie die Tastatur mitnehmen?
Kunde: Ja!
Hotline: Das heißt, dass die Tastatur nicht eingesteckt ist. Liegt vielleicht noch eine andere Tastatur auf Ihrem Tisch?
Kunde: Ja, da liegt noch eine. Aha! Die funktioniert auch!

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Hotline: Ihr Passwort lautet kleines a, großes V und die Zahl 7.
Kunde: Sieben groß oder klein?

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Kunde: Ich komme nicht ins Internet.
Hotline: Sind Sie sicher, dass Sie das richtige Passwort benutzen?
Kunde: Ja natürlich, ich habe doch beim Kollegen zugeschaut.

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Hotline: Würden Sie mir bitte sagen, welches Passwort Sie benutzen?
Kunde: Fünf Sterne.

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Hotline: Welches Antivirenprogramm benutzen Sie?
Kunde: Firefox.
Hotline: Das ist kein Antivirenprogramm.
Kunde: Natürlich, Entschuldigung.... ich meinte Internet Explorer.

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Kunde: Ich hoffe Sie können mir helfen. Ein Freund hat mir einen tollen Bildschirmschoner aufgespielt, aber jedes Mal wenn ich die Maus bewege ist er weg.

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Hotline: Wie kann ich Ihnen helfen?
Ältere Kundin: Ich warte jetzt seit vier Stunden auf Sie. Wie lange dauert es denn noch?
Hotline: Äh... tut mir leid, aber ich verstehe nicht, wie ich Ihnen helfen kann?
Ältere Kundin: Ich habe in Word etwas geschrieben und dann auf Hilfe gedrückt. Das war vor vier Stunden! Wann werden Sie mir denn endlich helfen?

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Hotline: Wie kann ich Ihnen helfen?
Kunde: Ich schreibe zum ersten Mal eine E-Mail.
Hotline: Okay, und wo kommen Sie nicht weiter?
Kunde: Bei der Adresse von meinem Freund. Ich finde zwar das a, aber ich weiß nicht wie ich diesen Kringel da rum malen soll.

Quelle: Ist mir schon 2006 per E-Mail zugeflogen. Kursiert wohl bereits länger, mag aber noch immer passen...

Montag, 11. Februar 2008

Der Mensch

Mancher hält sich was vor das Gesicht...

...oder versucht, das Objektiv zu verdecken, wenn eine Kamera sichtbar wird.

Mancher lässt sich auch gerne ablichten:

Immer ist es die selbe Kamera, die so viele verschiedene Reaktionen hervorruft.

Mich deucht: Der Mensch ist unterschiedlich.
Und das ist auch gut so.

Sonntag, 10. Februar 2008

War ja klar...


...dass auch im Neuland (siehe gestern) dieser und jener Stein geworfen wird. Ich bekam eine E-Mail:

nur meine kurze meinung zur volxbibel. sie ist scheinbiblische volxverdummung in höchster potenz.
wer da mitmacht, macht sich schuldig vor menschen und gott.

Keine Anrede, kein Gruß, immerhin stand aber ein Name darunter, den ich hier natürlich nicht nenne. Ich habe den mir unbekannten Schreiberling gegoogelt und traf auf eine Eintragung unter gleichem Namen in einem »christlichen Forum« mit diesem Inhalt:
Hallo. Wir brauchen dringend Tips, wie wir christliche Musik ohne GEMA aus dem InterNet laden können. Bitte Meldung an xxx Vielen Dank und Tschüss!
Die xxx sind von mir, da stand eine echte WWW-Adresse. Und die führte zu einer Seite, auf der ich allerlei Interesantes fand. Wörtliche Zitate aus meinem Blog, allerdings unter anderem Namen gepostet. Mein Beitrag über »Keinohrhasen« beispielsweise weitgehend 1 zu 1 kopiert, lediglich einige Worte durch Pünktchen ersetzt:
...in denen die verschienenen Möglichkeiten beim O... erörtert werden...
Bei mir steht im Text:
...in denen die verschiedenen Möglichkeiten beim Oralsex erörtert werden....
Nun gut. O... statt Oralsex. Könnte auch Orgasmus sein. Oder Onanieren. Oder Ovulation. Oder Ostereiersuchen. Oder Offenbarungseid. Oder... - na ja, Schwamm drüber. Wer meine Texte übernimmt und zitiert, sollte dies schon so tun, wie ich es unter »Copyright« anbiete. Wer es nicht tut, macht sich allerdings auch nicht strafbar, höchstens unglaubwürdig.

Aber zurück zum Schreiberling. Sein Name ist ein recht häufiger in südlichen Gefielden, aber wenn der Steinewerfer in Richtung Volxbibel derjenige ist, der nach Möglichkeiten sucht, wie man die GEMA umgehen kann (die übrigens dafür sorgt, dass ein Künstler für seine Arbeit auch ein paar Euro in die Kasse bekommmt), und wenn er derjenige ist, der an einer Webseite mitwerkelt, auf der meine Texte unter fremden Namen und ohne Quellenangaben gepostet werden, dann erübrigt sich jegliche Frage nach der moralischen Instanz, die der Schreiberling darzustellen meint, sowieso. Aber vielleicht ist er ja ein ganz anderer?

In Sachen Volxbibel habe ich ihn per Mail-Antwort um Auskunft ersucht:

Guten Tag, Herr XXX,

darf ich fragen, ob Sie Theologe sind, was Sie in der Volxbibel gelesen haben, das Sie dermaßen stört und wo Ihre Höflichkeit abgeblieben ist? Auch im E-Mail-Verkehr sind Anrede und Grußformel üblich, lediglich unter sehr guten Freunden verzichtet man darauf. Da ich Sie nicht kenne, kann von letzterem ja kaum die Rede sein.

Freundliche Grüße
G. Matthia

Bin gespannt, ob es Antwort geben wird.

P.S.: Ich bin an solche und ähnliche Zuschriften gewöhnt.

Samstag, 9. Februar 2008

Neuland betreten

Man kann immer auf vertrautem Gebiet verharren. Bleiben, wo man schon ist oder dahin gehen, wo man schon war, tun, was man schon tut oder getan hat.
Man kann aber auch Neuland betreten und entdecken, was es zu entdecken gibt. Das mache ich zur Zeit. Ein Beispiel von mehreren ist meine Mitarbeit in einem neuen Team.

Ein guter Freund hat sich (bildlich gesprochen, seine Haut ist unversehrt) bunt und scheckig gelacht, als ich ihm erzählte, dass ich zum Team gehöre, das an der Herausgabe Volxbibel AT arbeitet. »Nein!«, entfuhr es ihm, dem Freund, »wenn irgend jemand ein Sprachpuritraner ist, dann Du!«
Es mag sein, dass er »Sprachpurist« gesagt hat, aber letztendlich ist der Begriff auch egal. Es ist meinem Freund in den Jahren, die wir uns kennen, nicht verborgen geblieben, dass mir die deutsche Sprache sowie das Bewahren und Ausschöpfen ihrer Reichtümer nicht unwichtig ist. Und nun arbeite ausgerechnet ich an der Ausgabe des Alten Testamentes im Volxbibel-Deutsch mit.
Mein Freund, er ist übrigens selbst auch stets geneigt, etwas Ungewohntes, Neues zu tun, war keineswegs dagegen, er fand den Gedanken an die Kombination »Günter J. Matthia / Volxbibel« nur ausgesprochen abenteuerlich. Finde ich ja selbst auch. Aber es macht mir Freude, mehr als ich anfangs gedacht und erwartet hätte. Ich lerne eine Menge, zum Beispiel dass der Begriff »Windhauch« nicht zur Jugendsprache gehört. Und dass man statt »...ich bitte Sie, uns...« im Volxbibel-Deutsch »...ich bitte sie, uns...« schreibt, so verwirrend das auch für ältere Herren wie mich sein mag. Ich will keineswegs und überhaupt nicht »mein Deutsch« in die Volxbibel bringen (Paulus würde im Elberfelder-Deutsch rufen: »Das sei ferne!«), sondern mich auf die Sprache einlassen, die dort gilt und mithelfen, dass das Alte Testament in einer Version erscheint, die von jungen Leuten tatsächlich gelesen wird.
Vor allem aber: Ich beschäftige mich wieder (oder gar erstmals?) sehr intensiv mit dem Alten Testament. Und bemerke, dass es eine Menge Schätze zu entdecken gibt. Wenn man sich auf die Suche begibt. Wenn man Neuland betritt.

Wer Neuland betritt, verlässt altes, gewohntes Land. Das habe ich getan, indem ich die langjährige Redaktionsarbeit bei Glaube.de in andere Hände übergeben habe. Dem neuen Team dort wünsche ich Segen und Freude an der Arbeit.