Freitag, 21. Dezember 2007

Global Warming - der Beweis

Es stimmt mit der Erderwärmung. Hier der Beweis:


Gefunden bei hairlarious.

Gezählte Tage

Nachdem es gestern hier überwiegend fremdsprachlich zuging und heute zu etwas späterer Stunde ein Beitrag folgt, der einen unvermeidbaren kleinen englischen Textanteil beinhaltet, hier der Hinweis auf einige deutschsprachige Zeilen.

Meine Serie Die Tage sind gezählt ist jetzt vollständig wieder im Netz. Zur Historie: Unter dem Titel Zwischen den Zeiten hatte ich Ende 2006 begonnen, für Glaube.de über den gegenwärtigen Zustand der Gemeinde / Kirche Jesu Christi zu schreiben. Im Frühjahr 2007 war die Serie dann abgeschlossen und beim Umzug meiner Texte von der alten Webseite zur neuen Präsentationsform als Blog hatte ich die 16 Teile erst einmal herausgelassen, um sie leicht zu überarbeiten. Glaube.de war im Sommer zerschossen worden und entsteht mühsam in geänderter Form gerade neu, kein Mensch würde dort im Augenblick die Kapitel in geordneter Reihenfolge finden...

Wer längere Texte lesen mag / kann / will, findet also jetzt wieder die komplette Serie, einschließlich der seinerzeit kontrovers diskutierten Kapitel über die Räuberhöhle und die Mietlinge. Die Diskussionen, die es gab, sind durch die Änderungen bei Glaube.de verschwunden, aber jedermann und jedefrau darf auf meinem Blog für längere Sachen gerne seine Gedanken und Einwürfe hinterlassen, genau wie hier.

Wegen der besseren Übersicht hier die Übersicht:
So, im Lauf des Tages folgt heute noch der wissenschaftliche Beweis, dass die Sache mit der Erderwärmung...

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Post 175: Not up to writing s**t again!

Dies ist der 175ste Post (neudeutsch für Beitrag) auf diesem Blog (neudeutsch für Internet-Tagebuch). Das wird gefeiert mit einem feierlichen Versprechen: Zukünftig mehr up als s**t - obwohl ich nicht versprechen kann, dass dieser Blog zu 100% s**tless bleiben wird.

Ein Leser hat sich besorgt über die 54-fache Häufung eines vierbuchstabigen Wortes in einem kürzlichen Beitrag geäußert.So sah ich mich veranlasst, nachzuforschen, ob jene inkriminierte Vokabel denn wirklich the most functional word der Englischen Sprache sei. Und siehe da: Zum Vorschein kommt (neben einem dreibuchstabigen, vom Kommentator vorgeschlagenen) auch ein zweibuchstabiges Wort:

Now there is a two-letter word that perhaps has more meaning than any other two-letter word, and that is “UP”.

It’s easy to understand UP, meaning towards the sky or at the top of the list, but when we awake in the morning, why do we wake UP? At a meeting, why does a topic come UP? Why do we speak UP and why are the officers UP for election and why is it UP to the secretary to write UP a report?

We call UP our friends. And we use it to brighten UP a room, polish UP the silver, we warm UP the leftovers and clean UP the kitchen. We lock UP the house and some guys fix UP the old car.

At other times the little word has real special meaning. People stir UP trouble, line UP for tickets, work UP an appetite, and think UP excuses. To be dressed is one thing but to be dressed UP is special.

And this UP is confusing: A drain must be opened UP because it is stopped UP. We open UP a store in the morning but we close it UP at night.

We seem to be pretty mixed UP about UP! To be knowledgeable about the proper uses of UP, look the word UP in the dictionary. In a desk-sized dictionary, it takes UP almost 1/4th of the page and can add UP to about thirty definitions. If you are UP to it, you might try building UP a list of the many ways UP is used. It will take UP a lot of your time, but if you don’t give UP, you may wind UP with a hundred or more.

When it threatens to rain, we say it is clouding UP. When the sun comes out we say it is clearing UP. When it rains, it wets the earth and often messes things UP. When it doesn’t rain for a while, things dry UP.

One could go on and on, but I’ll wrap it UP, for now my time is UP, so………… Time to shut UP…..!

Up, up and away - das ist also der Blogtrend für die nächsten 175 Einträge.

Aber warum erzähle ich das, wer weiß, maybe nobody gives a shit... - ooooooooooops!

P.S.: Die wunderbare UP-Glosse ward gefunden bei hilairious.

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Ist Gott unmoralisch?

Alan Posener, Kommentarchef der WELT, hat sich Gedanken zur These "Werte brauchen Gott" gemacht.

Keine Aussage des Religionskritikers Richard Dawkins hat mehr Empörung ausgelöst als seine Bemerkung, dieser Gott sei „eine der unangenehmsten Gestalten der Weltliteratur“. Dabei übersehen die Dawkins-Kritiker, dass von Literatur die Rede ist. Betrachtet man die Bibel nicht als Heilige Schrift, sondern als fiktionalen Text, so wie wir inzwischen die blutrünstigen Sagen der Griechen und Germanen betrachten, so fällt es schwer, Dawkins nicht zuzustimmen.

Was soll man von einem Gott halten, der aus Zorn über die moralischen Verfehlungen der Menschen alles Leben auf der Erde in einer Sündflut auslöschen will? Der wegen der Homosexualität der Männer in Sodom und Gomorrha beide Städte vertilgt? Der Abraham auf die Probe stellt, indem er ihn auffordert, seinen Sohn Isaak als Opfer darzubringen? Der dem Pharao erst das Herz verhärtet, damit er das Volk Israel nicht ziehen lässt, und dann zur Strafe alle Erstgeborenen Ägyptens tötet? Der wegen des Abfalls der Israeliten am Sinai das ganze Volk auslöschen will, sich aber dann mit der Erschlagung von dreitausend Mann zufriedengibt? Der von Israel fordert, die ansässige Bevölkerung im Gelobten Land zu vertreiben oder der Vernichtung zu weihen? (Hier der ganze Beitrag)

Es fällt auf den ersten Blick schwer, solchen Argumentationen etwas zu entgegnen, ohne in Platitüden abzurutschen.

Der eigentliche Unterschied zwischen so argumentierenden Religionskritikern und mir besteht wohl darin, dass sie, die Kritiker, die Existenz Satans in Frage stellen oder ausschließen und Sünde nicht als unüberbrückbare Trennung zwischen Mensch und Gott verstehen können oder wollen. Ein heiliger Gott kann und wird Sünde vergeben, aber gutheißen kann und wird er sie nicht. Für Vergebung ist Buße Voraussetzung, ob nun im Alten Testamend durch Opfer ausgedrückt oder im Neuen Testament durch die persönliche Annahme des Opfers, das Jesus gebracht hat.

Wenn Sünde als lässlich, unbedeutend oder nur als anders sein begriffen wird, versteht man natürlich nicht, dass der (ewige) Tod unweigerliche Folge ist - und (ewiges) Leben die Folge der Vergebung. Dann muss man eigentlich zwangsläufig wie Herr Posener fragen:

Was soll man von einem Gott halten, der nicht nur für Mord die Todesstrafe verlangt, sondern für Misshandlung oder Verfluchung der Eltern, Arbeit am Sabbat, Götzendienst, Hexerei, Totenbeschwörung, Ehebruch, Verkehr mit Tieren, zwischen Mann und Mann, mit diversen Verwandten und Coitus interruptus? Der um einer Wette willen den frommen Hiob dem Satan überlässt? Ist diese Gestalt nicht noch unangenehmer als Zeus?

Zugegeben, mit der Geschichte des Hiob habe ich erhebliche Schwierigkeiten. Aber ich sehe im Alten Testament eben auch den Gott, der den König David am Leben und im Amt lässt, trotz des Mordes an einem jungen Soldaten und des Ehebruches mit dessen Frau. Weil dieser David Buße getan hat, das heißt, seine Sünde als solche begriffen und um Vergebung gebeten hat. Da wird mir der gnädige, liebende Gott sichtbar und erfahrbar, auch im Alten Testament.

Aber wenn Sünde in der Vorstellung eines Menschen nicht existiert, oder nicht so schlimm ist - dann ist wohl der Weg zum Verständnis der biblischen Texte von vorne herein verbaut.

Wie gehen meine Leser denn mit solchen Fragen nach dem unmoralischen Gott um, wenn sie ihnen gestellt werden?

Dienstag, 18. Dezember 2007

Geadelter Blog

Heute früh mit noch leicht verschlafenem Blick fand ich eine Elektronische Postnachricht (neudeutsch E-Mail), in der mir mitgeitelt wurde, dass dieses öffentliche Tagebuch (neudeutsch Blog) nach circa sechs Monaten des Bestehens in die erlauchte Runde der Relevant Blogs aufgenommen wurde.
Obwohl die beste aller Ehefrauen nunmehr erneut das Wort Narzisst im Munde führen wird, ziert ab sofort das Adelssiegel die rechte Spalte und ich freue mich über die ganz ausgezeichnete Auszeichnung.

Montag, 17. Dezember 2007

Nicht religiös, religiös, besonders religiös und tief religiös

Die WELT macht sich Gedanken über eine Studie. Fazit: Die Deutschen sind religiöser als gedacht (von wem eigentlich?) .

Da ich regelmäßig zum Gottesdienst gehe und bete und mich intensiv mit religiösen Fragen beschäftige, darf ich wohl annehmen, dass ich unter tief religiös einzustufen bin. Jüngere Menschen sind höchstens besonders religiös:
Zwar sind Glaube und Religion für die Generation der 18- bis 29-Jährigen weniger wichtig als für Ältere. Doch nur jeder Dritte von ihnen ist nicht religiös. Über die Hälfte ist als religiös einzustufen; 14 Prozent sogar als besonders religiös.
Wer mag, kann ja nachsehen, ob er nun nicht, ohne Zusatz, besonders oder gar tief ist. Hier der Artikel: Gott bewegt die Deutschen.


P.S.: Ich selbst würde mich als nicht religiös bezeichnen. Und als Nachfolger Jesu Christi. Was nun?

Weihnachten umbenennen!



In den 70er Jahren reimte Larry Norman:
It used to be the birthday of the man who saved our necks
And now it's there for Santa Claus, you spell it with an X
Nachdem wohl niemandem im postchristlichen Deutschland ein alternativer Begriff für Weihnachten eingefallen und das unsägliche DDR-Deutsch zu Recht in der Versenkung verschwunden ist, greifen die Werbestrategen vermehrt zum amerikanisch coolen X-MAS. Kein Mensch weiß ja mehr, dass Christus doch in dem X steckt...

Häufig sieht man bei den Wünschen auch frohes Fest oder angenehme / besinnliche / friedliche Feiertage. Fest und Feiertage, schön neutral. Da kann sich keiner auf den Schlips getreten fühlen. Allerdings ist das werbetechnisch eben doch etwas unbefriedigend, denn "Fest-Shopping" oder "Feiertage-Geschenke" klingt doof.

Es sollte doch den Sprachkünstlern in der Medienlandschaft gelingen, einen Begriff zu ersinnen, der mit Weihe oder Christus nichts zu tun hat und kräftig zum Kaufrausch anstachelt, oder?

P.S.: Warum Weihnachten kein christliches Fest sein kann, habe ich im Teil 13 der Serie Die Tage sind gezählt aufgeschrieben. Interessierte Menschen, denen längere Texte zumutbar sind, können hier nachlesen: Wo steht denn das geschrieben?

Samstag, 15. Dezember 2007

Seelsorgehotline für alle Fälle

Guten Tag und vielen Dank für Ihren Anruf bei der Seelsorgehotline der Gemeinde für alle Fälle.

Bitte wählen Sie aus dem folgenden Telefonmenü:
  • Wenn Sie eine Zwangsneurose haben, drücken Sie mehrfach die 1.
  • Wenn Sie abhängig sind, bitten Sie jemanden, die 2 für Sie zu drücken.
  • Wenn Sie multiple Persönlichkeiten haben, drücken Sie 3, 4, 5 und 6.
  • Wenn Sie paranoid sind, wissen wir wer Sie sind und was Sie wollen; bleiben Sie in der Leitung, damit wir Ihren Anruf zurückverfolgen können.
  • Wenn Sie unter Wahnvorstellungen leiden, drücken Sie 7 und Ihr Anruf wird an das Mutterschiff durchgestellt.
  • Wenn Sie schizophren sind, hören Sie aufmerksam hin und eine leise Stimme wird Ihnen verraten, welche Nummer Sie drücken sollen.
  • Wenn Sie manisch-depressiv sind, ist es egal, welche Nummer Sie drücken, es wird Sie sowieso nichts glücklich machen.
  • Wenn Sie Legastheniker sind, drücken Sie 9696969696969696.
  • Wenn Sie bipolar sind, hinterlassen Sie eine Nachricht nach dem Signalton oder vor dem Signalon oder nach dem Signalton. Bitte warten Sie auf den Signalton.
  • Wenn Sie an Verlust des Kurzzeitgedächtnisses leiden, drücken Sie 9. Wenn Sie an Verlust des Kurzzeitgedächtnisses leiden, drücken Sie 9. Wenn Sie an Verlust des Kurzzeitgedächtnisses leiden, drücken Sie 9.
  • Wenn Sie Minderwertigkeitskomplexe haben, legen Sie bitte auf, unsere Mitarbeiter sind zu beschäftigt, um mit Ihnen zu reden.
  • Wenn Sie klimakterisch sind, legen Sie die Pistole weg, beenden den Anruf, schalten den Ventilator ein, legen sich hin und weinen. Sie werden nicht andauernd verrückt bleiben.
  • Wenn Sie blond sind, drücken Sie keine Tasten, Sie würden nur alles kaputt machen.
Vielen Dank für Ihren Anruf. Wir freuen uns, dass wir Ihnen helfen konnten.

Freitag, 14. Dezember 2007

Christliche Angstzustände

Eigentlich sollte es keine Angstzustände bei uns Christen geben. Wenn wir schon post mortem (oder Haso zuliebe meta mortem) wären, gäbe es sie auch nicht mehr. Aber einstweilen kann man ihnen immer wieder begegnen.

Zur Zeit geht die Angst bei einigen etablierten Kirchen / Gemeinden / Organisationen / Werken beziehungsweise deren Leitern um, dass ihre Anhängerschar / Mitgliederschar / Beitragszahlerschar / Spenderschar dezimiert werden könnte durch ein Phänomen, das man mangels eines passenden Begriffes oder mangels Verständnisses, was da passiert, als neue Bewegung bezeichnet. Die Rede ist von Emerging Church / Emerging Conversation / Emerging Deutschland. (Meine constant readers wissen, dass ich Anglizismen zu vermeiden suche, wo sie nicht am Platz sind, aber in diesem Fall gibt es wirklich (noch) keinen passenden deutschen Begriff.)

Es geht Angst um, von Helmuth Matthies (idea) in Worte gekleidet:
Auf der einen Seite kämpfen einige traditionelle Werke um ihre Existenz, auf der anderen Seite präsentieren sich immer neue Bewegungen und Werke, von denen viele auch am Spendenkuchen teilhaben wollen.
Was ist passiert? Eigentlich nichts, was die Ängste rechtfertiern würde - es sei denn, man denkt in Mustern wie "meine Mitglieder / Spender / Beitragszahler / Fans / Bewunderer..." Ganz abgesehen davon, dass die fragliche neue Bewegung sich nirgends um Teilhabe am Spendenkuchen bemüht, da hat Herr Matthies wohl nicht ordentlich recherchiert.

Ich bin nicht der einzige, der sich seit vielen Jahren weigert, eine Konfession oder Denomination für die richtige (und andere für falsch) zu halten. Ich finde, wenn ich es will, in jeder Suppe ein Haar, ob es nun eine evangelikale Suppe ist oder eine katholische, eine lutherische oder eine charismatische, nicht zu vergessen die methodistische, adventistische, pfingstlerische, hausgemeindliche, mega-gemeindliche, middle-sized-gemeindliche... - die Speisekarte ist umfangreich. Ich will aber lieber die Suppe genießen, als das Haar darin zum Mittelpunkt meiner Aufmerksamkeit zu machen.

Nun fängt auch in Deutschland etwas an zu wachsen, sichtbar und spürbar zu werden, was unerhört ist: Ohne Rücksicht auf Kirchengrenzen und Gemeindezugehörigkeiten werden Christen emergent. Das macht den Kassierern und Schatzmeistern so viel Angst wie den Vorständen und Kirchenleitungen, soweit sie Mietlinge statt Hirten sind, denn es lässt sich nicht so recht katalogisieren, etikettieren und in eine Ecke stellen, denn es gibt keine emergente "Leitung", keine "Bewegung", keine "Gruppe"... Es passiert das, was die Reformation so gefährlich für die geistliche Obrigkeit gemacht hat: Gläubige fangen an, selbst zu denken, selbst in der Bibel zu forschen, ob es sich wohl so verhält, wie es ihnen von den Kanzeln und Podien gepredigt wird.

Noch ist das Ganze ein Anfang, es ist keineswegs auszumachen, wohin die emergente Reise geht, aber ich habe da so einen Traum: Eine Gemeinde Jesu Christi, die nicht darüber diskutiert, sondern tut, was wir im Neuen Testament vorfinden:
Durch die Kraft, die er euch gibt, werdet ihr in der Lage sein, euch für mich vor allen Leuten in Jerusalem grade zu machen, und auch in Judäa, in Samarien und überall auf der ganzen Erde. (Apostelgeschichte 1, 8 nach der Volxbibel)
Wenn das auch durch Emergent Conversation, Emergent Church oder Emergent Wasauchimmer geschehen kann, dann möge sich der Emergent Virus schnellstens ausbreiten und die Ängste der Mietlinge zur Gewissheit werden.

Ein paar Links für Interessierte:

Donnerstag, 13. Dezember 2007

Coco Shinomiya

Es stimmt, dass eine Theme Time Radio Hour ohne die Erwähnung von Coco Shinomiya am Ende keine vollständige Theme Time Radio Hour wäre. Es stimmt auch, dass dieser Name einen Klang hat, wie kaum ein anderer auf der Welt. Ich bin zu meiner Beruhigung nicht der einzige Mensch, der so empfindet. Clueless Virgin schrieb unlängst auf Expecting Rain:
If I had a speakeasy, her name would be the password.
If I ran a diner, she'd be Tuesday's featured beverage all winter.
If I had two more wishes, I'd spend one on good fortune to equal that name.
Es stimmt aber nicht, dass ich die Theme Time Radio Hour nur liebe, weil Pierre Mancini am Ende einmal Coco Shinomiya sagt. Oder weil Pierre Mancini in Wirklichkeit Eddie Gorodetsky ist.

Es stimmt, dass ich die Bob-Jokes liebe. Zum Beispiel:
"roses are red
violets are blue
some poems rhyme
this one doesn't"
Es stimmt aber nicht, dass ich die Sendung nur liebe, weil Herr Dylan solche Sachen loslässt, oder solche wie über Zsa Zsa Gabor:
“A mechanism of evolution. She’s been married so many times she’s got rice marks on her face.”
Ich liebe die Theme Time Radio Hour vielmehr, weil es vergleichbare Sendungen im Radio heute nirgends mehr gibt. Die Sender, die in Berlin zu empfangen sind, nerven dermaßen mit unerträglichen Sprechern und Sprecherinnen (sind die so dämlich oder tun sie nur so?), dass ich trotz gelegentlich guter Musik einfach keinen Sender einschalten mag. Dazu noch die unsäglich niveaulosen Werbespots, sogar auf Klassik Radio kommt man nicht mehr ohne davon...

Die Theme Time Radio Hour dagegen kann ich genießen, der Moderator ist humorvoll statt platt und geschmacklos, bringt Informatives statt Belangloses, moderiert unterhaltsam statt nervtötend und bringt Musik zu Ohren, die andernorts überhaupt nicht mehr zu hören ist. So manchen Künstler habe ich tatsählich erst durch die Sendungen kennen gelernt.

Ganz aktuell und neu und hierzulande zu hören wie alle früheren Sendungen dank Croz: Episode 11 Countdoun 2007
  • 01 Opening
  • 02 Eve's Ten Commandments - Helen Fleming
  • 03 "Charlton Heston"
  • 04 Rocket No. 9 - Sun Ra
  • 05 Nine Have Tried - The Carlisles
  • 06 Beat Me Daddy, Eight To The Bar - The Andrews Sisters
  • 07 7 H Du Matin - Jacqueline Taieb
  • 08 007 (Shanty Town) - Desmond Dekker
  • 09 "License To Kill"
  • 10 Six Days on the Road - Dave Dudley
  • 11 "Busman's Holiday"
  • 12 Five O'Clock Whistle - Duke Ellington & Ivy Anderson
  • 13 "Phone Call & Number Puzzle"
  • 14 Four Five Or Six - Milton Brown & His Musical Brownies
  • 15 "Died while playing cards"
  • 16 Three Hearts In A Tangle - James Brown
  • 17 Cocktails For Two - Spike Jones & His City Slickers
  • 18 I Want Two Wings - Rev. Utah Smith
  • 19 One Bad Stud - The Honey Bears
  • 20 "Big Pile of Number Ones"
  • 21 One Hand Loose - Charlie Feathers
  • 22 "Mr. Oswald" - Elvis Costello
  • 23 Less Than Zero - Elvis Costello
  • 24 Closing/End Credits
Ein Höhepunkt der aktuellen Serie war zweifellos die Show über Dreams, zu finden wie alle anderen natürlich bei Croz: Night Time in the big City - Episode 9. Auch Party ist nicht übel, zu finden ebenda.

Man muss übrigens bis zum Ende hören. Dann erklingt er, der magische Name. Coco Shinomiya.