Montag, 16. Juni 2008

Lakeland - messbare Folgen?

Wenn Menschen in großer Zahl wirklich von Gott berührt werden, muss das messbare Auswirkungen haben. Es wird sich in verschiedenen Bereichen ihres Lebensraumes niederschlagen, einer davon ist sicherlich die Kriminalitätsrate, denn je mehr Menschen Jesus Christus nachfolgen, desto weniger Verbrechen wird es geben.

Ein Teil der Menschen, die Abend für Abend zu den Versammlungen, die als »Florida Outpooring« inzwischen so gut wie überall Schlagzeilen machen, strömen, um sich vom Feuer Gottes anstecken zu lassen, kommt aus allen Teilen der Welt angereist. Aber die Bewohner von Lakeland und Umgebung dürften doch nach wie vor in der Mehrheit sein. Also sollte, dachte ich mir, etwas in der lokalen Polizeistatistik zu finden sein, was Aufschluss darüber gibt, ob da Menschen verändert oder nur Showveranstaltungen durchgeführt werden. Und siehe da: Die Kriminalitätsstatistik von Lakeland, Florida, zeigt bereits jetzt eine Tendenz, die darauf schließen lässt, dass in der Stadt echte Veränderung vor sich geht.

Der Vergleich der letzten bisher ausgewerteten Woche (26.5.-1.6.) mit den Vorjahreswerten der entsprechenden Woche dokumentiert einen Rückgang der Straftaten insgesamt um 10,5%. Der Monatsvergleich Mai 2008 mit Mai 2007 ist noch deutlicher: Ein Rückgang von 22,4% wird festgestellt. Schaut man die Zeit vom 1. Januar bis 1. Juni an, ist die Kriminalität seit Jahresbeginn um 9,1% gesunken.

Allen Unkenrufen zum Trotz geschieht in Lakeland offenbar Veränderung von Menschen, was direkte - messbare - Auswirkungen auf die Gesellschaft hat. Etwas Gutes. Etwas Segensreiches.

Das ist natürlich nur eine kleine Facette, aber angesichts der ansonsten in den USA ansteigenden Kriminalitätsrate ist eine solche Tendenz, die kein Ausreißer ist, sondern sich seit dem Beginn der erwecklichen Versammlungen fortsetzt, doch ein nicht zu unterschätzendes Indiz.

Die ausführlichen Statistiken und Polizeiberichte (die obige Grafik stammt aus dieser Quelle) sind hier zu finden: Lakeland Police Department

Sonntag, 15. Juni 2008

Noch ein fußballfreier Abend

Gestern (Samstag) gastierte Matt Redman mit der Hillsong London Band in Berlin. Wir waren dabei, neben rund 2000 weiteren Menschen, die den Saal der »Gemeinde auf dem Weg« zwar nicht ganz füllten, aber doch für eine gute Stimmung sorgen konnten.
Ich war musikalisch angenehm überrascht, denn das Konzert kam wesentlich härter und rockiger daher als die oft recht weichgespülten Studioaufnahmen. Es gab zwar auch die schmalzigeren Passagen, aber es überwog die Sorte Musik, die mir gefällt.
Redman bedient sich manchmal gekonnt aus dem großen Topf hervorragender Rockmusik, das Intro war beispielsweise eine Mischung aus »Money« von Pink Floyd und »Zoo TV« von U2. Geschickt neu zusammengesetzt. So was halte ich für zulässig, wenn es gut gemacht ist. Pink Floyd und U2 klangen immer wieder (stilistisch) in den dargebotenen Songs an.


Redman warb in einer kurzen Ansprache für Compassion, eine Organisation, die jetzt auch in Deutschland gestartet ist. Er wies darauf hin, dass quer durch die Bibel Gott immer die Armen und Notleidenden besonders am Herzen lagen und dass sich das auch heute nicht geändert hat. Ein wirklicher Gottesdienst, so Redman, ist nach wie vor das, was in Jakobus 1, 27 zu finden ist, und nicht das, was viele heute darunter verstehen. Selbst seine Musik, seine Anbetung sei zweitrangig im Vergleich mit der Hinwendung zu den Armen.

Die Bloggerszene war natürlich nicht weit. Am Rande traf ich mal wieder den Mystery Man und Hasos beste aller Ehefrauen nebst einer seiner Töchter; Haso selbst hatte sich nach Remscheid verdrückt, um einer Storchengemeinde zu dienen.

Ein schöner fußballfreier Abend, ein tolles Erlebnis. Wenn Matt Redman in Eure Nähe kommt, mein Tipp: Hingehen.

Pablik Wjuhing?

Am Freitag zogen es die beste aller Ehefrauen und ich vor, ein Lichtspieltheater aufzusuchen, statt im heimischen Ambiente 22 Menschen beim Streit um einen Ball zuzuschauen.
Wir haben uns köstlich amüsiert und wurden gut unterhalten von Herrn Harrison Ford, der als Indiana Jones verkleidet haarsträubende Abenteuer zu bestehen hatte. Da wir englischsprachige Spielfilme grundsätzlich nur in der Originalversion und nicht in der oft genug haarsträubenden Synchronfassung sehen (es reicht ja, wenn die Handlung die Haare sträubt), führte uns der Weg in ein Lichtspieltheater zum Potsdamer Platz.

Nach dem Filmgenuss kamen wir nicht umhin, einige Minuten der Fußballübertragung auf Großbildleinwände zu verfolgen, denn überall am Potsdamer Platz scharten sich begeisterte oder stinksaure Zuschauer vor selbigen. So gesehen habe ich also einige Minuten, umgeben von Italienern, gepublicviewt. Oder public geviewt. Oder so.

Welchem Dödel ist es eigentlich eingefallen, anlässlich der Fußballweltmeisterschaft 2006 die Übertragung der Spiele auf Großbildprojektoren mit dem Begriff »Public Viewing« zu bezeichnen? War der Dösbaddel ein Prophet, der das Scheitern der deutschen Mannschaft voraussah? Denn »public viewing«, das weiß jeder Schüler, der im Englischunterricht aufgepasst hat, heißt in der deutschen Übersetzung »öffentliche Leichenschau«.

Vielleicht hat ja die Berliner Verwaltung genau aus dem Grund die »öffentliche Leichenschau« bei der EM 2008 auf der sogenannten Fanmeile in der Vorrunde untersagt? Wo es keine Leichenschau gibt, kann auch keine Leiche vorhanden sein. Das hieße letztendlich, dass die deutsche Mannschaft, die sich beim Spiel gegen Portugal ja wie eine Schülerhorde beim Schulhofkicken gebärdet hat, doch irgendwie überleben wird. Na, schaun mer mal, wie Kaiser Franz zu sagen pflegte.

P.S.: Das Bild ist nicht von mir, denn ich war nicht dort, sondern hier. Es stammt von der Euro2008 Seite.

P.P.S.: Heute gilt, was neulich galt: Hier nachzulesen. Man möge nur »Schweiz« sinngemäß durch «Türkei« ersetzen.

Samstag, 14. Juni 2008

Ein hundsmiserables Wochenendgedicht

Das Wochenende steht nun an,
wofür ich wirklich gar nichts kann.
Der eine lässt die Beine baumeln,
den and'ren sieht man trunken taumeln,
vom Fußball und vom Bier beschwipst.
Warum trägt der denn keinen Schlips?

Weil Wochenende ist, vielleicht?
Womöglich hat's auch nicht gereicht,
was ihm die Eltern beigebracht,
am Tage und in kühler Nacht,
bezüglich angemess'ner Kleidung.
Daher die schlipslose Erscheinung.

Der Blog darf etwas Ruhe haben,
so wie die Bienen in den Waben,
denn mir fällt nichts Gescheites ein,
drum gibt es diesen dummen Reim,
der sich in Paaren messen lässt.
Für Kritiker ein wahres Fest!

Denn noch viel scharlataniger
zu reimen, als hier der Günter,
das dürfte kaum jemand vollbringen.
Vielleicht sollte ich lieber singen?
Genug. Es reicht. Ich komm' zum Ende.
Und reibe mir vergnügt die Hände.

P.S.: Es gibt auch richtige und gute Gedichte
P.P.S.: Den pinkelnden Mann habe ich in Prag fotografiert.

Donnerstag, 12. Juni 2008

Aber das steht doch in der Bibel...

Gestern im Hausbibelkreis kam es zu einer sehr lebhaften Diskussion über das Thema, das ich im vorigen Beitrag hier angesprochen hatte.

Jemand behauptete, der »Zehnte« gehöre, das sei göttliches Gesetz, in die Gemeinde. Mit dem dann noch verbliebenen Geld könne man »Almosen« geben. Ich fragte ihn, ob er denn auch alle übrigen über 600 Vorschriften des Gesetzes einhalten würde. Er gestand ein, das sei nicht der Fall. Das habe aber gar nichts mit der Weitergeltung des »Zehnten« zu tun.

Ich hatte bisher Apostelgeschichte 15, 1 bis 21 so verstanden, dass wir »Heidenchristen« aus dem Gesetz und den Vorschriften des Alten Testamentes nur folgendes zu beachten haben:
...daß sie sich enthalten von den Verunreinigungen der Götzen und von der Unzucht und vom Erstickten und vom Blut. (Vers 21)
Nun ist es unstrittig, dass eine Gemeinde oder Kirche als Organisation Kosten zu decken hat. Sei es die Miete für den Versammlungsraum oder ein eigenes Gebäude, seien es die Ausgaben für Angestellte, Material, Werbung... - zweifellos entsteht Bedarf an Geld, wenn es eine lokale »Versammlung der Gläubigen« gibt. Je nach Größe mehr oder weniger.

Man kann diesen Bedarf mit freiwilligen Zuwendungen der Mitglieder und Freunde decken, mit Kirchensteuern wie die Großkirchen oder, wie es einige wenige Gemeinden tun, mit Mitgliedsbeiträgen, gestaffelt nach dem Einkommen der Mitglieder. Man kann sich als Gemeindeleitung entscheiden, nur das Geld auszugeben, was tatsächlich vorhanden ist, oder man kann sich entscheiden, »im Glauben« Projekte zu beginnen, bevor die Gelder auf dem Bankkonto liegen. Man kann (und darf) die Mitglieder und Freunde auffordern, zum Gelingen der gemeindlichen Arbeit beizutragen.

Aber man darf nicht, auch wenn die Finanznot eine ganz erhebliche sein sollte, etwas zum göttlichen Gesetz erklären, was keines mehr ist, seit Jesus gekommen ist, um »das Gesetz zu erfüllen«, wie er in der Bergpredigt erklärte.

Natürlich argumentieren manche so: Statt des Tempels haben wir heute das Kirchen- / Gemeindegebäude. Statt der Leviten haben wir Pastoren und andere Mitarbeiter, die Gehalt bekommen. Also gilt das mosaische Gesetz vom »Zehnten« in diesem Sinne auch heute und für uns. Allerdings entbehrt diese »Übertragung« jeglicher Grundlage in der Bibel, so oft sie auch von »bibeltreuen Christen« wiederholt wird.

Ich bin überzeugt, dass das von Jesus und seinen Jüngern gelebte und gepredigte Prinzip vom »Geben und Segen empfangen« gültig und richtig ist. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass großzügiges Geben tatsächlich nicht ohne göttliche Antwort bleibt. Ich bin, damit niemand das falsch interpretiert, für das Geben, Austeilen, Spenden. Ich bin auch dafür, dass die Menschen, die Nutznießer eines Gebäudes, eines Pastors und all der gemeindlichen Angebote sind, dafür in die Tasche greifen. Das ist bezüglich Gemeinde / Kirche so normal wie die Tatsache, dass man für einen Sportverein oder eine politische Partei Beiträge entrichtet, wenn man dazu gehört. Das gebietet einfach schon der Anstand.

Aber ich bin absolut dagegen, daraus ein Gesetz zu machen oder zu predigen, um die Gemeindefinanzen zu sichern. Und noch verkehrter ist es, damit Wohlstandsversprechen zu verbinden.

Denn wer einen Teil des Gesetzes als Voraussetzung für die Gerechtigkeit vor Gott betrachtet, ist nun mal verpflichtet, das ganze Gesetz zu halten. Andernfalls »fällt er aus der Gnade« und ist wieder für die eigene Gerechtigkeit zuständig. Darüber, wie es einem dann ergeht, schreibt heute der Storch einen ganz hervorragenden Beitrag: Galater 5, 1-2

Mittwoch, 11. Juni 2008

Verschwiegene Wahrheiten

Es gibt so manches Zitat aus der Bibel, das vielerorts zweckentfremdet wird. Zum Beispiel dieser Satz:
Jeder gebe, wie er sich in seinem Herzen vorgenommen hat: nicht mit Verdruß oder aus Zwang, denn einen fröhlichen Geber liebt Gott. (2. Korinther 9, 7)
Das eignet sich wunderbar zur Motivation der im Gottesdienst versammelten Gemeinde, die Brieftasche bei der »Opfer«sammlung noch ein wenig weiter zu öffnen, dazu noch kann man unterschwellig mitklingen lassen, dass ja doch wohl jeder von Gott geliebt werden möchte. Daher wäre es keine gute Idee, nichts zu geben. Oder gar mit saurer Mine.

Aber Paulus schreibt an die Gemeinde in Korinth überhaupt nicht darüber, wie man sich angesichts des Klingelbeutels oder Eimers oder was auch immer durch die Reihen gereicht wird, verhalten sollte. Es geht ihm vielmehr darum, dass notleidende Menschen etwas zu Essen auf den Teller und ein paar Klamotten an den Leib bekommen.

Aus dem gleichen Kapitel des Briefes an die Korinther wird auch ein zweiter Satz ganz gerne zitiert, wenn das Geld der Gläubigen eingesammelt wird:
Gott aber vermag euch jede Gnade überreichlich zu geben, damit ihr in allem allezeit alle Genüge habt und überreich seid zu jedem guten Werk; (Vers 8)
Oft wird das dann mit blumigen oder salbungsvollen Worten noch erläutert: »Wer jetzt großzügig in die Tasche greift, dem blüht in Bälde materieller Überfluss aus himmlischer Quelle. Also lasst die Münzen stecken, die Scheine garantieren viel größere Belohnung.«

Das hatte Paulus gar nicht im Sinn. Er fährt nämlich fort, indem er denjenigen beschreibt, der da »alle Genüge« haben wird:
...wie geschrieben steht: Er hat ausgestreut, er hat den Armen gegeben; seine Gerechtigkeit bleibt in Ewigkeit. (Vers 9)
Geschrieben steht das wiederum in Psalm 112. In dem Psalm geht es um einen wohlhabenden Menschen, der gerne und reichlich gibt. Den Menschen nämlich, denen es nicht so gut geht wie ihm.

Neulich erzählte mir jemand aus unserem Hausbibelkreis, dass er seinen »Zehnten«
nicht in die Gemeinde, sondern dorthin geben würde, wo das Geld seinem Emfinden nach dringender gebraucht würde - weil echte Not zu lindern sei. Dadurch ist er, eigenem Empfinden gemäß, ein echter »fröhlicher Geber«.
Wir haben uns vorgestern spontan entschieden, unseren »Zehnten« einer Frau in großer finanzieller Bedrängnis zu geben. Das hat uns (nicht zum ersten Mal) zu »fröhlichen Gebern« gemacht.

Es ist eine gern verschwiegene Wahrheit, dass es abgesehen von Steuern wie dem »Tempelgroschen« und den alttestamentlichen Abgaben für die (an Grund und Boden besitzlosen) Leviten in der Regel darum geht, Armut zu lindern, notleidenden Menschen beizustehen, wenn in der Bibel vom Geben die Rede ist. Das gilt auch und vor allem für Paulus, der sich nicht zu schade war, mit seiner Hände Arbeit einen »weltlichen« Beruf auszuüben, damit er niemandem auf der Tasche liegen muss. Statt Häuschen am Stadtrand und Mittelklassewagen galt für den großen Apostel:
Bis auf diese Stunde leiden wir Hunger, Durst und Blöße, werden geschlagen und haben keine Bleibe und arbeiten mühsam mit unsern eigenen Händen. (1. Korinther 4, 11-12)
Es ist nichts verkehrt daran, reich zu sein. Die Bibel portraitiert eine ganze Menge wohlhabender Menschen unter den Gläubigen. Es ist auch nichts verkehrt daran, die Gemeinde um finanzielle Unterstützung für all die notwendigen Ausgaben zu bitten. Aber es ist verkehrt, den Christen mit verfälschten Zitaten und zusammenhanglosen Schlussfolgerungen, womöglich gar noch Wohlstandsverheißungen und Heilsversprechungen, das Geld aus der Tasche zu locken.

Das hat allerdings Tradition:
Sobald der Gülden im Becken klingt / im huy die Seel im Himmel springt.
P.S.: Das Portrait zeigt den Urheber des letzten Zitates, einen Dominikanermönch.

Dienstag, 10. Juni 2008

2:0 auf dem Balkon

Schön, dass der Kleine eine so gute W-LAN-Reichweite hat, ich kann nämlich mit ihm auf unserem Balkon ohne weiteres online sein. Gestern Abend fiel mir ein, ich könnte ja mal trotz des Minibildschirms einen Life-Stream in Sachen Fußball ausprobieren. Nun ja. Zum Fernsehen in großer Runde ist der Asus Eee sicher untauglich, aber für einen solchen Spaß ist er ganz prima geeignet.

Ich habe mir dann die ganze erste Halbzeit gegönnt, gemütlich in der abendlichen leichten Brise sitzend, ein Glas Roséwein zur Hand, Zigarillos bereitgelegt, fröhlich vor mich hin kichernd, wenn die Mannschaft in der blauen Spielkleidung mal wieder von den Herren mit dem erfrischenden Orange am Leib genasführt wurde.


Die Heiterkeit blieb auch bei der zweiten Halbzeit meine Gefährtin, nach dem Umzug ins Wohnzimmer mit größerem Fernsehbild - das 3:0 wirkte natürlich imposanter als auf dem Subnotebook-Bildschirm. Ob das wohl Schadenfeude war, die mich da so fröhlich stimmte? Dabei ist doch 2006 schon so lange vorbei...

Frauen!

Die beste aller Ehefrauen hat mir neulich Einblick gewährt. In Frauengeheimnisse. Oder zumindest eines davon: Worüber Frauen sich per E-Mail-Austausch amüsieren. Da ich ja auch Blogbesucherinnen habe, möchte ich der weiblichen Leserschaft diesen Spaß auf Kosten von uns Männern nicht vorenthalten.

Beispiel 1:
Drei Zwerge sitzen abends gemütlich am Feuer zusammen. Einer der Zwerge schaut andächtig auf seine Hände und sagt: »Ich habe so kleine Hände, die hat sonst niemand. Das lasse ich mir ins Guiness-Buch der Rekorde eintragen.«
Der zweite Zwerg schaut auf seine Füsse und meint: »Also ich habe so kleine Füsse, sowas hat sonst niemand. Die lasse ich mir auch eintragen.«
Daraufhin der dritte Zwerg: »Und ich habe einen so kleinen Schniedel, den hat sonst niemand auf der Welt. Damit komme ich garantiert in das Buch.«
Am nächsten Tag rennen die drei los, um die Rekorde eintragen zu lassen. Der erste Zwerg geht ins Büro und kommt nach drei Minuten wieder raus: »Alles klar ich habe den Rekord!«
Nun geht der zweite rein, kommt ebenfalls drei Minuten später raus und erzählt stolz: »Haha, auch ich habe den Rekord!«
Schließlich geht der dritte Zwerg durch die Türe. Er kommt bereits nach einer Minute wieder raus und sagt: »Wer zum Teufel ist Dieter Bohlen?«
Wer Dieter Bohlen ist, da kann ich auch nicht so recht weiterhelfen. Mir ist so, als sei das die Hälfte eines Gesangsduos aus grauer Vorzeit, dessen Platten man zu Folterzwecken einzusetzen pflegte. Wenn ein Delinquent nicht seine Verbrechen gestehen wollte, musste er so lange diese Platten hören, bis er entweder an den Qualen verstarb oder endlich ein Geständnis ablegte.

Beispiel 2:
Frauen sagen immer, mit einem Mann könne man nicht reden. Vielleicht liegt es daran, dass Frauen sich nicht klar genug ausdrücken?
Die Frau sagt: »Hör mal zu! Das hier ist ein einziges Durcheinander! Du und ich, wir machen jetzt sauber. Dein ganzes Zeug liegt auf dem Fußboden und wenn wir nicht bald waschen, läufst du demnächst ohne Klamotten herum. Du hilfst mir jetzt, und zwar sofort!«
Der Mann versteht: »Hör mal zu Blablablabla du und ich Blablablabla auf dem Fußboden Blablablabla ohne Klamotten Blablablabla und zwar sofort.«
Diesen Witz habe ich nicht recht begriffen. Da steht doch zweimal das Gleiche, oder? Nämlich: »Hör mal, du und ich auf dem Fußboden, ohne Klamotten, und zwar sofort.« Oder ist mir da was entgangen?

Wenn ja, dann liegt des Rätsels Lösung vermutlich im Beispiel 3 verborgen:
Eine kleine graue Zelle kommt zufällig in das Gehirn eines Mannes. Alles ist dunkel, leer und ohne Leben. »Huhuu«, ruft die Zelle. Keine Antwort.
Sie ruft ein zweites mal »Huhuu.«
Wieder bleibt alles ruhig.
Da erscheint plötzlich eine andere graue Zelle und fragt: »Was machst du denn hier so einsam? Komm doch mit, wir sind alle unten.«
So. Nun aber genug mit solchen unflätigen Zitaten aus weiblichem Amüsement. Ich stelle fest, dass Loriot wohl irgendwie recht hatte: »Männer sind, und Frauen auch, überleg dir das mal!«

Montag, 9. Juni 2008

Kunst...

...oder nicht Kunst? Das hat das Ordnungsamt Berlin offensichtlich entschieden. Denn wäre es keine Kunst, bestünde ja keine Notwendigkeit der Umzäunung, um das Kunstwerk vor Vandalismus zu schützen. Also Kunst. Sozusagen ein Open-Air-Kunstwerk.
Immerhin schön bunt, wenn ich auch nicht so recht zu sagen vermag, was der Künstler / die Künstler eigentlich auszudrücken sich anschickten...

Sonntag, 8. Juni 2008

Lazy Sunday

Der Sonnabend war recht betriebsam. Wir sind früh (für samstägliche Verhältnisse) aufgestanden, um mit vereinten Kräften schon ab 8:00 Uhr einer alleinstehenden Dame aus unserem Hausbibelkreis beim Umzug zu helfen. Dieses und jenes aus der Wohnung in den gemieteten LKW tragen, das Vehikel am neuen Wohnort entladen, zurück zum bisherigen Domizil, weil nicht alles auf die Ladefläche gepasst hatte... - na ja, wer kennt so was nicht. Umzugsgeschichten gibt es wie Bücher in der Bibliothek.

Anschließend oblag uns der Wocheneinkauf im Kaufland, selbstverständlich inklusive Březňák und Maasdamer Käse für die Zeit ab 18:00 Uhr.

Dann war zu Hause die Wohnung sauber zu machen. Als alles blitzblank war, hatte ich rund zwei Monate Buchhaltung aufzuarbeiten, eine Sache, die nun gar keinen Spaß macht, aber man kommt halt als Freiberufler nicht drum herum.

Zwischendurch immer wieder Hin und Her mit einem Mann, den wir für einen Freund gehalten hatten, der meine Frau jetzt bei einer Honorarabrechnung um ca. 1.300 Euro betrügt. Na ja. Tut weh, aber wir werden uns an den paulinischen Rat aus 1. Korinther 6, 7 halten. Ich sage mit Bob Dylan: Shame on your greed! Shame on your wicked schemes!

Schließlich gönnte ich mir eine Stunde auf dem Sofa, Kopfhörer auf den Ohren, Musik in den selbigen. Ich hörte mir mal wieder Endzeitliches aus dem Jahr 2000 an, eine der wenigen CDs in unserem Regal, auf denen auch mal deutsch gesungen wird. »...noch a Johr oda vier, scheiß uff die Daten, Armageddon ist hier!«

Dann, 18:00 Uhr, ging es los mit dem Fußballspiel, dessen Ausgang ich ja bereits richtig angekündigt hatte. Schließlich, anschließend an den Sieg der Mannschaft meines Vertrauens, war noch die eine und die andere E-Mail zu schreiben und zu lesen, ausserdem waren die abonnierten RSS-Feeds gut gefüllt. Und dann musste man ja noch einen Blick auf ein weiteres Fußballspiel werfen, nur so, ganz nebenbei, weil man ja wissen will, gegen wen die Mannschaft des Vertrauens noch anzutreten hat. Und diese Spieler aus Portugal... Hut ab! Aber nicht dass jemand am Ende meint, ich sei zum Fußballfan mutiert.

Ein solchermaßen gefüllter Samstag verdient es, von einem Lazy Sunday gefolgt zu werden. Nach dem Gottesdienst haben wir vor, eine Tiefkühlpizza im Backofen zuzubereiten und dann, am späten Nachmittag, sind wir mit Freunden am Schlachtensee verabredet. Der Wetterbericht verspricht mollige 32 Grad - gut dass der Biergarten so viele Bäume hat. Oder haben die Bäume den Biergarten? Egal.

Auch allen Blogbesuchern wünsche ich angenehme Mußestunden.