Montag, 2. Februar 2009

Au weia: 666

Dieser Beitrag ist der 666ste auf diesem Blog. Die Bedeutung der Zahl wird unterschiedlich interpretiert, wie Wikipedia zu berichten weiß: 666

Das Literaturcafé hat einen (auch zu diesem Blogbeitrag passenden) biblischen Text ausgewählt, um das Jahr 2009 zu beginnen. Bittesehr:

Morgen gibt es hier den Beitrag Nummer 667. Eine ganz und gar unverfängliche und unverdächtige Zahl. Na denn bis denn.

Sonntag, 1. Februar 2009

Gottes Top Ten

2009 steht Alttestamentliches im Mittelpunkt der Fürbitteaktion „40 Tage beten und fasten für unser Land: »Die Zehn Gebote - ja bitte.«

Aber die Vielfalt an Lebensentwürfen und Lebenskonzepten stellt unser gesellschaftliches Miteinander oft genug auf eine Zerreißprobe. Wo sind vertrauenswürdige Persönlichkeiten, die Gottes Lebenslinien im Kopf und im Herzen haben, wenn sie den Ton angeben? 2009 wird es 16 Wahlen in Deutschland geben: Europawahlen, die Wahl des Bundespräsidenten, Landtags- und Kommunalwahlen und die Bundestagswahl. Die Gebetsaktion will aus diesem Anlass an die Grundlagen unserer Gesellschaft erinnern.

Im begleitenden Gebetsheft gibt es leicht überschaubare „Tagesrationen”, handlich aufbereitet für die persönliche Fürbitte oder den Gebetskreis. Wer will, kann das Beten unterstützen durch freiwilligen Verzicht (Fasten). Auch dazu gibt es Hinweise im Begleitheft.

Auf der Homepage »www.40Tagebetenundfasten.de« wird es die Gebetstexte zum Herunterladen geben, auch in englischer Sprache.

Wir (Gemeinsam für Berlin / Forum Gebet) bieten das komplette Heft als PDF-Datei kostenlos an: 40 Tage 2009

Samstag, 31. Januar 2009

Celebrate :: Accelerate

Vieles ist geschafft, manches bleibt noch zu tun. Daher feiern wir (celebrate) und beschleunigen unsere Anstrengung (accelerate):

Freitag, 30. Januar 2009

Künstlerischer Mut

»Ich habe mir das Recht genommen, das Leben so genau zu beschreiben, wie es mir nur möglich war, mit besonderer Beachtung menschlichen Zerfalls und menschlichen Betrugs. Dem Rest von Glauben, den ich besitze, verdanke ich meinen künstlerischen Mut. Ich war fest davon überzeugt, dass Gott sowieso schon alles weiß und nicht schockiert werden kann.« -John Updike

Donnerstag, 29. Januar 2009

:-)

THERE'S PROBABLY NO POST ON THIS BLOG TODAY.
NOW STOP LOOKING AND ENJOY A BOOK.

Mittwoch, 28. Januar 2009

Lieber Holzhacken...

Die Kirche / Gemeinde gibt Antworten auf Fragen, die niemand gestellt hat.
Wem dieses Zitat zuzuschreiben ist, konnte ich nicht herausfinden, aber es beschreibt einen Zustand, der wohl zumindest teilweise nicht von der Hand zu weisen ist.

Auf allerlei »christlichen« Webseiten und Blogs werden Antworten auf Fragen gegeben, die höchstens für »Eingeweihte« interessant sind. Bento fand kürzlich nach mehrstündiger Lektüre, dass Holzhacken die sinnvollere Tätigkeit sein kann: Surfen und Holzhacken

Womöglich liegt das daran, dass Christen oft gar nicht wissen, welche Fragen die Menschen ringsherum bewegen. Oder daran, dass Christen mitunter meinen, es ginge nur darum, religiöse Fragen zu beantworten. Oder - schlimmstenfalls - daran, dass es ihnen egal ist, womit sich ihre Mitmenschen herumschlagen?

Nun ist überhaupt nichts dadegen einzuwenden, dass es Plattformen auch im Internet gibt, die dem Austausch von Gläubigen unter sich dienen. Wie das gegebenenfalls auf Menschen wirkt, die mit dem Glauben nichts anzufangen wissen, sei dahingestellt. Ich jedenfalls muss mich gelegentlich mit Grausen abwenden von Verlautbarungen, die ich auf »christlichen« Seiten finde, obwohl - oder weil? - ich selbst Christ bin.

Gibt es eigentlich zu wenige Gläubige, die sich an Diskussionen über die Fragen beteiligen, die tatsächlich gestellt werden, oder habe ich sie bloß noch nicht in größerer Anzahl gefunden?

P.S.: Bild von The Ongoing Adventures of ASBO Jesus

Dienstag, 27. Januar 2009

Meine Hochachtung ...


... gebührt einer Nachbarin in unserem Haus. Sie hat in wirtschaftlich unsicheren Zeiten ihre Arbeitsstelle aufgegeben.

Sie war Mitarbeiterin einer Apotheke in Berlin Lichterfelde und wurde Zeugin eines empörenden Vorganges: Eine Kundin, wegen des Kopftuches vermutlich Muslima, wurde in der Apotheke von einer deutschen Angestellten ignoriert statt bedient. Diese Musterdeutsche kam in den Verkaufsraum, sah, dass eine Frau mit Kopftuch hereingekommen war und auf Bedienung wartete und ging demonstrativ wieder zurück in ihr Hinterzimmer.

Unsere Nachbarin, die gerade mit der Bedienung von anderen Kunden zu tun hatte, fragte später den Apotheker, ob ein solches Verhalten wohl angemessen wäre. Sie war (und ist) der Überzeugung, dass jeder Kunde, ob schwarz, weiß, Moslem oder Atheist bedient werden sollte. Mit gleicher Freundlichkeit und Kompetenz.
Die aufrechte Deutsche, die sich nicht um die Frau mit Kopftuch kümmern wollte, war unserer Nachbarin bereits mehrfach durch gehässige und verächtliche Kommentare über ausländisch aussehende Passanten aufgefallen.
Der Inhaber der Apotheke nahm nun jedoch ausgerechnet diese Angestellte in Schutz und war wütend auf unsere Nachbarin, dass sie derartigen Unfrieden ins Kollegium bringen würde.

Daraufhin beendete unsere Nachbarin die Mitarbeit in der Apotheke. Und - es gibt noch Gerechtigkeit auf dieser Welt - sie fand sehr schnell eine neue Anstellung in einer anderen Apotheke.

Schön, dass es solche Menschen wie unsere Nachbarin gibt. Menschen mit Rückgrat und Werten. Und ich weiß, in welcher Apotheke ich künftig nicht mehr einkaufen werde.

Montag, 26. Januar 2009

Erhebliche Wartezeiten

Während die beste aller Ehefrauen sich mit einem ordentlich gewandeten Herrn (Fliege, schwarzes Jacket, weißes Hemd, Einstecktuch im Jacket - oder ist es gar ein Smoking?) offenbar bestens verstand...


...nahm ich, eher beiläufig gekleidet, wenngleich selbstverständlich behütet, einige Minuten auf Herrn Loriots bestem Sofa Platz, um die ermüdeten Beine ein wenig ausruhen zu lassen.


Die Hommage an Loriot anlässlich seines 85sten Geburtstages bot uns allerlei Material, vor allem aus den frühen Schaffensjahren des Humoristen, das wir noch nicht kannten. Allerdings waren ob des nicht unerheblichen Andranges von Besuchern und der spärlich vorhandenen Kopfhörer an den Video-Stationen erhebliche Wartezeiten nicht zu umgehen. Spaß gemacht hat es trotzdem. Bis Ende März kann man sich das Vergnügen noch gönnen, so man in Berlin weilt.

P.S.: Nein, die beste aller Ehefrauen trug keinen blauen Haarschmuck. Das ist wieder mal ein Orb.

Sonntag, 25. Januar 2009

Och nö, muss nich sein...

Gestern haben wir uns etwas zugemutet, was wir für die nächsten 20 Jahre nicht wiederholen werden: Ein Besuch auf der »Grünen Woche«.
Die beste aller Ehefrauen hat der Erinnerung zufolge zuletzt vor ca. 25 Jahren die »Grüne Woche« besucht, ich meine, dass mein letzter Gang durch die Ausstellung noch etliches weiter zurück liegt. Jedenfalls erinnerten wir uns beide, dass man zwar Eintritt bezahlte, aber dann an den Ständen reichlich Leckereien probieren und Tüten voll Kostproben mit nach Hause nehmen konnte.
Na ja. Früher. Früher hatten wir einen Kaiser...

Eintritt pro erwachsener Nase 12 Euro, das sind rund 24 Mark in echtem Geld. Dafür bekommt man außer dem Einlass in die Messe nichts. An den Ständen: Ein Zahnstocher mit 3 Bröckelchen Käse: 1,50 Euro. Ein Kaviarbrotminischeibchen (Durchmesser etwa der eines 5-Mark-Stückes) konnte für 3,00 Euro probiert werden. Eine Kostprobe Bier: 3,50 Euro. Und so weiter... Natürlich haben wir derartig unmoralische Angebote nicht angenommen.
Neben der Unverschämtheit der Aussteller, für Kostproben Geld zu verlangen, haben es die Menschenmassen unmöglich gemacht, der »Grünen Woche« irgend etwas abzugewinnen, was uns zu dem Gedanken verleiten könnte, womöglich nächstes Jahr die Messe wieder zu besuchen. Nun soll man nicht über ein Problem meckern, dessen Teil man selber ist (wir waren ja unstrittig auch Besucher), aber man muss das ja nicht wiederholen. Es war schlicht unmöglich, normal zu gehen, so eingekeilt waren wir zwischen zum Teil am frühen Nachmittag bereits deutlich angetrunkenen Menschen. Dazu dröhnte von allen möglichen Bühnen und aus Lautsprechern an den Ständen verschiedener Aussteller unerträgliche Schlagermusik.

Fazit: Die nächsten 20 Jahre lautet unsere Antwort, wenn die Grüne Woche stattfindet: Och nö, muss nich sein...

Heute Nachmittag sehen wir uns die Loriot-Ausstellung an. Hoffentlich ein erfreulicheres Ereignis.

Samstag, 24. Januar 2009

Bob kann aufatmen!

Bob Dylan kann aufatmen. Falls er meinen Blog oder Welt-Online liest, ist seine Suche so gut wie beendet. Er hatte ja bekanntlich in dem Lied »Thunder on the Mountain« bekannt gegeben:
I was thinkin' 'bout Alicia Keys, I couldn't keep from crying
When she was born in Hell's Kitchen I was living down the line
I'm wondering where in the world Alicia Keys could be.
I've been looking for her even clear through Tennessee.
Nun waren wir, um Bob behilflich zu sein, im Juli 2008 in New York und sind auch nach Hell's Kitchen hineingewandert, aber Alicia Keys lief uns nicht in die Arme. Schade. Jetzt jedoch wurde sie gesichtet, bei den Feierlichkeiten zur Amtseinführung von Barack Obama. Welt-Online liefert den Beweis:

Nun muss Bob Dylan nur noch die Fluggesellschaften fragen, wohin sie von Washington geflogen ist. Dann dürfte es einigermaßen einfach sein, sie endlich aufzutreiben. Falls sie allerdings den Greyhound Bus genommen haben sollte, ist ihre Spur schon wieder verwischt. That would be something!

Na ja. Ich halte jedenfalls die Augen offen, wenn ich heute zum Einkaufen gehe. Vielleicht steht sie beim Kaufland in der Schlange an der Kasse? Falls ja - hat jemand Bobs Telefonnummer, damit ich ihn gegebenenfalls gleich anrufen kann?