Freitag, 18. November 2016

#LOVEmber2016 18–Fundstück von heute

Man findet ja dieses und jenes, wenn man aufmerksam ist. Und wenn man ein geschultes Auge hat. Und wenn man an der geeigneten Stelle unterwegs ist. Denn wo nichts verborgen ist, wo nichts verloren wurde, kann auch nichts gefunden werden. Oder doch?

Kürzlich wurde in der Sendung Weltspiegel von Schatztauchern berichtet, die davon leben, dass sie aus dem Chao Phraya, dem Fluss der mitten durch die Millionenstadt Bangkok fließt, herausholen, was verloren wurde. Das ist nicht ungefährlich und der Ertrag reicht gerade mal so für ein Leben in Armut aber ohne Hunger. Es sei denn, jemandem gelingt ein ganz großartiger Fund, aber das kommt selten vor.

Das sind Fundstücke, nach denen gezielt gesucht wird. Aber es gibt ja auch die zufälligen Entdeckungen. Beim Spaziergang, während des Einkaufsbummels, im Urlaub oder am Arbeitsplatz. Vor allem, wenn man Geologe ist. Dann findet man, um auf den ersten Absatz dieser wissenschaftlichen Abhandlung zurückzukommen, auch dort etwas, wo nichts verloren wurde. Nämlich in Grabkammern beerdigte Beigaben zum Leichnam oder in Gesteinsschichten steingeworde Versteinerungen.

Nun heißt ja das Thema, das die Vorgärtnerin für den heutigen Tag auf dem Aufgabenzettel für die Blogaktion Ode an den vernachlässigten Monat notiert hat, Fundstück von heute. Also muss ich mich, um den Regeln gemäß zu schreiben und eine Ode anzustimmen, die dem November Ehre macht, fragen: Was habe ich heute, am Freitag, dem 18. November, gefunden?

Und siehe da, tatsächlich fanden die beste aller Ehefrauen und ich heute (vor sieben Jahren in Bad Sassendorf) zwei Fundstrücke, nämlich wunderbaren Lesestoff in einer antiquarischen Buchhandlung:

books

Wie kostbar ein Buch auch und gerade im November sein kann, habe ich ja neulich schon angemerkt.

So.

Donnerstag, 17. November 2016

#LOVEmber2016 17–Lieblingsbäume

Für den siebzehnten Tag der Ode an den vernachlässigten Monat hat die Initiatorin der Aktion auf den Aufgabenzettel Lieblingsbäume geschrieben.

Gut, dass sie den Plural gewählt hat. Denn so ganz entscheiden kann ich mich auch nach nunmehr 61 Lebensjahren nicht. Ist mein Lieblingsbaum die Espe, die Linde oder die Birke?

Dass hin und wieder jemand zittert wie Espenlaub ist dem Volksmund seit langem bekannt. Ich hörte die Floskel als Kind zum ersten mal, als ich mit hohem Fieber darniederlag, wie es Kinder nun mal gelegentlich zu tun pflegen. Meine Mutter deckte mich mit einer Extradecke aus dem Wohnzimmer zu und meinte: »Du zitterst ja wie Espenlaub.«

Als es mir einige Tage später wieder besser ging, wollte ich natürlich wissen, wie Espenlaub aussieht, vor allem dann, wenn es zittert. Meine Mutter machte einen Spaziergang mit mir zum Branitzer Platz, wo eine prächtige Espe stand, und ich sah und staunte.

espe

So sieht das Espenlaub jetzt im November aus. Es zittert nicht mehr im Wind, sondern es wartet darauf, zu vermulchen oder weggekehrt zu werden.

Nick Cave besingt in dem großartigen Lied There she goes, my beautiful world unter anderem meinen zweiten Lieblingsbaum: The elm, the ash and the linden tree, the dark and deep, enchanted sea…

Schon als Kind liebte ich den süßen Duft der Lindenblüten und fand es lustig, wie klebrig die Straßen und Wege unter den Linden werden konnten. Auch die Linde färbt sich im November der Jahreszeit gemäß ein:

linde

Und dann ist da noch die Birke, vielleicht von den dreien doch mein allerliebster Lieblingsbaum. Schon die Germanen und Slaven schätzten die Birke besonders, was sich noch heute im Brauchtum des Maibaumes widerspiegelt. Ihr weißer Stamm, ihr fröhliches Laub, ihre mythologische Verflechtung … als Kind war ich fasziniert von Sagen und Märchen, in denen ein Birkenwäldchen oder ein Birkenhain für das unerforschlich-übernatürliche standen. Ich war mir auch sicher, Elfen nur in einem Birkenhain treffen zu können.

Noch heute freue ich mich, dass einer unserer bevorzugten Spazier- und Dauerlaufwege durch ein Birkenwäldchen führt:

birke

Elfen habe ich dort allerdings bisher nicht getroffen.

So.

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PS.: Ehre wem Ehre gebührt: Das Foto vom Espenlaub stammt von WikiCommons, der Fotograf ist ein gewisser »boehringer fiedrich«. Die herbstliche Linde hat »Daderot« ebenfalls für WikiCommons fotografiert. Das dritte Foto ist ein eigenes aus dem November 2016 von besagtem Jogging- und Spazierweg.

Mittwoch, 16. November 2016

LOVEmber2016 16–meine Küche

Es gibt Küchen, denen sieht man an, dass sie Zigtausende von Euros gekostet haben – und dass niemand willens oder in der Lage ist, in ihnen Mahlzeiten zuzubereiten. Statt dessen werden Schnellgerichte aufgetaut oder Mikrowellenessen heißgemacht.

Meine Küche (das ist das für heute von der Vorgärtnerin angesagte Thema der Blogaktion Ode an den vernachlässigten Monat, kurz #LOVEmber) ist unsere Küche. Die beste aller Ehefrauen und meine Wenigkeit kochen und backen und brutzeln und dampfgaren nämlich beide gerne. Unserer Küche sieht man daher an, dass sie gemäß ihrem Bestimmungszweck benutzt wird. Täglich. Mehrmals täglich.

Zehn Bilder aus unserer Küche kann man nebenan bei Tumblr besichtigen: [Küche]. Wie man leicht sieht, sieht man wenig Küche und viel von dem, was in ihr zubereitet wird.

Ein Beispiel in Form eines Rezeptes hatte ich ja neulich unter der #LOVEmber-Überschrift was mich satt macht den geschätzten Blogbesuchern bereits geschenkt. Damit das für heute vorgegebene Thema nicht völlig verfehlt wird, füge ich noch eine aktuelle Teilansicht (aus dem November!) unserer Küche hinzu:

küche

So.

Dienstag, 15. November 2016

#LOVEmber2016 15–Mittag

Die Ode an den vernachlässigten Monat steht heute unter der ergreifenden Überschrift Mittag. Was wollen wir nun hierzu sagen? Wir wissen ja alle:

Der Mittag ist der Zeitpunkt des Durchgangs der Sonnenmitte durch den Meridian eines Standorts auf der Erde. In diesem Moment erreicht die Sonne ihren Tageshöchststand (in der Nautik „Mittagshöhe“ genannt) und steht dem Zenit am nächsten. Je nach Jahreszeit und geografischer Länge des Standorts kann dies zwischen etwa 11:15 und 12:45 Uhr (bei Sommerzeit zwischen 12:15 und 13:45 h) sein.*

Doch wie kann dieses Wissen dem November dazu verhelfen, weniger vernachlässigt zu sein als bisher? Das ist ja schließlich das Ziel dieser Blogaktion, die dankenswerter Weise von der Vorgärtnerin angestoßen wurde.

Ich weiß es nicht.

  • Der November hat dreißig Tage, also dreißig Mal Mittag. Aber das hat der Juni auch. Und der April. Und mein Geburtsmonat. Und noch ein paar andere.
  • Der Mittag im November liegt jeweils zwischen 11:15 und 12:45 Uhr statt zwischen 12:15 und 13:45 Uhr. Aber dafür kann der November nichts, denn die dämliche Sommerzeit ist ein Überbleibsel der sogenannten Ölkrise, das wir einfach nicht loswerden, egal, welche Partei wir wählen.
  • Der Mittag ist im November mal sonnig, mal trüb. Es kann regnen oder auch nicht. Zeichnet das den November irgendwie aus? Nö.

Nun denn. Um es mit dem unvergessenen Marcel Reich-Ranicki zu sagen, sehen wir betroffen den Vorhang zu und alle Fragen offen.

15

So.

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*Das geballte Mittagswissen stammt aus dieser Quelle: [Quelle]

Montag, 14. November 2016

#LOVEmber2016 14–eines Tages, wenn ich groß bin …

Kann man mit diesem Thema, eines Tages, wenn ich groß bin, eine Ode an den vernachlässigten Monat November anstimmen? Wenn ja, dann wie? In Moll oder in Dur? Mit Bildern oder Worten oder Tönen?

Mehrmals habe ich heute gedacht, ich hätte bei der Zusammenstellung des Aufgabenzettels mal mehr nachdenken sollen…

schrieb die Vorgärtnerin kürzlich, als es ihr schwer fiel, zum selbst gestellten Thema den passenden Beitrag entstehen zu lassen. Und nun haben wir, nein, nun habe ich den Schlamassel, dass ich mich – Übung macht den Meister! – an die vorgegebenen Themen zu halten gedenke, da ich mich der #LOVEmber-Aktion nun einmal widme. Das Thema heute lautet eines Tages, wenn ich groß bin. Und die Aktion dreht sich um den November.

Also lasse ich mir einfach eine Geschichte einfallen. Bittesehr:

AnnaAnna hat im November Geburtstag. Jedes Jahr. Immer der gleiche Jahrestag und ein hoffentlich noch lange währendes Leben lang keine Aussicht auf Änderung. Sie kann die Zunge in die linke Backe pressen, so lange sie will. Es ändert sich nichts. Am 14. November, immer und immer wieder, jährt sich der Tag ihrer Menschwerdung. Heute ist es wieder so weit. Anna hat Geburtstag.

Als sie in die Schule kam, wurde ihr die Plage, mit der sie behaftet war, so richtig bewusst. Alle Mädchen, mit denen sie sich anfreundete, feierten Wasserschlachten und Grillvergnügen in ihren Gärten anlässlich ihrer Geburtstage, weil die nämlich in den warmen Monaten des Jahres lagen. Alle außer Schantall, aber die hatte im Januar Geburtstag und da gab es immer ein tolles Rodel- und Schneeballfest. Anna verspürte schon nach vier Schuljahren keine Lust mehr, überhaupt Geburtstag zu feiern.

Und heute sollte es wieder so weit sein. »Eines Tages, wenn ich groß bin«, verkündet sie am Morgen des 14. November 2016 ihren Eltern, »werde ich meinen Geburtstag in den Juli verlegen. Bis dahin fällt er aus.«

Daher wird Anna weder heute, noch nächstes Jahr am 14. November ihren Geburtstag feiern. Auch nicht 2019. Eines Tages, wenn sie groß ist, wird sie dann einen Julitag aussuchen und ihre Geburtsurkunde entsprechend ändern. Mit der heutigen Computertechnik ist das schon kein Problem mehr, und bis Anna groß ist wird es um so leichter sein. Bis dahin müssen wir wohl mit unseren Gratulationen und guten Wünschen warten.

So.

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P.S.: Ob das abgelichtete Kind Anna heißt weiß ich genauso wenig wie ich den Geburtstag der jungen Dame kenne. Sie kam mir rein zufällig vor die Linse.

Sonntag, 13. November 2016

#LOVEmber2016 13–Die Schönheit des Vergänglichen

Die Schönheit des Vergänglichen lautet die Aufgabe der Aktion Ode an den vernachlässigten Monat für das heutige Datum. Das hätte mich nun beinahe veranlasst, mich der Schönheit von Dingen zuzuwenden, die bereits vergangen sind. Zum Beispiel hätte ich Bilder wie dieses von den Beelitzer Heilstätten heraussuchen können:

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Es zeigt eindrucksvoll, wie schön es aussehen kann, denn die Natur erobert, was der Mensch ver- und hinterlassen hat – was für den Menschen vergangen ist.

Doch das Vergängliche ist ja nicht das Vergangene. Vergänglich ist vielmehr so gut wie alles, was wir sind, haben, wollen, besitzen, bewundern, verachten … und vergänglich sind wir auch selbst. Jeder von uns. Zumindest was unser Dasein auf diesem Planeten betrifft.

Daher richte ich nunmehr den Blick (und den der geschätzten Blogbesucher) nicht auf Verfallenes oder Verfallendes, sondern auf Schönheit an und für sich, die der November gestern meinem Auge und meiner Kamera dargeboten hat.

Schön finde ich zum Beispiel den Schein der Gaslaternen, die es in unserem Wohnviertel noch gibt. Auch die Laternen selbst finde ich schön, im Gegensatz zu den meisten elektrischen Variationen, die Berlin so zu bieten hat.

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Soviel Schönheit ich in dieser bewährten Straßenbeleuchtung auch sehe – ihre Tage sind gezählt. Irgendwann wird ein energiesparendes Beleuchtungssystem zum Einsatz kommen – oder das Ende der Welt sorgt dafür, dass die Laternen nicht mehr leuchten.

Schön ist es für mich auch jedes Mal, ein ungelesenes Buch zu öffnen und in die Welt einzutauchen, die der Autor dort für mich vorbereitet hat. Ich weiß noch nicht, mit wem er mich bekannt machen wird, wohin er mich entführen und mit welchen Schicksalen er mich konfrontieren möchte. Aber es ist jedes Mal schön, sich darauf einzulassen.

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Ich atme den Duft des neuen Buches ein, freue mich, wenn es ein Lesebändchen mitbringt und vom Verlag liebevoll gestaltet und sorgsam hergestellt wurde. Doch ich weiß von vorne herein, dass die Schönheit der Lektüre ein Ende haben wird, dass irgendwann die letzte Seite gelesen ist. Dann wandert das Buch ins Regal. Wenn ich es eines Tages heraushole, um es erneut zu lesen, ist das zwar wiederum unterhaltsam, aber nicht mit der Schönheit des ersten Lesens vergleichbar.

Viele Augenblicke in unserem Leben sind voller Schönheit. Und alle sind vergänglich. Wir versuchen, mit Fotografien, Geschichten, Tondokumenten oder Gemälden die Erinnerung daran festzuhalten, können dem Gefühl des Augenblicks oft auch erneut ein wenig nachspüren, aber der Moment selbst ist vergangen und kehrt nicht wieder.

Der November, in dem vieles in der Natur zu sterben scheint (im Frühling zaubert sie dann wie aus dem Nichts wieder hervor, was tot zu sein schien), kann uns daran erinnern und dazu veranlassen, jeden Augenblick, jede Stunde, jeden Tag unseres Lebens so bewusst wie möglich zu erleben und achtsam zu sein, damit wir all die Schönheit des Vergänglichen nicht verpassen.

So.

Samstag, 12. November 2016

#LOVEmber 12–Lieblingsfarbe

Um es gleich, ohne Umschweife, rundheraus und mit den Worten von Wikipedia zu sagen:

Grün ist der Farbreiz, der wahrgenommen wird, wenn Licht mit einer spektralen Verteilung ins Auge fällt, bei der fast nur Wellenlängen zwischen 520 und 565 nm vorkommen.

Der Aufgabenzettel für die Aktion Ode an den vernachlässigten Monat November notiert für heute nur ein Wort: Lieblingsfarbe. Wäre meine Lieblingsfarbe braun, matschiggelb oder grauschwarz, würde das ganz leicht zum November passen – ihm jedoch andererseits nicht unbedingt zur Ehre gereichen. Im November vergeht viel Grün, das uns im Frühling und den Sommer über erfreut hat. Die Immergrünen bleiben grün, das können sie kaum ändern. Sie müssten schon des Todes sterben, um braun zu werden. Das will man ihnen ja nicht zumuten. Sie sind aber dessenthalben bei diesen Überlegungen zum Grün im November außer Konkurrenz.

Aber auch die Nichtimmergrünen können im November noch allerlei Schattierungen meiner Lieblingsfarbe aufweisen. Drei Bilder, die ich vor wenigen Tagen beim Spaziergang mit Max, dem treuen und liebenswerten vierbeinigen Gesellen, aufgenommen habe, sollen das veranschaulichen:

1

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Wie man leicht sieht, ist meine Lieblingsfarbe also auch im November draußen auffindbar. Der Monat ist demzufolge hoch zu loben statt zu tadeln.

So.

Freitag, 11. November 2016

#LOVEmber2016 11–Elf Fotos von heute

Aus gegebenem traurigem Anlass ohne weitere Worte.

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Donnerstag, 10. November 2016

#LOVEmber2016 10–ein Geheimnis

redhandFalls meine geschätzten Blogbesucher den Wunsch verspüren sollten, dem heutigen Themenvorschlag der Vorgärtnerin zur Aktion Ode an den vernachlässigten Monat entsprechend ein Geheimnis zu erfahren, dann möchte ich die Aufdeckung eines solchen mit diesem Zitat gerne anbieten:
Schon bald zeigt sich, dass der Albtraum mit dem Unfall gerade erst begonnen hat. Roland stößt in den Unterlagen seiner Frau auf Spuren, die ihm nach und nach offenbaren, dass Sabrina ein doppeltes Leben geführt hat. Sie hütete ein tödliches Geheimnis, und jemand trachtet nun auch Roland nach dem Leben. Er sucht weiter die Wahrheit über Sabrina – koste es, was es wolle. Je mehr er entdeckt, desto fassungsloser ist er. Was hatte seine Frau mit Kindesmissbrauch und Pädophilie zu tun? Wer hat sie ermordet und wer ist jetzt hinter ihm her?
Die staatlichen Organe sind so gut wie machtlos. Aber eine geheimnisvolle Organisation, die keine Rücksicht auf Recht und Gesetz nimmt, scheint auf Rolands Seite zu stehen. Die Grenzen zwischen Gut und Böse geraten ins Wanken, während er Sabrinas Geheimnis immer näher kommt.
Nun ist es sicher kein Geheimnis, dass auch Autoren im November irgendwie ihre Miete bezahlen und zum Wochenende ein Brötchen kaufen wollen. Daher kann ich das Geheimnis an dieser Stelle nicht weiter aufdecken, sondern muss die Interessierten um den Kauf des Buches bitten, in dem sie dann die ganze bestürzende Wahrheit über Sabrina erfahren werden:

[Sabrinas Geheimnis]

 Übrigens lautet das Thema für morgen 11 Fotos von heute. Da ich mich an die Regeln halten möchte (Loriot zufolge macht es ja sonst keinen Spaß), muss ich natürlich die besagten Aufnahmen morgen erst anfertigen, bevor sie hier zur Begutachtung angeboten werden. Also kommt der Beitrag nicht um 02:02 Uhr zum Vorschein wie die anderen, sondern im Laufe des Tages.
So.

Mittwoch, 9. November 2016

#LOVEmber 9–meine Fingernägel

Die Vorgärtnerin ist bei der Erstellung ihres Aufgabenzettels für die Aktion Ode an den vernachlässigten Monat gelegentlich gedankliche Wege gegangen, die sich mir nicht erschließen. Am 9. November über meine Fingernägel zu schreiben – nun ja, das ist zwar möglich, aber an und für sich würde ja dieser Tag, an dem sich so viele historische Ereignisse jähren (ich hatte am 7. November ein wenig darüber geplaudert), andere Themen anbieten.

Doch andererseits denke ich: Warum eigentlich nicht. Wenn heute nicht nur Hinz, sondern auch Kunz Historisches beleuchten und bereden, dann kann man ja ruhig gegen den Strom schwimmend ein ganz anderes Thema anpacken. Zum Beispiel Fingernägel.

Also fiel mir dieses Gedicht ein:

Ich sehe meine Fingernägel
und denk dabei an Georg Hegel.
Er war ein prima Philosoph,
und ganz bestimmt kein bisschen doof.
Starb im November einunddreißig,
am vierzehnten, jawohl, das weiß ich.
Er hinterließ uns kluge Worte,
doch kein Rezept für eine Torte.
Um auf das Thema zu verzweigen,
muss ich m ich jetzt sehr findig zeigen.
Wie komme ich von Georg Hegel
zurück auf meine Fingernägel?
Ich könnte irgendwas zitieren,
über Novemberfrost und Frieren,
wobei die Fingernägel bläulich
anlaufen. So wie neulich,
als ích mit Max spazieren ging,
während im Schrank mein Mantel hing.
Mit Hegel hat das nichts zu tun.
Drum will ich oder muss ich nun
das Dichten schnell und flink beenden.
Klatscht, liebe Leser, mit den Händen!

nails

So.