Ein Tag der Hoffnung und der Chancen wie der Tag, an dem in Berlin die Mauer fiel. Leonard Cohen hatte also recht: »Democracy is coming to the USA.«Herzlichen Glückwunsch, Barak Obama und herzlichen Glückwunsch, Amerika!
Gescholten wird genug über das Fernsehprogramm, meist mit Fug und Recht. Da darf man die rühmlichen Ausnahmen ruhig loben.
Ein Kriminalfall, der nicht etwa einem Buch oder einem Film entspringt, sondern im »echten Leben« stattfindet. Eine Geschädigte, die nicht in der Unterhaltungsindustrie tätig ist. Ein Erpresser aus der Schweiz, ebenfalls kein Medienschaffender.
Anfang September war ich, anlässlich einer Einladung zum ersten Hauskirchentag Berlin-Brandenburg, in der »Jesus Miracle Harvest Church« im Bezirk Wedding zu Gast. Gestern war in den Regionalnachrichten des RBB (das ist »unser« drittes Programm) die Rede unter anderem von dieser liebenswerten und gastfreundlichen Gemeinde. Sie tut nämlich, zusammen mit rund 40 anderen Gruppen, etwas für ihren Bezirk und ihre Stadt.»Es geht so nicht weiter. Ich muss etwas ändern.« Wer so spricht, steht an einem Wendepunkt. Was schon lange rumort, schief läuft, quält oder einen verzweifeln lässt - endlich ist es klar erkannt. Veränderung steht an. Aber unweigerlich stellt sich in solchen Situationen immer die Frage, ob man nicht doch lieber alles beim Alten lässt, bevor man das Neue mit allen Konsequenzen wagt.So beginnt ein Beitrag über die Reformation, der auf dem zum Reformationstag gestarteten Projekt »E wie Evangelisch« zu finden ist. Das »Medienmagazin Pro« berichtet:
Mit bunten animierten Bildern will die Evangelische Kirche in Deutschland Jugendliche über christliche Glaubensgrundsätze aufklären. Der erste Clip einer 26-teiligen Reihe ist nun auf der Internetseite der EKD zu sehen. »Rechtfertigung« lautet das Thema des Videos, in dem nicht nur peppige Bilder Martin Luthers gezeigt werden, sondern auch der Vorsitzende des Rates der EKD, Bischof Wolfgang Huber, zu Wort kommt.Die Reformation ist Geschichte. Doch auch heute stellt sich für viele Christen die Frage, »ob man nicht doch lieber alles beim Alten lässt, bevor man das Neue mit allen Konsequenzen wagt.« Meine Sympathie und Unterstützung gehört (nicht nur am Reformationstag) denen, die das Neue wagen wollen. Luther im Jahr 2008 würde vermutlich bei den emergenten Diskussionen eine Menge beizutragen wissen und eine Menge Gehör finden.
Ich lese regelmäßig mit nicht geringem Vergnügen die geistreichen Antworten eines nicht ganz unbekannten Literaturkritikers auf mitunter recht geistlos anmutende Fragen von Lesern einer nicht ganz unbedeutenden Zeitung.Nach der Offenlegung der Vergangenheit von Günter Grass als SS-Mann sehe ich Grass als verlogenen Egoisten. Sind Sie auch der Meinung, dass das Werk von Grass - immerhin zuweilen Abiturstoff - wegen Unglaubwürdigkeit neu interpretiert werden muss oder sogar vom Lehrplan gestrichen werden sollte?Die Antwort hat mir gut gefallen:
Ja, das stimmt wohl: Grass ist ein Egoist. Das gilt auch für Kleist, Rilke und Thomas Mann und vielleicht auch für Shakespeare. Dass das Werk als Abiturstoff verwendet wird, ist sehr erfreulich - und so sollte es bleiben. Sollte man es neu interpretieren? Jawohl, alle bedeutenden Werke der Literatur sollten von Zeit zu Zeit neu interpretiert werden.Manchmal frage ich mich allerdings, ob die Leserzuschriften nicht genauso erfunden sind, wie die E-Mails und Anrufe in der »Theme Time Radio Hour«. Das wäre allerdings so furchtbar nicht, denn immerhin vermag mich die Lektüre köstlich zu erheitern. Was will man mehr?
Quelle: Croz, und der hat es auch irgendwo her...
P.S.: Einige MP3-Player (auch meiner für das Auto) haben Probleme mit den Croz-Downloads. Das liegt daran, dass am Anfang der Tracks 0,05 Sekunden »Irgendwas« stehen - nicht hörbar, weil viel zu kurz, aber es bremst meinen MP3-Player für bis zu 60 Sekunden aus.