Donnerstag, 29. Januar 2009
Mittwoch, 28. Januar 2009
Lieber Holzhacken...
Die Kirche / Gemeinde gibt Antworten auf Fragen, die niemand gestellt hat.Wem dieses Zitat zuzuschreiben ist, konnte ich nicht herausfinden, aber es beschreibt einen Zustand, der wohl zumindest teilweise nicht von der Hand zu weisen ist.
Auf allerlei »christlichen« Webseiten und Blogs werden Antworten auf Fragen gegeben, die höchstens für »Eingeweihte« interessant sind. Bento fand kürzlich nach mehrstündiger Lektüre, dass Holzhacken die sinnvollere Tätigkeit sein kann: Surfen und Holzhacken
Womöglich liegt das daran, dass Christen oft gar nicht wissen, welche Fragen die Menschen ringsherum bewegen. Oder daran, dass Christen mitunter meinen, es ginge nur darum, religiöse Fragen zu beantworten. Oder - schlimmstenfalls - daran, dass es ihnen egal ist, womit sich ihre Mitmenschen herumschlagen?
Nun ist überhaupt nichts dadegen einzuwenden, dass es Plattformen auch im Internet gibt, die dem Austausch von Gläubigen unter sich dienen. Wie das gegebenenfalls auf Menschen wirkt, die mit dem Glauben nichts anzufangen wissen, sei dahingestellt. Ich jedenfalls muss mich gelegentlich mit Grausen abwenden von Verlautbarungen, die ich auf »christlichen« Seiten finde, obwohl - oder weil? - ich selbst Christ bin.
Gibt es eigentlich zu wenige Gläubige, die sich an Diskussionen über die Fragen beteiligen, die tatsächlich gestellt werden, oder habe ich sie bloß noch nicht in größerer Anzahl gefunden?
P.S.: Bild von The Ongoing Adventures of ASBO Jesus
Dienstag, 27. Januar 2009
Meine Hochachtung ...

... gebührt einer Nachbarin in unserem Haus. Sie hat in wirtschaftlich unsicheren Zeiten ihre Arbeitsstelle aufgegeben.
Sie war Mitarbeiterin einer Apotheke in Berlin Lichterfelde und wurde Zeugin eines empörenden Vorganges: Eine Kundin, wegen des Kopftuches vermutlich Muslima, wurde in der Apotheke von einer deutschen Angestellten ignoriert statt bedient. Diese Musterdeutsche kam in den Verkaufsraum, sah, dass eine Frau mit Kopftuch hereingekommen war und auf Bedienung wartete und ging demonstrativ wieder zurück in ihr Hinterzimmer.
Unsere Nachbarin, die gerade mit der Bedienung von anderen Kunden zu tun hatte, fragte später den Apotheker, ob ein solches Verhalten wohl angemessen wäre. Sie war (und ist) der Überzeugung, dass jeder Kunde, ob schwarz, weiß, Moslem oder Atheist bedient werden sollte. Mit gleicher Freundlichkeit und Kompetenz.
Die aufrechte Deutsche, die sich nicht um die Frau mit Kopftuch kümmern wollte, war unserer Nachbarin bereits mehrfach durch gehässige und verächtliche Kommentare über ausländisch aussehende Passanten aufgefallen.
Der Inhaber der Apotheke nahm nun jedoch ausgerechnet diese Angestellte in Schutz und war wütend auf unsere Nachbarin, dass sie derartigen Unfrieden ins Kollegium bringen würde.
Daraufhin beendete unsere Nachbarin die Mitarbeit in der Apotheke. Und - es gibt noch Gerechtigkeit auf dieser Welt - sie fand sehr schnell eine neue Anstellung in einer anderen Apotheke.
Schön, dass es solche Menschen wie unsere Nachbarin gibt. Menschen mit Rückgrat und Werten. Und ich weiß, in welcher Apotheke ich künftig nicht mehr einkaufen werde.
Montag, 26. Januar 2009
Erhebliche Wartezeiten

...nahm ich, eher beiläufig gekleidet, wenngleich selbstverständlich behütet, einige Minuten auf Herrn Loriots bestem Sofa Platz, um die ermüdeten Beine ein wenig ausruhen zu lassen.

Die Hommage an Loriot anlässlich seines 85sten Geburtstages bot uns allerlei Material, vor allem aus den frühen Schaffensjahren des Humoristen, das wir noch nicht kannten. Allerdings waren ob des nicht unerheblichen Andranges von Besuchern und der spärlich vorhandenen Kopfhörer an den Video-Stationen erhebliche Wartezeiten nicht zu umgehen. Spaß gemacht hat es trotzdem. Bis Ende März kann man sich das Vergnügen noch gönnen, so man in Berlin weilt.
P.S.: Nein, die beste aller Ehefrauen trug keinen blauen Haarschmuck. Das ist wieder mal ein Orb.
Sonntag, 25. Januar 2009
Och nö, muss nich sein...
Gestern haben wir uns etwas zugemutet, was wir für die nächsten 20 Jahre nicht wiederholen werden: Ein Besuch auf der »Grünen Woche«.Heute Nachmittag sehen wir uns die Loriot-Ausstellung an. Hoffentlich ein erfreulicheres Ereignis.
Samstag, 24. Januar 2009
Bob kann aufatmen!
I was thinkin' 'bout Alicia Keys, I couldn't keep from cryingNun waren wir, um Bob behilflich zu sein, im Juli 2008 in New York und sind auch nach Hell's Kitchen hineingewandert, aber Alicia Keys lief uns nicht in die Arme. Schade. Jetzt jedoch wurde sie gesichtet, bei den Feierlichkeiten zur Amtseinführung von Barack Obama. Welt-Online liefert den Beweis:
When she was born in Hell's Kitchen I was living down the line
I'm wondering where in the world Alicia Keys could be.
I've been looking for her even clear through Tennessee.
Nun muss Bob Dylan nur noch die Fluggesellschaften fragen, wohin sie von Washington geflogen ist. Dann dürfte es einigermaßen einfach sein, sie endlich aufzutreiben. Falls sie allerdings den Greyhound Bus genommen haben sollte, ist ihre Spur schon wieder verwischt. That would be something!Na ja. Ich halte jedenfalls die Augen offen, wenn ich heute zum Einkaufen gehe. Vielleicht steht sie beim Kaufland in der Schlange an der Kasse? Falls ja - hat jemand Bobs Telefonnummer, damit ich ihn gegebenenfalls gleich anrufen kann?
Freitag, 23. Januar 2009
Linda 2 und Linda 4
Manche Erzählung bleibt jahrelang unveröffentlicht, andere kommen relativ schnell aus der (virtuellen) Schublade, weil meine Bearbeitung mir (zum jeweiligen Zeitpunkt) »fertig« scheint. Und dann wird - manchmal schon Minuten später - doch wieder gefeilt, geschrubbt und poliert...
Nun will ich anlässlich des Erscheinens von »Liebe und Alltag« den geneigten Lesern einen direkten Vergleich zwischen zwei Versionen gestatten, und zwar anhand der kurzen Kneipenszene, die »Linda« heißt, obwohl Linda schon längst weg ist.
Die zweite geschriebene Version stellte ich seinerzeit (auch hier) vor, die vorangegangene erste verdiente es noch nicht, fremden Augen präsentiert zu werden. Nach der Blog- und Forumveröffentlichung gab es mit der dritten Version einen Zwischenstand, und schließlich für das Buch die vierte Version.
Linda - Version 2 vom 15. Dezember 2008
»Jemand sollte Linda aufhalten«, murmelte einer in unser Gruppe am Tresen. »Sie hat eine Pistole in der Handtasche und ist auf dem Weg zu ihrem Verlobten.«
Linda war schon durch den Ausgang der Bar verschwunden. Keiner von uns bewegte sich, obwohl wir wussten, dass wir etwas hätten unternehmen sollen. Oder rechtzeitig den Schnabel halten, aber niemand hatte bemerkt, dass Linda in die Bar gekommen war, und wir plauderten unbekümmert miteinander.
Eigentlich war das Gespräch nur zufällig darauf gekommen, dass Lindas Verlobter mit Jenny geschlafen hatte. Haben sollte. Eventuell. Keiner wußte etwas, alle mutmaßten und ein Wort gab das andere, wie es eben so ist, wenn man an der Bar sitzt und schon ein paar Bierchen intus hat.
Jetzt war Linda wieder weg.
»Er weiß ja noch nicht einmal, dass sie auf dem Weg zu ihm ist«, meinte ich, »sie klopft an die Tür und peng!«
»Was ist nur aus dieser Welt geworden…«, sagte der ältere Herr mit der braunen Mütze, von dem keiner so recht wusste, wer er war. Er saß so gut wie jeden Abend in der Bar, wie wir alle.
Mein Vater hatte mir immer gesagt, dass zwischen Liebe und Hass nur eine hauchdünne Grenze existieren würde. Ist die erst einmal überschritten, gibt es kein zurück mehr. Vielleicht stand ich deshalb nicht auf, um Linda zu folgen, nahm ich deshalb nicht das Telefon in die Hand, um ihren Verlobten zu warnen.
»Früher«, sagte Jack, »gab es noch Treue. Heute gilt das alles nichts mehr. Man kann gar nichts machen.«
»Das geht nicht gut aus«, mutmaßte Paul. Paul meinte immer, er sei eben Realist, wir hielten ihn für einen unverbesserlichen Pessimisten. »Ich habe da ein ganz böses Gefühl, der Typ sollte auf der Hut sein, Linda hat eine Knarre und Linda ist stinksauer.«
Ich entgegnete: »Warum muss er auch mit Jenny rummachen, er hat ja die Kiste der Pandorra selbst geöffnet!«
»Jemand sollte Linda aufhalten«, murmelte wieder einer, ich glaube, es war Jack. Seine Stimme klang aber nicht so wie sonst. So, als kämpfte er mit den Tränen. Ausgerechnet unser harter Jack!
Paul meldete sich wieder zu Wort, nachdem er sein Glas in einem Zug geleert hatte: »Es sind immer die Frauen, die den Männern zum Verhängnis werden.«
»Simson wegen Delilah, Ahab wegen Jezebel, König David wegen Bathseba«, stimte ich zu. Ich gab gerne mit meiner Bildung ein bisschen an. Die anderen kannten das nicht anders.
Paul nickte: »Und steckte nicht auch eine Frau dahinter, als Johannes der Täufer geköpft wurde?«
»Linda hat geweint«, sagte die tränenschwangere Stimme. Es war tatsächlich Jack. »Die ganze Schminke verschmiert, und sie hat sich noch nicht einmal das Gesicht gewaschen, ist einfach losgestürmt. Hat in ihre Handtasche geschaut, die Pistole halb rausgezogen, wieder reingesteckt und weg war sie. Jemand sollte Linda aufhalten!«
Ich ergänzte: »Eine Beretta, sie hat eine Beretta.«
Wir nickten, alle, glaube ich. Der Wirt stellte volle Gläser auf den Tresen.
Ich trank einen großen Schluck.
Sandra quetschte sich zwischen mich und Paul. »Hast du schon was vor?«, fragte sie mich.
»Wie, vorhaben?«
»Na ja, ich würde jetzt nach Hause gehen und bin so alleine.«
»Lass mich noch austrinken, dann gehen wir«, meinte ich und legte ihr den Arm um die Schultern.Linda - Version 4 vom 21. Dezember 2008
»Jemand sollte Linda aufhalten«, murmelt einer in unser Gruppe am Tresen. »Sie hat eine Pistole in der Tasche und ist auf dem Weg zu ihrem Verlobten.«
Linda ist schon durch den Ausgang der Bar verschwunden. Keiner von uns bewegt sich, obwohl wir wissen, dass wir etwas unternehmen sollten. Wir hätten rechtzeitig den Schnabel halten müssen, aber niemand hatte bemerkt, dass Linda in die Bar gekommen war, und wir plauderten unbekümmert miteinander.
Eigentlich war das Gespräch nur zufällig darauf gekommen, dass Lindas Verlobter mit Jenny geschlafen hatte. Haben sollte. Eventuell. Keiner wusste etwas, alle mutmaßten und ein Wort gab das andere, wie es eben so ist, wenn man an der Bar sitzt und schon ein paar Bierchen intus hat.
Jetzt ist Linda wieder weg.
»Er weiß ja noch nicht einmal, dass sie auf dem Weg zu ihm ist«, meine ich, »sie klopft an die Tür und peng!«
»Was ist nur aus dieser Welt geworden…«, sagt der ältere Herr mit der braunen Mütze, von dem keiner so recht weiß, wer er ist. Er sitzt so gut wie jeden Abend in der Bar, wie wir alle.
Mein Vater hatte mir immer gesagt, dass zwischen Liebe und Hass nur eine hauchdünne Grenze existieren würde. Ist die erst einmal überschritten, gibt es kein zurück mehr. Vielleicht stehe ich deshalb nicht auf, um Linda zu folgen, nehme ich deshalb nicht das Telefon in die Hand, um ihren Verlobten zu warnen.
»Früher«, sagt Jack, »gab es noch Treue. Heute gilt das alles nichts mehr. Man kann gar nichts machen.«
»Das geht nicht gut aus«, mutmaßt Paul. Paul meint immer, er sei eben Realist, wir halten ihn für einen unverbesserlichen Pessimisten. »Ich habe da ein ganz böses Gefühl, der Typ sollte auf der Hut sein, Linda hat eine Knarre und Linda ist stinksauer.«
Ich entgegne: »Warum muss er auch mit Jenny rummachen, er hat ja die Kiste der Pandora selbst geöffnet!«
»Jemand sollte Linda aufhalten«, murmelt wieder einer, ich glaube, es ist Jack. Seine Stimme klingt aber nicht so wie sonst. So, als kämpfte er mit den Tränen. Ausgerechnet unser harter Jack!
Paul meldet sich wieder zu Wort, nachdem er sein Glas in einem Zug geleert hat: »Es sind immer die Frauen, die den Männern zum Verhängnis werden.«
»Simson wegen Delilah, Ahab wegen Jezebel, König David wegen Bathseba«, stimme ich zu. Ich gebe gerne mit meiner Bildung ein bisschen an. Die anderen kennen das nicht anders.
Paul nickt: »Und steckte nicht auch eine Frau dahinter, als Johannes der Täufer geköpft wurde?«
»Linda hat geweint«, sagt die tränenschwangere Stimme. Es ist tatsächlich Jack. »Die ganze Schminke verschmiert, und sie hat sich noch nicht einmal das Gesicht gewaschen, ist einfach losgestürmt. Hat in ihre Handtasche geschaut, die Pistole halb rausgezogen, wieder reingesteckt und weg war sie. Jemand sollte Linda aufhalten!«
Ich ergänze: »Eine Beretta, sie hat eine Beretta.«
Wir nicken. Jack ist jetzt still, aber er atmet heftig. Der Wirt stellt volle Gläser auf den Tresen.
Ich trinke einen großen Schluck.
Sandra quetscht sich zwischen mich und Paul. »Hast du schon was vor?«, fragt sie mich.
»Wie, vorhaben?«
»Na ja, ich würde jetzt nach Hause gehen und bin so alleine.«
»Lass mich noch austrinken, dann gehen wir«, antworte ich und lege ihr sanft den Arm um die Schultern.
Aufmerksame Leser dürften die kleinen Korrekturen bemerken, die der Text erfahren hat. Inzwischen gibt es eine fünfte Version...
Donnerstag, 22. Januar 2009
Mittwoch, 21. Januar 2009
Im Namen der Liebe...
Was bringen solche Aktionen von ONE eigentlich?
»ONE-Campainers were heard«, freut sich Bono, einer der Gründer, der gerade »In the Name of Love« vor dem Washington Memorial gesungen hat. Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika hat zugesagt, die Hilfsmaßnahmen für Afrika in seiner ersten Amtsperiode zu verdoppeln - vor ein paar Monaten bekam er zigtausende Unterschriften überreicht, die ONE gesammelt hatte, um ihn trotz Wirtschaftsabschwung an die Ärmsten der Armen zu erinnern. Beide Kandidaten, seinerzeit war noch Wahlkampf, sagten Hilfe zu. »He's got a heart for these poor«, stellt Bono bezüglich Obama fest:
Hier kann man immer noch die Petition an Premierminister Gordon Brown unterzeichnen: Please include Africa!
Montag, 19. Januar 2009
Neues Buch: Liebe und Alltag

Oft genug prägt die Liebe unseren Alltag, noch häufiger jedoch der Alltag die Liebe, und nie sind wir wirklich sicher, wohin sich Alltag oder Liebe entwickeln werden. Von den nervösen Momenten vor dem »ersten Mal« bis zum friedlichen Abschied vom Diesseits zeichnet der Autor in 16 Erzählungen eine Vielzahl von Empfindungen und Hoffnungen, Ernüchterungen und Erkenntnissen auf. (Klappentext)Ich hatte vor einigen Wochen auf diesem Blog in Form einer Wortwolke einen - zugegeben kryptischen - Hinweis gegeben, dass etwas kommen würde, was noch nicht offenbart werden konnte. Nun erfolgt Aufklärung: Die Wortwolke wurde seinerzeit aus dem Entwurf zum Vorwort eines neuen Buches kreiert.
Dann hatte ich wenig später in einem Nebensatz einen weiteren - nicht minder kryptischen - Hinweis versteckt: »Deadline ist eben Deadline, würde Tina sagen, aber über Tina zu erzählen, fehlt mir jetzt die Zeit...« heißt es in diesem Beitrag.
Ich will auch jetzt nicht von Tina erzählen. Tina lernt man kennen, wenn man »Liebe und Alltag« liest.
Warum so viel Geheimnistuerei? Ganz einfach: Das Buch sollte eine Überraschung, ein Geschenk für die beste aller Ehefrauen zum gestrigen Geburtstag werden. Es war denkbar knapp, da wegen der Weihnachts- und Neujahrstage bei Verlag und Druckerei Zeitverzögerungen im Herstellungsprozess nicht ausblieben. Aber: Es hat geklappt - die Lieferung kam rechtzeitig vor dem 18. Januar hier an.
Nun ein paar Worte zum neuen Buch:
Kürzlich beim Abendessen im Hause eines befreundeten Ehepaares beschwerte sich die Gastgeberin: »In deinem Buch Gänsehaut und Übelkeit ist ja nun wirklich kaum etwas für zarte Gemüter wie mich enthalten.«
Ich antwortete: »Deshalb heißt es ja auch so, wie es heißt. Und ziert nicht ein blutverschmiertes Messer den Umschlag?«
»Na ja, das stimmt natürlich. Ich war vorgewarnt. Aber das mit dem Auge, gleich am Anfang… grauenhaft! Wie kommt man bloß auf solche Ideen?«
»Man muss nur«, schlug ich vor, »am 2. Januar eine Tageszeitung aufschlagen und nachlesen, welche Unfälle es mit Feuerwerkskörpern gegeben hat.«
»Hmmm hmmm. Nimm doch noch Pasta, es ist so viel da. Und schreib doch mal was Nettes, vielleicht ein wenig romantisch oder so. Noch ein Bierchen?«
Die liebe Gastgeberin und andere Leser können aufatmen: Für das Buch Liebe und Alltag habe ich unblutige Erzählungen verfasst, diese mit einigen älteren Texten zusammengestellt und dann alles noch einmal überarbeitet. Die Geschichten haben – nomen est omen - irgendwie mit Liebe und Alltag zu tun. Falls also jemandem Gänsehaut und Übelkeit zu blutrünstig war: Womöglich gefällt diese Sammlung eher.
Einen Hinweis will ich jedoch unbedingt loswerden. Sie sollten dieses Buch nicht kaufen, wenn Sie auf der Suche nach Herz-Schmerz-Literatur sind. Hedwig Courts-Mahler gehört nicht zu meinen literarischen Vorbildern.
Zur Sprache kommen die unerhörte, die verdorrte, die verschmähte Liebe, aber durchaus auch die andere, wohltuende, nach der wir uns wohl alle sehnen. Die kommt in diesem Buch natürlich ebenso zu Wort.
Auch die Alltagserlebnisse beschränken sich keineswegs auf die Art, die unsere Mundwinkel unweigerlich nach oben zieht. Solche gibt es auch, allemal, aber ich will nicht verhehlen, dass manches Ereignis von jener Art ist, bei der wir ein Tintenfass nach dem Störenfried werfen, wenn denn eines zur Hand sein sollte.
Ach so: Falls Ihnen Gänsehaut und Übelkeit gefallen hat, sollte dies natürlich kein Hindernis darstellen, sich auch mein neues Buch zu leisten, zumal es etwas preiswerter ist…
Interessiert? Prima!
Liebe und Alltag
16 Erzählungen
ISBN 978-3-8370-8186-2
bod Norderstedt
Paperback, 136 Seiten
€ 9,95 (inkl. MwSt.)
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